Cube Trekking Fahrrad Test: Was taugen die Bikes wirklich?

Cube gehört zu den bekanntesten Bike-Marken Deutschlands - doch wie gut sind die aktuellen Modelle wirklich? BikeX hat gleich neun 2025er-Modelle der Kult-Marke getestet - vom Gravelbike bis E-MTB. In neun ausführlichen Tests hat die Redaktion von BikeX Rennräder, Gravelbikes, E-Bikes und MTBs unter die Lupe genommen. Hier liest du, welche Cube-Bikes im Check überzeugen konnten - und warum.

Mit dabei: das leichte XC-Hardtail Phenix, das vielseitige Fold Hybrid Comfort 500 und das Downcountry-Fully AMS ONE11. Wir zeigen, welches Bike zu wem passt - und wer sich über besonders viel Ausstattung fürs Geld freuen darf.

Cube Modelle im Einzeltest

Hier ein Überblick über einige der getesteten Cube Modelle und ihre Eigenschaften:

Cube AMS ONE11 im Test

Das leichte Downcountry-Fully überzeugt mit agiler Geometrie, Top-Klettereigenschaften und solidem Komfort. Ideal für ambitionierte Tourenfahrer:innen, die ein schnelles, spritziges MTB mit Race-Genen suchen.

Cube Attain SLX im Test

Das Attain SLX bietet sportliches Fahrverhalten, Komfort und zuverlässige Technik zum fairen Preis. Es eignet sich besonders für sportliche Einsteiger:innen mit Tourenambitionen.

Cube Stereo Hybrid ONE44 im Test

Das Hybrid One44 ist ein vielseitiges E-MTB für Trail und Tour, mit Bosch CX-Motor und großem 750-Wh-Akku. Die Geometrie vermittelt Sicherheit und Fahrspaß, besonders für E-MTB-Einsteiger:innen.

Cube Nuroad C:62 SLX im Test

Dieses Carbon-Gravelbike von Cube kombiniert Sportlichkeit mit Tourentauglichkeit. Komfort, Rahmensteifigkeit und hochwertige Ausstattung machen es zu einem vielseitigen Begleiter abseits des Asphalts.

Cube Stereo ONE44 im Test

Das Bio-All-Mountain-Bike punktet mit niedrigem Gewicht, ausbalanciertem Fahrverhalten und hochwertiger Ausstattung. Für sportliche Fahrer:innen, die ein leichtes Trailbike suchen.

Cube Fold Hybrid Comfort 500 im Test

Ein praktisches E-Klapprad mit Bosch-Motor, großem Display und wartungsarmem Riemenantrieb. Ideal für Camper, Pendler und alle, die ein komfortables, faltbares E-Bike suchen.

Cube Phenix C:68X SLX im Test

Das Carbon-Hardtail ist konsequent auf XC-Rennen ausgelegt: superleicht, direkt und kompromisslos sportlich. Es bietet guten Fahrkomfort und vielseitige Trail-Eigenschaften zum moderaten Preis.

Cube Attain C:62 SLT im Test

Das günstige Einstiegsrennrad überzeugt durch Komfort, stabiles Fahrverhalten und solide Technik. Perfekt für Einsteiger:innen ins sportliche Rennradfahren.

Cube Trekkingräder im Detail

Trekkingräder werden auf täglichen Wegen benutzt , für kurze Ausflüge und längere Radurlaube. Dabei kommen oft viele Tausend Kilometer zusammen. Da sollten die Räder nicht nur zuverlässig funktionieren und sicher sein. Sie sollten auch zum Körper passen, sprich: ergonomisch stimmen, und sie sollten selbst auf längeren Strecken bequem sein und so die Freude am Radfahren erhalten.

Wir haben uns daher für diesen Test Räder vorgenommen, die dem Komfort besonderes Augenmerk widmen. Die Ansätze sind im Prinzip bekannt, reichen von Federgabeln über Federsattelstützen bis hin zu breiten Reifen. Dennoch gibt es veschiedene Gewichtungen und Interpretationen. Auch im Umfang der eingesetzten Maßnahmen gibt es Unterschiede. Teils spiegelt sich das im Preis wider, teils nicht.

