Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625 Test: Komfortabel und Einsteigertauglich

Das Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625 ist ein ausgewogenes und stark ausgestattetes E-Touren-Fully zum fairen Kurs. Es ist komfortabel und einsteigertauglich, auch wenn in hartem Gelände etwas die Fahrsicherheit fehlt.

Schwächen des Cube Stereo Hybrid 140

Zwei wesentliche Schwächen kosten dieses Mal aber Punkte. Nummer eins: das Chassis. Zwar ist der Hauptrahmen aus Carbon, trotzdem bringt das Cube Stereo Hybrid 140 etwas mehr auf die Waage als die Konkurrenz von Canyon, Thok und Giant.

Hinzukommen Mängel bei der Montagequalität, und auch der Speichenmagnet ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Hohe Toleranzen bei einem Lager in der Kettenstrebe führten zu Klappern, der Steuersatz knarzte, Schrauben lösten sich. Da hatte es bei der Montage jemand wohl etwas eilig.

Wie das besser geht, zeigt Cube selbst mit dem neuen Rahmen für Boschs Smart-System, der aber erst in höheren Preisregionen zum Einsatz kommt.

Das mäßige Fahrwerk ist die zweite Schwäche. Es gibt den Federweg etwas bereitwillig frei und bot dadurch in hartem Gelände wenig Reserven. Dafür liefert es auf moderaten Trails viel Komfort.

Der Lenker könnte etwas breiter, Verarbeitung und Montagequalität etwas besser sein. Außerdem fällt das Cube kompakt aus. Im Zweifel lieber zur größeren Größe greifen.

Fahreigenschaften und Komfort

Das passt genauso gut zur komfortablen Auslegung wie die gemäßigte Geometrie. Man sitzt kompakt und aufrecht, die hohe Front entlastet die Handgelenke, ohne dass das Vorderrad bergauf zu früh steigt. Nur das Stevens E-Inception kann dem Cube davonklettern.

Bergab bleibt das Stereo handlich und ist auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten und passiver Fahrweise gut zu kontrollieren. Die Schaltung ist knackig, das Display hochwertig, die Bremse die beste im Test, und auch sonst fällt die Ausstattung besser aus, als bei manch teurerem Kandidaten.

Motor und Antrieb

Außerdem gefallen die Power des Bosch-Motors und das unkomplizierte Handling. Boschs Performance CX4 (85 Nm) steckt in Cube und Stevens und liefert bei hoher Eigenleistung die Spitzenleistung im Testfeld. Außerdem lässt sich die Kraft im E-MTB-Modus gut dosieren.

Auf die aktuelle Spitzen­technik des Smart-Systems und das Feintuning der Unterstützungsstufen muss man aber verzichten.

Integration

Endlich steckt auch bei den meisten günstigen Bikes der Magnet für den Speed-Sensor in der hinteren Bremsscheibe. Nur Cube setzt weiterhin auf einen veralteten und anfälligen Speichenmagneten.

Technische Daten

Allgemein
Preis 4399 Euro
Messwerte
Reichhöhe 1) 1630 (+0) hm
Durchschnittsgeschwindigkeit 13,4 km/h
Gewicht 2) 25,1 kg
Größen / Rahmenmaterial S / M / L / XL / Carbon / Alu (getestet in L)
Ausstattung
Zul. Gesamtgewicht 3) 135 kg
Gabel / Dämpfer Rockshox 35 Silver TK / Rockshox Deluxe Select+
Federweg (v. / h.) 140 mm / 140 mm
Teleskopstütze Cube Dropper, 150 mm
Bremse / Disc Ø (vorne / hinten) Shimano MT520 / 203 mm / 203 mm
Laufräder Shimano MT400-Naben; Cube EX30 TR-Felgen
Reifen Nobby Nic Performance, 29 x 2,60"

1) Die Reichhöhe wurde bei standardisierten Messfahrten an einem Asphaltanstieg mit 12,2 Prozent Steigung ermittelt. Höchste Unterstützungsstufe, 150 Watt Tretleistung des Fahrers, Fahrergewicht inkl. Ausrüstung 90 kg. In Klammern die Höhenmeter im deutlich gedrosselten Notlauf-Modus. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bezieht sich auf die Fahrt bei voller Unterstützung.

2) Ermittelt an den Prüfständen im EMTB-Testlabor, Gewicht ohne Pedale. Akku-Gewicht ggf. inkl.

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