Carbon Laufrad Seitenschlag Reparatur: Eine detaillierte Anleitung

Carbon Laufräder sind heute nicht nur an High-End-Wettkampfmaschinen zu finden, sondern gehören für viele Sportler zur Standardausstattung des Trainingsrads. Sie peppen Dein Bike nicht nur optisch auf, sondern sorgen auch für ein dynamischeres Fahrgefühl. Um lange Freude an Deinen Laufrädern zu haben, ist die richtige Pflege unverzichtbar.

Grundlegende Tipps zum richtigen Umgang mit Carbon Laufrädern

Zur Pflege der Laufräder gehört der richtige Umgang mit diesen. Gerade bei Carbon Laufrädern gibt es hier einige Besonderheiten die Du unbedingt beachten solltest:

  • Bremsbeläge: Wenn Du Carbon Laufräder mit Carbon Bremsflanke besitzt, darfst Du auch nur spezielle Carbon Bremsbeläge verwenden. Alles andere kann innerhalb von kurzer Zeit zum Exodus Deiner geliebten Laufräder führen. Die Gummimischungen der speziellen Beläge sind auf die unterschiedlichen Flanken ausgelegt und sorgen für eine entsprechend gute Bremsperformance.
  • Luftdruck: Die allermeisten Hersteller von Carbon Laufrädern für Drahtreifen geben einen zulässigen Luftdruck von 8 bar an. Diesen solltest Du auf keinen Fall übersteigen, sonst besteht die Gefahr, dass Du Dein Laufrad irreparabel beschädigst.
  • Transport: Wenn du Deine Laufräder transportierst (oder lagerst) dann achte darauf das sie gut geschützt und keinen Druckbelastungen ausgesetzt sind.

Die richtige Reinigung Deiner Carbon Laufräder

Die richtige Reinigung ist eigentlich relativ simpel und kein Hexenwerk. Du benötigst im ersten Schritt nicht mehr als einen weichen Schwamm, ein Mikrofasertuch, einen Behälter, sanftes Spülmittel und Wasser.

Auch die Speichen, Nabenkörper und insbesondere die Bremsbeläge sollten regelmäßig vom Dreck der Straßen oder Ölrückständen befreit werden. Hierzu genügt in der Regel ein einfaches Baumwolltuch.

Die Bremsflanken gehören zu den kritischen Bereichen deiner Carbon Laufrädern. Hier bedarf es ganz besonderer Aufmerksamkeit und Pflege.

Die technische Komponente der Pflege

Alle bisher beschriebenen Elemente einer kompetenten Laufradpflege sollten Dir auch ohne technisches Geschick gelingen. Für die nachfolgenden Schritte solltest Du schon etwas Know-How und das richtige Werkzeug mitbringen. Wartung gehört die regelmäßige Prüfung der Speichenspannung, sowie die Überprüfung auf Seiten- und Höhenschlag.

Die Parameter Speichenspannung, Seitenschlag und Höhenschlag sind im Übrigen untrennbar mit einander gekoppelt. D.h. wenn Du einen Parameter bearbeitest, veränderst Du die anderen damit auch. Das ist der Grund warum guter Laufradbau eine Kunst und sehr zeitaufwendig ist.

Dazu ist das richtige Werkzeug essentiell: ein Zentrierständer, ein hochwertiger Nippelspanner, ein Speichenhalter, ein Tensiometer und eine Zentrierlehre sollten vorhanden sein bevor Du Dich an die Arbeit machst.

Überprüfung und Korrektur von Höhen- und Seitenschlägen

Überprüfe im ersten Schritt das Laufrad auf Höhen- und Seitenschlag. Korrigiere mögliche Höhen- und/oder Seitenschläge durch Korrekturen der Speichenspannungen. Kontrolliere stets mit dem Tensiometer und behalte das gesamte System im Auge.

Speichenspannung kontrollieren

Abschließend kontrollierst Du noch einmal die Speichenspannung. Die Abweichungen sollten nicht größer als 10 Prozent sein. Zu große Spannungsunterschiede führen nämlich dazu, dass die einzelnen Speichen unterschiedlich stark belastet werden. Das Risiko für Speichenbrüche und die Beschädigung der Felge steigt.

