Cube ist einer der größten Fahrradhersteller Europas, und die Einsteiger-Bike-Line mit dem AIM zählt zu den Steckenpferden der Bayern. Viele, vor allem junge Biker träumen von einem Fully zum Trails shredden.
Cube Stereo Hybrid 140 TM: Ein E-Mountainbike im Test
Das Stereo Hybrid 140 von Branchenriese Cube ist wohl eines der meistverkauften E-Mountainbikes überhaupt. Die TM-Variante des Klassikers ist traditionell voll auf Trail-Stärke ausgelegt. Das macht sich am Stereo Hybrid 140 besonders bei den Maxxis-Reifen bemerkbar. Super griffiger Maxxgrip-Gummi an Vorder- wie Hinterrad, dazu eine robuste Doubledown-Karkasse im Heck. Das schaffen andere Hersteller selbst bei hochwertigen Enduro-E-MTBs allzu oft nicht. Doch im Grunde ist das 140er-Stereo kein Downhill-Experte. Diesen Part übernimmt das neue, sportlichere und leichtere One55.
Die Geometrie des Cube Stereo 140 ist gemäßigt gezeichnet und voll auf Komfort getrimmt. Dazu passt auch das riesige Kiox 500 Display von Bosch, das viele Informationen übersichtlich und gut ablesbar bereitstellt, inklusive Navigationsfeatures. Doch puristische Biker könnten sich an der sperrigen Optik stören. Auch hier sieht man: Allroundstärke und ein praller Strauß an Features geht bei diesem Bike vor extremer Sportlichkeit. Der Hauptrahmen aus Carbon verhindert allzu üppige Pfunde, trotz schwerem Akku. Doch mit 24,7 Kilo ist das Bike kein Leichtgewicht.
Interessant: Während die meisten Kontrahenten die Preise deutlich gesenkt haben, ist das Stereo 2024 nach offizieller Preisempfehlung bei nahezu identischer Ausstattung sogar 400 Euro teurer als zum Zeitpunkt unseres letzten Tests des Cube Stereo Hybrid 140 TM im Jahr 2022. Ausstattungsseitig wurde es dabei nur um das Kiox 500 aufgemotzt. In den meisten Shops findet man aktuell aber auch hier satte Rabatte. Vergleichen lohnt sich.
Fakten zum Cube Stereo Hybrid 140 TM
- Motor: Bosch Performance Line CX, 85 Nm max. Drehmoment
- Akku: Powertube, 750 Wh (entnehmbar)
- Rahmenmaterial: Carbon / Alu
- Federweg: 150 / 140 mm
- Laufradgröße: 29 Zoll
- Rahmengrößen: S, M, L, XL
- Preis: 5799 Euro
- Gewicht: 24,7 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung)
- Zulässiges Gesamtgewicht: 135 kg (Herstellerangabe)
Der E-Bike-Antrieb
Cube setzt traditionell auf Bosch-Motoren. Und der dynamisch-kräftige Performance Line CX passt gut in das Stereo. Die Modulation ist top, die Kraftentfaltung spritzig. Gerade in schwierigen Anstiegen spielt er seine Stärke voll aus. Der 750er-Powertube schiebt das Bike auf eine extrem starke Reichweite, sorgt aber auch für ein höheres Gesamtgewicht des Bikes. Denn der Akku wiegt satte 4,3 Kilogramm.
Die Batterie steckt hinter einem separaten Cover im Unterrohr, ist mit einem Schloss gesichert und kann unkompliziert nach vorne herausgeklappt werden. Mit dem Kiox 500 verbaut Cube ein riesiges Display, das über die LED-Remote am Lenker bedient werden kann. Am Screen dieser Größe funktioniert auch die Navigationsansicht sehr gut.
