Cube Aim Pro MTB Test: Einsteiger-Mountainbike im Test

Die aktuellste Neuanschaffung im Fuhrpark hört auf den Namen Cube AIM Pro und in diesem Testbericht erfahren Sie, was es kann und was man für sein Geld in der Cube Einstiegspreislage bekommt. Die Wahl beim örtlichen Fahrradfachhändler des Vertrauens fiel dann auf das AIM Pro aus der 2017er Kollektion von Cube.

Optisch macht das Cube Aim Pro einen wirklich hochwertigen Eindruck und muss sich mitnichten hinter höherpreisigen Hardtail-Mountainbikes verstecken. Das Cube Aim Pro 2019 ist ein Einstiegsmodell, nicht mehr aber auch absolut nicht weniger. Für den Preis erhält man ein richtig gutes Mountainbike.

Design und Farbvarianten

Aktuell bietet Cube seine AIM-Bikes in vielen Farbkombinationen, Reifengrößen und Rahmenhöhen. Langweilige Fahrräder und respektive MTB’s gibt es schließlich genug, also wurde abgewägt und entschieden und ich landete bei flashorange’n’grey. Flashorange’n’grey nennt sie sich und wirkt gerade auf Fotos noch knalliger. Aber auffallen sollte es ja schon und wie bereits erwähnt, gibt es langweilige Fahrräder ja schon genug.

Beim Cube Aim Pro hat man die Wahl zwischen zwei Lackierungen: schwarz/grün und orange/grau. In beiden Fällen sind alle Anbauteile optisch und farblich auf das gesamte Rad abgestimmt. Cube schafft es wie jedes Jahr, das Fahrrad in Lack stylisch zu verpacken.

Rahmen und Geometrie

Cube verwendet bei jeden Hardtail den gleichen Rahmen, somit kann man davon ausgehen, dass man einen sehr guten Rahmen bekommt. Er ist gleichwertig mit den höherpreisigen Modellen, die sich nur noch durch die Komponenten unterscheiden. Wie eingangs erwähnt, hat Cube bei seinen Hardtails der Einstiegs- und Mittelklasse ordentlich Hand angelegt. Die auffälligste Veränderung im Vergleich zu den 2021er-Modellen sind die deutlich flacheren Rahmen.

Das Oberohr - das Sattelrohr und Steuerrohr verbindet - liegt nun deutlich tiefer, was im Gelände und beim Auf- und Absteigen praktisch ist, da man nun mehr Platz über dem Rad hat. Insgesamt ist die Rahmengeometrie etwas sportlicher geworden. Man sitzt also etwas weniger aufrecht, als noch in den Jahren davor. Die Sitzposition bleibt aber Cube-typisch moderat-sportlich.

Auch das Cube-typische „Smart Sizing“ darf bei dem Aim und den anderen CMPT-Modellen natürlich nicht fehlen. Die kleinsten Rahmengrößen XS und S haben 27,5 Zoll Reifen, die Größen M, L, XL und XXL rollen auf 29 Zoll Reifen.

Ausstattung

Die Unterschiede zwischen den AIM-Modellen liegen hauptsächlich im Bereich der Federgabel, der Schaltung beziehungsweise des Antriebs und der Bremsen. Die Nähte sind sauber und stimmig am Lenkerrohr und Tretlager. Die Kurbel ist von Shimano und die Schaltungskomponenten ebenfalls. Alle CMPT-Modelle verbindet, dass sie eine 100 Millimeter Federgabel verbaut haben, die je nach Modellvariante technische Unterschiede aufweist.

Eine 100 Millimeter Federgabel ist die klassische Federgabel an Hardtail-Mountainbikes. Die SR Suntour XCT Disc Federgabel ist mehr als solide für den MTB-Hausgebrauch. Einsteiger erhalten mit ihr ein perfektes Tool. Auf wirklich heftigen Trails wird sie auf Dauer überfordert sein, aber dafür ist sie auch nicht gemacht.

Gespannt war ich, wie sich die Tektro Scheibenbremse am Cube Aim Pro 2019 macht. Die hydraulische Scheibenbremse mit 160 Millimeter Scheiben bremst zuverlässig und ist für diese Preisklasse sicher ein Highlight. Die 3×8 Shimano Acera Schaltung schaltet gut und sauber durch, Punkt!

Die Bereifung des Cube Aim Pro ist mit den Schwalbe Smart Sam so gewählt, dass man im Gelände Grip hat und auf Asphalt ordentlich rollt. Aus meiner Sicht sind die Reifen perfekt für den Einsteiger, der sich meist auf unterschiedlichen Untergründen bewegt. Was ich aus optischer Sicht noch erwähnen möchte, sind die innen verlegten Züge am Rahmen des Cube Aim Pro 2019.