Nabenpflege

Abschließend solltest Du Dich auch wenigstens einmal im Jahr der Pflege der Naben widmen. Pflege bedeutet hier: zerlegen, reinigen, neu fetten.

Anleitung: Rennrad Speichen spannen & Seitenschläge zentrieren

  1. Spannen Sie das Laufrad mittig in die Zentrierhilfe, stellen Sie den oder die Zentrierzeiger mit einem Millimeter Abstand zur Felge ein. Drehen Sie das Laufrad und beobachten Sie den Lichtspalt. Ist dieser im Bereich, an dem die Felge dem Zeiger am nächsten kommt, noch groß, führen Sie den Zeiger weiter heran, bis er an dieser Stelle nahezu streift.
  2. Schieben Sie eine Messuhr heran, bis der Taster ca. in die Mitte seines Messbereichs eingeschoben ist. Suchen Sie die Stelle, die mittig zwischen den großen Ausschlägen nach links und rechts liegt. Den größten Ausschlag erkennen Sie daran, dass die Nadel danach ihre Richtung ändert. Drehen Sie die Nullposition der Messuhr auf diese Zeigerposition.
  3. Drehen Sie die Felge an die Stelle des größten Ausschlags. Mehrere Ausschläge markieren Sie entsprechend. Unterteilen Sie die Ausschläge in solche, die nach rechts und solche die nach links gehen. Nur in eine Richtung zu zentrieren, kann dazu führen, dass die Felge aus der Mitte wandert und nicht mehr mittig in Rahmen oder Gabel steht.
  4. Ziehen Sie mit einem Finger eine Speiche nach außen oder drücken Sie zwei Speichen einer Seite zusammen und beobachten Sie den Spalt am Zeiger. Bewegt sich die Felge in die gewünschte Richtung, haben Sie die Seite gefunden, deren Speichen Sie etwas mehr spannen müssen.
  5. Umfassen Sie die Speiche so, dass der Daumen zur Nabe zeigt. Die Finger der halb ­geschlossenen Hand weisen ­in die Drehrichtung, der ­Daumen in die Richtung, in die sich der Nippel bewegen will. Da er von der Felge festge­halten wird, zieht er statt­dessen die Speiche stramm.
  6. Wo die Felge am nächsten zum Zeiger steht, müssen Sie die Speiche der Gegenseite nachspannen - maximal eine halbe Umdrehung. Die benachbarten Speichen dieser Seite werden ebenfalls etwa eine viertel Umdrehung ­nachgespannt. Prüfen Sie ­anschließend den Rundlauf des gesamten Laufrads.
  7. Zentrieren ist ein Geduldspiel; tasten Sie sich in kleinen Schritten allmählich heran und achten Sie darauf, dass Sie die Spannung aller Speichen einer Seite im Bereich des Seitenverzugs erhöhen. Vermeiden Sie es, eine einzelne Speiche stark anzudrehen, dies könnte zu einem Höhenverzug führen.
  8. Kontrollieren Sie immer wieder das gesamte Laufrad. Stellen Sie die Zeiger dabei immer enger. Arbeiten Sie an allen Seitenschlägen gleichmäßig, um das Laufrad in die Mitte zwischen die Zeiger zu bekommen. Spannen Sie die Speichen so nach, bis der Ausschlag nur noch maximal bei ein bis zwei Zehntel Millimeter zu jeder Seite beträgt.
  9. Durch das Nachspannen verdrehen sich die Speichen in sich. ­Drehen Sie vorbeugend bei der ­abschließenden Zentrierrunde die Nippel eine Achtel- bis Viertelum­drehung mehr als nötig und dann wieder eine Viertelumdrehung zurück. Alternative: Drücken Sie reihum gegenüberliegende Speichen paarweise zusammen.

Sonderformen bei Rennrad-Laufrädern

Aerodynamisch geformte Messerspeichen: Diese Speichen sollten beim Zentrieren strömungsgünstig ausgerichtet bleiben und nicht unnötig verdreht werden. Mit einer Zentrierhilfe in Form eines geschlitzten Blocks ­sichern Sie die Speichen ­gegen Verdrehen.

Nippel bei Mavic-Laufrädern: Einige Mavic-Laufräder haben eine spezielle Nippelspannart, bei der eine Überwurfschraube in die Felge gedreht ist. Verwenden Sie zum Zentrieren das beiliegende Original­werkzeug. Die Zentrierrichtung bleibt wie gewohnt. Bei ­manchen Shimano-Laufrädern muss die Überwurfschraube anders herum gedreht ­werden.

