CUBE möchte mit dem neuen CUBE Editor Hybrid das Stadtleben einfacher gestalten und bewirbt das E-Bike mit dem Slogan „SimpliCity“. Es soll mit minimalistischem Style, Einfachheit und einer gewissen Sportlichkeit überzeugen.
Das CUBE Editor Hybrid im Detail
Im CUBE-Portfolio ordnet sich das Editor Hybrid als der elektrifizierte Bruder des schon bestehenden analogen Editor ein. Für den elektrifizierenden Namenszusatz „Hybrid“ und die Integration des Bosch Performance Line SX-Motors musste das City-E-Bike jedoch komplett neu auf dem Reißbrett entworfen werden.
Das CUBE Editor Hybrid ist nicht das erste Bike von CUBE mit SX-Motor. Wir hatten auch schon das CUBE AMS Hybrid ONE44 im Test, das als E-MTB für alle abfahrtsorientierten Fahrer attraktiv ist.
Design und Ausstattung
Auf den ersten Blick vermittelt das CUBE Editor Hybrid einen sportlichen und eleganten Look, wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Auch die klaren Linien des Rahmens, der bei allen Modellen aus Aluminium gefertigt ist, erinnert zunächst eher an ein Gravel-Bike als ein City-E-Bike.
Zum cleanen Look trägt nicht nur die schöne Formensprache des Diamantrahmens bei, sondern auch die geordnete Kabelführung, bei der alle Leitungen sauber durch den Steuersatz verlaufen. Schön integriert wurde bei allen Modellen des City-E-Bikes auch der Bosch Performance Line SX-Motor mit 55 Nm Drehmoment, der vom Bosch CompactTube 400 mit 400 Wh Akku-Kapazität mit Strom versorgt wird. Der Akku kann zum externen Laden nicht aus dem Bike entnommen werden und muss am Ladeport über dem Tretlagerbereich aufgeladen werden.
Minimalistisch ist der über alle Modelle hinweg verbaute Bosch System Controller im Oberrohr, inklusive schnurloser Mini Remote, die beide zur Übersicht und Steuerung des Motorsystems dienen. Federelemente gibt es am CUBE Editor Hybrid nicht.
Modelle und Varianten
Der Hersteller bietet das Editor Hybrid in 5 Modellen von 2.499-3.299 € an, wobei das Top-Modell nur 17,7 kg wiegen soll. Die 5 Modelle des CUBE Editor Hybrid kommen entweder als „Fully Equipped“ (FE) mit Gepäckträger, Lichtanlage, Ständer und Schutzblechen oder in der „normalen Ausstattung“.
- Das Top-Modell, das Editor Hybrid SLT 400X, bringt eine 11-fach ALFINE-Nabenschaltung und einen Gates CDC-Riemen mit und soll dadurch besonders wartungsarm sein.
- Die Modelle SLX FE 400X und SLX 400X schalten auch mit einer Nabenschaltung von Shimano, erhalten aber eine Kette statt eines Riemens.
- Den Einstieg in die neue Modellreihe stellen die Varianten Pro FE 400X und Pro 400X für 2.699 € bzw. 2.499 € dar. Sie kommen ebenfalls mit Ketten- statt Nabenschaltung.
Je mehr ihr also bereit seid auszugeben, desto wartungsärmer und einfacher zu servicen ist euer Bike.
Nabenschaltung vs. Kettenschaltung
Was macht eigentlich eine Nabenschaltung für ein Trekkingrad attraktiv und gegenüber einer Kettenschaltung sinnvoll? Das kommt auf den Blickwinkel an. Klar ist, dass die Kettenschaltung in Bezug auf Entfaltung und Gewicht unschlagbar ist.
Aber: Die Nabenschaltung ist gerade in Kombination mit einem Gates-Riemen als Antriebsstrang eine Alternative, deren kompromisslose Wartungsarmut überzeugt. Eine Nabenschaltung ist grundsätzlich gekapselt und gegen witterungsbedingte Einflüsse resistent. Wer penibel ist, wechselt alle zwei Jahre mal das Getriebeöl, das war’s dann aber auch. Der Riemen selbst benötigt keine Schmierung, das dankt auch das Hosenbein.
Lediglich die Flucht und die Spannung des Riemens muss exakt passen. Beides ist bei einem kompletten Rad aber sowieso schon vordefiniert und ideal eingestellt. Die Riemenspannung lässt sich sogar mit der Gates-App und einem Smartphone checken: Die App misst die Spannung des Riemens akustisch. Übrigens: Der Riemen längt sich nicht, er nutzt sich lediglich ab, hat aber eine wirklich lange Lebensdauer.
Schaltvorgang bei Nabenschaltungen
Noch ein Wort zum Schaltvorgang: eine Nabenschaltung benötigt konstruktionsbedingt beim Schalten einen kurzen Augenblick ohne Krafteinwirkung, sodass das Planetengetriebe die Zahnräder neu paaren kann. D. h. man muss für einen kurzen Augenblick den Tretvorgang unterbrechen. Das muss man etwas üben, geht aber ganz schnell in Routine über.
Alle modernen Nabenschaltungen können heutzutage schnell durchgeschaltet werden und die Systematik ist leicht zu erlernen.
Cube Kathmandu Hybrid SLX 800 im Fokus
Dass Fahrradriese Cube Preis-Leistung kann, ist schon länger kein Geheimnis. Zuverlässig schnüren die Waldershofer in unseren Tests ein Ausstattungspaket, das selbst Versender wie Canyon und Rose neidisch machen dürfte. Und auch das neue Kathmandu (hier in der ersten Vorstellung) ist da keine Ausnahme.
