Der Sommer ist Motorradsaison. Egal ob neu gekauft oder nach längerer Pause reaktiviert - spätestens an den ersten Sonnentagen sollte das Motorrad angemeldet und startklar sein. Um legal im Straßenverkehr unterwegs zu sein, benötigt das Motorrad ein Nummernschild - mit den entsprechenden Papieren natürlich. Der notwendige Behördengang kann allerdings einiges an Zeit kosten, gerade wenn nicht alle Unterlagen sofort dabei sind. Um Zeit und Nerven zu sparen, finden Sie hier eine Übersicht, welche Dokumente Sie für die Motorradzulassung benötigen.
Notwendige Dokumente für die Motorradzulassung
Unentbehrlich für die Zulassung eines Motorrads ist die siebenstellige eVB-Nummer. Damit wird in elektronischer Form eine bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung für Ihr Motorrad nachgewiesen. Statt wie früher per Post auf die Versicherungsbestätigung zu warten, läuft es heute elektronisch ab. Neben der eVB und Ihrem Personalausweis benötigen Sie auf der Zulassungsstelle Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Nach einer europaweiten Standardisierung wird der Fahrzeugschein inzwischen als Zulassungsbescheinigung Teil I bezeichnet, der Fahrzeugbrief als Zulassungsbescheinigung Teil II.
Neuzulassung von Motorrädern
Wer ein neues Motorrad anmelden möchte, benötigt neben einem Besitznachweis (zum Beispiel durch den Kaufvertrag) einen Typenschein oder Prüfungsbefund.
Ummeldung des Motorrads
Bei einem Umzug müssen Sie Ihr Motorrad ummelden - das gilt nicht nur, wenn Sie in eine andere Stadt ziehen, sondern auch, wenn Sie eine neue Wohnung zwei Straßen weiter gefunden haben. Neben elektronischer Versicherungsbestätigung eVB, Personalausweis, Zulassungsbescheinigung Teil I und II (Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein) verlangt die Zulassungsbehörde hierbei einen gültigen TÜV-Nachweis sowie eine AU-Bescheinigung (Abgasuntersuchung). Zudem müssen Sie gegebenenfalls auch die alten Nummernschilder bei der Zulassungsstelle vorlegen. Dies ist allerdings nur notwendig, wenn Sie ein neues Kennzeichen möchten. Seit 2015 können Sie auch bei einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk Ihr altes Kennzeichen behalten.
Ummeldung bei Halterwechsel
Auch wenn Sie ein noch angemeldetes gebrauchtes Motorrad kaufen, müssen Sie es ummelden. Für diese sogenannte Ummeldung mit Halterwechsel werden dieselben Dokumente benötigt wie für eine Ummeldung nach einem Umzug.
Vertretung bei der Zulassung
Sie müssen den Gang zur Zulassungsbehörde nicht zwingend selbst antreten, sondern können auch jemanden mit der Zulassung, An- oder Ummeldung Ihres Motorrads beauftragen. Diese benötigen allerdings neben dem eigenen Personalausweis eine von Ihnen ausgestellte Vollmacht.
Online-Abmeldung
Abmelden können Sie Ihr Motorrad inzwischen sogar ganz ohne Behördengang - nämlich online. Dies gilt allerdings nur für Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2015 zugelassen wurden. Seitdem befinden sich auf den Stempelplaketten und in der Zulassungsbescheinigung Teil I Sicherheitscodes, die dieses Online-Verfahren ermöglichen.
Kosten der Motorradzulassung
Für die Zulassung, Anmeldung oder Abmeldung eines Motorrads müssen Sie bei der Zulassungsstelle Gebühren entrichten. Diese unterscheiden sich von Zulassungsbezirk zu Zulassungsbezirk, es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung.
| Art der Zulassung | Ungefähre Kosten |
|---|---|
| Neuzulassung ABE 1 bzw. | ca. [Betrag] |
| Neuzulassung ABE 2 bzw. | ca. [Betrag] |
| Neuzulassung ABE 3 bzw. E (ohne allgemeine Betriebserlaubnis und Technik) | ca. [Betrag] |
| Ummeldung mit Halterwechsel innerhalb eines Zulassungsbezirks | ca. [Betrag] |
| Umschreibung in einen anderen Zulassungsbezirk bei Halterwechsel oder Kennzeichenwechsel | ca. [Betrag] |
| Wiederinbetriebnahme nach Stilllegung innerhalb desselben Zulassungsbezirkes - ohne Halterwechsel | ca. [Betrag] |
| Saisonkennzeichen | ca. [Betrag] |
Die Kosten für die Zulassung eines Motorrads liegen in der Regel zwischen 50 und 100 Euro. Diese setzen sich aus verschiedenen Gebühren zusammen.
Weitere wichtige Hinweise
- Wenn Sie weder sich selbst noch jemandem aus Ihrem privaten Umfeld den Gang zur Behörde zumuten wollen, können Sie auf einen Dienstleister zurückgreifen.
- Um Schwierigkeiten bei der Zulassungsbehörde zu vermeiden, sollten Sie bereits beim Motorradkauf achtsam sein. Die Fahrzeugidentifikationsnummer auf dem Motorrad und die ID in den Papieren sollten übereinstimmen.
- Für die Anmeldung eines Motorrads ist nicht zwingend ein Motorradführerschein erforderlich.
- Statt jedes Frühjahr das Motorrad an- und im Herbst wieder abzumelden, können Sie sich viel Zeit sparen, indem Sie auf ein Saisonkennzeichen umsteigen.
- Steuerschulden können die Anmeldung Ihres Motorrads verhindern. In manchen Fällen verlangt die Zulassungsbehörde, dass die offenen Beträge beim Finanzamt beglichen werden.
Fahrt zur Zulassungsstelle mit abgemeldetem Motorrad
Wer nach einem langen Winter kaum noch die Finger von seiner Maschine lassen kann, kann für die Wiederanmeldung auch mit dem noch abgemeldeten Motorrad zur Zulassungsstelle fahren. Voraussetzung dafür ist allerdings, den direkten und kürzesten Weg zu nehmen und ein zugeteiltes Kennzeichen am Motorrad zu haben.
Besonderheiten bei der Firmenzulassung
Bei juristischen Personen, Unternehmen oder anderen Einrichtungen wird das Fahrzeug am Ort des Firmensitzes oder der beteiligten Niederlassung zugelassen. Halter können dann auch juristische und natürliche Personen sowie Vereinigungen sein.
Wunschkennzeichen
Wer ein Kennzeichen vorab reserviert, zahlt extra. Es gibt verschiedene Dienstleister, die das komfortabel übernehmen, aber auch die Zulassungsstellen bieten diesen Service direkt an. Je nach Zulassungsstelle kostet die gewünschte Kennzeichenkombination zwischen 10 und 15 Euro extra beim Anmelden. Wer sich aber ein Wunschkennzeichen vorab macht, kann sich auch vorab schon das Blechschild im Internet bestellen - und das deutlich günstiger als beim örtlichen Schilderdienst.
Zusammenfassung
Mit der richtigen Vorbereitung wird die Motorrad-Zulassung zum Kinderspiel. Ob Neufahrzeug oder Gebrauchtmaschine - wer alle nötigen Unterlagen parat hat, spart Zeit, Nerven und bares Geld. Besonders wichtig: rechtzeitig einen Termin bei der Zulassungsstelle sichern, COC-Papiere oder Fahrzeugbrief & -schein bereithalten und gegebenenfalls eine Vollmacht mitbringen. Wer clever ist, reserviert sein Wunschkennzeichen vorab online und spart zusätzlich beim Schilderkauf.
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