Cross Country Fahrrad: Definition und alles, was du wissen musst

Cross Country (CC oder auch XC) ist eine faszinierende Disziplin des Mountainbikens, die Abenteuerlustige mit einer Mischung aus Geschwindigkeit, Ausdauer und technischem Geschick herausfordert. Cross Country Rennen spielen eine wesentliche Rolle in der Welt des Mountainbikings. Sie sind nicht nur ein Testfeld für Ausdauer und Technik, sondern auch ein Motor für Innovationen in der Fahrradtechnik. Viele der Technologien, die heute in modernen Mountainbikes zu finden sind, wurden durch die Anforderungen und Herausforderungen von Cross Country Rennen inspiriert und entwickelt.

Was sind XC Bikes?

XC Bikes, auch bekannt als Cross-Country-Bikes, sind die Spezialisten unter den Mountainbikes, wenn es um Geschwindigkeit, Effizienz und Agilität auf unterschiedlichstem Terrain geht. Sie sind für Forstwege, Singletrails, Cross-Country-Rennen und Marathon-Challenges konzipiert. XC Bikes überzeugen durch ihr geringes Gewicht, ihre hohe Effizienz und ihre Vielseitigkeit.

Cross Country Bikes sind speziell für diese Bedingungen entwickelt worden. Sie zeichnen sich durch ein leichtes Gewicht und eine effiziente Geometrie aus, die für maximale Geschwindigkeit und Kontrolle sorgen. Diese Bikes sind so konzipiert, dass sie dir bei schnellen Anstiegen helfen und gleichzeitig die Stabilität bieten, die du bei technischen Abfahrten benötigst.

XC Fully vs. Hardtail: Was ist der Unterschied?

Die Wahl zwischen XC Fully und XC Hardtail hängt von deinen persönlichen Vorlieben und dem geplanten Einsatzbereich ab.

Vergleich: XC Fully vs. Hardtail

Ein XC Fully bietet dir dank der Vollfederung maximalen Komfort und beste Traktion - besonders auf anspruchsvollen und längeren Strecken. Die Federwege von 100-120 mm sorgen dafür, dass du auch auf rauem Untergrund die Kontrolle behältst, ohne auf Effizienz zu verzichten. Das XC Hardtail ist die erste Wahl für alle, die Wert auf geringes Gewicht, direkte Kraftübertragung und einfache Wartung legen.

  • Hardtail: Beim Hardtail ist nur die vordere Gabel gefedert. Am Hinterbau befindet sich keine Federung.
  • Fully: Beim Fully sind Vorderrad und der Hinterbau gefedert. Die Vollfederung gleicht Stöße in unebenem Gelände aus und der Bodenkontakt wird beim Bergauffahren von den Vorderrädern und beim Bergabfahren von den Hinterrädern leichter gehalten.

Vor- und Nachteile von Hardtails

Betrachten wir das Hardtail-Mountainbike gibt es hier ganz klar folgende Vorteile zu nennen: Ein Hardtail ist beim Berganfahren das vortriebseffizienteste Konzept, denn es ist nur an der Front gefedert. Das sorgt dafür, dass die Leistung, die in die Pedale abgegeben wird, fast eins zu eins ans Hinterrad weitergegeben wird und kaum Leistung verloren geht. Zusätzlich sind sie aufgrund des einfachen Rahmens oft etwas leichter. Der Wartungsaufwand und die Anfälligkeit für Defekte sind bei Hardtails sehr gering. Ein ungefederter Hinterbau hat zudem den Vorteil, dass dort keine Kugellager, Federelemente oder andere Verbindungselemente wie Schrauben oder Bolzen verbaut sind, die Wartung benötigen oder ermüden bzw. kaputt gehen können. Ein Hardtail bringt also im Regelfall etwas weniger Wartungsaufwand mit sich. Außerdem, fällt ein steifer Hinterbau natürlich weniger schwer ins Budget und macht das Rad etwas leichter.Jedoch gibt es auch ein paar Nachteile, die man bezüglich des Kaufs eines Hardtails bedenken sollte. Denn ein Hinterbau, der nicht nachgibt, bietet entsprechend auch weniger Komfort und Traktion bzw. Reserven, wenn es mal richtig rau wird. Somit ist das Mountainbiken mit einem Hardtail zwar „intensiver“ als mit einem Fully, allerdings auch anspruchsvoller, wenn es in sehr unwegsames Gelände geht.