Die Geometrie
Das Chassis des Cube Stereo Hybrid 140 setzt auf gemäßigte Geometriewerte. Der Lenkwinkel ist vergleichsweise steil, der Sitzwinkel eher flach. Reach und Radstand fallen mittellang aus. Die längeren Kettenstreben polen das Bike auf Fahrsicherheit, ein hoher Vorbau bockt das Cockpit auf. Dadurch wird die Sitzposition betont komfortabel. Durch die integrierte Zugführung können zudem nicht alle Spacer unter dem Vorbau entfernt werden. Um die Front markant abzusenken, braucht es also gröbere Umbaumaßnahmen wie einen andern Vorbau und Lenker.
EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L)
- Sitzrohrlänge: 450 mm
- Radstand: 1255 mm
- Reach: 465 mm
- Stack: 643 mm
- Lenkwinkel: 65,5 Grad
- Sitzwinkel: 75 Grad
- Kettenstrebenlänge: 457 mm
Ausstattung des Cube Stereo Hybrid 140 TM
- Gabel / Dämpfer: Fox 36 Performance / Float X Perf.
- Schaltung: Sram GX Eagle, 12-fach, 34; 10-52 Zähne
- Bremsen: Magura MT7, 203/203 mm
- Laufräder: Newmen Performance 30
- Reifen: Maxxis Assegai Exo+ Maxxgrip, 29 x 2,5'' / Minion DHRII DD Maxxgrip, 29 x 2,4''
- Besonderheiten: Nur 150 mm Hub an der Telestütze, großes Kiox 500-Display
Praxistest: So fährt sich das Cube Stereo Hybrid 140 TM
Hier wird Komfort großgeschrieben! Die Sitzposition ist eher kompakt, und das Cockpit thront weit oben, Streckbankgefühle kommen definitiv nicht auf. Das Fahrwerk saugt Unebenheiten gierig auf. Dazu kommt die griffige und stabile Reifenkombi von Maxxis, die mit niedrigem Luftdruck gefahren werden kann und förmlich am Boden klebt. So treckert man recht gelassen durchs Gelände - auch ohne Profi-Fahrtechnik. Auf Flachpassagen und asphaltiertem Untergrund zieht der weiche Hinterreifen einiges an Akku, denn er rollt zäh.
Wer bergauf die Grenzen des Machbaren ausloten möchte, würde sich mehr Gegenhalt von der Heckfederung und eine zentralere Position wünschen. Doch das Cube Stereo klettert grundsolide. Solange es nicht zu steil und stufig wird, behält das Vorderrad gut Bodenkontakt und der Fahrer die Kontrolle. Eine allzu aktive Fahrweise muss man dafür nicht einnehmen - der längeren Kettenstreben sei dank. Traktion, Motor, Steigfähigkeit: Hier gibt’s keinen Grund zum Meckern.
Trails können das Cube Stereo Hybrid 140 TM nicht schocken. Bei gemäßigter Gangart fühlt es sich allerdings wohler, als im extremen Gelände.
Einen ähnlichen Charakter zeigt das TM-Stereo bergab. Der hohe Federungskomfort und die geniale Traktion geben viel Vertrauen. Die griffige Reifenkombi zahlt sich aus, sobald man ins Gelände abbiegt. Erst bei sehr schneller Fahrweise im ruppigen Geläuf sinkt das Sicherheitsempfinden. Die gemäßigte Geometrie mit eher steilem Lenkwinkel begrenzt Laufruhe und Nehmerqualitäten, wenn man es im schweren Gelände laufen lassen will. Auch die fluffige Fox-Gabel ist eher auf Komfort getrimmt. Hier gibt es stärkere, weil sportlicher ausgerichtete Kandidaten im Testfeld.
Deutlich wohler fühlt sich das Bike, wenn man es eher gemütlich angehen lässt. Dann lässt es sich sicher und intuitiv auch schwierigere Abfahrten hinabbewegen. Angenehm: Der gediegene Charakter macht das Bike nicht zur trägen, lahmen Ente. Zwar gibt es auch in Sachen Agilität und Spritzigkeit bessere Konkurrenz, doch das Cube bleibt auf gemäßigten Trails spaßig und angenehm steuerbar.