Die Testräder wurden uns von Contoura, Cube, Diamant, Gazelle, Mitech, Pegasus und Stevens geliefert. Dass es nicht mehr sind, hat mit Verfügbarkeiten von Testrädern zu tun. Da wir den Blick auf Komfort-Trekkingräder werfen, liegt es auch daran, dass man sich da schnell im Stadtrad-Segment bewegt.

Denn Komfort wird auch gerne mit aufrechterer Sitzhaltung in Verbindung gebracht, wie Gazelle und Pegasus belegen. Viele sogenannte Komforträder sind dann eben doch mehr City- als Trekkingrad und fielen daher aus der Auswahl. Die Grenzen bleiben zwar fließend.

Aber auch ein Rad, um das man sich wenig oder weniger kümmern muss, ist durchaus komfortabel. Der Test teilt sich ein bisschen in drei Preiszonen ein. Für jeweils 899 Euro gibt es die Räder von Cube (Nature Pro Allroad) und Diamant (018). In der Test-Oberklasse rangieren Contoura AL-11 (3599 Euro) und MiTech Tyke T1 (4998 Euro).

So ist das MiTech ein Modell einer kleinen Manufaktur. Auch wenn es sich hier um ein Serien- und kein Maßmodell handelt, die Möglichkeiten der Preisgestaltung sind in dem Umfeld doch begrenzt. Dafür bekommt man ein individuell bestücktes Fahrrad.

Im Test schaltet das Tyke nicht nur mit der halbautomatischen Pinion Smart Shift-Schaltung, es kommt auch mit bald jeder erdenklichen Komfort-Opiton. Von Luftfedergabel über Feder-Sattelstüteze Sattel bis zum Volumen-Reifen ist alles auch noch sehr hochwertig.

Es ist also auch kein Wunder, dass das Rad trotz steifen Rahmens den besten Komfort liefert und auch allgemein den besten Eindruck hinterlässt. Auch bei Contoura bekommt man die Premiumschaltung und weitere Topkomponenten sowie einige Wahlmöglichkeiten.

Das Rad setzt auf Federgabel und Federstütze, bleibt sonst aber recht straff, auch weil die 40er Reifen nicht das volle Komfortpotenzial entwickeln können. Da sind die optionalen 47er Pneus wohl eine komfortablere Wahl.

Mit nicht stimmiger Cockpit-Ergonomie und dadurch eingschränktem Komfort sowie einer spürbaren Längselastizität im Gesamtrad, konnte es uns im Test nicht richtig gewinnen. Auf schlanke Reifen setzt auch Gazelle. Seine durchaus hollandtypische Schaftfederung ist ebenfalls recht straff und reagiert eigentlich nur auf kleine, gerade angefahrene Kanten.

Allerdings ist das Steuer und sind die Hände wenig belastet. Dafür der Sattel recht direkt senkrecht. So kann die klassische Federstütze gut arbeiten. In Kombination mit der aufrechten Haltung wirkt das Rad insgesamt doch sehr komfortabel. Eine Federsattelstütze würde auch dem Pegasus gut tun.

Die verbaute ist klar zu starr und verhilft dem straffen Rahmen am Po zur vollen Geltung. Mit einer individuell gut einstellbaren Luft-Federgabel und breiten Reifen trumpft auch Stevens auf. Auf Kettenschaltungen setzen auch Cube und Diamant. Beide interpretieren sie mit zweifach-Kurbel ganz modern.

Während Cube die robuste, noch recht junge Shimano Cues mit 10er-Kassette einsetzt, hat sich Diamant für eine altbewährte Shimano Megarange-Kassette mit großen Sprung zum umfangreichsten Ritzel entschieden, die allerdings nur acht Ritzel umfasst, dadurch aber auch wieder langlebiger ausfällt. Die Gangwechsel sind mit ihr etwas gröber, zudem funktioniert die Schaltung nicht ganz so geschmeidig.

Man kann wirklich überrascht und begeistert sein, was die Produktentwickler bei dem eigentlich knappen Budget hinbekommen haben. Beide Rahmen sind sehr gut konstruiert und damit eine sehr gute Basis für viel Fahrfreude. Obendrein sind sie auch fein verarbeitet.

Bei Diamant sorgt auch der changierende Glitzerlack für einen tollen optischen Effekt und beweist, dass günstige Räder sehr ansprechend sein können. Mit gelungener Gesamtabstimmung lassen sich beide Räder aktiv sportiv fahren, taugen für Alltag und Tour gleichermaßen.

