Wenn ein Campingstuhl ultraleicht ist, ein kleines Packmaß hat und darüber hinaus noch genug Sitzfläche und Komfort bietet, ist er ideal für den Einsatz auf Motorrad- oder Fahrradreisen. Ultraleichte Campingstühle eignen sich besonders für Outdoor-Aktivitäten, bei welchen Du zwar an Platz und Gewicht sparen möchtest, jedoch nicht auf Komfort verzichten willst.
Neben klassischem Campingurlaub eignen sie sich insbesondere für Reisen mit dem Fahrrad, Motorrad oder Backpacking Rucksack. Egal ob Du Equipment für Ultraleicht Trekking suchst oder mit einem Van zum Camping aufbrichst - je kleiner und leichter Dein Gepäck, desto besser. Hier kommen ultraleichte Campingstühle ins Spiel: sie haben ein geringes Gewicht und ein kleines Packmaß. Die ideale Kombination also für den Outdoor-Einsatz.
Wichtige Eigenschaften von ultraleichten Campingstühlen
Zu den wichtigsten Eigenschaften für einen guten und ultraleichten Campingstuhl zählen:
- Geringes Gewicht
- Kleines Packmaß
- Komfortable Rückenlehne und Sitzhöhe
- Belastbare Materialien
- Angemessener Preis
Es gibt keine offizielle Vorgabe, bis zu welchem Gewicht ein Campingstuhl noch als ultraleicht zählt, bzw. ab wann es sich um einen “normalen” Campinghocker handelt.
Faltstuhl oder Klappstuhl - Was ist der Unterschied?
Unter Klappstuhl versteht man in der Regel keinen klassischen Campingstuhl, sondern eher einen Stuhl zum Einsatz auf der Terrasse oder im Garten mit einer festen Rückenlehne. Die Rückenlehne bei einem Faltstuhl ist dagegen in der Regel aus einem weicheren, entsprechend faltbaren Material.
Faltstühle eignen sich daher besser für den Outdoor-Einsatz bzw. zur Mitnahme auf Reisen, da sie ein kleineres Packmaß haben.
Empfehlungen für ultraleichte Campingstühle
Hier einige Beispiele für ultraleichte Campingstühle:
- Easton Kilo 2P Ultralight: Gewicht: 997 g; PACKMASS: 53 x 14 cm; Preis: 399 Euro. Faszinierend, wie klein und leicht das Easton verpackt ist - Gramm- und Kubikzentimetersparer sind begeistert. Die Apsis (Vorraum) bietet jedoch nicht einmal einem einzelnen Motorradreisenden ausreichenden Stauraum. Für ein asketisches Globetrotterleben mag der edle und teure Mini-Bunker genügen. Eher was für Freaks. MOTORRAD-Urteil: befriedigend
- MSR Mutha Hubba: Gewicht: 3000 g; PACKMASS: 46 x 20 cm; Preis: 430 Euro. Gewiefte Detaillösungen, hochwertige Aus-stattung (stabiles, leichtes Nylongewebe, robustes Alu-Gestänge), ausgezeichnete Belüftung (selbsttragendes Zelt kann auch ohne Außenzelt genutzt werden) sowie eigene Eingänge, zwei Apsiden und extrem viel Platz für zwei - dieses Zelt sam-melt viele Sympathiepunkte. Top-Produkt. MOTORRAD-Urteil: sehr gut
- Outdoor Tunnel Pro: Gewicht: 4800 g; PACKMASS: 65 x 16 cm; Preis: 99,95 Euro. Fiberglasgestänge und Bodenmaterial wie eine Einkaufstüte. Macht zunächst wenig an. Die Herzen gewinnt das Tunnelzelt durch sein tolles Raumangebot mit Beinahe-Stehhöhe (1,30 Meter). Bietet zwar nicht ganz den Komfort der Wohnstoffhütten ab Seite 110, ist aber gut auf dem Moped zu transportieren. Deshalb: Kauftipp! MOTORRAD-Urteil: gut
- Polo Adventure Zelt 7: Gewicht: 4500 g; PACKMASS: 60 x 22 cm; Preis: 69,95 Euro. Kein Zelt im Test ist preisgünstiger, aber leider ist vieles auch einfach nur billig gemacht (Fiberglasgestänge, grobes Bodengewebe, Verschlüsse). Innen- und Vorzelt erfreuen wiederum mit großer Wohnfläche und Stauraum, drei Personen halten es kurzzeitig auch aus. Geringes Investitionsrisiko, okay für gelegentliche Camps. MOTORRAD-Urteil: befriedigend