EMTB-Bewertung des Cube Stereo Hybrid 140 TM
Stärken:
- Hoher Fahrkomfort und unkompliziertes Handling
- Viel Fahrsicherheit
- Starke Reichweite
- Gute Ausstattung
Schwächen:
- Kein Gelände-Extremo
- Geringer Hub der Teleskopstütze
- Motor klappert
Reichweitenstark und komfortabel - so sammelt das Cube Stereo massig Punkte in der Tourenwertung. Auch im Gelände bringt es eine solide Vorstellung und leistet sich keinen Patzer.
Cube: Spezialist für Leichtbau und Stabilität
Besonders stolz ist man bei Cube auf die Verschmelzung von niedrigen Rahmengewichten und Steifigkeit beim Karbonrahmenbau. Paradebeispiel und Flaggschiff aus dem All-Mountainbike-Sortiment ist das Cube Stereo 120 Super HPC SLT 29, mit dessen superleichtem Gesamtgewicht von unter 10-Kilogramm die Bayern Neuland in Sachen Leichtigkeit trotz Stabilität betreten haben wollen.
Schon die Modelle der erfolgreichen AMS-Produktfamilie fuhren Bestnoten ein, Marathon-Fahrer auf dem AMS 100 Super HPC 29, Tourer und All-Moutain-Pedalisten auf dem AMS 120 HPA 29; mit dem AMS 130 und 150 HPA holt Cube zwei neue Akteure aus der 27,5-Zoll-Reifengröße ans Startgatter, die „Fahrspaß pur vermitteln“. Eine Zugnummer ist das Cube Elite, das die Bayern als Race-Maschine mit Carbon-Rahmenfertigung in Perfektion ins Rennen schickt und das „kein überflüssiges Gramm an Bord hat“.
Das Fritzz schicken die Bayern als erzstabiles Bike mit der Nähe zum Freerider auf die Bühne, und das Hanzz vertritt Cube für das potente Downhill-Segment mit Free Trail Control System.
Cube Road Race: Strikte Diät durch Leicht-Strategie
Das Auffälligste am Cube-Sortiment sind sicherlich Bikes mit Leichtbau-Carbon-Rahmen, die ohne die typische Bruchgefahr auskommen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Mountainbikes - mit allen Unterarten wie Competition, Freeride/Downhill, Touring, Alpencross und Allmountain -, das Rennsegment unterfällt in die Produktfamilien Litening, Agree, Peloton und Cross Race. Bei den Serien Litening Super HPC und Agree GTC setzt man auf elektronische Schaltkomponenten, die auch für überzeugte Anhänger mechanischer Schaltungssysteme interessant sein dürften, da dieses System beide Schaltungssysteme zulässt. Auch hier wird die Leicht-Strategie sehr strikt verfolgt - mit schlanken Rohrteilen, der Minimierung von Fertigungstoleranz und Vermeidung von überflüssigem Material. Lohn der Diät sind Leicht-Athleten wie das 9,4 leichte Carbonrad AMS 100 Super HBC SLT. Dass Cube-Räder auch optisch punkten, soll nicht unerwähnt bleiben.
Cube Reaction TM One: Trailhardtail im Test
Cube schießt mit seinem neuen Trailhardtail den Vogel ab. Denn für 1100 € liefern die Bayern ein Trailhardtail, dem auf den ersten Blick nichts fehlt. Cube stellt mit seinem neuen Reaction TM One vor allem ein Argument für Trailhardtails ins Rampenlicht. Den Preis. Und das ist wohl für die allermeisten das ausschlaggebende Kaufkriterium. Verdammt sexy für 1100 €.