Fahreigenschaften

Das Cube Aim Pro 2019 macht beim Fahren einen richtig guten Eindruck. Die Sitzposition auf dem recht steifen Cube Aluminium-Rahmen ist sehr angenehm. Auf den Weg zum Wald fährt sich das Cube Aim Pro sehr gut, auf der Straße und auf leichten unbefestigten Parkwegen auch. Das Schalten klappt gut, es dauert zwar kurz, aber die Schaltung funktioniert gut.

Im Stadtverkehr überzeugte es durch agiles Handling. Schlechte Straßen schluckt das 29er problemlos weg. Abseits der Straße wünscht man sich auf Trails vielleicht eine lockbare Federgabel. Die verbaute XCT von Suntour macht aber auch problemlos genau das, was sie soll. Die Aim Pro Einsteigerserie ist jetzt nicht für anspruchsvolle Downhill-Strecken gedacht und auch in Bikeparks sollte man vielleicht lieber die Anfängerstrecken fahren.

Der stabile Rahmen, die großen Räder mit den Schwalbe-Reifen ließen sich locker fahren und boten ein hohes Sicherheitsgefühl. Da werden sicher noch sehr viele Kilometer auf unbefestigtem Untergund hinzukommen. Mit dem AIM Pro ist mit dem 2019er und auch mit dem 2020er Modell wieder ein Einsteigerbike gelungen, mit welchem man so einige Jahre richtig viel Spaß haben kann.

Zielgruppe

Das Cube Aim Pro 2019 ist ein richtig schönes Fahrrad und richtet sich an Einsteiger in den Mountainbike-Sport. Auch Jugendliche, die die erste Luft der Offroadwelt schnuppern wollen, finden im Aim Pro einen perfekten Begleiter. Auch das Cube Aim Pro soll Radfahrer mit geringem Budget ansprechen, die nur ab und zu fahren, aber dennoch ein robustes, gutes Bike haben wollen.

Modellvarianten

Schön aus meiner Sicht ist gerade im MTB Einsteigerbereich, dass es das Aim Pro 2019 sowohl in 29 Zoll als auch in 27,5 Zoll (650B) gibt. Die größere Agilität und einfache Handhabung der 27,5 Zoll Variante kann gerade für junge und jugendliche Mountainbike-Einsteiger und Rennrad-Fahrer, die auch MTB-Ambitionen haben relevant sein - mitunter auch für körperlich kleinere Fahrer, die die Zwischengröße 650B favorisieren. Als 2022 das Cube Aim EX-Modell eingeführt wurde, war es das einzige Cube Aim mit 1-fach-Antrieb. 2023 sind alle AIM-Modelle mit einem Zweifach-Antrieb - also zwei Kettenblättern vorne - ausgestattet.

Pro und Contra

Die Qualität überzeugt und die Ausstattung ist angemessen aber nicht in jedem Falle gut. Die Scheibenbremsen bedürfen fachmännische Wartung im Bedarfsfalle, greifen aber fest und sicher zu. Größter Mangel in meinen Augen ist die Schaltung. Wer das Bike in rougherem Gelände benutzt wird schnell merken, wie sich die Umwerfer verstellen und in wichtigen Situationen vielleicht schnell auch Schaltfehler bekommen, die vielleicht auch zu stürzen führen könnten.

Ich habe für den Preis ein Fahrrad bekommen, welches man gemütlich auf die Arbeit fahren kann, und auch im Wald auf lockeren Waldwegen angenehm bewegen kann. Zum Schaltwerk muss ich jedoch leider sagen, dass ich es des öfteren mittlerweile nachjustieren musste weil es sich etwas verstellt hat, zudem hat das Bike leider nur 3x8 Gänge welche zum Bergauffahren angenehm sind aber im höheren Geschwindigkeitsbereich zu wenig sind meiner Meinung nach. Zur Gabel, man bekommt leider keine Luftfederung was aber bei dem Preis in Ordnung ist, 100 mm Federweg die auch gut funktionieren wenn man mal über ein Schlagloch auf der Straße fährt oder im Wald.

Technische Daten im Überblick

Komponente Details
Rahmen Leichtes Aluminium
Federgabel SR Suntour XCT Disc, 100 mm Federweg
Bremsen Tektro hydraulische Scheibenbremsen, 160 mm Scheiben
Schaltung 3x8 Shimano Acera
Reifen Schwalbe Smart Sam
Gewicht ca. 14,7 kg (Herstellerangabe)

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