Im Automobilbereich haben Apple CarPlay und Android Auto längst Einzug gehalten. Inzwischen springt auch das Motorradzubehör auf diesen Zug auf. Die Möglichkeit zum Anzeigen von Informationen ist im kleinen Cockpit eines Motorrads jedoch begrenzt.
Der Übergang vom LC- zum TFT-Display begann im Motorradbau sukzessive vor rund zehn Jahren und ermöglichte es, mehr Informationen abrufen zu können. Bluetooth-Konnektivität mit dem Smartphone ist heute Standard in den aktuellen Modellen, die Darstellung beschränkt sich aber auf kleine Einblendungen. So begnügt sich die Navigation im Cockpit meistens mit simplen Turn-by-turn-Darstellungen, also Pfeilnavigation.
Die Bedienung des Menüs im TFT-Display erfolgt fast ausschließlich über Tasten am Lenker, Touchscreens haben sich bei Motorrädern noch längst nicht durchgesetzt. Es gibt nur sehr wenige Motorradmodelle, die bereits einen Touchscreen bieten, wie die Honda Africa Twin. Seit gut zwei Jahrzehnten existieren hingegen bereits Navigationsgeräte speziell für die Ansprüche von Motorradfahrern von Herstellern wie Garmin oder TomTom, die jedoch recht teuer sind. Diese sind wasserdicht, bieten Touchscreens für Handschuhe geeignet und eine Lenkerhalterung.
Die Alternative sind Motorradhalterungen für Smartphones, von denen es immer mehr gibt. Zum einen sind die empfindlichen Geräte dabei Regen und Vibrationen ausgesetzt und zum anderen reagieren manche Handy-Touchscreens nicht auf Motorradhandschuhe. Daher sind Displays, die kabellos per Apple CarPlay oder Android Auto die Inhalte des Smartphones spiegeln, eine praktikable und oft günstige Lösung für Motorradfahrer, während das Smartphone sicher in der Jacke verstaut bleibt.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Diese Displays haben dasselbe Problem wie die Navigationsgeräte: Sie werden mit einer Halterung am Lenker festgeklemmt. Doch nicht jeder Lenker ist dafür geeignet, manchmal verhindert die Lenkerkröpfung oder die mangelnde Lenkerbreite eine adäquate Befestigung. Zudem sind die Monitore oft so groß, dass sie das Cockpit mitsamt Tacho verdecken. Die Punkte gilt es unbedingt vor der Anschaffung eines Displays zu beachten.
Modelle im Test
CarPlay und Android Auto erfreuen sich großer Beliebtheit im Auto, da ist der Gedanke nicht weit, diese auch am Motorrad einzusetzen. Mit Nachrüstbildschirmen ist das möglich und muss auch kein Vermögen kosten.
- EVKEY MTC-10 - 5″ Bildschirm bei AliExpress für 44,86€
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Wie auch bei den Zusatzbildschirmen für das Auto gibt es hier zahlreiche Versionen. Die meisten davon eint ihre Größe, welche zwischen 5 und 7 Zoll Bildschirmgröße liegt. Im Lieferumfang liegen eine Halterung für das Motorrad und ein Stromkabel bei, welches man an der Batterie anbringen muss. Der Einbau ist hier also durchaus etwas komplizierter als im Auto, wo man zumindest den faulen Weg mit der Kabelverlegung im Innenraum vom Zigarettenanzünder vollziehen kann.
EVKEY 5″ Carplay und Android Auto Bildschirm
Die Designinspiration von diesem Modell kommt sicherlich von Navigationsgeräten wie dem TomTom Rider. Letztere sind besonders wichtig, damit man auch bei Sonneneinstrahlung das Gerät einsehen kann. Wichtig ist auch die Staub- und Wasserschutz IP67 Zertifizierung, damit es gegen Regen geschützt ist.
