Laufräder sind seit einigen Jahren beliebte Fortbewegungsmittel für Kleinkinder ab 1,5 Jahren und haben längst einen ähnlichen Status im Kinderzimmer wie das Dreirad oder das Fahrrad erreicht.
1. Was ist ein Laufrad?
Ähnlich wie das Fahrrad oder das Dreirad dient auch das Laufrad als Fortbewegungsmittel für Kleinkinder. Ein klassisches Laufrad verfügt in der Regel nicht über vier Räder, sondern ist nur mit einer zweifachen Bereifung ausgestattet. Als Vorstufe des Fahrrads bietet sich ein Laufrad für Babys noch nicht an. Besonders geeignet ist ein 10-Zoll-Laufrad für Kinder ab zwei Jahren.
Die Modelle fördern den Gleichgewichtssinn Ihres Nachwuchses und schulen ebenso die Feinheiten im Bereich der Motorik. Damit Ihr “großes Baby” mit dem Laufrad nicht nur seine Schritte verbessert, sondern sich auch außerhalb Ihrer vier Wände sicher bewegt, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Fahren auf einem kleinen Lauflernrad üben. Denn ein Laufrad von Kinderkraft sowie eine Vielzahl anderer Modelle besitzen keine Stützräder und auch keine Bremsen.
Wir von n-tv.de haben Ihnen noch einmal in kurzer Form die Vor- und Nachteile eines Laufrads im Vergleich zu einem herkömmlichen Dreirad gegenübergestellt:
- Vorteile:
- trainiert den Gleichgewichtssinn
- schult die Konzentration sowie die Motorik
- oftmals widerstandsfähige Bereifung
- Lenker und Sattel lassen sich in der Regel einstellen
- Nachteile:
- in der Regel besitzt das Laufrad keine Bremsen
- keine Stützräder
- vollständig drehbare Lenker sind zu vermeiden
2. Gibt es unterschiedliche Laufrad-Typen?
Im Aufbau sind die Laufräder verschiedener Marken und Hersteller grundsätzlich sehr ähnlich. Die meisten Modelle unterscheiden sich lediglich bei der Wahl des Rahmenmaterials. Neben dem klassischen Laufrad aus Holz gibt es auch leichte Lauffahrräder aus Kunststoff sowie moderne Varianten aus Metall.
Fazit: Ein Laufrad aus Holz überzeugt mit einem klassischen Design aus einem natürlichen Rohstoff. Viele Marken verwenden für die Herstellung oftmals hochwertige Hölzer wie beispielsweise Kiefer oder Fichte. Da sich bei diesem Modell Sattel und Lenker nicht immer einstellen lassen, sollten Sie die richtige Größe des Laufrads wählen. Anders sieht es bei einem Laufrad aus Metall oder Kunststoff aus. Hier sind diese Element in der Regel verstellbar. Durch das geringe Eigengewicht ist der Umgang mit den Laufrädern für Kinder relativ einfach.
In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen die Besonderheiten der drei Laufrad-Arten zusammengefasst:
| Laufrad-Art | Besonderheiten |
|---|---|
| Laufrad aus Holz |
|
| Laufrad aus Metall |
|
| Laufrad aus Kunststoff |
|
3. Was sollte man beim Kauf eines Laufrads beachten?
Grundsätzlich funktionieren alle Laufräder nach demselben Prinzip und sind auch nahezu identisch aufgebaut. Viele Lauflernräder lassen sich individuell auf die Körpergröße des Kindes einstellen. Dennoch gibt es hier und da vereinzelt ein paar Unterschiede. Damit Sie für Ihr Kind das beste Laufrad kaufen, haben wir von n-tv.de Ihnen in unserer Kaufberatung die wichtigsten Tipps, worauf Sie achten sollten, zusammengefasst.
3.1. Größe
Selbstverständlich ist bei einem Laufrad in erster Linie nicht die Optik, sondern die richtige Größe entscheidend. Das ausgewählte Modell sollte zur Körpergröße sowie zum Körpergewicht Ihres Kindes passen. Tipp: Wir empfehlen Ihnen ein Laufrad, dessen Sattel und Lenker sich in der Höhe individuell einstellen lassen. Die richtige Einstellung des Sattels wirkt sich zudem positiv auf das Fahrverhalten des Kindes aus.
3.2. Gewicht
Nicht nur das Gewicht des Laufrades ist zu beachten, auch die maximale Tragkraft ist ein wichtiger Faktor beim Kauf eines Lauflernrades. Wir empfehlen Ihnen ein leichtes Laufrad mit einem Eigengewicht von maximal fünf Kilogramm. Dadurch können Kinder das Modell beim Fahren einfacher bedienen. Die maximale Traglast sollte bei mindestens 20 Kilogramm liegen. Je nachdem ob sich Sattel und Lenker einstellen lassen, hat Ihr Kind lange Zeit Freude an dem Gerät.
3.3. Bereifung
Sicherheit beim Fahren mit dem Laufrad ist das A und O. Um dies zu gewährleisten sind die richtigen Reifen zu wählen. Während Modelle aus Kunststoff zwar pannensicher sind, bietet sich für ein kleines Laufrad eine Bereifung in Form von Luftreifen an. Diese sind vor allem für den Einsatz außerhalb der eigenen vier Wände zu empfehlen, da sie eine bessere Federung besitzen und auf glatten Untergründen sehr gut haften.
Ausstattung: Sicherheit geht vor Lassen Sie Ihr Kind sowohl drinnen als auch draußen nicht ohne Schutzausrüstung mit dem Laufrad fahren. Hierzu zählt vor allem eine geeignete Schutzkleidung sowie ein passender Fahrradhelm.
