Auf den ersten Blick ähnelt jeder Fahrradhelm dem anderen, und die konstruktiven Aufbauten sind sich sehr ähnlich. Gravierende Unterschiede gibt es jedoch bei der Preisspanne. Ein Fahrradhelm kann von unter 20 Euro bis über 200 Euro kosten. In Fahrradhelm-Tests wurden verschiedene Modelle untersucht und in der Praxis unter die Lupe genommen.
Wir haben uns verschiedene Hersteller und Modelle angeschaut und dabei die Handhabung, Verarbeitung, Ausstattung und das Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet. Letzteres kann dazu führen, dass sich Bewertungen im Laufe der Zeit verändern und von uns angepasst werden. Sinkt oder steigt ein Preis, so kann dies Einfluss auf die Gesamtnote haben.
Bei der Durchführung des Tests haben wir die Fahrradhelme alle auf den Kopf einer Puppe gesetzt und konnten so die unterschiedlichen Größenangaben miteinander vergleichen. Wir haben dabei jeden von uns bewerteten Fahrradhelm in der Hand und auf dem Kopf gehabt, haben uns intensiv mit der Verarbeitung und der Handhabung auseinandergesetzt und diese über mehrere Strecken und Touren in der Praxis getestet.
Testergebnisse und Platzierungen
Hier sind einige der getesteten Fahrradhelme und ihre Platzierungen:
- Alpina Mythos 3: Zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und seine gute Passform aus.
- Cratoni Pacer Plus: Belegt den 2. Platz.
- Casco Active 2: Belegt den 3. Platz.
- Abus Urban-I 3: Belegt einen guten 4. Platz und reiht sich dicht hinter den vorderen Plätzen ein.
Ein hohes Maß an Sicherheit bieten dabei durchaus auch preiswerte Helme. In der Tabelle befinden sich weitere Testergebnisse und Testsieger aus den Jahren 2024 / 23 / 21 und 17.
In der Tabelle sind Ergebnisse aus dem Fahrradmagazin Fahrradhelm Test und dem Fahrradhelm Test ADAC (Ergebnisse ’21) aufgelistet. Den Testsieger für Fahrradhelme im Jahr ’21 und ’17 gab es bereits für ca. 80 Euro. Eine Top-Platzierung konnte dabei der Casco Active 2 Helm belegen, gefolgt vom Cratoni Pacer. Insgesamt wurden Testnoten von 1,7 (gut) bis 3,9 (ausreichend) vergeben. Teilweise haben Fahrradhelme bei der Hitzebeständigkeit mit einer 4,0 (ausreichend) abgeschlossen.
Den Testsieger (’21) für Fahrradhelme für Erwachsene gibt es aktuell für 79,10 €, der Uvex City i-vo MIPS belegt dabei den Spitzenplatz, gefolgt vom Alpina Haga LED.
Helmtypen und ihre Eigenschaften
Es gibt verschiedene Helmtypen, die sich in ihrer Konstruktion und ihren Eigenschaften unterscheiden:
- Mikroschalen-Helme: Sind mit einer dünnen Schicht aus Kunststoff überzogen und verfügen über eine glatte Oberfläche, um das Abgleiten vom Untergrund zu erleichtern.
- Hartschalen-Helme: Haben über dem Schaumstoff eine harte Kunststoffschale und sind aufgrund ihres recht hohen Gewichts meist nur im Radsport zu finden. Diese Helme sind oftmals mit einem zusätzlichen Kinnbügel ausgestattet.
- Softshell-Helme (Weichschalenhelme): Bestehen einzig aus einer Schale aus Hartschaumstoff.
Mit zusätzlichen Reflektoren und einem Reflektorband am Helm kann man in der Dunkelheit für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Es gibt dabei Fahrradhelme, die neben den Reflektor-Aufklebern auch noch ein zusätzliches LED Licht am Hinterkopf befestigt haben.
Immer beliebter werden Nutcase Fahrradhelme, die eine Nussschalenoptik aufweisen. Mit dem Slogan „I love my brain“ und tollen Designs versucht man hier auch Kinder und Jugendliche zu überzeugen. Im Sportbereich, z. B.
