Cube E-Bike Angebote im Test: Was macht die Marke so beliebt?

Eingefleischte Mountainbiker erinnern sich beim Namen Cube wahrscheinlich direkt an das erste Cube Stereo Fully, das damals einen enormen Haben-Will-Faktor auszeichnete. Zum Glück hat sich Cube dasselbe Sex-Appeal auch für seine 2020er E-Bikes erhalten - die Räder sind nämlich immer noch so schick und hochwertig wie eh und je. Mit Cube und Bosch machen seit 2014 zwei deutsche Erfolgsgeschichten gemeinsame Sache. Dass durch eine so hochkarätige Kooperation nur edelste E-Bikes entstehen, ist beinahe selbstverständlich. Für die Saison 2020 deckt Cube daher mit über 100 Modellen das gesamte E-Bike Segment ab, angefangen beim gemütlichen Trekking E-Bike bis hin zum elektrischen Enduro.

Cube kann auf viel Erfahrung aus dem Renneinsatz zurückgreifen. Mit Max Hartenstern haben sie beispielsweise die neue deutsche Downhill-Hoffnung unter Vertrag. Der zweifache Deutsche Meister profitierte bei seinen Erfolgen von den fortschrittlichsten Materialien, Fertigungstechniken und Designs, die sich auch bei den E-Bikes wiederfinden. Im Zusammenspiel mit dem Kult der Marke gehören die Cube E-Bikes daher zu den hochwertigsten und schicksten Rädern am gesamten Markt. Dabei ist es egal, ob man auf einen Aluminium- oder auf einen Carbon-Rahmen setzt - jedes Rad von Cube ist ein kleines technisches Meisterwerk. Ein weiterer Vorteil von Cube ist die enorme Größe des Sortiments.

Die Antriebstechnologie Bosch hat sich zügig zum Platzhirsch im Segment der hochwertigen und leistungsstarken Elektromotoren entwickelt. Cube setzt daher bei den meisten E-Bikes, vor allem im Trekking-, City- und Mountainbike-Bereich, auf verschiedene Bosch Systeme. Hier kommen immer die neuesten Technologien zum Einsatz, weshalb man sicher sein kann, an einem 2020er Cube E-Bike den State of the Art zu finden. Mit den Motoren von Fazua verbaut Cube in ihren Agree Rennrädern außerdem einen extrem spannenden Motor eines neuen Herstellers aus München. Akku und Antriebseinheit sitzen hier im Unterrohr, was für eine unauffällige und sportliche Optik sorgt. Damit sehen die E-Bikes noch mehr wie nicht motorisierte Räder aus.

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Worauf Sie beim Kauf eines Cube E-Bikes achten sollten

Bevor Sie sich Ihr Cube E Bike kaufen, gilt es natürlich noch einiges zu klären. Unsere Rad-Profis erklären Ihnen gerne, wo die Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile von Heck, Mittel- und Frontmotoren liegen. Sie haben Fragen zu E-Bikes der Marke Cube? Von einem Kauf beim Discounter ist in jedem Fall abzuraten, denn oftmals weisen solche E Bikes eine veraltete Akku-Technik auf. Des Weiteren sollte der Käufer immer eine Probefahrt mit dem neuen E Bike vornehmen. Das können Sie sehr gerne bei einer unser Filialen machen. Damit lange Fahrradtouren Spaß machen, sollte die Sitzposition und die Größe des jeweiligen Modells optimal sein. Ergonomisch ideal ist eine Position in der der Rücken nicht krumm ist und die Arme nicht durchgestreckt werden müssen.