3.4. Zubehör
Das Laufrad lässt sich mit verschiedenen Ersatzteilen aufwerten oder umfunktionieren. So kann der Einbau eines Trittbretts das Lauflernrad beispielsweise zu einem Roller für Kinder abändern. Zusätzlich können Sie das Laufrad mit Tasche oder Korb ausstatten. Allerdings sollte Ihr Kind für einen Korb oder eine Tasche am Laufrad schon sehr sicher unterwegs sein. Da das Zubehör sonst eher störend wirkt.
Hinweis: Ob eine Klingel für das Laufrad notwendig ist, ist allerdings fraglich. Kleiner Kinder im Alter von zwei Jahren werden ein solches Zubehör wahrscheinlich kaum für die Verkehrssicherheit einsetzen, sondern eine Klingel am Laufrad eher spielerisch verwenden.
4. Gibt es einen Laufrad-Test bei der Stiftung Warentest?
Es gibt Laufräder aus Holz, Modelle mit Aluminium-Rahmen oder Lauflernräder aus Kunststoff. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 12/2018 fünfzehn Modelle von verschiedenen Marken getestet. Darunter befinden sich namhafte Hersteller wie zum Beispiel Puky, Hudora sowie Early Rider. Die Untersuchung des deutschen Verbrauchermagazins ergab, dass lediglich drei Laufräder mit “gut” abgeschnitten haben. Elf Produkte wurden in den jeweiligen Kategorien mit mangelhaft bewertet.
Um Ihren persönlichen Laufrad-Testsieger zu finden, können Sie sich an Tests von beispielsweise der Stiftung Warentest oder Öko-Test orientieren. Aber auch unser Laufrad-Vergleich bietet Ihnen jede Menge Informationen, die Sie beim Kauf unterstützen.
5. Welche Marken und Hersteller von Laufrädern sind bekannt?
Es gibt Marken für Laufräder, die bei Eltern bekannt sind und sehr geschätzt werden. Zudem bieten aber auch unbekanntere Hersteller kindgerechte Laufräder für das entsprechende Alter Ihres Kindes an.
Wir von n-tv.de haben Ihnen die wichtigsten Marken und Hersteller von Lauflernrädern aufgelistet:
- Puky
- Pukylino
- Kettler
- Woom
- Early Rider
- Banwood
- Hudora
Wenn Sie ein günstiges Laufrad für Mädchen oder Jungen kaufen möchten, finden Sie online auf verschiedenen Plattformen wie Ebay oder Amazon viele Angebote. Aber auch im stationären Handel können Sie ein Lauflernrad aus gängigen Tests im Internet erwerben. Vielleicht haben Sie Glück und finden in dem wöchentlich wechselnden Angebot der Discounter Aldi oder Lidl ein geeignetes Lauflernrad in einer bunten Farbe, welches Ihren Erwartungen entspricht.
6. Wichtige Fragen und Antworten rund um das Thema Laufrad
Verschiedene Laufrad-Tests im Internet liefern Ihnen einen guten Überblick über die gängigsten Modelle. Kinder sollten beim Fahren mit dem Laufrad durch einen Helm sowie entsprechender Schutzkleidung vor Verletzungen geschützt werden. Da neben der Altersempfehlung auch die Ausstattung sowie die Größe des Laufrades eine wichtige Rolle bei der Auswahl des passenden Modells spielt, ist ein vorheriger Vergleich der einzelnen Lauflernräder keinesfalls verkehrt. Achten Sie zusammengefasst darauf, dass das Laufrad für die Körpergröße Ihres Kindes, aber auch für dessen körperliche Entwicklung passend ist. Ein Lauflernrad ist die Vorstufe des Fahrrads und kann gerade bei kleineren Kindern, die noch nicht so gut zu Fuß sind, eine wackelige Angelegenheit darstellen.
Nach unserer Kaufberatung möchten wir abschließend die zwei wichtigsten Fragen, die im Zusammenhang mit dem Thema Laufrad häufig gestellt werden, beantworten.
6.1. Welches ist die richtige Größe bei einem Laufrad?
Natürlich muss das Laufrad die richtige Größe für Ihren Nachwuchs besitzen. Schließlich soll sich Ihr Kind vor allem sicher, aber auch mit Freude auf dem Lauflernrad fortbewegen. Damit sich ein Laufrad überhaupt lohnt und generell sinnvoll ist, sollte Ihr Kind bereits sitzen können. Zudem ist es sehr empfehlenswert, wenn die Fußsohlen komplett auf dem Boden ankommen. Für ein schwungvolles Abstoßen sowie ein effektives Nutzen des Laufrads sollten die Beine beim Sitzen auf dem Sattel leicht angewinkelt sein.
Um sicherzugehen, dass die Größe des Laufrades mit dem Körperbau Ihres Kindes harmoniert, sollte das Kind unbedingt einmal zur Probe auf dem Modell sitzen. Alternativ können Sie Ihren Nachwuchs vor dem Laufrad-Kaufen auch ausmessen.
6.2. Welches Laufrad ist für Zweijährige zu empfehlen?
Kinder im Alter von zwei Jahren sind auf einem Laufrad mit 10 Zoll (ca. 25 Zentimeter) bestens aufgehoben. Generell empfehlen wir aber, dass Sie die Größe des Lauflernrades nicht ausschließlich an der Altersklasse Ihres Nachwuchses festmachen. Es gibt auch Kinder, die mit zwei Jahren bereits hochgewachsen sind und ein größeres Modell aus gängigen Laufrad-Tests im Internet benötigen. Ebenso gibt es Kleinkinder, die noch nicht ganz so sicher auf den Beinen sind. Hier wäre ein Laufrad mit vier Rädern eine gute Alternative zum klassischen Modell.
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