Bundesverband der Motorradfahrer: Informationen zu Engagement, Sicherheit und Fahrspaß

Der Bundesverband der Motorradfahrer e.V. (BVDM) wurde 1958 mit dem Ziel gegründet, die Interessen und Rechte der Motorradfahrer auf allen Ebenen zu vertreten, sowohl im politischen und gesellschaftlichen Raum als auch im Sinne des Verbraucherschutzes gegenüber Herstellern und Industrie.

Politik und Interessenvertretung

Als Verbraucherschutzorganisation kämpft der BVDM beispielsweise gegen Streckensperrungen und für die Rechte der Motorradfahrer*innen. Deine Solidarität ist gefragt - Der BVDM unterstützt und finanziert die Klage von Motorradfahrern gegen die Streckensperrung für Motorräder auf der sogenannten „Sudelfeldstrecke“ in Bayern. Das alles kostet sehr viel Geld.

Der BVDM handelt und reicht Klage ein, eine Demonstration ist angemeldet. Wir arbeiten auf politischer Ebene an Gesetzen mit, damit diese auch die Interessen von Motorradfahrer*innen berücksichtigen.

Der BVDM ist Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), in der Federation of European Motorcyclists' Associations (FEMA) und in der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V.

Ein Mitglied des BVDM hatte vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg gegen die Sperrung der Priorei für Motorräder geklagt. Leider folgte das Gericht nicht den Argumenten des BVDM-Anwaltes, sondern wies die Klage ab. Die Sperrung ist damit weiter gültig.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem DMSB

Der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) und der Bundesverband der Motorradfahrer e.V. (BVDM) haben eine partnerschaftliche Zusammenarbeit beschlossen. Dazu vertreten der DMSB und der BVDM im Rahmen der Kooperation gemeinsam die Ziele und Interessen der Motorradfahrer und des Motorradsports. Neben politischer Interessensvertretung schließt die Zusammenarbeit auch die Themenbereiche Netzwerk und Gremienarbeit sowie Sicherheit und Medizin ein, um auch hier die Synergieeffekte der Zusammenarbeit bestmöglich zu nutzen.

DMSB-Präsident Wolfgang Wagner-Sachs: „Mit dem BVDM konnte der DMSB einen bestens in der Motorradszene vernetzten Partner gewinnen. Wir freuen uns, dass wir mit dieser Kooperation den Motorradsport in Deutschland zukünftig weiter stärken. Gemeinsam wollen wir den Motorradfahrern und dem Motorradsport eine starke Stimme geben.“

Michael Lenzen, BVDM-Vorsitzender: „Wir freuen uns über die beschlossene Zusammenarbeit und auf gemeinsame Aktionen, weil wir überzeugt sind, mit dem DMSB noch effektiver die Interessen der Motorradfahrer in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen vertreten und den Motorrad- und Tourensport weiter fördern zu können“.

Als erstes gemeinsames Projekt wird der BVDM im Sommer 2022 mit der 75. FIM-Rally das älteste und wichtigste internationale Motorradtreffen im Motorrad-Tourensport in Deutschland ausrichten. Es wird unter Schirmherrschaft und nach den Regeln des Motorradsport-Weltverbandes FIM jährlich in einem anderen Land mit dem Ziel durchgeführt, den kulturellen Austausch und das Verständnis zwischen den Nationen zu fördern. Die Veranstaltung findet vom 27. bis 29. Juli 2022 in Ferropolis statt.

Kooperation mit kurvX

Die Leidenschaft für das Motorradfahren eint weltweit Millionen von Menschen. Für viele bedeutet es nicht nur Freiheit, sondern auch Sicherheit, Gemeinschaft und eine starke Motorradkultur. Die neue Zusammenarbeit zwischen kurvX und dem Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) ist daher ein natürlicher und wertvoller Schritt, um die Interessen der Motorradfahrer in Deutschland zu stärken.

Das kurvX-Team und BVDM teilen die Werte Verantwortung, Leidenschaft und Sicherheit. kurvX steht für fortschrittliche Technologie, die Motorradfahrern Echtzeitanalysen und detaillierte Auswertungen zu ihrem Fahrverhalten ermöglicht. Mit der kurvX-App haben Nutzer die Möglichkeit, nach jeder Fahrt eine grafische Darstellung ihres Streckenverlaufs, ihrer Beschleunigungs- und Verzögerungsphasen sowie ihrer Schräglage abzurufen.