Vor- und Nachteile von Fullys

Ein Vollgefedertes Rad, auch Fully genannt, hat wiederrum andere Vor- und Nachteile. Die Federung an Vorder- und Hinterrad bietet Reserven, Komfort und Traktion an Stellen, an denen es auf dem Hardtail schon richtig „scheppert“ und verzeiht Fehler besser. Auch ist das Biken mit einem vollgefederten Mountainbike grade bei heftigen Abfahrten weniger ermüdend und softer. Umgekehrt sieht es da aus, wenn es den Berg rauf geht. Grade Fullys mit viel Federweg neigen bergan dazu, teile des Vortriebs im Federweg zu verlieren, weil die Federelemente an Vorder- und Hinterrad durch den Zug auf der Kette versinken oder wippen. Zwar ist dieses Problem dank moderner Hinterbausysteme weniger stark wahrzunehmen als vor einigen Jahren, ganz zu beheben ist es allerdings nur mit feststellbaren Federelementen (auch „Lock-Out“: Ein Hebel an Federelementen, der das Federelement in der höchsten Position sperrt und vor dem Eintauchen hindert). Da diese bei guten MTBs heute quasi zur Standardausstattung zählen, kann man dieses Argument fast venachlässigen. Dennoch bedeutet ein gefederter Hinterbau durch seine vielen Bauteile meist ein Mehrgewicht im Vergleich zum starren Hinterbau.

Die meisten Fahrer, die offroad unterwegs sein wollen, greifen aber mittlerweile zum vollgefederten MTB, da der Fahrkompft sie einfach überzeugt. Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch mit einem Hardtail ist alles möglich, mit einem Fully ist es aber meist leichter.

Komponenten und Ausstattung

Folgende Komponenten sind bei modernen XC Bikes von Bedeutung:

  • Rahmen: Carbonrahmen sind besonders leicht und bieten die beste Performance - ideal für ambitionierte Fahrer und Wettkämpfer.
  • Fahrwerk: Hochwertige Gabeln und Dämpfer von Fox oder RockShox bieten dir beste Performance.
  • Schaltung: Präzise und schnell, z. B.
  • Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen für maximale Kontrolle (z. B.
  • Laufräder: 29-Zoll-Laufräder sind Standard bei modernen XC Bikes und bieten dir eine optimale Kombination aus Laufruhe und Traktion.

XC Bikes vs. Trail Bikes

XC Bikes sind auf Geschwindigkeit und Effizienz ausgelegt, während Trail Bikes mehr Komfort und Vielseitigkeit bieten.

Cross Country Rennen: Was erwartet dich?

Ein MTB-Cross Country Rennen ist ein Einzelwettbewerb über eine mehrfach zu fahrende gleiche Rundstrecke. Die Länge des Rennens wird dabei in Runden festgelegt. Diese Rundenzahl orientiert sich an Gesamtrennzeiten die im Reglement festgelegt sind. Die Rundenlänge sollte zwischen 4 und 6 Kilometern lang sein. Die modernen XCO-Strecken sind sehr technisch und fordern den Fahrern hohe technische Fahrkünste ab.

Der Start erfolgt im Massenstart - aufgrund der in der Regel engen Streckenverhältnisse ist ein vorderer Startplatz von Vorteil. Deshalb gibt es bei wichtigen Rennen eine klare Startaufstellung, die sich an den bisherigen Leistungen der Sportler orientiert (Platzierung in Gesamtwertung, Platzierung im letzten Rennen etc.). Im Gegensatz zu Straßenrennen ist das Tempo von Anfang an sehr hoch. In der Regel bilden sich kleinere Gruppen von wenigen Fahrern. Über weite Teile der Strecke sind die Fahrer allerdings auf sich selbst gestellt, weshalb hier individuell jeder für sich und nicht im Team gefahren wird.