Hauptfunktion ist natürlich die Android Auto und CarPlay Integration, die hier kabellos funktioniert. So könnt ihr die Möglichkeiten dieses Systems nutzen, um zu navigieren oder Musik zu streamen. Dafür unterstützt man auch Bluetooth, sodass ihr Kopfhörer oder ein Helmheadset mit dem Bildschirm verbinden könnt. Neben Android Auto und CarPlay kann man auch auf den Bildschirm mit AirPlay und einer Android-Alternative auf den Bildschirm Videoinhalte streamen.
Wer seine Musik auf eine microSD-Karte laden kann, hat ebenso die Möglichkeit eine bis zu 64 GB große Speicherkarte im Bildschirm zu benutzen und so Musik zu hören. Laut der Beschreibung lässt sich der Bildschirm einfach von der Halterung abnehmen, um Diebstahl vorzubeugen.
EVKEY 6,3″ Carplay und Android Auto Bildschirm
Grundlegend folgt die größere Variante des Bildschirms demselben Konzept. Halterung und Stromkabel sind im Lieferumfang und man kann durch den Bildschirm Android Auto und CarPlay kabellos nutzen. Das Interface sieht hier etwas durchdachter aus und es gibt auch mehr Zusatzoptionen.
Man nutzt hier ein Display mit einer Auflösung von 1560 x 720 Pixeln und einer maximalen Helligkeit von 1000 nits. Dadurch sollte hier die Lesbarkeit im Sonnenlicht nochmal besser sein. Zudem ist hier auch die Rede von einer automatischen Helligkeitsanpassung und der Anpassung der Benutzeroberfläche mit einem Tag- und Nachtmodus. Mit IPX7 ist auch dieser Bildschirm gegen Wasser geschützt. Bluetooth ist auch vorhanden, um einen Kopfhörer oder Headset zu koppeln. Jedoch ist die Möglichkeit eine microSD-Karte zu nutzen weggefallen. Dafür soll es die Möglichkeit geben, hier auch Updates direkt am Gerät über Wi-Fi zu installieren.
Bei diesem Modell gibt es die Möglichkeit per Aufpreis weitere Zubehörteile dazuzukaufen. Da wäre einmal eine Fernbedienung mit Kabel, wodurch man z.B. zum nächsten Lied springen oder einen Anruf starten kann. Mit Handschuhen sicherlich der einfachere Weg das Gerät zu bedienen. Eine weitere Möglichkeit sind Luftdrucksensoren, die man an den Reifen anbringen kann und so der Luftdruck direkt am Bildschirm angezeigt wird.
Aoocci C5 Pro
Das Display C5 Pro von Aoocci spiegelt das Smartphone für Motorradfahrer per Carplay und Android Auto. Das C5 von Aoocci misst 5 Zoll in der Bildschirmdiagonale, ist also verhältnismäßig klein und daher gut für Zweiräder geeignet. Das Gehäuse erfüllt die Schutzklasse IP67 und ist damit gegen Wassereinbruch und Staub gefeit. Die beiliegende Bedienungsanleitung ist zwar nur auf Englisch, aber auch wer der Sprache nicht mächtig ist, kann trotzdem mit der Bebilderung etwas anfangen.
Das Display ist hell und kontrastreich, sodass das Ablesen keine Probleme bereitet, wenngleich die Sonne direkt darauf scheint. Wer will, kann auch noch einen kleinen Sonnenschutz auf das Gehäuse schrauben. Das C5 unterstützt Carplay sowie Android Auto. Der Autor dieses Tests hat als iPhone-Nutzer vorwiegend Carplay getestet. Das funktionierte im Test einwandfrei. Der Motorradfahrer kann damit ausgewählte Apps seines Smartphones auf dem Bildschirm nutzen.
Das Aoocci startet, sobald die Zündung eingeschaltet wird, kann aber auch über eine Taste rechts am Gehäuse ein- und ausgeschaltet werden. Die erste Inbetriebnahme funktioniert einwandfrei, das C5 meldet sich sofort und kann mit dem Smartphone via Bluetooth verbunden werden. Des Weiteren verfügt es auch über Wi-Fi, um sich simultan mit dem Handy und Helm zu verbinden. Das größte Icon auf dem Touchscreen ist für den Driving Recorder der beiden Dashcams reserviert. Die sechs kleineren Icons sind für das Anwählen von Carplay, GPS-Info, Panel, Replay, Setting und Bluetooth gedacht.
