Der junge niederländische Hersteller Cortina greift den klassischen Look des Hollandrades auf und vereint ihn mit pfiffigen und innovativen Funktionen und Designs. Im Vergleich zu den teilweise schon im vorvorletzten Jahrhundert entstandenen Branchenriesen ist Cortina ein junges Unternehmen. Während sich die großen niederländischen Hersteller jedoch immer weiter von ihren Wurzeln entfernt haben, setzte Cortina, Mitte der Nuller-Jahre gegründet, von Anfang an auf bewährte Formen und Funktionsmerkmale.
Gleichzeitig hat sich das klassisch niederländische Tourenrad eine große Fangemeinde erarbeitet, die gerade jene Einfachheit und Robustheit liebt, die in starkem Gegensatz zum Hightech-Material moderner Städter steht - dabei aber für Alltagsfahrten vollkommen ausreicht. Nun ja, vielleicht mehr als hochgezüchtete Fahrradtechnik à la Federung und Scheibenbremsen, beides nicht gerade im Sinne der viel beschworenen Entschleunigung des Alltags - und beides auffällig abwesend bei Cortina.
Ob Fahrrad oder Pedelec: Alltagsnutzen hat bei den Cortina-Bikes einen hohen Stellenwert, und das ist für viele Menschen gleichbedeutend mit großer Zuladekapazität. Folgerichtig stattet Cortina diverse Modelle mit großem Frontträger aus - eine stabile Lösung, die den zusätzlichen Vorteil hat, dass man die Ladung ständig im Blick und griffbereit hat.
Der Träger bietet sich etwa zur Montage einer Holzkiste im Vintage-Look an - oder für eine der zahlreichen Taschen und Körbe, die Cortina im umfangreichen Zubehörprogramm bereithält. Apropos Farben: Cortinas Rückbesinnung auf die Ursprünge der niederländischen Fahrradkultur hat jedenfalls nicht zum Einheits-Schwarz vergangener Zeiten geführt - etliche Modelle sind auch in frischen, modischen Farben verfügbar, die dabei viel Klasse ausstrahlen.
Cortina Common: Ein Elegantes Hollandrad im Test
Das Cortina Common ist ein typisches, elegant modernes, design- und alltagsorientiertes Hollandrad. Der schwungvolle, schlanke und kantige Rahmen wirkt echt charakterstark. Die wartungsarmen Rollenbremsen gehören genauso dazu wie der geschlossene Kettenschutz und der schwere, aber praktische Doppelständer. Auf eine Rücktrittbremse verzichtet das Common zusätzlich. Der Eleganz zu weiterer Geltung verhilft die sauber innen geführte Zugverlegung. Praxisnah sind optionale, auf den Trägern anklickbare und im Design abgestimmte Accessoires.
Die Nase hart im Wind oder den Rücken als Segel - auf dem Cortina sitzt man wirklich aufrecht, unterstützt von einem richtig breiten Bügellenker. Man fährt also ganz entspannt. Dank der stabilen Abstimmung des Rahmens kommt man in den Genuss einer vernünftigen Beschleunigung, während das Rad locker über die hauseigenen Reifen abrollt. Am liebsten fährt das Common geradeaus, lässt sich aber noch ganz elegant durch die Stadt manövrieren. Seine Robustheit macht sich im täglichen Einsatz bezahlt, wenn es vorne wie hinten mit allerlei Sachen beladen wird. Nur leider resultiert aus den hohen, schlanken Rahmenrohren mit kurzer Abstützung eine leichte, aber spürbare Elastizität. Die schränkt den eigentlich großen Wohlfühlfaktor doch ein.
Testergebnis und Fazit zum Cortina Common
In der Zeitschrift „Aktiv Radfahren“ erschien vor kurzem ein Special über Stadt- und Urbanbikes. Das Cortina Common schnitt mit einem „Sehr gut“ nicht nur glänzend dabei ab, sondern es wurde zugleich als Kauftipp von der Redaktion empfohlen. Die Pluspunkte gemäß Testbericht: Adapter-System, Lenkerfeststeller, stabiler Zweibeinständer, geschlossener Kettenkasten, Zuladung, Optik, Auswahl.
Fazit von Aktiv Radfahren: „Nicht gewöhnlich: Das Common besticht mit Design, Funktion und breiter Auswahl. Der Fahreindruck überzeugt. Leichte Abzüge gibt es nur (leider) für die Seitenstabilität.“
Preisgekröntes City Bike
Das Cortina Common hat bereits mehrere Preise gewonnen.
Cortina E-Bike Modelle im Überblick
Unter dem Motto „Dutch Fashion Bikes“ bietet der niederländische Hersteller Cortina trendige Stadträder und E-Bikes für die Stadt. Cortina bringt Lifestyle-Fahrräder auf den Markt - unter anderem auch E-Bikes, die an die Hollandräder der 70er- und 80er-Jahre erinnern.
