Bulls hat sich längst von seinem einstigen "Billig"-Image verabschiedet und überzeugt heute mit hochwertigen und sportlichen Produkten. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Bulls Mountainbike-Modelle, von Kinderfahrrädern bis hin zu Wettkampf-Fullys.
Bulls Tokee 20": Das Kinder-Mountainbike im Test
Mit dem Tokee 20” versucht sich Bulls im klassischen Kinder MTB-Segment. Das Tokee 20” fühlt sich mit seiner Ausrichtung im Gelände am aller wohlsten. Leichte Singletrails machen damit richtig Spaß. Bei den Anbauteilen setzt Bulls auf das, was sich in diesem Preissegment bewährt hat.
Gewicht & Ausstattung
Wenn Kinder bei der Kaufentscheidung mitwirken, wird eine Federgabel oft zur Bedingung. Leider funktionieren diese beim niedrigen Gewicht der Kinder nicht immer tadellos. Die SR Suntour Gabel im Tokee 20” ist typisch in dieser Preisklasse. Leider lässt sie sich nur bedingt auf das Fahrergewicht anpassen.
Wie sicher sich ein Bike fahren lässt, hängt maßgeblich auch mit den Reifen zusammen. Die Ace of Pace Reifen fallen mit 2 Zoll breit aus. Schmälere Reifen sind zwar leichter, breitere Reifen vermitteln in der Regel aber ein sichereres Fahrgefühl. Im Gelände und auf der Straße.
Bei Kinder Mountainbikes müssen sich die Bremsen mit wenig Handkraft bedienen lassen. Die V-Brakes (Felgenbremsen) sind leicht und technisch extrem simpel. Das ist für Kinder Mountainbikes meist zweckmäßig. In den Punkten Dosierbarkeit und Bremspower sind sie jedoch den Scheibenbremsen unterlegen.
Je mehr Ritzel die Kassette hat, desto hochwertiger ist die Schaltung. Mit sieben Gängen erfüllt die Shimano Schaltung am Tokee 20” ihren Zweck, lässt aber noch Luft nach oben. Mit 243 % fällt diese beim Tokee 20” relativ gering aus. In steileren Anstiegen wird es für Kinder schwer werden die Kurbel noch rum zu bekommen.
Nach einem Blick auf die Geometrie sagen wir pauschal: zwischen 115 und 130 cm Körpergröße sollte das Tokee 20” passen. Die langen Kettenstreben sorgen für Fahrstabilität bei hoher Geschwindigkeit.
Bulls Sharptail Street 2 27,5: Das alltagstaugliche Mountainbike
Mit alltagstauglicher Ausstattung ist das Bulls-MTB ein idealer Begleiter auf dem Weg zur Schule, zum Sport und in der Freizeit. Da liegt es natürlich nahe, MTBs speziell für den Alltagseinsatz zu konzipieren - und Bulls tut das mit den „Street“-Modellen der Baureihe Sharptail. Die Offroad-Bikes im mittleren Preissegment sind keine dezidierten Jugendräder, aber gerade durch das Größenspektrum, das beim 27,5-Zoll-Rad je nach Modell bis hinter zur Größe XS geht, eignen sie sich vorzüglich für jüngere Radler.
Das Rad mit der kompakten Rahmenform, deren Plus eine niedrige Überstandshöhe ist, zeichnet sich durch eine Federgabel mit satten 100 mm Weg aus - wenn es also doch einmal wirklich ins Gelände geht, ist das Bulls für alles gerüstet. Auch die großvolumigen Reifen sind auf lockeren Untergrund abgestimmt, wobei sie auf der Straße durchaus leicht rollen. Scheibenbremsen dürfen natürlich auch nicht fehlen, wobei der Hersteller hier auf eine mechanisch aktivierte Variante setzt.
Außerdem ist das Rad mit einer offroad-typischen 3×7-Schaltung ausgestattet, deren Übersetzungsbandbreite freilich nicht ganz so groß ist wie beim „echten“ Mountainbike. Was auch nicht nötig ist, wenn das Rad größtenteils im Alltag bzw. Die eher aufrechte Sitzhaltung ist durchaus ein Merkmal moderner Trailbikes und im Stadtverkehr natürlich optimal - hier liegen Mountainbike und Alltagsrad nah beieinander.