Viele träumen von Fullys wie dem Stereo One22. Aber vollgefederte Bikes kosten mindestens doppelt so viel. Trotz Kampfpreis lässt sich Cube bei der Qualität und Optik des Rahmens nichts nachsagen. Hier hat sich in der Alu-Verarbeitung in den letzten Jahren wirklich nochmal einiges getan. Cube weiß es, die neuesten Entwicklungen beim Schweißen von Alu-Rahmen perfekt umzusetzen.
Das geschraubte BSA-Tretlager und die Zugverlegung durch das Unterrohr bzw. Details wie die stabil abgestützte Direkt-Mount-Bremsaufnahme am Hinterrad, die ab Werk für eine 180er-Scheibe vorbereitet ist, oder das Gusset im Sitzrohrbereich zeigen, dass man bei Cube die Bedürfnisse der Zielgruppe endlich ernst nimmt. Der Rahmen macht einen deutlich stabileren Eindruck als der alte Reaction TM Rahmen.
Mit 15,5 Kilo ohne Pedale ist das Bike für ein Hardtail schwer. Zwar wiegen andere Trailhardtails in dieser Preisklasse ähnlich viel, aber Fullys wie das Canyon Spectral CF schaffen es mit Dämpfer und mehr Federweg auf das gleiche Gewicht. Normalerweise spart ein Hardtail gegenüber einem Fully ca. 1,5 Kilo Gewicht, weil der Dämpfer und die Gelenke bei einem starren Rahmen wegfallen.
Die Schwalbe-Reifen haben massiv Grip und mit ihrer doppelten Karkasse auch den Pannenschutz, den man sich für ein Trailhardtail vorstellt. Aber sie drücken mit über 1300 Gramm pro Reifen auch ordentlich auf die Waage. Hinzu kommt, dass man die Reifen mit ihrem Drahtkern auch nur mit Schlauch und nicht Tubeless fahren kann. Das ist richtig üppig und das macht das Bike beim Antreten oder im Uphill auch spürbar behäbig. Das Gute an der Sache ist aber auch, dass man hier im Nachgang relativ leicht tunen kann. Denn wenn man den ersten Satz Reifen mal runtergefahren hat, lassen sich mit einem Budget von 80 - 100 € schnell mal ein Kilo Gewicht sparen, ohne dass man an Grip oder Pannenschutz eingebüßt.
Bei den Bremsen lässt Cube nichts anbrennen. Der 4-Kolben-Magura-Bremssattel am Vorderrad ist in Kombination mit der 203 mm großen Scheibe einer der stärksten Stopper, die man sich vorstellen kann. Die Anlage im Heck ist etwas schwächer, aber immer noch absolut ausreichend. Cube investiert hier an der richtigen Stelle.
Die SR Suntour Federgabel hat nicht den Ruf einer Rock Shox oder Fox Gabel, funktioniert aber auf dem selben Niveau wie die günstigen Gabeln der Marktführer im Highend Segment. Wichtig ist vor allem, dass die Gabel mit einer Luftfeder, und nicht mit einer Stahlfeder arbeitet. So manche Gabel in diesem Preissegment macht das nämlich noch. Die Luftfeder hat den Vorteil, dass ich mit einer einfachen Gabelpumpe die Federhärte an mein Körpergewicht oder meine Vorlieben auf dem Trail anpassen kann. Außerdem ist sie deutlich leichter als die Stahlfedergabel.
Bei der Geometrie geht Cube endlich den richtigen Weg. Mit dem neuen Rahmen ist Cube im Trailhardtail Game angekommen. Mit dem 65 Grad Lenkwinkel trifft man den Nagel auf den Kopf.
Das Bike ist nicht super quirlig, sondern schlägt sich tendenziell eher auf die laufruhige Seite. Das Zusammenspiel aus den soliden Reifen, der gelungenen Geo und den Bremsen schafft es selbst dann, wenn es richtig knifflig wird, ein sicheres Fahrgefühl aufzubauen.
