Cube Mountainbike Schutzblech Test: Schutz vor Matsch und Spritzwasser

Mountainbiker teilen sich im Winter oder bei schlechtem Wetter in zwei Gruppen: Gruppe eins kämpft im Wald gegen rutschige Wurzeln und Schlamm, während Gruppe zwei lieber mit einem Tee auf der Couch chillt oder lieber andere Sachen wie Schwimmen oder Bouldern ausprobiert.

Schlammpackungen im Gesicht beschränkt ihr aber lieber auf das Wellnessstudio? Dann solltet ihr euch einen Mudguard für euer MTB zulegen. Wir haben die spannendsten Modelle für euch getestet, um zu sehen, worauf es bei einem Mudguard ankommt und ob die Parts halten, was sie versprechen.

Per Kabelbinder oder Klett im Nu montiert sind Mudguards die unauffällige, aber zuverlässige Alternative zum klassischen Schutzblech für Mountainbiker, die sich vor Matsch und Spritzwasser schützen wollen.

Anforderungen an einen Mudguard

Die mit Abstand wichtigste Anforderung an einen Mudguard ist das Sauberhalten von Gesicht und Augen. Was fast genauso nervt, wie Matsch im Auge, ist ein lautes Rad.

Darum sollten die Mudguards weder klappern noch irgendwelche anderen Geräusche von sich geben. Ein fester Sitz des Mudguards sollte aber nicht mit einer langen und aufwendigen Montage verbunden sein.

Damit eure Federgabel trotz der schlammigen Bedingungen etwas geschützt wird, sollte der Mudguard zudem möglichst keinen Dreck an eure Dichtungen lassen.

Auch das Material spielt eine große Rolle. Es sollte so flexibel sein, dass der Mudguard bei einem Crash nicht gleich bricht, aber steif genug, dass er sich bei einer Ausfahrt nicht verbiegt, dadurch den Mantel berührt und zu schlagen beginnt.

Der Kunststoff kann bei so einem einfachen Teil ohne größere Mehraufwand aus recycelten Plastik sein.

Vor- und Nachteile von Mudguards

  • Vorteile:
    • Schutz von Gesicht und Augen vor Schmutz
    • Schutz der Federgabeldichtungen
    • Unauffällige Optik (bei kleinen Modellen)
    • Einfache Montage (bei Klett- oder Kabelbindervarianten)
  • Nachteile:
    • Geringerer Schutz als klassische Schutzbleche (bei kleinen Modellen)
    • Mögliches Klappern
    • Beschädigung des Gabellacks (bei verzurrten Modellen)

Getestete Mudguards im Überblick

Hier eine Übersicht von vier getesteten Mudguards:

  • SKS Flap Guard Design
    • Preis: 9,99 Euro
    • Gewicht: 45 Gramm
    • Montage: 4 von 6 Punkten
    • Schutz: 4 von 6 Punkten
    • Beschreibung: Muss erst in Form gebogen werden, Montage etwas fummelig. Durch die verlängerte Front wird Spritzwasser gut vom Gesicht abgehalten.
  • Mudhugger Front Race Long
    • Preis: 29,95 Euro
    • Gewicht: 80 Gramm
    • Montage: 5 von 6 Punkten
    • Schutz: 6 von 6 Punkten
    • Beschreibung: Größer und robuster, hält Schmutz sehr zuverlässig vom Körper fern und bietet auch für die Beine und den Oberkörper ein gewisses Maß an Schutz.
  • Cube LATZZ Enduro
    • Preis: 9,95 Euro
    • Gewicht: 19 Gramm
    • Montage: 6 von 6 Punkten
    • Schutz: 3 von 6 Punkten
    • Beschreibung: Lässt sich besonders schnell und ohne Werkzeug an die Federgabel kletten. Dennoch finden immer wieder Matschspritzer ihren Weg ins Gesicht.
  • Rock Guardz Mudguardz PG350
    • Preis: 19,99 Pfund
    • Gewicht: 60 Gramm
    • Montage: 5 von 6 Punkten
    • Schutz: 5 von 6 Punkten
    • Beschreibung: Schützt das Gesicht besonders gut vor Matschpickel. Die Staubdichtungen an der Gabel werden zuverlässig geschützt, der Oberkörper eher weniger.