Während der Fahrt lässt sich über das Icon „Panel“ ein digitales Cockpit einblenden, das die Geschwindigkeit, die Himmelsrichtung, in der sich das Motorrad bewegt, und den Reifendruck beider Reifen anzeigt. Das Icon „GPS“ liefert die Koordinaten der aktuellen Position und zeigt die Zahl der verbundenen Satelliten an. Das GPS-Tracking zeichnet die Strecke sowie die Geschwindigkeit auf und hält die exakte Position des Fahrzeugs fest. Für eventuelle juristische Auseinandersetzungen mit Unfallgegnern und Versicherungen ein wichtiger Beweis.
Die Übertragung von Musik oder Sprache in den Helm funktioniert einwandfrei, die Wiedergabequalität hängt natürlich auch von den verwendeten Lautsprechern ab. Nachdem das Pairing für die Reifendrucksensoren am Vorderrad und Hinterrad - Aoocci unterscheidet in Sensor A und Sensor B - durchgeführt ist, zeigen sie den Druck wahlweise in bar oder psi an. Die Genauigkeit der Messung ist aber nicht garantiert. Wir haben die Werte mit einem exakten Manometer überprüft und in beiden Reifen einen Unterschied von minus 0,1 bar zur Angabe im C5 festgestellt.
Beim Hersteller kostet das Aoocci C5 Pro mit exklusivem Code TechStage22 nur 146 Euro. Die Aoocci C5 ohne Kameras ist etwa 20 Euro günstiger.
Montage des Aoocci C5 Pro
Der Zusammenbau der Halterung gestaltet sich simpel, allerdings müssen wir gleich zwei der mitgelieferten Schalen innen einsetzen, bis sie spielfrei auf den dünnen Rohrlenker (22 mm Durchmesser) passen. Der Bildschirm lässt sich im Neigungswinkel einstellen und über eine Schraube fixieren. Leider verfügt das C5 über keinen USB-Anschluss, sodass eventuell am Motorrad vorhandene USB-Stecker zur Stromversorgung nicht genutzt werden können. Die saubere Verlegung der Kabel zur Motorradbatterie ist schon etwas aufwendiger, da der Tank und die Sitzbank abgebaut werden müssen. Die Kabel haben wir am Rahmen entlang gelegt, die notwendigen Kabelbinder sind aber nicht im Lieferumfang enthalten.
Beide im Lieferumfang enthaltene Dashcams können auf das Motorrad geklebt werden, obwohl entsprechende Schrauben im Lieferumfang enthalten sind. Das Kleben hat den Vorteil, dass keine hässlichen Löcher in das Motorrad gebohrt werden, allerdings bleibt die Frage, wie gut die vorgeformten Klebestreifen bei hohen Geschwindigkeiten halten. Für den Test haben wir es deshalb bei maximal 100 km/h belassen.
Die beiden beigelegten Reifendrucksensoren werden einfach gegen die Ventilkappen am Reifen ausgetauscht. Für die Nutzung diverser Apps müssen im Helm Lautsprecher und Mikrofon (beides nicht im Lieferumfang enthalten) verbaut sein und gekoppelt werden. Alternativ können auch kleine kabellose Ohrhörer (in unserem Fall Apple Airpods) benutzt werden, die allerdings nicht unter jeden Helm passen. Dann können während der Fahrt etwa Navi-Ansagen, Sprachnachrichten oder Musik gehört werden. Telefonate sind natürlich nur mit Mikrofon im Helm möglich.
Carpuride W702 Pro
Wer auch auf dem Motorrad Apple Carplay oder Android Auto nutzen möchte, kann das mit dem Carpuride W702 Pro tun. Carpuride bietet mit dem W702 Pro ein TFT-Display mit Wireless-Multimedia-Touchscreen für Motorräder an. Das Display misst dabei satte 7 Zoll im Durchmesser. Es kann Apple Car Play und Android Auto darstellen.