Für 400 € mehr liefert Cube das Reaction TM Pro. Das Bike hat denselben Rahmen, ist aber besser ausgestattet und wiegt über 1 Kilo weniger. Achtung: Die Reaction Bikes ohne den Modellzusatz TM haben zum Verwechseln ähnliche Modellnamen, mit nur 100 mm Federweg aber eine ganz andere Ausrichtung.
Mountainbike (29 Zoll) Vergleich 2025
Die besten Mountainbikes 29 Zoll: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
| Modell | Verarbeitungsqualität | Schaltung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Bergsteiger Kodiak | Gut | 21 Gänge | viele Gänge, Full Suspension, auch in Weiß erhältlich | relativ instabiles Design |
| Bergsteiger Canberra | Gut | 21 Gänge | Schutzbleche, mit Licht und Reflektoren, robuster Stahlrahmen, auch in Glossy Grün erhältlich | keine Vollfederung |
| Licorne Bike Effect | Gut | 21 Gänge | langer Federweg, 21-Gang Shimano Schaltung, mit Schnellspannern | verhältnismäßig hohes Eigengewicht |
| Berlin Bike MTB1 | Hervorragend | 21 Gänge | mit Scheibenbremsen, hohe Anzahl der Gänge, hohe Verarbeitungsqualität | nicht vollgefedert |
| Bergsteiger Detroit | Hervorragend | 21 Gänge | viele Gänge, stabil und langlebig, inkl. Klingel und Fahrradständer, schnelle und einfache Montage | keine weiteren Rahmengrößen verfügbar |
Mountainbikes 29 Zoll-Kaufberatung
Das Wichtigste in Kürze
29-Zoll-Mountainbikes werden immer beliebter. Die großen Reifen bieten dabei einige interessante Vorteile, zu denen vor allem höherer Komfort, bessere Sicherheit sowie ein stärkerer Grip im Vergleich zu 27,5-Zoll-Modellen gehören.
Die Schaltung ist ein wichtiges Indiz für die Wertigkeit eines Mountainbikes. Nur wenige wissen, dass nicht die Anzahl der Gänge, sondern die Wertigkeit der Schaltgruppe über Qualität, Stabilität und Präzision des Fahrrads entscheidet.
Auch die Bremsen spielen bei MTBs mit 29-Zoll-Laufrädern eine wichtige Rolle. Achten Sie darauf, dass Ihr Bike im Idealfall mit modernen Scheibenbremsen ausgestattet ist.
Mountainbike-Typen im Überblick
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind auf der einen Seite zwar z. T. erheblich (alleine schon beim Gewicht), auf der anderen Seite sind es bei bestimmten Bauformen jedoch nur Nuancen, die ähnliche Kategorien von 29-Zoll-Mountainbikes voneinander abgrenzen. Aus diesem Grund haben wir von Vergleich.org eine allgemeinere Methode gewählt, bei der wir die Bikes vor allem nach der Art ihrer Federung in drei Gruppen eingeteilt haben:
Full-Suspension (Fully): Ist das 29-Zoll-Mountainbike ein Fully, handelt es sich um ein vollgefedertes Fahrrad mit 29-Zoll-Laufrädern. Ein MTB-Fully mit 29-Zoll-Reifen hat neben einer Federgabel also auch einen gefederten Rahmen.
Hardtail: Die zweite große Variante ist das 29-Zoll-Hardtail-Mountainbike mit nur einem Federelement. Im Gegensatz zum Fully ist ein Hardtail-MTB mit 29-Zoll-Reifen nur mit einer Federgabel ausgestattet.
Rigid: Ein Rigid-Mountainbike kommt sowohl vorn als auch hinten ohne Federelemente aus. Es handelt sich bei diesen Rädern um frühe Formen von MTBs und um Spezialräder mit beschränkten Einsatzbereichen.
Verarbeitungsqualität: Kommt es auf hochwertige Komponenten an?