Die Bedeutung der Helmgröße und Passform
Die Helmgröße ist für die Funktion bedeutend. Nur wenn der Helm richtig auf und an dem Kopf sitzt, kann dieser seine schützende Funktion erfüllen. Die richtige Helmgröße hängt dabei vom Kopfumfang ab.
Auch die Frage, welche Helmgröße das eigene Kind braucht, kann über den Kopfumfang beantwortet werden. Hier unterscheidet sich die Methode nicht von der für Erwachsene: Einfach ein Maßband um den Kopf legen, dabei ca.
Helmgröße in Buchstaben - Kopfumfang (ca.)
Mit den verstellbaren und mitwachsenden Fahrradhelmen für Kinder kann man die Helmgröße an den größer werdenden Kopf anpassen. So muss man nicht zu oft einen neuen Helm kaufen und schont das Portemonnaie.
Für Erwachsene und für Kinder gilt: der Helm hat eine optimale Passform und rutscht auf dem Kopf nicht hin und her. Verrutscht der Helm, bietet er keinen Schutz und auch ein zu kleiner Helm kann nachteilige Auswirkungen haben und beispielsweise zu Kopfschmerzen führen.
Testergebnisse für Kinderhelme
Stiftung Warentest und ADAC testen Helme - In der Ausgabe 04/2022 der Zeitschrift „test“ wurden 18 Fahrradhelme für Kinder getestet. Es wurden dabei Fahrradhelme für Kinder als Mitfahrer (kleinere Kinder ab ca. 3 Jahren mit einem Kopfumfang von ca. 48-54 cm) und selbstfahrende Kinder mit einem Kopfumfang von ca. 50-57 cm getestet.
Das Ergebnis zeigt: 3 Kinderfahrradhelme sind mit Schadstoffen belastet bzw.
Den Testsieger für Kinderhelme ’22, den Youn-l 2.0 von Abus, gab es bereits ab 50 Euro. Das Modell von Crivit vom Diskounter LIDL hat mit einem Preis von nur 12 Euro ebenfalls eine gute Note (2,4) bekommen.
Insgesamt wurden in diesem Test Noten von 2,2 (Gut) bis 5,5 (Mangelhaft) vergeben. Untersuchte Kriterien waren: Unfallschutz, Handhabung, Komfort, Hitzebeständigkeit und Schadstoffbelastung.
Die Rolle des Designs bei Fahrradhelmen
Gerade Erwachsenen fällt es oft durch die eigene Eitelkeit schwer, einen Fahrradhelm zu tragen und sich im Straßenverkehr zu schützen. Schließlich reicht ein Sturz bei geringer Geschwindigkeit aus, um ernsthafte Kopfverletzungen davonzutragen.
Um die Akzeptanz der Fahrradhelme zu steigern, setzen viele Hersteller auf ein besonders cooles Design oder trendige Farben. So sind nicht mehr nur Radsportler mit einem Fahrradhelm unterwegs, sondern auch in der City sieht man immer mehr ausgefallene Formen und Muster. Der eigene Geschmack spielt hier natürlich eine wichtige Rolle. Doch neben dem Design muss der Helm auch zur Kopfform passen und die richtige Größe haben.
Die Sicherheit ist also hauptsächlich mit einer guten Passform geboten - unabhängig vom Design. In erster Linie solltest du also den Helm in deiner Größe kaufen. Hier unterscheiden sich die Angaben mancher Hersteller. Am besten misst du vorher deinen Kopfumfang mit einem Maßband selbst.
Natürlich sollte der Fahrradhelm auch optisch zu dir passen. Wähle dein Design selbst aus, damit du ihn immer gern trägst. Vor allem bei Kindern ist dieser Punkt wichtig, um die Akzeptanz des Fahrradhelms zu erhöhen. Coole Designs sind beispielsweise außergewöhnliche Farben oder Muster.
