Claudia Michelsen, eine der beliebtesten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen, ist einem breiten Publikum bekannt. Sie wirkte in der Vergangenheit bei Serien-Hits wie „Ku'damm 56“ oder dem ARD-„Tatort“ mit. Ihre wohl größte Rolle spielt sie jedoch in der Krimireihe „Polizeiruf 110“, wo sie seit 2013 die Kommissarin Doreen Brasch verkörpert.
Unfall und Drehpause
Nun wurde bekannt, dass der „Polizeiruf“-Star bei einem Unfall schwer verletzt wurde. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll sie sich zwei Halswirbel angebrochen haben. Sie sei darum vorerst nicht in der Lage, für weitere Dreharbeiten vor der Kamera zu stehen. In rund drei Wochen hätten dem Bericht zufolge die Dreharbeiten für den neuen „Polizeiruf 110“ in Magdeburg starten sollen. Nach dem Unfall der Hauptdarstellerin seien diese auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Michelsens Agentin sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich kann bestätigen, dass es einen Unfall gab und sie sich am Halswirbel verletzt hat.“ Sie fügte hinzu: „Glück im Unglück, es geht ihr soweit gut. Wir gehen fest davon aus, dass sie im März wieder arbeiten kann.“ Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst nicht bekannt.
Eine Sprecherin des für den „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg zuständigen MDR sagte auf Anfrage von FOCUS online: „Wir können bestätigen, dass die Dreharbeiten verschoben wurden. Ein neuer Drehzeitraum wird gerade geprüft.“
Die Rolle der Doreen Brasch im "Polizeiruf 110"
Seit 2013 ermittelt Claudia Michelsen im Magdeburger „Polizeiruf 110“. Ihre Figur der Doreen Brasch ist eigenwillig und hartnäckig; die Kollegen treibt sie mitunter in den Wahnsinn. Doch der Erfolg gibt ihr recht! Und dann ist da bei aller Sprödheit die sensible Seite der Kriminalhauptkommissarin, die auch in der Folge „Widerfahrnis“ zum Tragen kommt. Hier haben es Brasch und ihr Team mit Unfallopfer Sarah zu tun.
Nachdem sie vom zweiten Kommissardarsteller - erst Sylvester Groth (60) 2015 und jetzt Matthias Matschke (49) - verlassen wurde, muss die Schauspielerin erst einmal solo Verbrecher in Magdeburg jagen.
„Ein neuer Ermittlungspartner wird derzeit nicht gesucht“, sagt MDR-Sprecherin Bianca Hopp. „Der MDR freut sich auf weitere Ermittlungen in Magdeburg mit Claudia Michelsen.“
Die Dresdnerin selbst ist über die Entwicklung offenbar nicht besonders glücklich. „Ich bedaure das Ausscheiden von Matthias Matschke aus dem Polizeiruf Magdeburg“, so Claudia Michelsen zu BILD.
Ihre Erklärung für seinen Abschied: „Er ist ein sehr gefragter Schauspieler mit diversen eigenen Formaten, das erfordert ja viel Zeit und Ausdauer.“ Matschke ermittelt zur Zeit wieder als Professor T., das ZDF dreht die dritte Staffel der Krimiserie mit ihm in der Hauptrolle.
Claudia Michelsen als Schimanski?
Schade eigentlich, denn Claudia Michelsen hatte ja mal ganz vielversprechend angefangen als Magdeburger Ermittlerin Doreen Brasch. Sie hätte eine Art weiblicher Schimanski werden können, fährt Motorrad, hat keine Waschmaschine, duzt Fremde, steckt in schwierigen Familienverhältnissen, raucht. Wirkt hübsch verloren. Gemessen etwa an einer Charlotte Lindholm (Tatort Hannover) ist das maximal unkonventionell. In diesem Film: ist sie verloren.
Schimanski war mal der Inbegriff des Wochenend-Aufregers. Sagte dauernd Scheiße, brach Gesetze, rasierte sich selten, soff oft, und wenn er richtig voll war, fuhr er Auto. Oder Motorrad. Oder mit einem Schnellboot auf der Ruhr. Deutschland diskutierte dann montags, ob der Flegel sonntags so was durfte. Götz George war Horst Schimanski. Es gab nie wieder einen wie ihn.
Weitere Einblicke und Perspektiven
Claudia Michelsen spielt das Pragmatische und das Gegenteil davon gleich mit: Claudia Michelsen ermittelt im "Polizeiruf" in Magdeburg und tritt in Fernsehfilmen auf, die sich ein Kunstlied von Franz Schubert leisten. Begegnung mit einer Schauspielerin, die im Fernsehen jetzt zeigen darf, was sie kann.
In dem Fernsehfilm „Im Zweifel“ überzeugt Claudia Michelsen besonders. Das Gesicht gehört Claudia Michelsen, jener Schauspielerin, die wie keine andere mit einer einzigen Regung, einer minimalen mimischen Veränderung bis auf den Grund einer ganzen Szene tauchen, ihn vollständig ausleuchten kann.
Es wird nicht alles gut im Leben der Judith Ehrmann, es wird vielleicht nie mehr, wie es wahrscheinlich selten gewesen war, bevor das Auto über das fahle Pferd flog. Aber das anarchische Dreigestirn der christlichen Welt bewährt sich. Überlebt alles, hält alles aus. Der Glaube, die Hoffnung. Vielleicht sogar die Liebe. „Im Zweifel“ ist ein ziemlich notwendiger, wahrhaftiger, wahrer Film.
Claudia Michelsen äußerte sich auch zum plötzlichen Tod ihres jungen Kollegen Pablo Grant. Ja… Pablo war unser Sonnenstrahl, unser Stern. Ein so lebensbejahender junger Mann, der noch viel vorhatte. Er fehlt. Sein Tod hat unser Team sehr erschüttert.
Claudia Michelsen sagte: Also, ich habe noch nie einen Gedanken daran verschwendet, als was oder wofür ich mal erinnert werden möchte. Ich arbeite doch an keinem „Vermächtnis“, so bin ich nicht gestrickt. (lacht) Was ich vielleicht sagen kann: Ich finde es wichtig, als einigermaßen „guter Mensch“ durchs Leben zu gehen. Da sind Filme und dergleichen sekundär. Mein Engagement für die „Arche“ liegt mir etwa besonders am Herzen. Und dass ich im Alltag aufmerksam und sensibel bin und an jedem Tag ein bisschen geben kann und vielleicht immer noch ein bisschen besser werde.
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