Der private Motorradtransport erfreut sich wachsender Beliebtheit. Statt die Fahrt im Kurvenrevier auf der Autobahn abspulen zu müssen, gibt es komfortablere Lösungen. Eine davon ist der Motorradanhänger. Hier erfahren Sie alles, was Sie über absenkbare Motorradanhänger wissen müssen.
Die Wahl des richtigen Motorradanhängers
Bevor man sich für einen Motorradanhänger entscheidet, sollte man sich überlegen, welcher Typ am besten geeignet ist. Die Entscheidung hängt stark vom Einsatzprofil ab. Folgende Typen stehen zur Auswahl:
- Offene Motorradanhänger: Die einfachste und preisgünstigste Lösung. Ideal für den gelegentlichen Transport bei trockenem Wetter.
- Klappbare Motorradanhänger: Platzsparend zusammenfaltbar, geeignet für Nutzer mit wenig Stauraum.
- Absenkbare Motorradanhänger: Erleichtern das Be- und Entladen, besonders bei schweren Motorrädern.
- Querstehende Motorradanhänger: Sparen Platz in der Länge und eignen sich für enge Stellplätze.
- Geschlossene Motorradanhänger: Schützen das Motorrad vor Diebstahl, Witterung und Schmutz.
Absenkbare Motorradanhänger im Fokus
Absenkbare Varianten verfügen über eine Plattform, die sich mechanisch oder elektrisch absenken lässt. Das erleichtert das Be- und Entladen, insbesondere bei schweren Motorrädern oder bei fehlender Auffahrrampe. Sie sind meist teurer und schwerer als Standardmodelle, bieten dafür aber einen höheren Komfort.
Alternative zum Absenken
Eine Alternative zum Absenken wäre z.B. das Verladen mit einer Rampe. Das Verladen ist reine Übungssache. Nach dem dritten Mal macht ihr das mit verbundenen Augen.
Kaufberatung: Worauf Sie achten sollten
Beim Kauf eines Motorradanhängers gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
- Gesamtgewicht: Berücksichtigen Sie das Gewicht Ihrer Motorräder und wählen Sie einen Anhänger mit ausreichend Tragkraft.
- Bremsen: Bei schweren Motorrädern ist ein Anhänger mit eigener Bremse empfehlenswert.
- Zustand: Achten Sie auf eine robuste und stabile Konstruktion.
- Zubehör: Spann- und Zurrgurte, Vorderradwippe und Auffahrrampe sind unerlässlich für einen sicheren Transport.
Marktübersicht: Hersteller von Motorradanhängern
Es gibt zahlreiche Hersteller von Motorradanhängern auf dem Markt. Hier eine Auswahl:
- Stema: Marktführer in Deutschland mit einer breiten Produktpalette.
- Unsinn: Komfortable Verladung steht im Fokus, mit Kipp- oder Absenkfunktion.
- Böckmann: Spezialist für Pferdeanhänger, vertreibt auch Motorradanhänger der Marke TPV.
- Humbaur: Breites Sortiment, vom einfachen Schienen-Anhänger bis zum Kofferanhänger.
- Airtrailer: Plattform lässt sich komplett absenken, mit Luftfederung für hohen Fahrkomfort.
Hier ist eine Tabelle mit einigen ausgewählten Herstellern und ihren Besonderheiten:
| Hersteller | Besonderheiten |
|---|---|
| Stema | Breite Produktpalette, Marktführer in Deutschland |
| Unsinn | Komfortable Verladung durch Kipp- oder Absenkfunktion |
| Böckmann | Vertreibt Motorradanhänger der Marke TPV |
| Humbaur | Vom einfachen Schienen-Anhänger bis zum Kofferanhänger |
| Airtrailer | Vollständig absenkbare Plattform, Luftfederung |
Vorschriften und Fahrerlaubnis
Wer mit einem Anhänger unterwegs ist, muss gesetzliche Vorgaben beachten. Dazu gehören unter anderem die zulässige Gesamtmasse des Anhängers, die Anhängelast des Zugfahrzeugs sowie ggf. eine Tempo-100-Zulassung. In den meisten Fällen genügt der Führerschein der Klasse B. Bei schwereren Gespannen ist eine B96-Erweiterung oder sogar die Klasse BE erforderlich.
Sicherheit beim Motorradtransport
Unabhängig von der Transportlösung ist geeignetes Zubehör entscheidend für einen sicheren und stabilen Transport eines Motorrads. Die wichtigsten Produkte im Überblick:
- Spann- und Zurrgurte: Für die Fixierung des Motorrads an mehreren Punkten.
- Vorderradwippe oder Radhalter: Stabilisiert das Motorrad beim Verzurren und verhindert das Kippen.
- Auffahrrampe: Besonders bei höheren Anhängern notwendig.
- Radstopper oder Keile: Fixieren die Reifen zusätzlich und erhöhen die Standfestigkeit.
- Antirutschmatten: Verhindern das Verrutschen der Räder während der Fahrt.
- Schloss oder Diebstahlsicherung: Für Träger, Gurte oder direkt am Motorrad.
- Regenhauben oder Transportabdeckungen: Schützen das Motorrad vor Schmutz, Nässe und Wind.
Mieten oder Kaufen?
Ob sich die Anschaffung eines eigenen Anhängers lohnt, hängt von der Nutzungsfrequenz ab. Für Gelegenheitsfahrer ist die Miete oft die bessere Wahl. Für eine 14-tägige Urlaubstour müssen maximal 200 Euro kalkuliert werden, die bei Gruppentouren auch noch unter den Mitfahrern aufgeteilt werden können.
Multifunktionaler Anhänger für Haus und Motorrad
Ziel ist es, einen Anhänger zu entwickeln, der im Alleingang mit Motorrädern beladen werden kann, Platz für zwei BMW R 1250 GS Adventure Motorräder bietet, für Laub und Co geeignet und auch für mindestens eine Tonne Zuladung, wie z.B. Der Anhänger sollte einen möglichsten tiefen Schwerpunkt haben und durch Bordwände, Spiegel, Plane usw. erweitert werden können. Außerdem sollte eine Beladung von „oben“, z.B. für Sand, Kompost, Gartenabfälle usw.
Tipps für den Kauf eines Motorradanhängers
Hier sind einige Tipps für den Kauf eines Motorradanhängers:
- Messen Sie Ihre Maschinen in der Länge + der Breite aus (ausmessen! - nicht Papiere gucken).
- Wenn Sie pro Motorrad eine Standlänge auf dem Anhänger von 2,2 m berücksichtigen und eine Breite von 80 cm (in der Regel ist der Lenker die breiteste Breite), dann haben Sie schon einen guten Wert für die Größe Ihres benötigen Anhänger.
- Der Anhänger ist besser zu groß als zu klein.
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