Die Entscheidung über die endgültige Platzierung erfolgt in der Regel bei einem Anstieg, einer Abfahrt oder im seltenen Fall im Zielsprint. Cross Country ist eine vielseitige Mountainbike-Disziplin, die besonders die Ausdauer der Fahrer fordert. Bei dieser Sportart geht es darum, anspruchsvolle Strecken mit steilen Anstiegen und schnellen Abfahrten zu bewältigen.

Varianten im Cross Country

Es gibt verschiedene Varianten im Cross Country:

  • Cross Country-Rennen: Gegeneinander messen können sich Sportler bei einem Cross Country-Rennen. Bei diesem Einzelwettbewerb müssen die Fahrer einen anspruchsvollen Rundkurs mehrmals befahren. Der Sieg geht an den Fahrer, der entweder in einer vorgegebenen Zeit die meisten Runden absolviert oder eine festgelegte Anzahl von Runden am schnellsten bewältigt. Bei dem Rennen erwarten die Fahrer steile Anstiege und schwierige Abfahrten oder Felsengärten, die gemeistert werden müssen.
  • Cross Country-Marathon: Neben dem Cross Country-Rennen gibt es auch den Cross Country-Marathon. Auf einer Strecke von ca. 60 bis 120 Kilometern müssen die Sportler schwierige Bergpassagen und Abfahrten meistern. Auch hier starten alle Teilnehmer zur selben Zeit. Die Herausforderung liegt in der Länge des Wettkampfes, der sich über einen oder mehrere Tage erstrecken kann.
  • Cross Country-Eliminator: Beim Cross Country-Eliminator wird eine kurze Strecke von 500 bis 1000 Metern zurückgelegt. Im Gegensatz zum Cross Country-Rennen sowie -Marathon gehen die Teilnehmer beim Eliminator in kleinen Gruppen (meist vier Athleten) an den Start. Die schnellsten zwei Fahrer kommen in die nächste Runde und treten erneut gegeneinander an, während die anderen ausscheiden.

Ausrüstung für Cross Country MTB

Wenn du mit dem Cross Country beginnen möchtest, brauchst du eine geeignete Ausrüstung und ein passendes Mountainbike. Im Folgenden erfährst du, worauf du bei der Ausstattung achten kannst:

  • Cross Country-Helm: Der leichte und vielseitige Halbschalen-Helm bietet Schutz für den Kopf und kühlt mit einem effizienten Lüftungssystem. Meist wird auf ein Visier verzichtet, um die Aerodynamik zu verbessern.
  • MTB Handschuhe: Leichte Kurzfinger MTB Handschuhe ermöglichen besseren Halt am Lenker und können Vibrationen absorbieren.
  • MTB Protektoren: Knie- und Ellbogenschoner sowie ein Rückenprotektor sind optional, bieten dir aber bei Stürzen einen guten Schutz.
  • MTB Schuhe: Damit du festen Halt auf den Pedalen hast, sind MTB Schuhe ratsam. Sie greifen ideal in die flachen Pedale und haben zusätzlich Grip. Zudem sind meist die Zehenkappen verstärkt und bieten so mehr Schutz.
  • Sportkleidung: Beim Cross Country benötigst du atmungsaktive und strapazierfähige Kleidung, die dir zudem viel Bewegungsfreiheit bietet. Je nach Temperatur kannst du entweder zu langen oder kurzen Mountainbike-Hosen greifen. Einige Modelle verfügen auch über verstärkte Einsätze, zum Beispiel an den Innenbeinen oder dem Gesäß. Tipp: Gute Materialien für dein Cross Country-Outfit sind zum Beispiel Nylon oder Polyester. Sie sind robust und schnell trocknend. Achte zudem auf einen kleinen Anteil Elasthan - er sorgt für die nötige Dehnbarkeit.