Und mit letzteren teilt sich das Sharptail eine ganze Reihe von Ausstattungsdetails. Erst einmal ist das Bulls mit kurzen, sportlich anmutenden Kunststoff- bzw. Steckschutzblechen versehen: Der vordere Schützer kommt ganz ohne Streben aus, und hinten klemmt das Teil mit einer Klammer am Unterrohr. Der vordere Schützer kann abgenommen werden; hinten klappt das allerdings nicht, denn daran ist die Rückleuchte montiert, deren Kabel an der Strebe entlang geführt wird. Den Strom fürs Rücklicht und den recht hellen (30 Lux) Scheinwerfer liefert natürlich ein ausfallsicherer Nabendynamo, der per Schalter an der Frontleuchte aktiviert werden kann.
Ein Parkständer am Hinterbau rundet die Alltagsausstattung des Sharptail Street ab, und dieses Bauteil ist gerade für Jugendliche wichtiger als ein Gepäckträger, der nicht zur sportlichen Anmutung des Bulls passen würde. Neben der hier gezeigten Variante in Blau gibt es das sportliche Alltags-Bike (oder alltagstaugliche Mountainbike) übrigens auch in Grau, Schwarz und Hellgrau mit orangen Farbakzenten; dazu kommen diverse Schwestermodelle, die sich bei Ausstattung, Größenspektrum und Laufradgröße unterscheiden. Größere bekommen das Bike auch mit 29-Zoll-Laufrädern, Kleinere als 26er Modell.
Bulls Copperhead 3 29: Das Hardtail-MTB im Test
Günstig, unkompliziert & vielseitig einsetzbar - mit diesen Attributen wollen Hardtail-MTBs Einsteigern das Mountainbiken schmackhaft machen. Einsteigern sollen sie das Mountainbiken damit schmackhaft machen, aber auch Fortgeschrittene mit ihrem unkomplizierten, robusten Charakter reizen. Um zu prüfen, für wen das Bulls Copperhead 3 29 eine Empfehlung wert ist, haben wir es mit sechs weiteren Hardtails durch den BIKE-Test geschleust.
Bulls Copperhead 3 29 - Fakencheck
- Gewicht: 13,48 kg ohne Pedale
- Federweg: 100 Millimeter
- Laufradgröße: 29 Zoll
- Preis: 1399 Euro
- Rahmenmaterial: Aluminium
- Federgabel: Rockshox Judy Gold RL
- Schaltung: Shimano Deore 1x12
- Übersetzung / Bandbreite: 32; 10-51 / 510 %
- Bremsen: Shimano BR-MT 200 180/180 mm
- Laufräder: DDM2-Felgen, Shimano-Naben
- Reifen: Schwalbe Racing Ralph Addix Performance 29 x 2,25
- Verfügbare Rahmengrößen: S, M, L, XL, XXL
Egal, ob auf Schotterwegen oder zahmen Trails - bei den ersten Mountainbike-Versuchen ist man mit dem Bulls Copperhead 3 29 bestens gerüstet. Wer aber vorhat, seriösen Geländeradsport zu betreiben, kommt mit dieser klassischen Art von Hardtail schnell an seine Grenzen und sollte von Anfang an in ein geländegängiges Trailhardtail investieren.
Monkey-Link-Halterungen für Lichter oder das Smartphone, Montagepunkte für den Ständer und Reflektoren - mit diesem Ausstattungspaket ist das Bulls Copperhead 3 das Volks-MTB im Test und kann auch im Alltag überzeugen. Auf dem Trail hat das Bike jedoch das Nachsehen: Die Sitzposition fällt arg komfortabel und etwas zu kompakt aus. Durch den nach oben gerichteten Vorbau und den Riser-Lenker baut die Front hoch. Aufrecht und komfortabel meistern so auch untrainierte Piloten längere Touren.