Hier kommt es auf ausgefallene Motive an. Ob Comic-Figuren, Katzen mit Sonnenbrillen oder einfach nur lustige Sprüchen: für jeden Humor sind hier passende Modelle zu finden. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie witzig es bei dir sein sollte?
Coole Designs können auch sehr elegante und schicke Modelle haben. Hier punkten die einfarbigen Varianten mit filigranen Mustern. Oder du setzt auf eine besondere Form, beispielsweise einen Helm als Schiebermütze oder als Hut.
Die Welle der kleinen Ohren und Irokesen hat bei den Skihelmen angefangen und ist mittlerweile auch bei den Radfahrern beliebt. Hierbei handelt es sich um witziges Zubehör für deinen Fahrradhelm, das einfach auf die Helmschale geklebt wird. Schon hast du zwei Katzenohren oder einen bunten Irokesen auf dem Kopf. Oder du verwandelst deinen Helm in einen Panda, einen Hund mit Schlappohren oder ein Rentier mit Geweih. Wichtig: Das Zubehör darf die Belüftungsöffnungen nicht verdecken.
Sicherheitsmerkmale und Prüfsiegel
Der Schutz darf bei einem coolen Design natürlich nicht zu kurz kommen. Schließlich trägst du den Helm, um schwere Kopfverletzungen bei einem Sturz zu vermeiden.
Da es noch keine Helmpflicht in Deutschland für Radfahrer gibt, existieren auch keine Richtlinien vom Gesetz, wie genau er auszusehen hat. Die Hersteller haben also noch freie Hand, was das coole Design betrifft. Es gibt aber genügend andere Sicherheitssiegel, auf die du beim Kauf achten solltest. Jeder in der EU verkaufte Fahrradhelm muss den geltenden Normen und Anforderungen folgen. Nur so ist für den Träger größte Sicherheit geboten.
Handelt es sich also um ein Modell mit Stoffüberzug, muss sich darunter eine feste Schale aus Kunststoff befinden. Der TÜV prüft die meisten Modelle und kennzeichnet sie mit einem Siegel. Daneben kannst du auf das CE-Siegel und das GS-Siegel achten. Viele Hersteller geben zusätzlich noch das Produktionsdatum an. Denn ein Fahrradhelm sollte nie älter als 5 Jahre sein, da sonst die Materialien spröde werden und nachgeben. Achtung: Die Lebensdauer eines Fahrradhelms beträgt etwa 5 Jahre und er sollte danach ausgetauscht werden.
Belüftung und Tragekomfort
Der coole Fahrradhelm muss auch im Sommer problemlos tragbar sein. Deshalb ist es wichtig, auf ausreichend Belüftungslöcher zu achten. Manche stylische Fahrradhelme sind mit Stoff überzogen oder kommen in der Form eines Huts. Hier ist die Belüftung meist nicht ausreichend gegeben und du wirst darunter schnell schwitzen. Achte deshalb auf eine Belüftung an der Front und an der Rückseite des Helms.
Modelle und Hersteller
Die Auswahl des Designs hängt oft vom Hersteller ab. Viele Marken überzeugen jährlich mit neuen Angeboten und Kollektionen. Oder du entscheidest dich für einen anderen Hersteller, der vielleicht genau dein liebstes Design im Angebot hat. Achte bei der Wahl aber auch auf die Passform und Größen.
Hier sind einige beispielhafte Modelle:
- Skullcap-Skaterhelm: Besteht aus einer robusten Hartschale aus Polycarbon, die fest mit der EPS-Innenschale verschweißt ist.
- Abus-Hyban-Helm: Ein wahrer Allrounder im coolen Design, geeignet für Alltag und Radsport.
- Nutcase Helme: Bekannt für hohe Qualität und coole Designs im Skaterbereich.
- Irokese Helm: Ein Hingucker mit stacheligem Irokesen und 3D-Grafiken, besonders bei Skatern beliebt.