- Robens Mercury: Gewicht: 2260 g; PACKMASS: 42 x 14 cm; Preis: ab 379,95 Euro. Entwickelt wurde das Zelt für Wanderer, die Trekkingstöcke statt Stangen nutzen, um Gewicht einzusparen. Das Leichtgewicht lässt sich gut am Motorrad verstauen und fasst zwei Schläfer mit schmalen Matten. Durch die Pyramidenform bietet das Mercury aber nur einen geringen nutzbaren Raum. Minimalisten kommen zurecht. MOTORRAD-Urteil: gut
- Xtend Blizzard 3: Gewicht: 4000 g; PACKMASS: 42 x 20 cm; Preis: 399,95 Euro. Der Schnitt als Tunnel-Querschläfer ist geschickt, denn auch für zwei groß gewachsene Motorradfahrer (über 1,85 Meter) mit Ausrüstung ist reichlich Platz vorhanden. Durch kurze Stangensegmente (< 40 cm) lässt sich das Xtend gut im Koffer verstauen. Qualität und Ausstattung rechtfertigen den hohen Preis - ein prima Reisezelt! MOTORRAD-Urteil: sehr gut
- Coleman Instant 4: Gewicht: 19500 g; PACKMASS: 125 x 35 cm; Preis: ab 399 Euro. Ein Riesenzelt so zu konstruieren, dass es in kürzester Zeit steht, ist prinzipiell gut. Doch in der Praxis gestaltet sich der Aufbau kaum einfacher als bei herkömmlichen Komfort-Campingzelten, und beim Packmaß stört die extreme Länge beim Verstauen. Das Raumklima bei Hitze ist eher mäßig. Gut: viel nutzbarer Platz. MOTORRAD-Urteil: befriedigend
- Eureka N!ergy Vision i-Compact BTC: Gewicht: 19600 g; PACKMASS: 80 x 40 cm; Preis: ab 929,95 Euro. Das Raumangebot: enorm. Die Raumaufteilung: erstklassig. Größter Hit ist aber das hochwertige Baumwollmaterial mit vielfältigen Belüftungsmöglichkeiten - hochsommertauglich! Und auch starker Regen konnte der holländischen Luxusherberge nichts anhaben. Ein vielseitiges (Extrakabine optional erhältlich) Spitzenzelt. MOTORRAD-Urteil: sehr gut
- Nordkap Tipi Living: Gewicht: 11000 g; PACKMASS: 76 x 20 cm; Preis: ab 199,95 Euro. Die Schlichtheit eines Einstangen-Zeltes mit mehr Wohnkomfort aufzupeppen, gelingt nur bedingt. Gänzlich ohne Schlaf-kabinen erfordert das Louis-Zelt bei Besetzung mit mehreren Bewohnern von diesen eine tolerante Grundhaltung bei der Intimsphäre. Gewicht und Packmaß sind okay, Preis geht auch in Ordnung. MOTORRAD-Urteil: befriedigend
- Outwell Fusion 400: Gewicht: 7000 g; PACKMASS: Ø 110 x 2 cm; Preis: 239,95 Euro. Bei den Camp-Teilnehmern kam der ultraschnelle Aufbau (rund zwei Minuten) des sehr geräumigen, selbstentfaltenden Wurfzelts gut an. Die Qualität ist ordentlich, der Preis attraktiv. Das relativ instabile Fusion empfiehlt sich jedoch nur für Wochenend-Camping auf geschütztem Platz, und das Klima innen ist eher stickig. MOTORRAD-Urteil: gut
- Robens Vista 600: Gewicht: 20800 g; PACKMASS: 77 x 33 cm; Preis: 999,95 Euro. Die technische Baumwolle erzeugt ein erstaunlich gutes Raumklima, wenngleich etwas mehr Belüftung bei Hitze wünschenswert wäre. Top: stabiles Gestänge, super Verarbeitung, hohe Wertigkeit sowie einfacher Aufbau (ohne Helfer zirka 15 Minuten). Ein optimales Mehrpersonenzelt mit Highend-Komfort für Motorradtreffen. MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Campingzubehör: Sitzen
Hier eine Übersicht über verschiedene Campingstühle und Hocker:
- Coleman Sling Chair: ordentlich und solide gemachter Stuhl, der sich durch angenehme Höhe auch gut an einem höheren Esstisch macht.