Mit Stahlfedergabeln sind die Räder beide preisgemäß bestückt. Der größte Unterschied liegt, außer in der Schaltung, darin, dass Diamant das 018 mit 27,5-Zoll-Laufrädern ausstattet, die es ein Stück agiler machen. Zudem ist der Reifen noch breiter und hochwertiger, sodass es angenehm leicht läuft.

Beim Wort „Komfort“ fällt einem das vielleicht nicht direkt ein. Aber auch ein Rad, um das man sich wenig oder weniger kümmern muss, ist durchaus komfortabel. Bei Federgabeln ist das nciht unbedingt der Fall. Sie muss man gelegentlich nachjustieren.

Das lässt bei Modellen mit Luftkammer nur per geeigneter Pumpe, Dämpferpumpe, erledigen. Stahlfedern lassen sich immerhin einfahch per Dreh anpassen. Regelmäßig gewartet werden sollten aber alle Federgabeln, sonst hat man bald ncihts merh davon.

Darum begrüßen wir für Alltagsfahrräder den Einsatz von Riemenantrieben. Ein teures Trekkingrad hat sicher viel mehr Möglichkeiten, perfekten Komfort zu liefern. Das MiTech im Test belegt das gut. Preis ist aber nicht das einzige Kriterium.

Einzelne Stellschrauben sollten noch gedreht werden, aber alle 7 Testräder liefern insgesamt guten bis sehr guten Komfort. Mit Ihnen kann man allgemein ganz entspannt viele Kilometer erkurbeln und braucht vor schlechten Wegen nicht zurückzuschrecken.

Cube Kathmandu Hybrid SLX 800 im Fokus

Dass Fahrradriese Cube Preis-Leistung kann, ist schon länger kein Geheimnis. Zuverlässig schnüren die Waldershofer in unseren Tests ein Ausstattungspaket, das selbst Versender wie Canyon und Rose neidisch machen dürfte. Und auch das neue Kathmandu ist da keine Ausnahme.

Zwar reizt das Cube das Preislimit unseres Vergleichstests voll aus. Dafür gibt's aber auch top Parts soweit das Auge reicht. Gebremst und geschaltet wird mit Premium-Teilen aus Shimanos XT-Regal, die Marken-Laufräder von Newmen sind wertig, die Beleuchtung ist fast so gut wie die Marken-Lampe mit Fernlicht am Konkurrenten von KTM.

Das große Bosch-Display Kiox 500 lässt in puncto Infotainment keine Wünsche offen - wobei das in unserem Test von sechs Trekking-E-Bikes mit dem neuen Bosch-Motor kein Alleinstellungsmerkmal ist. Eine versenkbare Sattelstütze gibt's beim Cube noch on top.

Neu ist: Auch bei Verarbeitung und Details gibt Cube jetzt richtig Gas. Der Rahmen mit den verschliffenen Nähten wirkt wertig, die Teilintegration des Gepäckträgers ist eine gute Idee und verbessert das Handling mit Beladung, ohne dass Cube dafür einen echten Schwerlast-Träger einsetzen muss. Scheinbar günstige Parts wie die Kunststoff-Schutzbleche sind in der Praxis kein Nachteil. Gerade die Eigenmarken-Griffe gefallen mit hohem Komfort.

Einziger Wermutstropfen: Statt die auf Haltbarkeit und weiches Schalten getrimmte neue Linkglide-Schaltung mit nur elf Gängen zu verbauen, setzt Cube nach wie vor auf die klassische Hyperglide XT mit zwölf Gangabstufungen.

Selbst bei mittlerer Unterstützung und variierendem Fahrprofil sind etwa 100 Kilometer problemlos möglich. Wer sparsamer fährt und den Motor nur minimal nutzt, kann sogar noch deutlich weiter kommen. Dazu arbeitet der neue Motor leiser und reagiert spürbar sensibler auf den Pedaldruck, als das Vorgängermodell.

Zudem bietet der neue Bosch Performance Line CX über 25 km/h nahezu keinen Widerstand. Kurz gesagt: Hier bleiben keine Wünsche offen. Eine noch wertigere Ausstattung würde funktional fast keine Vorteile mehr bringen.