Systemlaufräder mit im Felgenbette versteckten Nippeln: Bei einigen Systemlaufrädern liegen die Nippel versteckt im Inneren der Felge. Hier müssen Reifen und Felgenband abgezogen werden, dann kommt man mit einem Steckschlüssel vom Felgenbett her an die Nippel. Das Zen­trieren funktioniert dann wie bei konventionellen Lauf­rädern, das Werkzeug wird im Uhr­zeigersinn ­gedreht.

Tipps zum Rennrad-Laufrad zentrieren

Speiche oder Lager? Kontrollieren Sie zuerst ein mögliches Lagerspiel in der Nabe. Fixieren Sie das Rad im Montageständer und drücken Sie die Felge an mehreren Stellen quer zur Laufrichtung hin und her. Leichtes Ruckeln stammt von Spiel in den ­Lagern. Fühlt sich das Laufrad insgesamt nachgiebig an, sind die Elastizität von Felge und Speichen die Ursache.

Passgenau: Benutzen Sie nur hoch­wertiges Werkzeug - das gilt auch für ein so vermeintlich simples Teil wie Nippel­spanner. Grob gestanzte Blechwerkzeuge, Schlüssel mit zu kleinen Auflageflächen oder zu großer Schlüsselweite können den Vierkant des ­Speichennippels beschädigen.

Messbar: Mit einer Messuhr aus dem Werkzeugmarkt, die mittels Magnetfuß am Zentrierständer angebracht wird, erleichtern Sie sich die Zentrierarbeit. Wer häufig zentriert oder Lauf­räder einspeicht, für den lohnt sich ein Zentrierständer mit Schleppzeiger-Uhren, die feine Ausschläge vergrößert zeigen.

Ausbalanciert: Kontrollieren Sie Laufräder auf mögliche Unwuchten, indem Sie sie im Zentrierständer ­wiederholt auspendeln lassen, bis die schwerste Stelle im unteren Totpunkt ruht.

Schritte zum Zentrieren eines Laufrads

  1. Schritt 1: Spannen Sie das Laufrad in den Zentrierständer ein. Achten Sie darauf, dass das Laufrad fest im Ständer verankert ist.
  2. Schritt 2: Prüfen Sie vor dem Zentrieren zunächst die Felge auf Unebenheiten. Einen Seitenschlag zu beseitigen ist relativ simpel.
  3. Schritt 4: Steht man vor dem Laufrad, erhöht man die Speichenspannung, indem man die Nippel im Uhrzeigersinn dreht.
  4. Schritt 5: Ziehen Sie die entsprechenden Speichennippel zunächst um eine viertel Umdrehung an.
  5. Schritt 6: Kontrollieren Sie das Rad dann noch einmal.

Wie ermittle ich den Seitenschlag?

Dazu die Messfühler im Zentrierständer so einstellen, dass sie an einzelnen Stellen die Felgenflanken berühren. Das Laufrad im Zentrierständer drehen. An den Stellen, an denen die Felge anschlägt, müssen Sie zentrieren. Welche Speichen man in welche Richtung drehen muss, erfahren Sie im Video.

Beim Zentrieren veränderst Du die Spannung der Speichen. Durch diese Speichenspannung wird die Felge gleichzeitig von beiden Seiten nach außen und Richtung Nabe gezogen, wodurch das Laufrad eine enorme Steifigkeit erlangt.

Lokalisieren des Seitenschlags

Um das Laufrad zu zentrieren, musst Du natürlich zuerst einmal wissen, wo an der Felge der Seitenschlag sitzt und zu welcher Seite er ausschlägt. Dazu hängst Du Dein Laufrad in den Zentrierständer. Stelle die Schenkel der sogenannten Justierzange so nahe an die Felgenflanke, dass sich das Laufrad gerade noch frei drehen kann.

Noch keinen Zentrierständer zur Hand?