- Eureka Curvy Low Rider: tiefe, aber ultrabequeme Sitzposition, Top-Komfort für lange Nachtsitzungen, deshalb Kauftipp.
- NordKap Faltstuhl Premium: anpassbar durch verstellbare Lehne, nicht teuer, aber leider etwas sperrig im Packmaß.
- Coleman Pack-away 4: sehr kompakte Sitzgarnitur, für vier Erwachsene aber etwas zu eng und zu wenig robust.
- Helinox Chair One: genial! Durch kleines Packmaß gut auf dem Motorrad zu transportieren und für die Größe vergleichsweise stabil und bequem. Klasse Alternative zu Hockern.
- Grand Canyon Dreibeinhocker: preisgünstiger Notsitz.
- Touratech Alu-Falt-hocker: federleicht, solide, bis 110 kg belastbar.
Campingzubehör: Nützliches
Hier eine Übersicht über nützliches Campingzubehör:
- Polo Transportabler Gaskocher: schwache Kochleistung, relativ schwer.
- Grower’s Cup: Öko-Premium-Kaffee für Fertigzubereitung, lecker, ergibt rund 2-3 Tassen.
- Touratech Alu-Besteckset: robust, 22 g leicht, aber teuer.
- MSR Pocket Rocket: sehr kompakter Gaskocher mit guter Koch- und Preis-Leis-tung.
- Litexpress Camp 202: leichte Laterne mit drei Leuchtmodi.
- Litexpress Camp 103: feines Alu-Gehäuse, nutzbar als Laterne und Taschenlampe, klasse Leuchtkraft, Kauftipp!
- Polo Mini-LED-Stirnlampe: billig gemacht, teilweise schon Wackelkontakte im Serienzustand, wenig zufriedenstellend.
- Silva Tipi: solide, preisgünstige Stirn-Taschenlampe, funktioniert mit einer AA-Batterie (fast überall erhältlich), Leuchtkraft mäßig.
- Touratech Titanium Multi Compact Kochset: edel, klein, leicht (290 g), erlaubt allerdings nur eine sehr spartanische Unterwegsküche.
- Litexpress Liberty 105: preisgünstige, ordentlich gemachte Mini-Stirnlampe mit passabler Leuchtkraft bis 10 Meter, passende Knopfzellen jedoch im Handel nicht immer leicht zu finden.
- Polo Multi-Essbesteck: da kommt Pfadfinderstimmung auf, in der Praxis bei der Nahrungsaufnahme aber etwas kompliziert in der Handhabung.
- Silva Siju: wasserdicht, extrem kompakt und handlich, liegt komfortabel am Kopf an, Leuchtkraft für Minilampe (mit Knopfzellenbetrieb) okay.
Worauf Du beim Kauf achten solltest
Gerade bei einem besonders leichten Camping Faltstuhl ist es wichtig schon vor dem Kauf den genauen Einsatzzweck zu kennen oder zumindest einzugrenzen, damit Du dich für den besten Outdoor Stuhl für Deine Unternehmungen entscheiden kannst. Ein besonderes Augenmerk bei einem ultraleichten Campingstuhl, der faltbar ist, solltest Du auf das maximale Gewicht legen, welches der Outdoor Stuhl tragen kann. Besonders wichtig ist dabei, dass Du bei der Auswahl eines für Dich passenden Campingstuhls eine ausreichende Kulanz zum Maximalgewicht mit einrechnest.
Auch beim Packmaß des faltbaren Campingstuhls, kommt es natürlich wieder darauf an, schon vor dem Kauf des Outdoor Stuhls zu wissen, wofür Du diesen einsetzen und wie Du ihn transportieren möchtest. Transportierst Du deinen faltbaren Campingstuhl hingegen fast ausschließlich mit dem Auto und trägst ihn nur gelegentlich einige Meter zum Strand, zum See oder einem anderweitigen Einsatzort, dann ist ein besonders kleines Packmaß nicht unbedingt entscheidend.
Im ersten Abschnitt unseres Tests schauen wir uns einmal unsere Empfehlungen für die besonders leichten Campingstühle an, die sich aufgrund des geringen Gewichts und des kleinen Packmaßes ideal als Stuhl zum Wandern oder Trekking Stuhl nutzen lassen. Vor allem bei den besonders leichten Campingstühlen mit kleinem Packmaß haben wir persönlich festgestellt, dass es sinnvoller ist direkt etwas mehr Geld für einen Outdoor Stuhl eines renommierten Markenherstellers auszugeben, statt am falschen Ende zu sparen.
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