Komponente Spezifikation
Schaltung Shimano XT (12-fach)
Übersetzung 38 / 10 - 51 Zähne
Bremsen Shimano XT (Vierkolben)
Reifen Schwalbe Marathon Efficiency, 55 mm
Lichtanlage Acid Front Light 150, Acid Mudguard Rear Light
Gepäckträger Acid, 25 kg
Gabel Fox 34 AWL

Auf dem Cube sitzt man wie auf einem Thron: Souverän und komfortbetont. Das Rad fällt groß aus, bei der Geometrie lässt sich Cube vom Mountainbike inspirieren. Der Lenkwinkel ist etwas flacher, der Radstand etwas länger als üblich.

Das bringt einen stoischen Geradeaus-Lauf, im wuseligen Stadtverkehr hätten wir uns etwas mehr Agilität gewünscht. Im Zweifel besser zum kleineren Rahmen greifen! Sonst macht das Cube eine gute Figur, die fein profilierten Reifen rollen gut auf Asphalt, sind auf Schotter aber nicht erste Wahl.

Bewertung des Cube Kathmandu Hybrid SLX 800

  • Stärken: Hohe Fahrstabilität, Guter Komfort, Exzellente Ausstattung, Starke Reichweite
  • Schwächen: Könnte handlicher sein, Schutzblech hinten etwas kurz

Weitere Cube Modelle im Überblick

Cube gehört sicherlich zu den beliebtesten Fahrradmarken hierzulande. Nach namhaften Herstellern wie Bergamont, Stevens, Diamant oder Rose verkauft auch das bayerische Unternehmen eine Vielzahl an Modellen für jeden Fahrertyp, auch E-Bikes. Der nach eigener Auskunft marktführende Hersteller im mittleren und hochwertigen Mountainbike- und Rennradsegment steht für seine breite Produktpalette, Widerstandsfähigkeit und lange Herstellergarantien.

Besonders stolz ist man bei Cube auf die Verschmelzung von niederigen Rahmengewichten und Steifigkeit beim Karbonrahmenbau.

Spezialist für Leichtbau und Stabilität

Paradebeispiel und Flaggschiff aus dem All-Mountainbike-Sortiment ist das Cube Stereo 120 Super HPC SLT 29, mit dessen superleichtem Gesamtgewicht von unter 10-Kilogramm die Bayern Neuland in Sachen Leichtigkeit trotz Stabilität betreten haben wollen.

Als „Marathon-Bolide“ eröffne es dem Besitzer einen weit größeren Einsatzbereich als nur den Renneinsatz (Ride 1/2014), aus Sicht der Mountainbike (12/2013) ist der "Mix aus Race-typischem Leichtbau mit viel Federweg und komfortabler Sitzposition“ im Einsatzbereich hingegen etwas schmal.

Schon die Modelle der erfolgreichen AMS-Produktfamilie fuhren Bestnoten ein, Marathon-Fahrer auf dem AMS 100 Super HPC 29, Tourer und All-Moutain-Pedalisten auf dem AMS 120 HPA 29; mit dem AMS 130 und 150 HPA holt Cube zwei neue Akteure aus der 27,5-Zoll-Reifengröße ans Startgatter, die „Fahrspaß pur vermitteln“.

Eine Zugnummer ist das Cube Elite, das die Bayern als Race-Maschine mit Carbon-Rahmenfertigung in Perfektion ins Rennen schickt (zum Elite Super HPC SLT 29) und das „kein überflüssiges Gramm an Bord hat“.

Das Fritzz schicken die Bayern als erzstabiles Bike mit der Nähe zum Freerider auf die Bühne (Mountainbike 5/2014 zum Fritzz 160 HPA TM 27,5), und das Hanzz vertritt Cube für das potente Downhill-Segment mit Free Trail Control System.

Cube Road Race: Strikte Diät durch Leicht-Strategie

Das Auffälligste am Cube-Sortiment sind sicherlich Bikes mit Leichtbau-Carbon-Rahmen, die ohne die typische Bruchgefahr auskommen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Mountainbikes - mit allen Unterarten wie Competition, Freeride/Downhill, Touring, Alpencross und Allmountain -, das Rennsegment unterfällt in die Produktfamilien Litening, Agree, Peloton und Cross Race.

