Cube E-Bike Damen mit Riemenantrieb im Test

Ein E-Bike mit Riemenantrieb wirkt bereits auf den ersten Blick als logische funktionale Lösung. Wer sich ein E-Bike ins Haus holt, tut das im Regelfall, um damit viele Kilometer zu fahren. Ein großer Vorteil liegt nämlich in der deutlich höheren Langlebigkeit als bei einer Kette.

Entsprechend weitet man so die Nutzungsdauer der Antriebskomponenten deutlich aus - je nach Modell um das Doppelte bis Vierfache. Grund dafür sind die sehr belastbaren Carbonfasern, die häufig verbaut werden, um maximale Stabilität zu gewährleisten. Der Riemen leiert dadurch nicht aus.

Vorteile eines E-Bikes mit Riemenantrieb

Doch auch darüber hinaus bietet ein E-Bike Riemenantrieb zahlreiche Vorteile in der Nutzung:

  • Wartungsarmut: Der E-Bike Riemenantrieb ist nicht nur deutlich langlebiger als eine Kette, sondern dabei auch sehr wartungsarm.
  • Komfort: Zusätzlich ist auch das Fahren angenehmer.
  • Geräuscharm: Einen lautstarken Geräuschpegel wird man bei einem Riemenantrieb E-Bike nicht erleben.
  • Robustheit: Er kann Wind und Wetter ausgesetzt werden, ohne dass sich das negativ auf die Antriebsleistung oder seine Lebensdauer auswirken würde.
  • Laufleistung: Diese Stabilität sorgt außerdem für eine sehr ruhige Laufleistung.

Während eine Kette gereinigt, geölt und nachgespannt werden muss, macht eine hohe Laufleistung einem E-Bike mit Zahnriemen nichts aus. Soll er einmal gereinigt werden, dann genügt dafür klares Wasser, eine Schmierung wird gar nicht benötigt. Daher handelt es sich vor allem um ein sehr komfortables System, bei dem man sich kaum Gedanken über die richtige Wartung machen muss.

Was man beim E-Bike mit Riemenantrieb berücksichtigen muss

Im Regelfall werden Diskussionen rund um die Entscheidung, ob Kette oder Riemen besser ist, relativ emotional geführt. Rein technisch ist es eher so, dass beim Riemen im niedrigeren Leistungsbereich etwas mehr Widerstand zu erwarten ist. Bei höherer Leistung hingegen ermöglicht er eine bessere und direktere Kraftübertragung. Da speziell ein Riemenantrieb E-Bike für etwas schnellere Geschwindigkeiten und eine hohe Laufleistung ausgelegt ist, überwiegen vor allem die Vorteile in der Spitze.

Außerdem lohnt es sich, den E-Bike Zahnriemen regelmäßig auf Beschädigungen zu prüfen. Natürlich ist er wesentlich langlebiger, wetterfester und im Bereich der Leistung gegenüber äußeren Einflüssen unempfindlicher. Das bedeutet jedoch nicht, dass er nicht auch irgendwann sichtbare Schäden davontragen kann.

Werden feine Risse am Riemen, abgebrochene oder ausgefranste Zähne festgestellt, so ist eine fachmännische Prüfung sinnvoll. Gegebenenfalls muss der E-Bike Zahnriemen dann ausgetauscht werden.

Modelle mit Riemenantrieb

Grundsätzlich gibt es kaum noch Bereiche, in denen kein E-Bike mit Zahnriemen genutzt werden kann. Vom Mountainbike bis zum Citybike sind von zahlreichen namhaften Herstellern die unterschiedlichsten Modelle erhältlich. Unter anderem die folgenden Hersteller bieten Modelle, die den E-Bike Riemenantrieb nutzen:

  • Riese & Müller
  • Kalkhoff
  • Scott
  • Hercules

Vereinzelt lassen sich - wie von Hercules - sogar Falträder als Riemenantrieb E-Bike finden. So lassen sie sich ideal bei einer Kombination aus Radstrecke und öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln kombinieren.

Im Grunde genommen sollte man hier zunächst darüber nachdenken, welche Einsatzbereiche das Modell abdecken können soll, und dann aus dem breiten Portfolio der Modelle das passende E-Bike mit Riemenantrieb auswählen. Die Auswahl gestaltet sich dafür vielfältig genug.