Weitere Aspekte, die du beachten solltest:

  • Reichweite und Akkugröße: Die verbauten Motoren der unterschiedlichen Hersteller können sich stark in der Reichweite und Akkugröße unterscheiden. Starke Akkus reichen bis zu Distanzen von 205 Kilometern.
  • Antriebssystem und Lage: Beim Kauf eines Cube E-Bikes sollte der passende Antrieb ausgewählt werden. Hierbei wird zwischen Vorderrad-und Hinterrad- Nabenmotoren, sowie Mittelmotoren, welche im Rahmen integriert sind, unterschieden. Je nachdem, an welcher Position sich der Antrieb befindet, unterscheidet sich der Effekt. Es gilt die Regel: Am Hinterrad schiebt der Motor, am Vorderrad zieht er und bei einem zentralen Antrieb bleibt der Effekt relativ neutral. Der Trend geht heutzutage meist hin zum Mittelmotor.
  • Leistung und Geschwindigkeit: Der Elektromotor des E-Bikes unterstützt den Fahrer mit einer Leistung bis zu maximal 250 Watt und nur während des Tretens wird eine Geschwindigkeit bis zu 25 km/h erreicht. Möchte man eine höhere Geschwindigkeit erreichen, so fährt man ab 25 km/h in Eigenleistung. Hierbei ist es möglich, die Unterstützung in mehreren Stufen einzustellen. Die Geschwindigkeit ist auch abhängig von der Trittfrequenz und Pedalkraft des Fahrers.

Der Einsatzbereich entscheidet

Vor dem Kauf eines Cube Ebike sollte überlegt werden, inwiefern das Fahrrad genutzt werden soll. Soll das Ebike zum Pendeln ins Büro oder für lange Trakking-Touren genutzt werden? Die Kapazität des Akkus sollte dem Einsatzgebiet entsprechend ausgewählt werden, ebenso wie die Rahmenform und die Motorenposition.

Warum Cube E-Bikes so beliebt sind

Ebikes der Marke Cube sind bei Sportlern deshalb so beliebt, weil Sie immer häufiger in Fachzeitschriften als Testsieger hervorgehen und in der Praxis einfach bestehen. Langlebigkeit, Leistungsfähigkeit und die für Cube E-Bikes typische einfache Wartung zeichnen diese Räder aus und rechtfertigen den Hype. Egal, ob klassisches Mountainbike, Rennrad, Full Suspension Bike oder Damenrad - Cube lässt jedes radsportbegeistertes Herz höher schlagen. Da das Thema Sicherheit bei dieser Marke stets groß geschrieben wird, ist jedes E-Bike dieser Marke mit hydraulischen Scheibenbremsen und einer hochwertigen Shimano-Gangschaltung ausgestattet. So auch z.B. das Cube Town Hybrid, das neben der Shimano Altus RD-M280 8-Speed Gangschaltung auch noch mit einem Shimano Altus SL-M310 Rapidfire-Plus Schalthebel und einer Shimano Bremsanlage BR-M395 Hydr. Disc Brake (160/160) besticht. Trotz Heckmotor wiegt das E-Bike gerade mal 22,6 Kg.

Die beste Werbung für diese E Bikes sind jedoch die zahlreichen Profi-Radsportler, die dieses Bike in den höchsten Tönen loben. Preislich bewegen sich die Ebikes der Marke Cube zwischen 1.800 und 5.000 Euro. Der Preis ist abhängig davon, wie professionell Sie Ihren Radsport betreiben bzw. wie vielen Belastungen Ihr E Bike standhalten muss. Zusätzlich bietet die Marke Cube auch jede Menge Zubehör, wie Ersatzteile und Kleidung.

Cube E-Bike Modelle im Test

Cube gehört zu den bekanntesten Bike-Marken Deutschlands - doch wie gut sind die aktuellen Modelle wirklich? In neun ausführlichen Tests hat die Redaktion von BikeX Rennräder, Gravelbikes, E-Bikes und MTBs unter die Lupe genommen. Mit dabei: das leichte XC-Hardtail Phenix, das vielseitige Fold Hybrid Comfort 500 und das Downcountry-Fully AMS ONE11. Wir zeigen, welches Bike zu wem passt - und wer sich über besonders viel Ausstattung fürs Geld freuen darf.