Lieferumfang und Design
Im Lieferumfang enthalten sind neben dem 7-Zoll-Display eine Lenkerhalterung, ein Kabel für den Stromanschluss an die Motorradbatterie, ein USB-Kabel, um über einen USB-Anschluss Strom zu erhalten, sowie eine Bedienungsanleitung. Schon beim Auspacken wird klar, dass das W702 Pro für ein Motorrad ziemlich groß ist. Es verfügt oben über eine kleine Blende als Schutz gegen Sonneneinstrahlung und einen Slot für eine SD-Karte (diese ist nicht im Lieferumfang enthalten), von der direkt Daten abgespielt werden können, etwa MP3 oder Ähnliches. Der Bildschirm unterstützt Geräte ab iOS 6 sowie Android 11 oder höher.
Display und Funktionen
Das W702 Pro ist nach IP67 zertifiziert und somit wasserdicht, Regen macht dem Gerät also nichts aus. Carpuride gibt an, dass es in einem Temperaturbereich von -20 bis 70 Grad Celsius funktionieren würde. Das konnten wir natürlich nicht überprüfen, aber im Bereich von 5 bis 25 Grad Celsius lief das W702 Pro einwandfrei. Der kleine Schirm gegen Sonneneinstrahlung gibt nur in bestimmten Winkeln Schatten, kommt die Sonne von der Seite oder hinten, bleibt das Display aber trotzdem ausreichend ablesbar.
Der Touchscreen hat eine Auflösung von 1024 × 600 Pixeln, bietet also eine gute Schärfe und 65K Farben. Auf dem Startbildschirm finden sich einige Icons sowie Einstellmöglichkeiten, etwa für die Helligkeit (Tag und Nacht) und Lautstärke. Auch die Bedienung mit Motorradhandschuhen stellt den Touchscreen vor keine Probleme. Unter „Settings“ kann man die Feineinstellungen vornehmen. Nach dem Tippen auf das Icon für Bluetooth verläuft das Pairing mit dem iPhone problemlos.
Beim ersten Test meldet sich das System sofort. Nach dem Auswählen von i-Play erscheint umgehend Apple Carplay mit dem gewohnten Bildschirm. Selbiges gilt bei der Auswahl des Icons für Android Auto bei einem Smartphone mit Googles Betriebssystem. Relevante Apps wie Maps, Phone oder Music haben funktionieren einwandfrei über Carplay oder Android Auto. Der Fokus des Tests lag aber auf Carplay in Verbindung mit einem iPhone.
Für viele Motorradfahrer dürfte das Navigationssystem am interessantesten sein: Apple Maps läuft damit einwandfrei. Gut gefällt uns die Möglichkeit, den Bildschirm aufzuteilen, sodass auf einer Hälfte die Karte mit der Routenführung zu sehen ist und in der anderen eine Pfeilnavigation mit Entfernungsangaben. Man kann sogar in der einen Hälfte unten anzeigen lassen, welchen Musiktitel man gerade hört und den nächsten Song anwählen.
Da während der Fahrt Windgeräusche stören können, ermöglicht das W702 Pro, über das Icon „EQ“ für Equalizer die Höhen und Tiefen so einzustellen, dass die Windgeräusche zwar nicht eliminiert werden, aber die Musik und Sprachausgabe deutlich verständlicher werden.
Während der Fahrt auf dem Touchscreen zu tippen ist nicht ganz ungefährlich, schließlich muss man eine Hand vom Lenker nehmen und der Blick ist nicht auf den Straßenverkehr, sondern auf das Display gerichtet. Doch das W702 Pro bietet die Möglichkeit der Nutzung per Sprachbefehl, Voraussetzung dafür ist aber ein Helm mit Kommunikationssystem, also nicht nur Lautsprecher, sondern auch ein Mikrofon. Das Kommunikationssystem wird über Bluetooth mit dem Carpuride verbunden und die Kommunikation lief während des Tests über Siri stets einwandfrei. Es kann sogar gleichzeitig Fahrtrichtungen ansagen und Musik abspielen.