CUBE Acid MTB-Schutzbleche Montageanleitung

Dieser Artikel erklärt die Montage von CUBE Acid MTB-Schutzblechen an den Aluminium-Hardtails wie z.B. Reaction, Attention oder Access Modellen. Im Wesentlichen haben alle MTB-Aluminiumrahmen von CUBE die gleiche Aufnahme, sodass diese Anleitung für diese Modelle zutrifft.

Varianten der Schutzbleche:

CUBE bietet die Acid MTB-Schutzblechsets in zwei Breiten an. 65 Millimeter Breite eignen sich für Hardtails ohne Motor und 75 Millimeter passen am besten zu E-Bikes. Zusätzlich zu den beiden Breiten stehen noch zwei Befestigungs-Optionen zur Auswahl. ST- und BB Mount stehen als Kürzel für “Seat Tube”, also Sitzrohr-, und “Bottom Bracket”, also Tretlageraufnahme. Um zu prüfen, welche Variante du für dein Bike benötigst, musst du checken, ob sich zwischen den beiden Kettenstreben im Tretlagerbereich eine Gewindeaufnahme befindet. Ist diese vorhanden, passt das BB Mount-Schutzblech. Fehlt das Gewinde an der Stelle, musst du das ST-Mount Schutzblech verwenden.

Montage Schutzblech vorne:

Wir fangen mit der Montage des vorderen Schutzblechs an. Da die meisten Mountainbike-Gabeln keine Möglichkeit bieten, das Schutzblech an der Gabel zu verschrauben, liegen dem Schutzblech-Set gummierte Halterungen bei, die an der Krone und den Holmen der Gabel befestigt werden.

Oben ist das Schutzblech simpel und effektiv mit zwei Kabelbindern und einer Gummilasche an der Gabelkrone fixiert. Damit das Ganze ordentlich aussieht, solltest du die Köpfe der Kabelbinder am besten so weit wie möglich nach hinten schieben.

Um die Verstärkungsstrebe am Schutzblech befestigen zu können, musst du am unteren Ende einen kleinen Clip in das Schutzblech drücken. Durch eine 90 Grad Drehung schnappt die Strebe in die Halterung des Clips.

Zwei Klemmen dienen zur Fixierung der Strebe an den Holmen der Gabel. Damit das Schutzblech im richtigen Abstand zum Reifen sitzt, muss die Länge der Strebe angepasst werden. Taste dich am besten Schritt für Schritt an die korrekte Länge der Streben heran. Im Optimalfall hast du eine Eisensäge zuhause, mit der du die Streben kürzen kannst.

Im Notfall funktioniert auch ein Bolzenschneider, doch Vorsicht! Schütze deine Augen vor den Enden der Streben, die du abtrennst. Ein wenig Toleranz zur Verstellung der Streben ist zwar in den beiden Klemmen vorhanden, allerdings solltest du relativ genau arbeiten und auf keinen Fall zu viel abtrennen.

Montage Schutzblech hinten

Für die Montage des hinteren Schutzblechs werden ein paar mehr Werkzeuge und handwerkliches Geschick gefordert, doch wenn du dieser Anleitung folgst, sollten auch diese Schritte keine große Herausforderung darstellen, selbst wenn du ungeübter Schrauber bist. Im ersten Schritt wird das Schutzblech im Tretlagerbereich montiert. Jetzt kommen die beiden verschiedenen Varianten ins Spiel. BB-Mount wird mit einer Schraube im Tretlagerbereich angebracht und ist damit direkt in der richtigen Position.

Bei der ST-Variante wird ein halbrunde Schelle ins Schutzblech geklipst, die wiederum mit einem Gummi um das Sitzrohr fixiert wird. Beim ST-Mount ist die richtige Höhe der Befestigung zu beachten, da ein zu niedrig angebrachtes Schutzblech bei der Montage eines Gepäckträgers zu Problemen führen kann. Als Richtwert würden wir empfehlen, dass der Gummi des unteren Halters knapp oberhalb der Flaschenhalterschrauben liegt.