Cortina E-U1
Das Cortina E-U1 macht elektrisches Radfahren erschwinglich. Das Basic-E-Bike ist mit einem Bafang-Motor und einem 340-Wh-Akku ausgestattet und soll zum Beispiel für Studenten und junge Leute als Alternative für die Fahrt in überfüllten Bussen und Bahnen dienen. Als Drei- und Sieben-Gang-Modell ist es für Damen und Herren und in verschiedenen Farben erhältlich. Der Preis: ab 1.199 Euro.
Cortina E-OCTA (Plus)
Das Cortina E-OCTA ist ebenfalls mit dem Bafang M400-Mittelmotor ausgestattet und besitzt einen komfortablen tiefen Einstieg. Das E-OCTA ist in zwei Ausführungen erhältlich: Standard und Plus. Beide Modelle sind mit dem gleichen Motor ausgestattet, allerdings bietet die Plus-Ausführung mehr Luxus. Das E-OCTA Plus hat eine federnde Sattelstütze, kräftige hydraulische Shimano Scheibenbremsen und extra bequeme Griffe. Beide Modelle verfügen über ein einfaches Bedienungsdisplay am Griff. Das E-OCTA kommt standardmäßig mit einem 340-Wh-Akku. Man kann aber auch upgraden auf einen 750-Wh-Akku.
Das E-OCTA Plus hat zusätzlich ein sehr großes Display in der Mitte des Lenkers. Auf diesem Display kann nicht nur die Geschwindigkeit abgelesen werden, sondern auch der Akkuverbrauch. Darüber hinaus kann u. a. der Eco-Modus oder der Sport-Modus ausgewählt werden. Das Modell ist in verschiedenen Farben ab 1.899 Euro erhältlich.
Cortina E-U4 Transport
Ein Front- und ein Heckgepäckträger zeichnen dieses E-Bike aus. Es fährt auf 28 Zoll großen Reifen durch die Weltgeschichte und besitzt neben einer Shimano Nexus 7-Gang-Schaltung einen Akku, der 313 Wh bietet. Gegen einen Aufpreis von 250 Euro gibt es den kapazitätsstarken 498-Wh-Akku. Der Motor kommt von Bafang. Das Modell ist in vier Farben zu haben zudem gibt es eine Damenvariante des E-Bikes sowie eine außergewöhnliche Herrenversion. Das Cortina E-U4 Transport kostet ab 1.599 Euro.
Cortina E-Roots Transport
Ebenfalls fürs Transportieren ist das Cortina E-Roots gedacht. Es ist mit Front- und Heckgepäckträgern ausgestattet - für die täglichen Einkäufe, aber auch für den Transport von Kindern. Ein Doppelbeinständer sorgt für den sicheren Stand des 27 Kilo schweren Rades. Mit an Bord sind eine Shimano Nexus 7-Gang-Schaltung, der Bafang-Motor und ein 313-Wh-Akku, der aber gegen Aufpreis aufgerüstet werden kann. Zwei Farben (Braun und Blau) stehen zur Auswahl. Als Preis gibt der Hersteller 1.699 Euro an.
Cortina E-U5 Transport
Das E-U5 Transport gibt es in einer Variante für Damen und für Herren. Es ist serienmäßig mit stabilen Gepäckträgern hinten und vorne sowie einem Doppelbeinständer ausgestattet. Auf der Ausstattungsliste befinden sich neben der Shimano Nexus 8-Gangschaltung ein Bafang-Motor und standardmäßig der 313-Wh-Akku. 15 Unterstützungsstufen helfen dem Fahrer durch die Stadt. Gebremst wird mit Rollenbremsen.
Das Cortina E-U5 Transport ist in der Damenversion in zwei Farben (Braun und Grau/Weiß) ab 1.699 Euro zu haben, die Herrenversion gibt es ausschließlich in mattem Braun.
Cortina E-Yoya (Plus)
Das Cortina E-Yoya ist ein reines Damenfahrrad mit Tiefeinstieg, das es in der Standard- und in der Plusversion zu kaufen gibt. Neben dem Heckgepäckträger gibt es einen normalen Seitenständer serienmäßig mit dazu. Bafang-Motor und 313-Wh-Akku komplettieren das 28-Zoll-E-Bike in der Standardversion.
Cortina E-U1 als Testsieger bei BIKE Bild
Cortina hat gleich zweimal einen Grund zu feiern: Das Cortina E-U1 ist nicht nur Testsieger sondern auch Preis-Leistungs-Sieger in der Kategorie "Retro Räder" im aktuellen E-Bike Test von BIKE Bild 1/2018!
Von insgesamt fünf getesteten Fahrrädern in der Kategorie überzeugte das Cortina E-U1 mit der höchsten Punktzahl. Fazit: "Das Cortina E-U1 erfüllt seinen Zweck komplett... ein schickes E-Bike zu einem erschwinglichen Preis." Lediglich bei Fahrten bergauf gab es Abzug.
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