Wenn Du keinen Zentrierständer zu Hause hast, kannst Du Dir aber auch mit einem kleinen Trick behelfen. Lass das betroffene Laufrad im Bike und spanne einfach einen Kabelbinder in Höhe der Felgenflanke um Deine Gabel oder Sitzstrebe, je nachdem ob Du das Vorder- oder Hinterrad zentrieren willst. Schneide ihn soweit ab, dass er so gerade kurz vor der Felgenflanke steht. Du kommst mit dieser Methode nicht auf die Präzision eines Zentrierständers - für den Notfall reicht es aber so.

Vorsicht bei Messerspeichen

Wenn Du Messerspeichen (also abgeflachte Speichen) hast, musst Du sie mit einem Speichenhalter festhalten. Sonst kann es sein, dass sie sich verdrehen.

Platziere den Speichenhalter beim Anziehen der Speichen so nah wie möglich am Speichennippel, um so wenig Torsion (Verdrehung) wie möglich zu erreichen.

Zentrieren

Schau, dass Du einen passenden Nippelspanner (auch: Speichenschlüssel) zur Hand hast, der exakt auf die Breite des Nippels passt. Hier gibt es kleine Unterschiede. Am Besten nimmst Du Dir einen Messschieber zur Hand und misst die Nippel aus. Viele Nippelspanner haben mehrere Größen integriert, damit Du immer den passenden Spanner hast.

Nun geht´s los. Drehe das Laufrad im Zentrierständer oder am Bike an. Schau genau hin, ob die Felge nach links oder rechts auslenkt. Zieht sie nach rechts, müssen die Speichen gespannt werden, die vom Felgenring aus zur Gegenseite hin zeigen, also zum linken Nabenflansch (Nicht-Antriebsseite). Zieht sie nach links, müssen die Speichen gespannt werden, die vom Felgenring aus zur Gegenseite hin zeigen, also zum rechten Nabenflansch (Antriebsseite).

Die Speichenspannung wird in Schritten von einer viertel Umdrehung des Speichennippels erhöht. Achtung: Dafür muss der Speichenschlüssel, wie abgebildet, von oben betrachtet gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden.

Ziehe alle Speichen der entsprechenden Seite an, die sich auf dem Kreisbogen befinden. Gehe dabei kleinschrittig vor, am Besten in viertel Umdrehungen. Kontrolliere den Schlag direkt nach dem ersten Durchgang. Er wird nun dezenter als zuvor ausfallen, sowohl in der Auslenkung als auch in der Länge des Kreisbogens. Taste dich nun weiter vor, bis der Schlag gänzlich oder fast ganz verschwunden ist.

Lässt sich eine Speiche nur extrem schwer drehen, da sie schon stark gespannt ist, müssen zuerst die benachbarten Speichen der Gegenseite links und rechts davon etwas gelöst werden (Nippelspanner im Uhrzeigersinn drehen).

Als Faustregel für eine vernünftig Zentrierung gilt: Ein Laufrad für Felgenbremsen sollte nahezu perfekt gerade sein, da sich beim Bremsen sonst ein störendes Pulsieren bemerkbar machen kann. Ein Scheibenbrems-Laufrad ist da unkritischer: Da ist 1mm Seitenschlag gar nicht schlimm und kann ohne weiteres toleriert werden, solange die Speichenspannung stimmt.

Wichtige Tipps: Darauf muss man beim Zentrieren achten

  • Generell gilt: Um die Felge wieder mittig zu zentrieren, erhöht man die Speichenspannung.
  • Oft reicht eine viertel Umdrehung, um die Felge zu zentrieren! Gehen Sie immer schrittweise vor.
  • Reicht es nicht, nur die Spannung der entsprechenden Speichen zu erhöhen, muss zusätzlich die Spannung der gegenüberliegenden Speichen (auf der Seite des Felgenschlags) verringert werden.
  • Als Faustregel gilt: Seitenschläge, die bis zu einen Zentimeter von der Mitte abweichen, lassen sich zentrieren. Alles was darüber hinausgeht, wird schwierig.
  • Neben einem Seitenschlag können Laufräder auch einen Höhenschlag haben. Das Zentrieren des Höhenschlags ist kompliziert und verlangt nach Erfahrung. Anfänger sollten deshalb besser eine Werkstatt aufsuchen.