  • Cube AMS ONE11: Das leichte Downcountry-Fully überzeugt mit agiler Geometrie, Top-Klettereigenschaften und solidem Komfort. Ideal für ambitionierte Tourenfahrer:innen, die ein schnelles, spritziges MTB mit Race-Genen suchen.
  • Cube Attain SLX: Das Attain SLX bietet sportliches Fahrverhalten, Komfort und zuverlässige Technik zum fairen Preis. Es eignet sich besonders für sportliche Einsteiger:innen mit Tourenambitionen.
  • Cube Stereo Hybrid ONE44: Das Hybrid One44 ist ein vielseitiges E-MTB für Trail und Tour, mit Bosch CX-Motor und großem 750-Wh-Akku. Die Geometrie vermittelt Sicherheit und Fahrspaß, besonders für E-MTB-Einsteiger:innen.
  • Cube Nuroad C:62 SLX: Dieses Carbon-Gravelbike von Cube kombiniert Sportlichkeit mit Tourentauglichkeit. Komfort, Rahmensteifigkeit und hochwertige Ausstattung machen es zu einem vielseitigen Begleiter abseits des Asphalts.
  • Cube Stereo ONE44: Das Bio-All-Mountain-Bike punktet mit niedrigem Gewicht, ausbalanciertem Fahrverhalten und hochwertiger Ausstattung. Für sportliche Fahrer:innen, die ein leichtes Trailbike suchen.
  • Cube Fold Hybrid Comfort 500: Ein praktisches E-Klapprad mit Bosch-Motor, großem Display und wartungsarmem Riemenantrieb. Ideal für Camper, Pendler und alle, die ein komfortables, faltbares E-Bike suchen.
  • Cube Phenix C:68X SLX: Das Carbon-Hardtail ist konsequent auf XC-Rennen ausgelegt: superleicht, direkt und kompromisslos sportlich. Es bietet guten Fahrkomfort und vielseitige Trail-Eigenschaften zum moderaten Preis.
  • Cube Attain C:62 SLT: Das günstige Einstiegsrennrad überzeugt durch Komfort, stabiles Fahrverhalten und solide Technik. Perfekt für Einsteiger:innen ins sportliche Rennradfahren.

Cube Kathmandu Hybrid SLX 800 im Detail

Das neue Kathmandu von Cube ist ein echter Volltreffer. Neben der gewohnt starken Ausstattung punktet das neue E-Trekkingrad auch mit einem überraschend wertig gemachten Rahmen und intelligenten Details wie dem teilintegrierten Gepäckträger. Auch die ausgewogenen Fahreigenschaften überzeugen.

Die Fakten zum Cube Kathmandu Hybrid SLX 800

  • Schaltung: Shimano XT (12-fach)
  • Übersetzung: 38 / 10 - 51 Zähne
  • Bremsen: Shimano XT (Vierkolben)
  • Reifen: Schwalbe Marathon Efficiency, 55 mm
  • Lichtanlage v. /h.: Acid Front Light 150, Acid Mudguard Rear Light
  • Gepäckträger: Acid, 25 kg
  • Gabel: Fox 34 AWL

Auf dem Cube sitzt man wie auf einem Thron: Souverän und komfortbetont. Das Rad fällt groß aus, bei der Geometrie lässt sich Cube vom Mountainbike inspirieren. Der Lenkwinkel ist etwas flacher, der Radstand etwas länger als üblich. Das bringt einen stoischen Geradeaus-Lauf, im wuseligen Stadtverkehr hätten wir uns etwas mehr Agilität gewünscht. Im Zweifel besser zum kleineren Rahmen greifen! Sonst macht das Cube eine gute Figur, die fein profilierten Reifen rollen gut auf Asphalt, sind auf Schotter aber nicht erste Wahl.

MYBIKE-Bewertung des Cube Kathmandu Hybrid SLX 800

Stärken:

  • Hohe Fahrstabilität
  • Guter Komfort
  • Exzellente Ausstattung
  • Starke Reichweite

Schwächen:

  • Könnte handlicher sein
  • Schutzblech hinten etwas kurz

Cube Stereo Hybrid 140 TM im Detail

Das Stereo Hybrid 140 von Branchenriese Cube ist wohl eines der meistverkauften E-Mountainbikes überhaupt. Die TM-Variante des Klassikers ist traditionell voll auf Trail-Stärke ausgelegt. Das macht sich am Stereo Hybrid 140 besonders bei den Maxxis-Reifen bemerkbar. Super griffiger Maxxgrip-Gummi an Vorder- wie Hinterrad, dazu eine robuste Doubledown-Karkasse im Heck. Das schaffen andere Hersteller selbst bei hochwertigen Enduro-E-MTBs allzu oft nicht. Doch im Grunde ist das 140er-Stereo kein Downhill-Experte.