Weitere Aspekte
Für Frauen gibt es spezielle Modelle, bei denen der Zopf hinten herausgeführt wird. Auch das trägt zu einer coolen und besonderen Optik bei. Für Downhill-Action findest du Modelle mit Kinnschutz. Bei manchen Modellen sind Kinnschutz und Visier einfach abnehmbar. Wie wäre es mit aufgemalten Zähnen auf dem Kinnschutz? Das sieht richtig cool aus. Natürlich kannst du deinen Fahrradhelm auch selbst mit Airbrush verzieren.
Je ausgefallener das Design, desto teurer könnte er werden. Doch ein formschönes Design bringt nicht gleichzeitig mehr Schutzfunktion mit sich. Ein cooler Fahrradhelm ist noch keine Pflicht, kann aber alle Blicke auf sich ziehen.
Natürlich geht die Schutzfunktion immer vor der coolen Optik. Prüfe deshalb auch immer die Sicherheitssiegel im Helm. Manche Modelle sind äußerlich viel schöner, als sie sich letztlich in der Praxis beweisen können.
Auswahl der besten Fahrradhelme im Test 2025
Hier ist eine Übersicht der besten Fahrradhelme im Test 2025, die Tragekomfort, guten Schutz und Stil vereinen:
- POC Omne Air MIPS: Bietet den besten Rundumschutz und ein minimalistisches Design.
- Uvex Urban Planet LED: Testsieger der Stiftung Warentest mit LED-Rücklicht und guter Handhabung.
- Fischer Urban Plus: Preistipp mit LED-Licht und guter Sichtbarkeit.
Es gibt aber auch noch viele andere coole Features, die ein Helm haben kann. Wenn Sie eine gute Kaufberatung suchen, schauen Sie bei Decathlon oder Amazon vorbei - hier finden Sie starke Preis-Leistungs-Verhältnisse und hilfreiche Kundenrezensionen.
Wichtige Tipps und Empfehlungen
Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.
Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Denn die Schutzwirkung verliert auch ein in die Jahre gekommener Helm nicht wesentlich. Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie der Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden.
Betrachtet man die steigenden Unfallzahlen in den letzten Jahren, stimmt die Erhebung besonders bedenklich. Denn gerade das Tragen eines Schutzhelms kann bei einem Sturz lebensbedrohliche Kopfverletzungen stark abmildern oder sogar vermeiden. Es gibt also weiter Luft nach oben bei der Helm-Tragequote und noch viel Aufklärungsbedarf über die schützende Wirkung eines Fahrradhelms im Straßenverkehr.
Testergebnisse des ADAC Fahrradhelm-Tests 2021
Hier ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse des ADAC Fahrradhelm-Tests 2021:
Empfehlungen an die Hersteller:
- Die Anforderungen der geltenden Norm müssen eingehalten werden.
- Die Helme sollten in Sachen Stoßdämpfung verbessert werden.
Tipps für Verbraucher:
- Den Helm vor dem Kauf anprobieren.
- Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit.
Fazit
Die Wahl des richtigen Fahrradhelms ist eine wichtige Entscheidung, die sowohl Sicherheit als auch Stil berücksichtigt. Es ist wichtig, einen Helm zu wählen, der gut passt, den geltenden Sicherheitsstandards entspricht und Ihren persönlichen Vorlieben entspricht. Mit den Informationen aus diesem Testüberblick können Sie eine fundierte Entscheidung treffen und einen coolen Fahrradhelm finden, der Sie optimal schützt.
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lazer Codax KinetiCore | 165 | 2,6 | 2,6 | 2,7 | 1,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 31 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 1,9 |
| Giro Fixture Mips II | 110 | 2,8 | 2,5 | 2,9 | 1,0 |
| Abus HUD-Y | 120 | 3,0 | 2,8 | 3,0 | 1,0 |
| Decathlon / B´Twin City 540 Bowl | 15 | 3,1 | 2,9 | 3,1 | 1,0 |
| Prophete ECO Urban | 15 | 3,1 | 2,4 | 3,2 | 1,9 |
| Cube Fleet | 15 | 3,2 | 2,6 | 3,2 | 2,0 |
| Casco E.Motion 25 | 120 | 5,5 | 1,9 | 5,5 | 1,6 |
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