Montage des Carpuride W702 Pro
In einem Auto würde ein sieben Zoll großes Display eher schmächtig wirken, aber Motorräder haben im Cockpit nun mal ein Platzproblem. Somit ist das Carpuride W702 Pro aufgrund seiner Ausmaße für viele Motorräder ungeeignet, weil es wichtige Anzeigen wie den Tacho verdeckt. Wer es trotzdem tut, riskiert in der Verkehrskontrolle eine Geldstrafe, denn der Tacho muss jederzeit ablesbar bleiben. Außerdem kann das Display bei Motorrädern mit Verkleidungen an der Scheibe oder den Verkleidungsteilen bei eingeschlagenem Lenker anstoßen. Auch das ist natürlich nicht erlaubt, der Lenker muss jederzeit freigängig bleiben.
Wer aber ein passendes Motorrad besitzt, kann innerhalb weniger Minuten das W702 Pro installieren. Die Lenkerhalterung ist weitverbreitet und wird über eine Klemme am Lenker verschraubt. Über die zwei Kugelgelenke der Halterung kann das Display in die optimale Position gebracht werden.
Carpuride gibt dem Käufer zwei Alternativen für die Stromversorgung. Er kann ein langes Kabel unter dem Tank am Rahmen entlang bis zur Motorradbatterie legen und diese mit dem Plus- und Minus-Pol verbinden. An Motorrädern mit einer serienmäßigen oder nachgerüsteten USB-Steckdose im Cockpit kann das W702 Pro einfach mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-Kabel eingesteckt werden. Allerdings ist das Kabel sehr lang und wer sich nicht zutraut, es zu kürzen, muss es im eingerollten Zustand an beliebiger Stelle im Cockpit befestigen. Wenn sich die USB-Steckdose unter der Sitzbank befindet, muss das Kabel ebenfalls am Rahmen entlang gelegt werden.
Chigee AIO-5 Play und AIO-6
Mit dem AIO-5 Play hatte Chigee eine Lücke für BMW-Fahrer geschlossen, die Android Auto und Apple CarPlay nachrüsten wollten. BMW bietet mit ConnectedRide schon viele hauseigene Navigationslösungen und Apps an, doch die weitverbreiteten Android Auto und Apple Carplay Systeme gehören nicht dazu. Mit dem Chigee AIO-5 Play lässt sich genau dieses Problem und mehr lösen.
Die Hardware des Chigee AIO-5 Play, ein 5-Zoll TFT Display mit einer 720p-Auflösung und 60Hz Bildrate, umgeben von einem Magnesium-Aluminium-Rahmen und widerstandsfähigem, wasserdichten Kunststoffgehäuse, ähnelt dem originalen BMW ConnectedRide Navigator optisch sehr. Hauptfeautre des Chigee ist, neben der nahtlosen Integrierung des Displays am BMW Motorrad, mit Sicherheit das Android Auto und Apple Carplay.
Der dritte große Vorteil des Chigee Systems ist, da es direkt mit dem Motorrad verbunden ist, dass es auch über das originale BMW Bedienkonzept gesteuert werden kann. Einmal lange den Menü-Taster nach oben drücken, und schon wechselt die Bedienung vom originalen Display zur Chigee Anzeige. Nun kann man mit dem bekannten Dreh- und Kipprad am linken Lenkerende durch die Apps, die verschiedenen Anzeigen und Bedienfelder schalten.
Das neue Chigee AIO-6 geht nun deutlich weiter: Es bringt nicht nur bessere Hardware und eine neue Software, sondern ist mit unterschiedlichsten Halterungssystemen für Motorräder nahezu aller Marken geeignet. Das Chigee AIO-6 präsentiert sich mit einem 6 Zoll großen, entspiegelten IPS-Display mit 1280x720 Pixeln Auflösung, das selbst bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar bleibt. Die maximale Helligkeit beträgt beeindruckende 2300 Nits.