Komponenten wie Schaltung oder Bremsen sollten hochwertig und langlebig sein. Egal, ob Sie ein MTB einer unbekannten Marke oder ein Bike mit 29-Zoll-Laufrädern eines bekannten Herstellers bevorzugen - achten Sie stets auf die Verarbeitungsqualität.
Schaltung und Gänge: Sind Übersetzung und Schaltgruppe entscheidend?
Mehr Gänge zeichnen eine bessere Gangschaltung aus - eine häufige Fehlannahme, die mit der Realität nur wenig zu tun hat. Ein Mountainbike mit 21 Gängen ist grundsätzlich weder besser noch schlechter als ein Bike mit einer 12-Gang-Shimano oder 24-Gang-Shimano-Schaltung. Für die Wertigkeit einer Schaltung spielt die Gangzahl im Prinzip keine Rolle. Vielmehr kommt es darauf an, zu welcher Schaltgruppe sie gehört.
Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen sind besonders effektiv
An hochwertigen 29-Zoll-Mountainbikes von Scott, Cube, Bulls oder einem anderen namhaften Hersteller werden Sie ausschließlich Scheibenbremsen vorfinden. Klassische Felgenbremsen kommen nur noch im Low-Budget-Segment oder bei Mountainbike-Auslaufmodellen mit 29-Zoll-Reifen zum Einsatz.
Cube AMS One11 C:68 X Pro 29 im Test
Ein Downcountry-Fully, das 12,9 kg wiegt und nach Tempo aussieht - das ist das AMS One11 C:68 X Pro 29 von Cube. Das C:68 X Pro 29 ist das günstigere der zwei AMS-One11-Downcountry-Fullys, die sich vielseitig fahren lassen sollen.
Fahreindruck Cube AMS One11
Mit 12,9 kg ist das AMS One11 nicht super leicht, was etwas schwereren Parts wie der Gabel geschuldet ist. Trotzdem kraxelt man mit dem Carbon-Fully flott, ja sogar leichtfüßig! Hier punktet die sportive Sitzposition mit flachem Sitzwinkel. Dennoch mittig und mit viel Druck am Vorderrad nimmt man Platz. Das Viergelenk-Heck wippelt leicht. Wer es per Plattform-Hebel strafft, schafft Abhilfe - und klettert Rampen effizient. Ein Ausrufezeichen setzt das AMS One11 bergab: Unterstützt vom neutralen Handling, den Überrollqualitäten der 29-Zöller, guter Fahrwerkstraktion und moderat langen Heck, räubert man beherzt durch steile, selbst gröbere Wurzeltrails! Der flache 66,1-Grad-Lenkwinkel sorgt für Laufruhe.
Cube Reaction C:62 Pro im Test
Carbon-Hardtails mit Shimano-XT-Ausstattung waren lange Zeit ein solides Fundament des Mountainbike-Sports. Fast jeder Biker hatte mal eines im Keller. Nicht unwahrscheinlich, dass dieses dann den Reaction-Schriftzug trug, denn Cubes preiswerte Hardtail-Linie ist auf dem deutschen Markt einer der Klassiker schlechthin.
Um die Erfolgssträhne des Reaction nicht abreißen zu lassen, schärft Cube für 2025 dessen Profil. Eine integrierte Sattelklemme und eine semi-integrierte Zugverlegung mit Eintritt durch den Steuersatz sparen am Kohlenstoff-Rahmen einige Gramm. Auch eine aufgefrischte Geo soll das im Twin-Mold-Verfahren gefertigte Chassis näher an die Spitze der Produktpalette rücken. Mit knapp unter 2000 Euro will das Pro-Modell vor allem ambitionierte Einsteiger und preis-leistungsbewusste Racer abholen.