Bei den Serien Litening Super HPC und Agree GTC setzt man auf elektronische Schaltkomponenten, die auch für überzeugte Anhänger mechanischer Schaltungssysteme interessant sein dürften, da dieses System beide Schaltungssysteme zulässt.

Auch hier wird die Leicht-Strategie sehr strikt verfolgt - mit schlanken Rohrteilen, der Minimierung von Fertigungstoleranz und Vermeidung von überflüssigem Material. Lohn der Diät sind Leicht-Athleten wie das 9,4 leichte Carbonrad AMS 100 Super HBC SLT.

Dass Cube-Räder auch optisch punkten, soll nicht unerwähnt bleiben.

Cube Touring One im Detail

Getestet wurden 12 Fahrräder mit 20-Zoll-Laufrädern, geeignet für Kinder im Grundschulalter - alle mit verkehrssicherer Ausstattung. Nur drei Modelle konnten die Warentester rundum überzeugen, darunter auch das günstigste - ein Rad von Decathlon.

Es ist vor allem das stabile, souveräne Fahrverhalten, das die Tester sofort für das Cube einnimmt. Man sitzt leicht aufrecht, dabei stets entspannt und bequem, der breite Lenker steht leicht über Sattelniveau und liegt gut in der Hand.

Ein massiver Verstellvorbau ermöglicht eine bis zu 90 Millimeter höhere Lenkerposition, falls erwünscht. Durch die solide Auslegung aller Komponenten bleiben der stark belastete Lenkkopf und das Cockpit des Cube Touring One ruhig und verwindungsfrei.

Großvolumige, profilierte Rahmenrohre mit sauber gelegten Schweißnähten machen den Rahmen verwindungssteif und fahraktiv. Es ist, in anderer Farbstellung, derselbe Rahmen, der in der gesamten Touring-Serie, also auch in den teureren Modellen, verwendet wird.

Das Rad in der Praxis

Die farblich passend lackierte, einfache Federgabel mit Stahlfedern, -stand- und -schaftrohren bringt mit ihrem relativ hohen Gewicht eine gewisse Lenkträgheit ins Spiel. Doch sie arbeitet, zumindest im Neuzustand, so unauffällig und effizient wie die solide konstruierte Teleskop-Sattelstütze mit Stahlfederdämpfung unterm Tester-Hinterteil.

Ruppige Schotterstrecken oder Kopfsteinpflaster bewältigt das Cube Touring One, ohne seinen Fahrer oder die Fahrerin allzu sehr durchzurütteln. Dazu tragen auch die großzügig breiten 47-Millimeter-Reifen von Schwalbe bei.

Ihr Blockprofil läuft ruhig auf geteerten Fahrbahnen, liefert aber auch auf Schotterstrecken zuverlässigen Seitenhalt und Vortrieb. Mit einer Dreifach-Kurbel und einem Achter-Ritzelpaket bietet die Kettenschaltung eine Übersetzungsbandbreite von 492 Prozent - genug, um auch in hügeligem, sogar bergigem Terrain immer einen passenden Gang zu finden.

Details des Cube Touring One

Einschränkungen gegenüber höherwertigen Schaltungen findet man an der Kurbel: Die drei Kettenblätter sind miteinander vernietet statt verschraubt und fest mit der Kurbel verpresst. Zwar nutzen sich die Stahl-Zahnräder nicht so schnell ab wie die teureren Alu-Blätter. Im Verschleißfall muss man jedoch den kompletten Kurbelsatz anstelle einzelner Kettenblätter tauschen.

Die Kassette bietet drei Gänge weniger als aktuelle Top-Trekking-Gruppen. Der Übersetzungsumfang reicht aus, doch die einzelnen Gangsprünge sind größer als bei höherwertigen Schaltgruppen.

Quer über alle Modellvarianten hinweg verwendet Cube am Touring One dieselben schwingungsarmen Hausmarken-Schutzbleche, standfeste Hinterbau-Ständer und einen voll reisegepäcktauglichen Gepäckträger. Hier ist man also auf Augenhöhe mit deutlich teureren Modell-Versionen.

Einzig Nabendynamo und Frontleuchte stammen aus billigerer Quelle. Letztere bietet ein zwar schmales, aber auch auf unbeleuchteten Straßen brauchbares Leuchtfeld.