Der BVDM hingegen hat jahrzehntelange Erfahrung in der Förderung des Motorradfahrens und der politischen Interessenvertretung. Veranstaltungen, Trainings und fundierte Informationen gehören ebenso zum Angebot wie die Vermittlung einer verantwortungsvollen Fahrkultur. Sowohl kurvX als auch der BVDM sehen in der Vernetzung eine große Stärke.

Die von kurvX organisierte alle zwei Jahre stattfindende ride safely ONE-Veranstaltung ist eine Plattform, auf der sich Experten aus dem Bereich Motorradtraining austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln.

Auf Initiative von Stephan Zimmermann, selbst BVDM Trainer und Inhaber von motoU Motorradtrainings, durfte das kurvX Team im Frühjahr 2024 erstmalig als Gast auf dem Stand des BVDM auf der Motorradwelt Bodensee auftreten. Dieses Ereignis erzeugte viel Interesse beim Messe-Publikum, eröffnete interessante Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit und führte zu spannenden und herzlichen Kontakten.

Seit dem gemeinsamen Auftritt auf der Motorradwelt Bodensee hat das anfängliche zarte Pflänzchen der Kooperation Wurzeln geschlagen. Neue Begegnungen, gemeinsame Aktionen und Projekte sind seitdem entstanden und gedeihen prächtig. Beide Organisationen bringen ihre Stärken ein, um die Motorradwelt in Deutschland sicherer und gemeinschaftlicher zu gestalten.

Fahrspaß und Gemeinschaft

Bei alledem kommt der Fahrspaß nie zu kurz. Wir veranstalten gemeinsame Ausfahrten und Wettbewerbe, wie die Tourenzielfahrt und die Deutschlandfahrt. Wir freuen uns über jede*n Motorradfahrer*in, die oder der Lust hat, gemeinsam mit uns zu kämpfen.

Clubs, Stammtische, Vereine, Unternehmen etc. können Kooperationspartner werden. Viele unserer Kooperationspartner bieten unseren Mitgliedern Sonderkonditionen an.

Motorradlärm

Die Diskussion um Motorradlärm nimmt immer mehr an Fahrt auf. Nun hat sich der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) in einem offenen Brief an die Motorradhersteller gewandt. Eindeutige Worte richtet der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) an die Motorradhersteller sowie den Industrieverband Motorrad (IVM).

Der Verband wendet sich klar gegen das Argument vieler Hersteller, die Mehrheit der Motorradfahrer würde nach lauten Maschinen verlangen. Das Thema Motorradlärm wird seit Jahren kritisch in der Öffentlichkeit diskutiert. Anlass der Kritik ist die kontinuierliche Zunahme der Lärmemissionen in diesem Bereich. Die Ursachen hierfür liegen zum Teil in illegal modifizierten Auspuffanlagen und/oder unangemessener Fahrweise begründet. Etliche aktuelle Motorräder sind aber ab Werk laut.

Viele Hersteller nutzen die aktuellen Zulassungs- und Messverfahren dahingehend aus, dass sie durch geeignete technische Maßnahmen (z.B. elektronisch gesteuerte Klappen im Auspuffsystem) den Lärmpegel der Maschinen außerhalb des Messbereichs erhöhen. Das seitens der Hersteller vorgebrachte Argument, dass die Kunden laute Maschinen fordern, haben wir bei unseren Gesprächen mit Motorradfahrern nicht feststellen können, im Gegenteil.

Der gute Klang einer Maschine ist ihnen wichtig, dieser wird aber nicht besser, wenn er laut ist. Vielen Kunden bleibt daher derzeit nur die Wahl, die hohe Lautstärke in Kauf zu nehmen - oder auf den Kauf zu verzichten. Diese zusätzlichen Lärmemissionen reduzieren die gesellschaftliche Akzeptanz des Motorradfahrens.

Anwohner attraktiver Motorradstrecken wenden sich vermehrt an die Politik und fordern Streckensperrungen und drastisch verschärfte gesetzliche Regelungen gegen Motorradlärm. Die Hersteller sollten jetzt signalisieren, dass sie die Zeichen der Zeit verstanden haben und zeigen, was technisch in Sachen geringer Lautstärke machbar ist.

Leisere Maschinen sind nicht nur im Interesse von Anwohnern und Motorradfahrern, sondern auch im längerfristigen Eigeninteresse der Industrie. Leisten Sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass Motorradfahren weiter Spaß macht und ohne schlechtes Gewissen möglich ist! Warten Sie nicht, bis 2024 eine verschärfte UNECE-Vorschrift zur Lärmemission kommt, die möglicherweise von den Motorradherstellern nur mit sehr hohem Aufwand umgesetzt werden kann.