Details zum Cube Reaction C:62 Pro
- Preis: 1999 Euro
- Einsatzbereich: Crosscountry / Marathon / Tour
- Federweg: 100 mm
- Laufradgröße: 29”
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: 10,6 kg
- Vertriebsweg: Fachhandel
- Garantie: 3 Jahre
- Maximales Systemgewicht: 115 Kilo
- Besonderheiten: C:62-Carbonrahmen, integrierte Sattelklemme
Ausstattung
- Gabel: Rockshox SID SL Base
- Schaltung / Bandbreite: Shimano XT / Deore / 510 %
- Bremsen: Shimano XT / 180/160 mm
- Laufräder: Newmen Performance 30
- Reifen: Schwalbe Racing Ray / Racing Ralph Performance Addix TLR 29 x 2,25
- Sattelstütze / Durchmesser: Newmen Evolution / 27,2 mm
Das neue Cube Hardtail im Praxis-Test
Gut, dass Cube-Kunden die Beratung eines Händlernetzes in Anspruch nehmen können, denn die Wahl der passenden Rahmengröße hat beim Reaction Hardtail ihre Tücken. In L fällt das Sitzrohr kurz. Zur Größe XL klafft jedoch ein Abstand von vollen sechs Centimetern. Ohne Dropper-Post lassen sich die Vorteile eines kurzen Sitzrohres ohnehin kaum nutzen. Obwohl das Reaction seinen Fahrer mit einem tiefen Tretlager gut im Rahmen integriert, fühlt es sich in steilen Abfahrten nicht zu Hause.
Selbstvertrauen spenden dem Piloten des Cube Hardtails im Downhill zwar das 760 Millimeter breite Cockpit mit guten Griffen und die starken Shimano-Bremsen, leider spezifiziert Cube aber Schwalbe Reifen in der einfachen Performance-Variante. Grip und Eigendämpfung sind knapp bemessen. Die preiswerte Rockshox SID Base schont die Handgelenke bei größeren Schlägen, ignoriert aber feine Vibrationen und bietet schnellen Racern zu wenig Paroli in Form einer kontrollierten Dämpfung. In seichtem Gelände gefällt das reaktive Handling des Hardtails. Dank moderatem Lenkwinkel werden Lenkimpulse blitzschnell umgesetzt. Zudem lässt sich das Bike leicht vom Boden lupfen.
In der Ebene rollt das leichte Cube Reaction zügig voran. Die Sitzposition fällt sportlich aber nicht extrem aus. Im dick gepolsterten Sattel überstehen auch Einsteiger ihre ersten längeren Touren. Mit der Alu-Stütze fällt der Sitzkomfort trotz langem Auszug nur mittelmäßig aus. Für den Zwischensprint lässt sich die Federgabel vom Lenker aus blockieren. Auch bergauf trüben die günstigen Reifen das Gesamtbild. Im Wiegetritt erzeugt der schmale Karkassenaufbau auf den breiten Felgen ein unharmonisches Fahrgefühl. Schrauben sich die Rampen in den Himmel, muss der Fahrer wegen der super kurzen Kettenstreben viel Gewicht nach vorne bringen, um effizient zu klettern.
Aus dem Testlabor
BIKE betreibt einen beispiellosen Aufwand zur Vermessung von Mountainbikes. Im Testlabor nehmen wir nicht nur unsere eigene Geometrie-Vermessung vor, sondern ermitteln auch die Seitensteifigkeit des Rahmens getrennt für das vordere Rahmendreieck inklusive der verbauten Gabel (vorne) und dem Hinterbau (hinten). Das Gesamtgewicht versteht sich ohne Pedale, das Laufradgewicht pro Satz mit Reifen, Kassette und Bremsscheiben. Für den Messwert der Laufradbeschleunigung gilt: je niedriger, desto leichter zu beschleunigen.
- Gesamtgewicht: 10,61 kg ohne Pedale
- Gewicht Laufräder: 4441 g
- Beschleunigung Laufräder: 3235 kg x cm²
- Sitzkomfort: 8,4 mm
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