Jedoch leidet das Handling unter der zurückverlagerten Fahrposition. Der Sattel passt mit seinem dicken Sitzpolster perfekt ins gemütliche Gesamtbild. Die Reifenkombi von Schwalbe rollt leicht. Von Spritzigkeit fehlt beim 13,5 Kilo schweren Bulls trotzdem jede Spur. In steilen Abfahrten vermittelt die hohe Steuerzentrale viel Sicherheit. Auf langen Abfahrten lässt sich der Sattel dank Schnellspanner leicht versenken. Mit steigender Geschwindigkeit wird das Copperhead mit der kurzen Geometrie aber schnell nervös.
Im Alltag und auf Touren abseits ernsthafter Trails macht das Bulls eine gute Figur und punktet mit Komfort. Auf dem Trail limitiert die konservative Geometrie den Einsatzbereich.
Bulls Wild Edge Team: Das Cross Country-Fully im Test
Sportler lieben es, das gleiche Material zu besitzen, wie die Besten der Besten. Deshalb lieben Bikerinnen und Biker auch das Bulls Wild Edge Team. In der Team-Ausstattung können sich Cross Country- und Marathon-Racer genau das MTB kaufen, das auch die Profis an die Startlinie schieben. Anders als viele der großen Bike-Hersteller, ruft Bulls dafür jedoch keine fünfstellige Summe auf, sondern verkauft das Wild Edge Team für 6399 Euro. Wie gut kann das Preis-Leistungs-Verhältnis bei so einem Profibike sein? Um das herauszufinden, haben wir das Bulls Cross Country-Fully auf Herz und Nieren getestet.
In der Team-Version des Wild Edge bringt Bulls nur das beste ans Bike. Auch an den Verschleißteilen wird nicht gespart: Selbst Kette und Kassette entspringen der Shimano-XTR-Baureihe.
Das Bulls Wild Edge Team im Test: So fährt sich das Profi-Bike
Der Wunsch, dasselbe Bike zu besitzen, wie der mehrfache Cape-Epic-Sieger Karl Platt, macht das Bulls Wild Edge in der Team-Variante auch für Hobby-Racer interessant. Ein Rockshox-Ultimate-Fahrwerk trifft auf Carbon an Rahmen, Laufrädern, Sattelstütze, Lenker und sogar Vorbau. Die Kölner verbauen eine Shimano-XTR-Gruppe ohne Blender. Besser kann ein Racefully kaum schalten und bremsen.
In Beschleunigungsphasen schießt das leichte Bulls nach vorne. Ein vergleichsweise flacher Sitzwinkel und eine niedrig-lange Front ziehen den Fahrer in eine sportliche Sitzposition. Im Wiegetritt nickt das Heck spürbar mit, wird mit dem Dreh des Handgelenks am Twistlock-Remote aber ruckzuck gesperrt. Dann lässt das Bulls Wild Edge mit seinen schmalen 2,25-Zoll-Reifen allerdings Traktion vermissen.
Bergab begeistert das königsblaue Fahrwerk mit viel Popp und gutem Gegenhalt. Blitzschnell geht das Bulls Wild Edge durch Anliegerkurven und über kleine Sprünge. Dabei schnellt der Fahrspaß nach oben. Auch bei technischen Herausforderungen kann das sehr reaktive XC-Bike überzeugen. Mühelos geht es um enge Kehren und lässt sich leicht über Hindernisse lupfen.
Mit dem edlen Bulls Wild Edge können sich auch Normalsterbliche ein bisschen fühlen wie Karl Platt. Enge, technische Kurse liegen dem Bulls eher als wilde Highspeed-Ritte.
Bulls E-Bikes
Unsere BULLS E-Bikes & Bikes fahren regelmäßig Testsiege und hervorragende Ergebnisse in den aktuellen Fahrrad und E-Bike Tests ein, wobei die Testberichte alle möglichen Fahrradtypen von E-MTBs, E-Trekkingbikes, Speed E-Bikes und Urban-E-Bikes, Mountainbikes, Rennrädern und Gravelbikes bis hin zu Citybikes und Trekkingfahrrädern umfassen. Dabei ist für jeden Typ Fahrradfahrer etwas dabei; ob für Arbeitspendler, Freizeit- oder Leistungssportler. Unsere Vuca und Sonic Modelle wurden bereits mehrfach als beste E-Mountainbikes ausgezeichnet.
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