Die Stromversorgung erfolgt über den 1218 V DC-Anschluss, und das Gerät lässt sich sowohl über den Touchscreen als auch vier große, handschuhfreundliche physische Tasten bedienen. Zur Montage des AIO-6 gibt es eine ganze Menge an Möglichkeiten, ob per Lenkerhalterung, Kugelgelenk, Schnellverschluss, oder Traversenmontage. Besonders für BMW-Fahrer interessant: Mit einem optionalen Adapter ist auch die Integration in die originale BMW Navigationsvorbereitung mit Wonder Wheel möglich.
Die wohl wichtigste Funktion bleibt auch beim AIO-6 die einfache, stabile und kabellose Integration von Android Auto und Apple CarPlay. In der Praxis bedeutet das: Navigation, Musik, Nachrichten und Anrufe lassen sich ganz so bequem steuern wie im Auto. Dank des neuen Betriebssystems CG OS 2 läuft das System noch flüssiger. Der Wechsel zwischen Apps und Menüs erfolgt ohne Verzögerung. Ein Dual-Core-A53-Prozessor in Kombination mit 4 GB RAM sorgt für durchgängige Performance.
Eine große Stärke des AIO-6 ist seine enorme Erweiterbarkeit. Chigee hat ein modulares Ökosystem geschaffen, mit dem das Gerät weit über eine reine Smartphone-Spiegelung hinauswächst. Chigee hat ein modulares Ökosystem geschaffen, mit dem das Gerät weit über eine reine Smartphone-Spiegelung hinauswächst. Der große Vorteil dieser Vielzahl an Optionen und Features ist, dass man nun als Motorradbesitzer nicht mehr auf den Hersteller des Bikes angewiesen ist, dass dieser gewisse Technologien auf dem Modell implementiert. Wer sich zum Beispiel einen Totwinkelwarner am Bike wünscht, ein Feature was bis dato der Oberklasse der Tourenmotorräder vorbehalten ist, kann dies nun realtiv einfach mit dem Chigee AIO-6 nachrüsten.
Alternativen: Handyhalterung vs. Carplay Bildschirm
Vorrangig ist das vermutlich einfach Präferenz. Hier solltet ihr aber darauf achten, ein Modell mit entsprechender Dämpfung zu nutzen, wenn ihr ein Smartphone mit optischer Bildstabilisierung (OIS) habt. Apple warnt hier sogar explizit vor, da die Vibrationen am Motorrad diese Bildstabilisierung beschädigen können.
Rechtliche Aspekte
Zuerst muss ich hier sagen, wir sind keine Rechtsanwälte und das hier ist auch keine Rechtsberatung. Vermutlich fallen diese Bildschirme unter dieselbe Kategorie wie ein Smartphone in einer Handyhalterung oder ein befestigtes Navigationsgerät. Wichtig ist, dass ihr durch die Anbringung nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Alle Hebel und Co. müssen zugänglich sein, eure Sicht wird nicht beeinträchtigt (auch der Tacho muss einsehbar sein) und der Bildschirm muss fest und sicher montiert sein. Gleichzeitig darf euch der Bildschirm nicht ablenken, so wie auch im Auto.
Preisübersicht
Hier eine Übersicht der genannten Produkte und ihrer Preise:
| Produkt | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|
| EVKEY MTC-10 (5″) | 44,86€ | Einfaches Modell |
| EVKEY L200 (6,3″) | 91,17€ | Zusatzoptionen wie Fernbedienung und Reifendrucksensoren |
| Aoocci C5 Pro | 146€ | Kompakt, Dashcams, Reifendrucksensoren |
| Carpuride W702 Pro | ab 218€ | Großes 7-Zoll-Display, Sprachsteuerung |
| Chigee AIO-5 Play | 511,95€ | BMW-Integration, Android Auto, Apple CarPlay |
| Chigee AIO-6 | ab 417,95€ | Universell, erweiterbar, hohe Helligkeit |
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