Das richtige Mountainbike zum Cross Country

Cross Country-Mountainbikes sind besonders für ihr geringes Gewicht bekannt. Da die Sportler in einem Cross Country-Rennen sowohl schnell bergauf als auch bergab fahren müssen, spielt das Gewicht des Mountainbikes eine entscheidende Rolle.

Auf diese Aspekte kannst du bei einem Cross Country-Mountainbike achten:

  • Rahmen: aus Carbon oder Aluminium
  • Reifen: meist 29 Zoll; leichte und gut rollende Reifen, die Grip und Stabilität bieten
  • Bremsen: Federweg von 100 bis 120 mm

Je nach Belieben und Einsatzgebiet kannst du ein Bike mit Hardtail (eine Federung in der Gabel) oder ein Bike mit Fully (Vollfederung) auswählen. Möchtest du primär Rennen fahren, sind Hardtails ratsam. Wenn du mehr Komfort suchst und hobbymäßig in heimischen Wäldern unterwegs bist, ist ein Fully ideal für dich geeignet.

Tipp: In Fachgeschäften und in Mountainbike-Vereinen wirst du professionell beraten und findest ein Mountainbike, das zu deinen Anforderungen passt.

Training MTB Cross Country: Tipps für Anfänger

Wenn du mit dem Cross Country beginnen möchtest, sind Mountainbike-Vereine und Cross Country-Clubs der richtige Ansprechpartner für dich. Hier wirst du von erfahrenen Cross Country-Fahrern gecoacht und lernst die dynamische Sportart kennen. Zudem kannst du deine Begeisterung für den Sport mit anderen Cross Country-Fans teilen.

Das erwartet dich im Training zum MTB Cross Country:

  • Grundlagentraining: z. B. richtiger Sitz auf dem Sattel, Einsatz von Bremsen, effizientes Kurvenfahren
  • Verbesserung der Grundlagenausdauer
  • Allmähliche Steigerung der Belastungsintensität

Tipp: Mit einem ergänzenden Krafttraining kannst du deinen Körper stärken und das Verletzungsrisiko senken.

Weitere Mountainbike-Typen

Neben Full-Suspension-Bike und Hardtail, lassen sich MTBs allerdings inzwischen wesentlich spezifischer einordnen.