Die Fakten zum Cube Stereo Hybrid 140 TM

  • Motor: Bosch Performance Line CX, 85 Nm max. Drehmoment
  • Akku: Powertube, 750 Wh (entnehmbar)
  • Rahmenmaterial: Carbon / Alu
  • Federweg: 150 / 140 mm
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Rahmengrößen: S, M, L, XL
  • Preis: 5799 Euro
  • Gewicht: 24,7 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung)
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 135 kg (Herstellerangabe)

Cube setzt traditionell auf Bosch-Motoren. Und der dynamisch-kräftige Performance Line CX passt gut in das Stereo. Die Modulation ist top, die Kraftentfaltung spritzig. Gerade in schwierigen Anstiegen spielt er seine Stärke voll aus. Der 750er-Powertube schiebt das Bike auf eine extrem starke Reichweite, sorgt aber auch für ein höheres Gesamtgewicht des Bikes. Denn der Akku wiegt satte 4,3 Kilogramm.

Die Ausstattung des Cube Stereo Hybrid 140 TM

  • Gabel / Dämpfer: Fox 36 Performance / Float X Perf.
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 12-fach, 34; 10-52 Zähne
  • Bremsen: Magura MT7, 203/203 mm
  • Laufräder: Newmen Performance 30
  • Reifen: Maxxis Assegai Exo+ Maxxgrip, 29 x 2,5'' / Minion DHRII DD Maxxgrip, 29 x 2,4''
  • Besonderheiten: Nur 150 mm Hub an der Telestütze, großes Kiox 500-Display

Hier wird Komfort großgeschrieben! Die Sitzposition ist eher kompakt, und das Cockpit thront weit oben, Streckbankgefühle kommen definitiv nicht auf. Das Fahrwerk saugt Unebenheiten gierig auf. Dazu kommt die griffige und stabile Reifenkombi von Maxxis, die mit niedrigem Luftdruck gefahren werden kann und förmlich am Boden klebt. So treckert man recht gelassen durchs Gelände - auch ohne Profi-Fahrtechnik.

EMTB-Bewertung des Cube Stereo Hybrid 140 TM

Stärken:

  • Hoher Fahrkomfort und unkompliziertes Handling
  • Viel Fahrsicherheit
  • Starke Reichweite
  • Gute Ausstattung

Schwächen:

  • Kein Gelände-Extremo
  • Geringer Hub der Teleskopstütze
  • Motor klappert

Alternativen zu Cube E-Bikes

Der Markt für E-Bikes ist entsprechend groß und unübersichtlich, das Produktportfolio ist riesig. Unterschiedliche Modelle konkurrieren mit unterschiedlichen Antriebskonzepten. Wir haben bislang insgesamt 36 E-Bikes für Sie getestet.

Gazelle Ultimate T10 HMB: Fahrspaß, Komfort, Sicherheit und schicke Optik: Das Gazelle Ultimate T10 HMB vereint viele tolle Eigenschaften und ist ein hervorragendes Trekkingrad für unterschiedlichste Einsatzzwecke. Egal, wie lang und auf welchem Untergrund man mit dem Rad unterwegs sein will: Das Gazelle Ultimate T10 HMB ist ein super E-Bike mit bequemem Sattel, starkem Motor und individuell anpassbarem Lenker. So fliegt die Landschaft Kilometer um Kilometer dank der großen Reichweite nur so am Velo vorbei!