Werkzeuge zum Laufrad-Zentrieren

Um Speichennippel drehen zu können, braucht es einen speziellen Nippelspanner. Für herkömmliche Laufräder passt in 90 Prozent der Fälle ein Schlüssel mit 3,2 Millimetern Maulweite. Shimano- oder Mavic-Laufräder benötigen häufig spezifische Nippelspanner. Für Laufräder mit innen liegenden Speichennippeln brauchen Sie wiederum spezielle Steckschlüssel. Bei Messerspeichen braucht man ein entsprechendes Werkzeug, um die Speiche gegenzuhalten.

Zentrierständer gibt es ab 40 Euro. Allerdings sind günstige Modelle meist etwas wackelig. Modelle ab etwa 100 Euro bieten dagegen häufig schon Werkstattqualität. Sie sind robust und eignen sich dank vieler Verstellmöglichkeiten für alle Laufradvarianten. Echte Profigeräte mit Messuhren kosten deutlich mehr und sind für den Heimwerkerbedarf übertrieben.

Wer gar keinen Zentrierständer hat, kann sich mit einem Kabelbinder behelfen. Den Kabelbinder einfach an den Sitzstreben oder der Federgabel befestigen und das abstehende Ende so abzwicken, dass es gerade nicht an der Felge ansteht. Wenn man das Laufrad dann dreht, lässt sich der Rundlauf überprüfen. Diese Methode hilft im Notfall, ist günstig und schnell zu machen, aber nicht besonders exakt.

Zentrieren von Carbon Laufrädern: Besondere Aspekte

Bei Carbon Laufrädern gibt es allerdings ein paar Feinheiten beim Zentrieren, die unbedingt beachtet werden sollten. Um ein Carbon Laufrad zentrieren zu können ist in jedem Fall Spezialwerkzeug notwendig.

Carbonfelgen sind teilweise speziell am Nippelsitz empfindlich gegen zu hohen Druck. Deswegen muss mit einem Speichentensiometer zuerst die Spannung der zu korrigierenden Speichen ermittelt werden. Wenn die Speichenspannung bei alle Speichen zu niedrig ist, müssen diese gleichmäßig angezogen werden. Dadurch wird die Stabilität und Steifigkeit des Carbon Laufrads verbessert.

Damit der Rundlauf auch nach vielen tausend Kilometern noch perfekt ist, ist eine gleichmäßige Speichenspannung - verteilt über alle Speichen - von enormer Bedeutung. Ohne dieses spezielle Messinstrument kann die Spannung der Speichen nicht gemessen werden.

Am Hinterrad haben die Speichen der rechten und der linken Flanschseite - aufgrund des unterschiedlichen Speichenwinkels - eine andere Speichenspannung.

Wenn bei einem Carbon Laufrad einen Höhenschlag auftritt, müssen ja bestimmten Speichen gelockert und bestimmte Speichen gespannt werden.

Bei Carbonlaufrädern ist die Reihenfolge der beiden Arbeitsschritte wichtig. Es müssen zuerst die Speichen gelockert werden und danach die gegenüberliegende Seite angespannt werden.

Zusammenfassend gilt folgendes: Bei Carbon Laufrädern immer mit Speichentensiometer arbeiten und die Speichenspannung in regelmäßigen Abständen prüfen.

Um sie zu zentrieren, müssen Sie allerdings nicht wissen, wie man ein ganzes Laufrad baut. Zum Glück!

Um einen Achter oder Seitenschlag zu zentrieren, muss man jedoch verstehen, wie die Spannung einzelner Speichen den Rundlauf der Felge beeinflusst.

Jede Speiche agiert als Bindeglied zwischen Felge und Nabe. Optimalerweise ist die Spannung bei allen Speichen auf der Antriebs- oder der Bremsseite des Laufrads einheitlich hoch.

Je höher die Spannung einer Speiche, desto mehr zieht diese Speiche die Felge in ihre Richtung. Je niedriger die Speichenspannung, desto mehr kann die Felge in die gegenüberliegende Seite gezogen werden.

Erhöht oder verringert man die Speichenspannung, lässt sich ein Schlag im Laufrad also beheben.

Allerdings sind der Physik irgendwann Grenzen gesetzt. Extrem verbogene Felgen lassen sich selbst von Profis nicht mehr gerade ausrichten.

Wenn durch ständiges Zentrieren die Speichenspannung in einem Laufrad zu unhomogen wird, können die Speichen im schlimmsten Fall auf der nächsten Tour reißen.

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