Zwar reizt das Cube das Preislimit unseres Vergleichstests voll aus. Dafür gibt's aber auch top Parts soweit das Auge reicht. Gebremst und geschaltet wird mit Premium-Teilen aus Shimanos XT-Regal, die Marken-Laufräder von Newmen sind wertig, die Beleuchtung ist fast so gut wie die Marken-Lampe mit Fernlicht am Konkurrenten von KTM. Das große Bosch-Display Kiox 500 lässt in puncto Infotainment keine Wünsche offen - wobei das in unserem Test von sechs Trekking-E-Bikes mit dem neuen Bosch-Motor kein Alleinstellungsmerkmal ist. Eine versenkbare Sattelstütze gibt's beim Cube noch on top.
Details und Verarbeitung
Auch bei Verarbeitung und Details gibt Cube jetzt richtig Gas. Der Rahmen mit den verschliffenen Nähten wirkt wertig, die Teilintegration des Gepäckträgers ist eine gute Idee und verbessert das Handling mit Beladung, ohne dass Cube dafür einen echten Schwerlast-Träger einsetzen muss. Scheinbar günstige Parts wie die Kunststoff-Schutzbleche sind in der Praxis kein Nachteil. Gerade die Eigenmarken-Griffe gefallen mit hohem Komfort.
Einziger Wermutstropfen: Statt die auf Haltbarkeit und weiches Schalten getrimmte neue Linkglide-Schaltung mit nur elf Gängen zu verbauen, setzt Cube nach wie vor auf die klassische Hyperglide XT mit zwölf Gangabstufungen.
Bosch Performance Line CX
Selbst bei mittlerer Unterstützung und variierendem Fahrprofil sind etwa 100 Kilometer problemlos möglich. Wer sparsamer fährt und den Motor nur minimal nutzt, kann sogar noch deutlich weiter kommen. Dazu arbeitet der neue Motor leiser und reagiert spürbar sensibler auf den Pedaldruck, als das Vorgängermodell. Zudem bietet der neue Bosch Performance Line CX über 25 km/h nahezu keinen Widerstand. Kurz gesagt: Hier bleiben keine Wünsche offen. Eine noch wertigere Ausstattung würde funktional fast keine Vorteile mehr bringen.
Ausstattung des Cube Kathmandu Hybrid SLX 800
- Schaltung: Shimano XT (12-fach)
- Übersetzung: 38 / 10 - 51 Zähne
- Bremsen: Shimano XT (Vierkolben)
- Reifen: Schwalbe Marathon Efficiency, 55 mm
- Lichtanlage v. /h.: Acid Front Light 150, Acid Mudguard Rear Light
- Gepäckträger: Acid, 25 kg
- Gabel: Fox 34 AWL
Fahreigenschaften des Cube Kathmandu Hybrid SLX 800
Auf dem Cube sitzt man wie auf einem Thron: Souverän und komfortbetont. Das Rad fällt groß aus, bei der Geometrie lässt sich Cube vom Mountainbike inspirieren. Der Lenkwinkel ist etwas flacher, der Radstand etwas länger als üblich. Das bringt einen stoischen Geradeaus-Lauf, im wuseligen Stadtverkehr hätten wir uns etwas mehr Agilität gewünscht. Im Zweifel besser zum kleineren Rahmen greifen!
MYBIKE Fazit zum Cube Kathmandu Hybrid SLX 800
Das neue Kathmandu von Cube ist ein echter Volltreffer. Neben der gewohnt starken Ausstattung punktet das neue E-Trekkingrad auch mit einem überraschend wertig gemachten Rahmen und intelligenten Details wie dem teilintegrierten Gepäckträger. Auch die ausgewogenen Fahreigenschaften überzeugen.
E-Bike Markt und Antriebskonzepte
Die E-Bike-Branche erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Insgesamt hat der Fachhandel in Deutschland im vergangenen Jahr 3,85 Millionen Fahrräder und Elektrofahrräder verkauft - das waren nach Angaben des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) 2,53 Prozent weniger als 2023. Der Markt für E-Bikes ist entsprechend groß und unübersichtlich, das Produktportfolio ist riesig. Unterschiedliche Modelle konkurrieren mit unterschiedlichen Antriebskonzepten.
Pedelec vs. S-Pedelec
- Pedelec: Motorunterstützung bis 25 km/h, kein Führerschein oder Zulassung erforderlich.
- S-Pedelec: Motorunterstützung bis 45 km/h, Führerschein, Zulassung und Helmpflicht erforderlich.
Motorkonzepte
- Mittelmotor: Sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung.
- Hinterrad- und Vorderradnabenmotor: Können den Fahrkomfort beeinträchtigen.
Tipps für den E-Bike Kauf
- Probefahrt: Unbedingt eine Probefahrt machen, um das Fahrgefühl zu testen.
- Motorleistung: Auf die Newtonmeter-Angabe achten, insbesondere bei hügeligem Gelände.
- Gangschaltung: Im bergigen Gelände ist eine Kettenschaltung oft die bessere Wahl, in der Stadt kann eine Nabenschaltung ausreichen.
- Bremsen: Das Bremsverhalten testen und auf eine ausreichende Dimensionierung achten.
- Display: Auf ein gut ablesbares Display achten, das alle wichtigen Informationen anzeigt.
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