MID - Motorradinitiative Deutschland e.V.

Die MID wurde 1997 von den politisch tätigen Fahrerverbänden gegründet. Ursprünglich als Dachverband der deutschen Fahrerverbände geplant, wurde die MID aus Zeitgründen zunächst als Verein von Privatpersonen von den Vertretern der beteiligten Verbände gegründet und in das Vereinsregister eingetragen.

Anfang 1998 kam dann die FEMA auf die MID zu und fragte an, ob sie bereit sei, die alle zwei Jahre stattfindende Euro Demo der FEMA zu organisieren. Trotz einiger Bedenken sagte die MID zu und begann mit den Vorbereitungen.

Im Nachgang zur Euro Demo kam es zu einigen, sehr unschönen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Verbandsvertretern. In der Folge zog sich der BVDM und der Gesamtverband der Kuhle Wampe aus der MID zurück. Lediglich die Region Nord der Kuhlen Wampe blieb der MID bisher treu.

Zwischenzeitlich haben sich die Wogen zu einem großen Teil geglättet. Die MID versteht sich heute als Koordinierungsgremium der deutschen Fahrerverbände, das mit dem Hambacher Bikerfest eine etablierte und angesehene, eigene Veranstaltung auf die Beine gestellt hat.

Die politische Arbeit der MID hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Die MID greift die Themen auf, bei denen die beteiligten Verbände eine gemeinsame Position vertreten. Kontroverse Themen werden von den Verbänden in eigener Verantwortung weiterverfolgt und werden so nicht zum Sprengsatz für die Arbeit in der MID.

In der letzten Zeit wird die MID zunehmend auch bei den anderen, im Motorradsektor tätigen Institutionen als ernst zu nehmender Gesprächspartner akzeptiert. Statt eines vielstimmigen Chors von Einzelmeinungen findet die gemeinsame Stellungnahme der in der MID vertretenen Verbände wesentlich leichter Gehör.

Umgekehrt erhöht es die Schlagkraft der einzelnen Verbände, wenn sie nicht nur ihre eigene Meinung vertreten, sondern auch für die anderen MID-Organisationen sprechen.

BAGMO - Bundesarbeitsgemeinschaft Motorrad

Die BAGMO ist ein loser Zusammenschluß aller im Motorradsektor aktiven Institutionen. Neben den Fahrerverbänden fallen darunter vor allem die Motorradpresse, die Industrie in Form des Industrieverbands Motorrad (IVM) und das Institut für Zweiradsicherheit (IfZ). Das Koordinationsbüro der BAGMO wird als „ehrenamtliche Nebentätigkeit“ in Personalunion vom Leiter des IfZ geführt.

Auch die BAGMO dient als Plattform für den Informationsaustausch ihrer Mitglieder. Darüber hinaus werden fallweise gemeinsame Aktionen geplant und gemeinsame Kampagnen durchgeführt.

Als zweitem Thema für die nähere Zukunft will sich die BAGMO dem Thema Streckensperrungen widmen. Die Idee ist, auf der Basis von bei den Verbänden vorhandenen Daten und eines im Entwurf vorliegenden Meldebogens eine Datenbank mit allen Streckensperrungen in Deutschland aufzubauen, die dann im Internet den Verbänden und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.

Verkehrssicherheit

Die Erhöhung der Verkehrssicherheit stand von Anfang an ganz oben auf der Agenda. Der Verband ist Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat und unterstützt die Vision Zero. Auch die Förderung des Motorrad- und Tourensports war und ist ein wichtiges Ziel des Verbandes, der über die angeschlossenen Gruppen die Interessen von mehr als 25.000 Motoradfahrenden vertritt.

Die Mitwirkung bei der Gestaltung von Normen und Gesetzen rund um die Themen Verkehr und Sicherheit zählen ebenso zu den Aktivitäten wie eigene Veranstaltungen und Aktionen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Dazu zählen etwa Sicherheitstrainings oder die Aktionen "Kaffee statt Knöllchen", Messeauftritte sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Wir bieten unterschiedliche Fahrsicherheitstrainings an, bei denen verschiedenste Fahrertypen auf ihre Kosten kommen.

Der Verband wehrt sich, auch juristisch, gegen die Ungleichbehandlung oder Benachteiligung von Motorradfahrenden. Der BVDM ist unabhängig und parteipolitisch neutral, alle Funktionsträger arbeiten ehrenamtlich.

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