Cube Kathmandu Hybrid SLX 800 im Detail

Dass Fahrradriese Cube Preis-Leistung kann, ist schon länger kein Geheimnis. Zuverlässig schnüren die Waldershofer in unseren Tests ein Ausstattungspaket, das selbst Versender wie Canyon und Rose neidisch machen dürfte. Und auch das neue Kathmandu (hier in der ersten Vorstellung) ist da keine Ausnahme. Zwar reizt das Cube das Preislimit unseres Vergleichstests voll aus. Dafür gibt's aber auch top Parts soweit das Auge reicht. Gebremst und geschaltet wird mit Premium-Teilen aus Shimanos XT-Regal, die Marken-Laufräder von Newmen sind wertig, die Beleuchtung ist fast so gut wie die Marken-Lampe mit Fernlicht am Konkurrenten von KTM. Das große Bosch-Display Kiox 500 lässt in puncto Infotainment keine Wünsche offen - wobei das in unserem Test von sechs Trekking-E-Bikes mit dem neuen Bosch-Motor kein Alleinstellungsmerkmal ist. Eine versenkbare Sattelstütze gibt's beim Cube noch on top.

Neu ist: Auch bei Verarbeitung und Details gibt Cube jetzt richtig Gas. Der Rahmen mit den verschliffenen Nähten wirkt wertig, die Teilintegration des Gepäckträgers ist eine gute Idee und verbessert das Handling mit Beladung, ohne dass Cube dafür einen echten Schwerlast-Träger einsetzen muss. Scheinbar günstige Parts wie die Kunststoff-Schutzbleche sind in der Praxis kein Nachteil. Gerade die Eigenmarken-Griffe gefallen mit hohem Komfort. Einziger Wermutstropfen: Statt die auf Haltbarkeit und weiches Schalten getrimmte neue Linkglide-Schaltung mit nur elf Gängen zu verbauen, setzt Cube nach wie vor auf die klassische Hyperglide XT mit zwölf Gangabstufungen.

Technische Details des Cube Kathmandu Hybrid SLX 800

  • Motor: Bosch Performance Line CX, 85 Nm max.
  • Schaltung: Shimano XT (12-fach)
  • Übersetzung: 38 / 10 - 51 Zähne
  • Bremsen: Shimano XT (Vierkolben)
  • Reifen: Schwalbe Marathon Efficiency, 55 mm
  • Lichtanlage v. /h.: Acid Front Light 150, Acid Mudguard Rear Light
  • Gepäckträger: Acid, 25 kg
  • Gabel: Fox 34 AWL

Fahrverhalten des Cube Kathmandu Hybrid SLX 800

Auf dem Cube sitzt man wie auf einem Thron: Souverän und komfortbetont. Das Rad fällt groß aus, bei der Geometrie lässt sich Cube vom Mountainbike inspirieren. Der Lenkwinkel ist etwas flacher, der Radstand etwas länger als üblich. Das bringt einen stoischen Geradeaus-Lauf, im wuseligen Stadtverkehr hätten wir uns etwas mehr Agilität gewünscht. Im Zweifel besser zum kleineren Rahmen greifen! Sonst macht das Cube eine gute Figur, die fein profilierten Reifen rollen gut auf Asphalt, sind auf Schotter aber nicht erste Wahl.

Bewertung des Cube Kathmandu Hybrid SLX 800

Stärken:

  • Hohe Fahrstabilität
  • Guter Komfort
  • Exzellente Ausstattung
  • Starke Reichweite

Schwächen:

  • Könnte handlicher sein
  • Schutzblech hinten etwas kurz

Fazit

Das neue Kathmandu von Cube ist ein echter Volltreffer. Neben der gewohnt starken Ausstattung punktet das neue E-Trekkingrad auch mit einem überraschend wertig gemachten Rahmen und intelligenten Details wie dem teilintegrierten Gepäckträger. Auch die ausgewogenen Fahreigenschaften überzeugen.

Weitere empfehlenswerte E-Bikes mit Riemenantrieb

Neben Cube gibt es auch andere Marken, die hochwertige E-Bikes mit Riemenantrieb anbieten. Hier sind einige Beispiele:

  1. KTM Macina City 610 Belt: Wurde von Stiftung Warentest zu einem der beiden Testsieger erkoren („Test“ 06/2024) mit der Gesamtnote 1,8!
  2. Cube Kathmandu Hybrid Comfort Pro 800: Ein anderes E-Bike aus der gleichen Kollektion wurde von den Expertinnen und Experten mit der guten Gesamtnote 2,0 bewertet.
  3. Kalkhoff Image 3.B Excite: Mit der Gesamtnote 2,2 wurde ein ähnliches Fahrrad aus der gleichen Modellreihe von Stiftung Warentest für gut befunden.

Vor- und Nachteile von E-Bikes mit Riemenantrieb

E-Bikes mit Riemenantrieb lohnen sich auf jeden Fall. Sie sind wartungsarm und langlebig, weshalb sie sich auch für den täglichen Gebrauch anbieten - selbst bei Wind und Wetter, da die Riemen in der Regel witterungsfest sind. Allerdings sind sie deshalb auch etwas teurer als E-Bikes mit Kettenantrieb.

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