Der Preis der Dinge

Das Cube Touring One ist durch günstigere Komponenten spürbar schwerer als seine höherwertig ausgestatteten, teureren Geschwister. Mit gut 17 Kilo liegt es aber noch in einem Bereich, mit dem gut umzugehen ist.

Die günstige Schaltung bringt neben Mehrgewicht gröbere Gangsprünge, weniger feine Bedienbarkeit und leicht erhöhten Wartungsaufwand mit sich. Doch insgesamt überwiegen positive Faktoren, die hohen Nutzwert in Alltag, auf Touren und Reise bieten.

Vor- und Nachteile

  • Plus: Ausgereifter Rahmen; hohe Stabilität und Fahrsicherheit; sehr hohe Vielseitigkeit
  • Minus: Kettenschaltung mit großen Gangsprüngen; Kettenblätter nicht einzeln austauschbar; relativ schwer

Wichtige Details des Cube Touring One

  • Preis: 749 Euro
  • Rahmengrößen: Herren: 46, 50, 54, 58, 62 cm; Damen: 45, 46, 49, 50, 53, 54 cm
  • Gewicht Testrad: 17,1 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 140 kg
  • Rahmen: Alu, geschweißt
  • Gabel: Suntour NEX 28, Stahlfeder, -standrohr, -schaft; 63 mm
  • Schaltung: Shimano Acera, Tourney
  • Übersetzung: 48, 36, 26/12-32 Z., 3 x 8 Gänge, 492%
  • Bremsen/ø: Shimano BR-M200 Disc/160 mm
  • Reifen: Schwalbe Range Cruiser 47-622
  • Lichtanlage: Cube Shiny 50 LED, Acid Rücklicht, Shimano DH-3D37 Nabendynamo

Fazit zum Cube Touring One

Trotz notwendiger Händlermarge besteht die Fachhandelsmarke Cube im Wettbewerb mit Direktvertriebs-Anbietern: Das Basismodell Touring One profitiert von Konzept und Technik seiner teureren Schwestermodelle.

Weitere getestete Trekkingräder

Besonders gut traten Trekkingräder von Ghost, Kalkhoff, Cube, Raymon und Giant hervor. Sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit und Komfortabilität. Die Tourenfähigkeit, die Alltagstauglichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben dabei nicht auf der Strecke. Unter den getesteten Rädern befinden sich außerdem E-Trekkingbikes.

Hier eine kurze Übersicht über einige weitere getestete Trekkingrad-Modelle:

  • Ghost Urban Asket: Agil und robust für die Stadt, mit sportlicher Sitzposition und direktem Lenkverhalten.
  • Giant AllTour SLR 1: Ein zuverlässiger Allrounder mit hoher Zuladungskapazität, ideal für Touren mit viel Gepäck.
  • Liv Thrive Advanced GX: Speziell für Frauen konstruiert, bietet es hohen Komfort und eine optimierte Kraftübertragung.
  • Koga Colmaro Sports: Ein Speedcruiser, der sportliche Performance mit Komfort vereint, ideal für Kurztrips und die Stadt.
  • Giant Fastroad AR Advanced 1: Ein Allrounder, der Mountainbike-Robustheit mit Rennrad-Agilität und Gravel-Vielseitigkeit kombiniert.
  • Koga F3 5.0: Holländische Eleganz trifft auf sportliche Agilität, ideal für den Alltag und schnelle Touren.
  • Diamant Rubin Legere: Vereint Sportlichkeit mit Tourkomfort und Vielseitigkeit, ideal für dynamische Stadtflitzer und ausgedehnte Touren.
  • KTM Life Style: Ein Trekkingrad mit stilvollem Design und Komfort für lange Touren und gutem Preis-Leistungsverhältnis.
  • KTM Life Tour: Ein Damen-Trekkingbike, das Stil mit Leistung kombiniert, perfekt für komfortorientierte Touren und Fahrerinnen.
  • Diamant Ubari Super Deluxe: Ein attraktives Trekkingrad, das mit seiner modernen Optik und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.
  • Raleigh Rushhour 7.0: Ein leichtes, sportlich konzipiertes Trekkingrad für Damen, das mit Top-Komponenten ausgestattet ist.

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