  • Race- und Cross-Country Bikes: Bei diesen Bikes handelt es sich um schnelle, leichte Bikes mit um die 100mm Federweg. Sowohl Fullys als auch Hardtails, sind für den Cross-Country Einsatz weit verbreitet. Sie haben vergleichsweise leichte und schmale Bereifung und sind bergauf sehr effizient und fix. Bergab hingegen braucht es einiges an Können, um auch abseits der Hauptwege richtig schnell unterwegs zu sein.
  • Downcountry Bikes: Downcountry Bikes sind noch recht jung, finden aber nach und nach mehr Anklang. Bei Downcountry Bikes handelt es sich um Cross-Country Bikes mit „ein bisschen mehr Wumms“. Statt 100mm sind hier schon 120mm Federweg verbaut. Die Bikes haben etwas flachere Lenkwinkel was sie „slacker“ macht. Mit anderen Worten: Die Bikes liegen flacher auf dem Trail und sind bei hohen Geschwindigkeiten etwas ruhiger und allgemein etwas besser aufgestellt, wenn es mal rauer wird. Auch bei der Bereifung wird es etwas gröber, dennoch sind die Bikes gut am Berg und grade für Toren ideal aufgestellt.
  • All-Mountain und Trail Bikes: Trail Bikes sind im Grunde genommen die neuen All-Mountains und gelten gemeinhin als die besten Tourenbikes und die ultimativen Allrounder. Federweg von 120 mm bis zu 150 mm Federweg und ein Gewicht, welches sich im Mittelfeld des Spektrums eingliedert, versprechen Spaß bergauf als auch bergab. Dank der recht allroundfähigen Geometrie kann es auch gen Tal richtig losgehen. Zwar wird es ruppig, wenn der Trail mal richtig grob wird, versierte und technisch gut aufgestellte Fahrer kommen aber mit einem Trail Bike überall runter.
  • Enduro Bikes: Nur die harten kommen in den Garten: Mit den Enduro Bikes sind wir nun im abfahrtsorientierten Sektor des Bikespektrums angelangt. Federwege ab 150mm bis 180mm und ein etwas höheres Gewicht machen sich zwar bergauf bemerkbar, bergab aber dafür erst so richtig Spaß! Dicke Wurzel- und Steinfelder, große Sprünge und hohes Tempo auf den Trails liegen Enduros besonders. Sie haben flache, lange Geometrien und sind nichtmehr so wendig wie Trailbikes, liegen allerdings im Gegenzug dazu bei hohem Tempo satt auf dem Trail. Telestütze, breite, grobstollige und vor allem pannensichere Bereifung sollten an jedem Enduro Bike dran sein.
  • Superenduros: Superenduros sind ein relativ junger Trend. Im Prinzip geht es hier um Enduro Bikes die von den Herstellern noch ein wenig aufgemotzt wurden. So kommen sie auf 180mm bis 190 mm Federweg und haben ein klein wenig mehr Reserven.
  • Downhill Bikes: Down we go! Und zwar schnell! Das ist es, was Downhill Bikes am allerbesten können. Doppelbrückengabel, besonders grobe und pannensichere Bereifung, fein abgestufte schwere Gänge, flache, lange Geometrien und Federweg von 200mm und mehr sind an DH-Bikes inzwischen normal. Doch so schnell die Boliden den Berg runterfahren, wieder rauf geht es nur mit Bus, schiebend oder dem Lift. Denn die Geometrie dieser Bikes in Kombination mit dem hohen Gewicht und der abfahrtsorientierten Übersetzung, ermöglichen das Bergauffahren kaum. Wer in Bikeparks unterwegs ist und den Berg nur in eine Richtung bezwingen will, nach unten, der wird hier fündig!
  • Fatbikes: Fatbikes sind eine besondere Gattung von Mountainbikes. Mit Reifen über 3 Zoll Breite sind sie quasie die Traktoren unter den Fahrrädern.
  • E-Mountainbikes: Auch E-Bikes sind inzwischen eine weit verbreitete Bikegattung. Längst sind die Zeiten rum wo Räder mit elektrischer Unterstützung nur etwas für Rentner sind. Inzwischen gibt es, wie beim MTB viele verschiedene Arten der Elektroflitzer. Auch für den Nachwuchs gibt es inzwischen schon richtig ernst zu nehmende Kinder-Mountainbikes mit Scheibenbremsen, Federgabeln und allem was dazu gehört!

Die richtige Rahmengröße finden

Mindestens genauso wichtig wie die Wahl des richten Mountainbikes ist die Wahl der richtigen Rahmen-Größe deines MTB’s. Nur wenn du dein Rad in der richtigen Größe kaufst, funktioniert und verhält sich das Bike so, wie es vom Hersteller entworfen wurde. Denn die Länge des Oberrohres, der Winkel zwischen Federgabel und Untergrund sowie der Winkel des Sitzrohres, ergeben mit anderen Größen und Längen ein stimmiges Konzept und können die Eigenschaften und das Fahrgefühl auf einem Mountainbike maßgeblich bestimmen.

Leider gibt es kein Einheitliches Größensystem, das man beim Kauf eines Zweirades auf alle Hersteller übergreifend anwenden könnte. Grund zum Verzweifeln ist das allerdings nicht. Denn viele Hersteller haben einen Größenschlüssel, oder ein „Fitting-System“, das dich durch deine Körpergröße und verschiedene Maße wie Innenbeinlänge, Armlänge usw. die Größe deines Rades einfach bestimmen lässt. Nicht selten kommt es vor, dass du zwischen zwei Größen landest. Dann heißt es testen oder nach persönlicher Präferenz entscheiden. Magst du eher eine gestreckte, sportlichere Haltung und ein längeres etwas laufruhigeres Bike, dann wähle die größere Größe. Im Normalfall findest du solche Angaben immer auf der Homepage des jeweiligen Herstellers.