Möchtest du keinen Gepäckträger montieren, werden als nächstes die Halter für die Verstärkungsstrebe montiert. Diese werden von innen in die Ausfallenden des Bikes geschraubt. Damit du diesen Schritt problemlos durchführen kannst, solltest du das Hinterrad ausbauen. Sind die beiden Halter montiert, muss das Hinterrad wieder eingesetzt werden.

Wie beim vorderen Schutzblech, justierst du nun wieder die Länge der Streben. Achte dabei auf einen gleichmäßigen Abstand zwischen dem Reifen und Schutzblech. Du musst die Streben noch nicht mit den Schrauben klemmen, denn das Schutzblech muss für die weitere Montage noch einmal vom Bike entfernt werden.

Nun fehlt nur noch die Verbindung zur Brücke an den Sitzstreben. Im Lieferumfang sind einige Adapter und Abstandshalter für die unterschiedlichen Rahmengrößen enthalten. Nachdem das Schutzblech schon an den beiden anderen Punkten fixiert ist, kannst du nun ausprobieren, welcher Adapter am besten zwischen Schutzblech und Aufnahmepunkt am Rahmen passt.

Mit einem Bleistift machst du dir nun eine Markierung, wo der Abstandshalter sitzt, damit du an der richtigen Stelle bohren kannst. Demontiere das Schutzblech jetzt noch einmal.

Mit einem 5 Millimeter Bohrer solltest du jetzt so mittig wie möglich an der markierten Stelle durch das Schutzblech bohren. Denk daran: Besser zweimal messen als zweimal bohren.

Zur Verschraubung in der Brücke zwischen den Sitzstreben musst du den kleinen Würfel inklusive Mutter in die vorgesehene Fassung schieben. Nun kannst du das Schutzblech an allen Stellen am Rahmen verschrauben.

Empfehlungen

Für stilbewusste Radfahrer sind Schutzbleche immer noch ein Dorn im Auge. Doch über die Funktion lässt sich nach wie vor nicht streiten. Wer viel als Ganzjahres-Radfahrer unterwegs ist, kommt um eine Anschaffung in unseren Augen nicht drum rum.

Tabelle: Vergleich von MTB-Schutzblechen

Modell Preis (ca.) Gewicht Material Montage Besonderheiten
Unleazhed M02 26,00 € 280 g Leichter Kunststoff mit geschäumtem Kern Klettbinder Geeignet für 24-29 Zoll, innovativer Wasserkeil
Sks Germany Mudrocker Rear 26,00 € - Glasfaserverstärkter Hochleistungskunststoff Gummierte Klettstrapsen Geeignet für 27,5-29 Zoll, umfassender Radschutz
Sks Set Schockklinge + X-Klinge 39,00 € - Kunststoff Quick-Release-Befestigung Geeignet für 26-27,5 Zoll, sehr leichte Montage
Zefal No Mud 25,00 € - - - Sowohl vorn als auch hinten montierbar
SKS GERMANY Shockblade Schutzblechset 46,00 € Vorne: 112 g, Hinten: 239 g Kunststoff Quick-Release-Befestigung Für 28- und 29-Zoll-Reifen, hohe Spritzschutz
Bergsteiger Schutzblech-Set 24,00 € - - - Für 24- bis 29-Zoll-Reifen
Rbrl ‎RL-910F/R 23,00 € - Robuster Kunststoff Werkzeuglose Demontage Für 24- bis 29-Zoll-Reifen, guter Spritzschutz
Spgood Fahrrad Schutzblech Set 17,00 € - Kunststoff - Für 24- bis 29-Zoll-Reifen
Nicedack NK-02FD 12,00 € - - - Universalgröße, für Fahrräder mit Scheibenbremsen
Fischer Spritzschutz-Set 11,00 € - Kunststoff Steckbefestigung Für Fahrräder von 26 bis 29 Zoll
Zefal Deflector FM20 14,00 € - Technopolymerharz Kabelbinder oder Klettverschluss Für Mountainbikes, entwickelt in Kooperation mit Profi-Piloten

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