Kalkhoff Endeavour 5+ Move: Das Zweirad eignet sich perfekt für Kurztrips und längere Ausflüge in der Stadt, auf Landstraßen und Feldwegen. Kalkhoff selbst verlangt für sein Velo knapp 4.000 Euro, bei anderen Anbietern ist es jedoch weit mehr als 1.000 Euro günstiger, wodurch es für uns das beste Preis-Leistungsverhältnis darstellt und sich knapp vor das etwas teurere Gazelle Ultimate T10 HMB schiebt.

Weitere Alternativen:

  • Canyon Pathlite Onfly 8
  • Touroll MA2 Mid-Drive E-Bike
  • Legend Siena (günstiges Faltrad)

E-Bike Grundlagen

Pedelec steht als Abkürzung für Pedal Electric Cycle. Dabei handelt es sich um ein Fahrrad mit Elektromotor, der erst dann seine unterstützende Wirkung entfaltet, wenn man in die Pedale tritt. Ohne eigene Kraftanstrengung bewegt sich ein E-Bike bzw. Pedelec also nicht vorwärts. Der Gesetzgeber legt den rechtlichen Rahmen für ein E-Bike fest. Die Motorunterstützung darf nur bis 25 Stundenkilometer aktiv sein, bei höheren Geschwindigkeiten muss sich diese abschalten. Eine Anfahr- bzw. Ein Pedelec darf jeder fahren, es erfordert weder Zulassung oder Versicherung noch einen Führerschein und auch eine Helmpflicht besteht nicht (wir raten dennoch dringend zu einem Fahrradhelm).

S-Pedelecs sind die schnellen E-Bike-Varianten - das »S« steht schließlich für »Speed«. Maximal 45 Stundenkilometer sind erlaubt, der Motor leistet im Gegensatz zum Pedelec mehr als 250 Watt. Da es sich rechtlich nicht mehr um ein Fahrrad handelt, werden Zulassung, Führerschein (ab Klasse AM, bis 2013 Klasse M), Versicherungsschutz und Nummernschild benötigt. Zudem besteht eine Helmpflicht.

E-Bike Typen

Nahezu jede Gattung, die es für klassische Fahrräder gibt, ist inzwischen auch als E-Bike erhältlich.

  • Citybikes: sind primär für den Stadtverkehr konzipiert.
  • Trekkingräder: erweitern das Arbeitsumfeld eines Citybikes und erlauben auch Abstecher über Feld- oder Waldwege.
  • Mountainbikes: sind für Ausritte über Stock und Stein konzipiert und haben kraftvolle Motoren.
  • Rennräder: sind ebenfalls als E-Bike erhältlich.

Motorpositionen

Bei E-Bikes unterscheidet man Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor. In der Regel ist der Mittelmotor am ehesten zu empfehlen. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung durch eine tiefe Position mittig am Tretlager. Ein Mittelmotor ermöglicht sehr sportliches Fahren. Kurze Kabelwege erweisen sich als Vorteil, weil so die Störanfälligkeit auf ein Minimum reduziert wird. E-Bikes mit Mittelmotor sind meistens etwas teurer, weil eine spezielle Rahmenkonstruktion erforderlich ist. Kette, Kettenblatt und Ritzel sind höheren Belastungen ausgesetzt.

Beim Hinterrad- und Vorderradnabenmotor muss man mit Einbußen beim Fahrkomfort rechnen. Entweder ist das Rad hecklastig oder der vorne angebrachte Motor kann das Lenkverhalten negativ beeinflussen, die Gabel wird stärker belastet. Auf rutschigem Boden ist sogar ein Durchdrehen des Vorderrades möglich. Ein Motor an der Hinterachse ist in der Regel angenehm leise und ermöglicht eine direkte Kraftübertragung für ein dynamisches Fahren.

Akkus und Reichweite

Bei älteren und einfachen E-Bikes befindet sich der Akku im Bereich des Gepäckträgers. Das sieht recht antiquiert aus. Optisch schöner sind Lösungen, bei denen der Akku teilweise oder sogar komplett in den Rahmen integriert ist. In wenigen Fällen ist der Akku fest verbaut. Das hat gleich mehrere Nachteile. Das Fahrrad muss in der Garage oder an einer Außensteckdose geladen werden, da sich der Akku nicht mit ins Haus nehmen lässt. Wer gerne sehr große Strecken zurücklegt, hat mitunter einen Ersatzakku dabei. Das geht nicht, wenn dieser nicht austauschbar ist.

Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt. Üblich sind Kapazitäten zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh). Wieviele Kilometer sich mit einer Akkuladung zurücklegen lassen, hängt von ganz vielen Faktoren ab, pauschale Angaben sind deshalb schwierig und mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist, in welchem Modus man fährt. Ebenfalls hängt die Reichweite vom Gewicht des Fahrers, der Beschaffenheit der Strecke und den Windverhältnissen ab. Bosch hat im Internet einen nützlichen Reichweiten-Assistenten eingerichtet. Hier kann man ganz verschiedene Parameter wie Gewicht, Geschwindigkeit, Fahrmodus, Trittfrequenz, Fahrbahnbeschaffenheit etc.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Ein E-Bike sollten Sie unbedingt persönlich Probe fahren. Neben objektiven Kaufkriterien gibt es nämlich auch subjektive. Sitzen Sie bequem? Benötigen Sie einen anderen Lenker? Ergibt ein gefederter Sattel Sinn? Fachhändler konfigurieren Ihnen Ihr Fahrrad auf ihre individuellen Vorlieben hin.

Motorkonzept und Akku haben wir bereits thematisiert. Ein wichtiges Thema ist auch, wie leistungsstark der Motor ist. Werfen Sie hierzu zur ersten Orientierung einen Blick auf die Newtonmeter-Angabe. Die Bosch-Antriebssysteme gehören zu den besten am Markt. Sie liefern je nach Motor zwischen 40 und 75 Newtonmeter. Bei 40 Newtonmetern ist die Tretunterstützung gering. In sehr hügeliger Landschaft bringt ein E-Bike erst ab 60 Newtonmetern Spaß. Bei starken Anstiegen bleiben Sie dann ganz entspannt, im »Turbo«-Modus genießen Sie einen extremen Vorschub.

Für Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmer kann sich das Leasen eines E-Bikes lohnen. Die Besteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung wurde von 1 % auf 0,5 % reduziert.

Gangschaltung

Ein anderes Thema ist die Art der Gangschaltung. Hierbei konkurrieren Naben- und Kettenschaltungen. Speziell wenn Sie sich für ein Pedelec mit dem von uns bevorzugten Mittelmotor interessieren, entscheidet die verwendete Schaltung über die effektiv nutzbare Antriebskraft. Ein E-Bike mit Nabenschaltung entfaltet bis auf wenige Ausnahmen am Berg nie die Wucht einer Tretunterstützung mit Kettenschaltung. Bauartbedingt kann erst eine Kettenschaltung das volle Leistungsvermögen des Motors freigeben. Wichtig: Da hier große Kräfte auftreten, müssen Ritzel und Kette entsprechend stark dimensioniert sein. Im bergigen Gelände ist eine Kettenschaltung deshalb die erste Wahl, in der Stadt kann hingegen eine Nabenschaltung vollkommen genügen.

Bremsen und Display

Wichtig ist nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Bremsverhalten. Unterziehen Sie die Bremsen deshalb einem Test. Sind sie ausreichend dimensioniert? Nützlich ist ein im Dunkeln beleuchtetes Display, auf dem man nicht nur den gewählten Fahrmodus sieht, sondern auch die verbleibende Restkapazität des Akkus (in Prozent oder als Restangabe in Kilometern), gefahrene Gesamtkilometer und Tageskilometer. Bei vielen E-Bikes lässt sich das Licht auch über die Display-Einheit einschalten.

Mittlerweile sparen sich erste Hersteller eigene Bordcomputer ein. Stattdessen muss man sich eine App auf seinem Smartphone installieren und kann das per Halterung am Lenkrad als Bordcomputer einsetzen, um die eben aufgeführten Parameter abzurufen. Wir halten nicht viel von dieser Lösung. Schließlich ist man darauf angewiesen, immer das Smartphone dabei zu haben.

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