Laufradgrößen: 27,5 Zoll vs. 29 Zoll

Ein weiteres wichtiges und nicht uninteressantes Thema beim Mountainbike ist die Größe der Laufräder. Während um die 2000er 26 Zoll als das Mountainbike-Laufradmaß galt, sind inzwischen die Laufradgrößen 27,5 Zoll (auch 650B genannt) und 29 Zoll die gängigsten Laufradgrößen.

Doch wozu gleich zwei unterschiedliche Größen? Und was ist nun besser? Eine Frage, bei der jeder seine eigene Wahrheit hat.

  • 27,5 Zoll: 27,5 Zoll Laufräder sind die wendigeren und weniger trägen Kandidaten. Mit 58,5 cm Durchmesser und einem Laufradumfang von um die 222 cm haben diese Laufräder ein gutes Gleichgewicht aus Wendigkeit, Ab- bzw.
  • 29 Zoll: Allerdings hat auch ein 29 Zoll Laufrad einige unschlagbare Vorteile. Durch ihren größeren Durchmesser von 62,2 cm und den größeren Radumfang von 233 cm haben sie ein noch besseres Ab- und Überrollverhalten, was sie (bei gleicher Bereifung) in der Ebene schneller macht und Hindernisse besser überwinden lässt. Der Nachteil ist das Mehrgewicht und die damit verbundene Trägheit. Die größeren Laufräder lassen sich somit schlechter „auf Tempo bringen“.
  • Mullet-Bauweise: Ein Hybridkonzept dieser beiden Laufradgrößen ist die Mullet-Bauweise. Sie kombiniert ein 27,5 Zoll Hinterrad mit einem 29 Zoll Vorderrad und soll so die Vorteile der beider Laufradgrößen zur Geltung bringen.

Reifenwahl

Am Mountainbike gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bereifungen. In erster Linie wird hier zwischen Draht- und Faltreifen unterschieden. Während der Drahtreifen eine mit Drahtgeflecht verstärkter Reifenflanke hat und aufgrund seines hohen Gewichtes und des hohen Pannenschutzes eigentlich ausschließlich im Downhillbereich genutzt wird, ist der Faltreifen leichter und weniger träge besitzt aber auch weniger Pannenschutz. Gerade bei Enduro Bikes gibt es daher häufig die Möglichkeit, sein Rad auf Tubeless (Schlauchlos) umzubauen. Hier wird kein Schlauch im Hinterrad verbaut, sondern eine Dichtmilch, die den Reifen von innen abdichtet.

Ein weiterer großer Unterschied bei der MTB-Bereifung ist zudem die Profilart und die Breite. Diese wird in Zoll angegeben. Am häufigsten sind hier Reifenbreiten von 2.2 Zoll bis hin zu 3.0 Zoll verbaut, wobei ab 2.6 Zoll von sogenannten „Plus-Bikes“ die Rede ist. Der Vorteil der verschiedenen Reifen breiten ist recht einfach erklärt: Desto breiter der Reifen desto mehr Auflagefläche bietet er. D.h. mehr Grip, aber auch ein schwammigeres Fahrgefühl und mehr Rollwiderstand. Ist ein Reifen schmaler, hat er weniger Auflagefläche.

Bei der Profilwahl gibt es ein großzügiges Angebot. Grundsätzlich gilt: Desto gröber das Profil, desto griffiger der Reifen. Allerdings gilt auch: Desto gröber das Profil, desto schlechter rollt ein Reifen. Wie so oft gibt es hier keine Eier legende Wollmilchsau und man muss sich nach persönlicher Präferenz entscheiden. Des Weiteren gibt es für alle möglichen Wetterbedingungen spezielle Reifen. Matschreifen mit grobem und weitem Profil sind hier das gängigste Beispiel.

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