Modellbezeichnungen bei Fahrrädern können oft verwirrend sein. Einige Hersteller nutzen eigene Abkürzungen und Nummerierungen, während andere auf futuristische Ausdrücke setzen.
Der Hersteller Hartje, ansässig in Hoya an der Weser, orientiert sich bei seiner Marke Contoura am Periodensystem. Aluminium-Rahmen werden mit "Al" und einer Ordnungszahl versehen, wobei höhere Zahlen für eine hochwertigere Ausstattung stehen. Stahlrahmen-Modelle erhalten die Kennung "Fe" (für Eisen) und ebenfalls eine Ordnungszahl. Für E-Bikes wird die Kennung "LI" (Lithium) verwendet.
Jedes Contoura-Fahrrad ist in bis zu drei Rahmengrößen erhältlich, und Kunden können neben der Rahmenfarbe auch Schaltung, Bremsen, Lichtanlage, Reifen und weitere Ausstattungsmerkmale individuell bestimmen. Contoura-Fahrräder können auf mein-wunschrad.com individuell konfiguriert und bestellt werden.
Contoura Fe-14 im Detail
Das Contoura Fe-14 ist eines von sieben Gravelbikes für Pendler aus einem aktuellen MYBIKE-Test. Stahlrahmen gelten als besonders robust und langlebig. Um materialbedingter Verwindungsanfälligkeit entgegenzuwirken, setzt Contoura auf vergrößerte Rohrdurchmesser, ein konifiziertes Steuerrohr und geschmiedete Elemente sowie Steckachsen an den Ausfallenden. Das Contoura Fe-14 vermittelt, bei leicht gestreckter Sitzhaltung, souveräne Stabilität in jeder Fahrsituation.
Die straffe Alu-Gabel und eine ausgewogene Lenkgeometrie sorgen für präzises Handling, sodass man - auf Asphalt und festen Fahrbahnen - gern mal Vollgas gibt. Ansonsten ist das Fe-14 praxistauglich ausgerüstet: Licht, Schutzbleche und Hinterbauständer ermöglichen den zuverlässigen Ganzjahreseinsatz. Die profillosen, aber extrem griffigen und schnellen Reifen qualifizieren das Fe-14 für zügige Gangart auf Asphaltstrecken.
Vorteile:
- Zeitgemäßer, robuster Stahlrahmen
- Riesige Farbauswahl
Nachteile:
- Gepäckträger weit hinten montiert
- Fersen streifen Hinterbau
Die wichtigsten Infos zum Contoura Fe-14:
- Rahmengrößen: 52, 55, 58, 61 cm
- Gewicht Testrad: 13,1 kg
- Zulässiges Gesamtgewicht: 120 kg
- Rahmen: Stahl, geschweißt, Steckachsen
- Gabel: Alu, tapered; Träger-Gewinde
- Schaltung: Shimano GRX, 2x11, 46/30, 11-32 Z.
- Bandbreite: 446 %
- Bremsen: Shimano GRX Disc, 160 mm
- Reifen: Conti GP Urban 35-622
- Lichtanlage: Shimano DH-UR705, B&M Eyc, Toplight Line
- Preis: 2.599 Euro
- MYBIKE-Note: 1,9
Testergebnisse zum Contoura Fe-14:
- "Das Fe-14 lädt zum Tempomachen ein und bietet eine gelungene Mischung aus Spurtreue und Wendigkeit."
- "Wir haben uns auf dem Fe-14 sehr wohl gefühlt."
Contoura Al-11: Ein Rad für alle Fälle
Das CONTOURA Al-11 ist ein robustes Rad für Alltag, Ausflug und Reise konzipiert, schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrem ausführlichen Einzeltest.
Contoura Al-7: Urbanes Rad mit Kurztrip-Eignung
Im Test von acht Trekkingrädern des Magazins Radfahren vertrat das Al-7 von CONTOURA einen etwas anderen Ansatz. Anstatt einer Federgabel setzt es auf eine Starrgabel. Mit den Vorteilen: „Die ist wartungsärmer und noch direkter zu steuern.
„Mithilfe der etwas kleineren Laufräder manövriert man sich sehr behände selbst im engen Stadt-Parcours“. Aufgrund des eher kurzen Rahmens säßen die Fahrer auch eher kompakt. „Damit ist das AL-7 durchaus vorbereitet für kurze Touren und sportlich dynamische Wochenendtrips.
Contoura Freejack: Individualisierung auf die Spitze getrieben
Eine Marke, die im anspruchsvollen Fahrrad-Fachhandel einen festen Platz hat, ist Contoura. Contoura stellt nur eine Rahmenform und eine starre Gabel zur Verfügung. Wer sich für ein Freejack entscheidet, bekommt also in jedem Fall einen ausgewogen-sportlich geschnittenen Allrounder mit ruhigem Charakter, der jede Menge Solidität ausstrahlt. Dabei ist dieses Rad extrem wandlungsfähig, kann ebenso braves Arbeitspferd sein wie flinker Traber. Sport oder Reise, Asphalt oder Gelände?
1.299 Euro kostet die Basisversion des Freejack mit Dreigang-Nabenschaltung; für einen Hunderter mehr gibt’s bereits die erste Ausführung mit Dreifach-Kettenblatt. Für die Sport-Variante mit 1×11-Kettenschaltung aus dem Cyclocross-Segment von SRAM muss man schon 2.100 Euro investieren; wer noch einmal 700 Euro drauflegt, fährt die ultrasolide Rohloff-Getriebenabe spazieren. Diese Varianten in einem Modell sind bereits eine Seltenheit - und überhaupt scheuen viele Anbieter den Aufwand, ein Rad mit Ketten- wie Nabenschaltung anzubieten. Alle Modellvarianten werden mit Scheibenbremsen ausgeliefert.
Die Wahlfreiheit bei der Schaltung ermöglicht ein multifunktionales Ausfallende, das außerdem als Ketten- bzw. Riemenspanner dient. Dazu werden die Schaltzüge unterm Unterrohr verlegt statt innen. An den Rahmen können unterschiedliche Führungen geschraubt werden, je nachdem, ob ein oder zwei Schaltzüge untergebracht werden müssen. Während das Freejack Speed als schlankes, schnelles Trekking- und Tourenrad daherkommt, ist unser Testrad eher „Heavy duty“.
Fein profilierte, geschmeidig rollende Ballonreifen, Elfgang-Getriebenabe und Zahnriemen: So sieht ein Fahrrad aus, das jahrelangen täglichen Einsatz klaglos übersteht, dabei aber auch nicht mit Fahrspaß geizt, sei es auf Schotterpisten oder auf glattem Asphalt. Wer weniger anspruchsvoll ist, verzichtet mit der Shimano Nexus Premium achtfach auf drei Gänge und lässt den Riemenantrieb weg - schon kostet das Rad bei ansonsten identischer Ausstattung nicht mehr 2.000, sondern nur noch 1.400 Euro.
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