Cube Trekking Fahrrad Herren 28 Zoll Test: Ein umfassender Überblick

Stellt man so einen Test von Trekkingrädern zusammen, stößt man gelegentlich an Grenzen. Grenzen - die überschritten werden. Denn anders als manch andere Radgattungen sind Trekkingräder nicht Spezialisten, sondern Generalisten.

Die Vielseitigkeit von Trekkingrädern

Nun, zum Pendler- und Alltagsrad taugen Trekkingräder tatsächlich sehr gut. Sie bringen eine regelkonforme Sicherheitsausstattung mit, also eine ausfallsichere Lichtanlage, sichere Bremsen. Anders als die, vergleichbar gerüsteten, Cityräder oder die etwas reduzierten Urbanbikes, meistern Trekkingräder aber eben auch ausgedehntere Touren und bieten dabei oft dank Federgabeln einen guten Komfort. Mit einer insgesamt ausbalancierten Fahrgeometrie sind sie Räder für die meisten Fahrsituationen, ob lange Geraden oder enge Kurvenmanöver, bestens gewappnet.

Technische Details und Ausstattung

So breit das Einsatzfeld von Trekkingrädern allgemein ist, so breit ist auch die Vielfalt innerhalb der Gruppe. Im Test sind die Räder alle mit einer Federgabel ausgestattet, die Kettenschaltung ist eine weitere Gemeinsamkeit. So stellen sie für uns das technische Ideal eines Trekkingrades dar. Moderne, weniger wartungsbedürftige Schaltnaben sind aber zum Beispiel eine der überlegenswerten Variationen. Die Ausstattung ist überwiegend eher einfach. Die Federgabeln stützen sich allesamt auf Stahlspiralen. Auch dadurch werden die Räder schwerer als mit Luftfedergabeln. Der Vorteil ist, dass man sie seltener nachjustieren muss. Einstellen kann man die meisten Stahlfedergabeln im Test ebenfalls, teils auch blockieren.

Aber auch innerhalb der Masse eines Produktes kann es zu Funktionsunterschieden kommen. Das ist gerade bei günstigeren Produkten eher und deutlicher der Fall, weil die Fehlertoleranzen großzügiger betrachtet werden. Bei Federgabeln und Federstützen spürt man das sehr direkt. Es kann also tatsächlich sein, dass wir etwa eine Gabel als sehr gut empfinden, das eigene Rad aber ein ganz anderes Bild vermittelt. Umgekehrt gilt das aber genauso.

Schaltgruppen im Vergleich

Bei den Schaltungen war vor einigen Jahren tatsächlich noch Shimanos Deore-Gruppe verbreitet unter den 1000er-Rädern. Davon konnte man sich nach und nach verabschieden. Alternativ und zunehmend setzen die Hersteller auf Shimanos neue Mittelklasse namens Cues. Die Produkte versprechen eine moderne und zuverlässige Bedienung, eine aktuelle Optik und hohe Robustheit. Ideal für sportive Alltagsräder. Anders als beim etablierten Gruppentrio lassen sich die Gänge mit Zwei-Wege-Hebeln ergonomisch und geschmeidiger wählen. Die Schaltvorgänge stehen denen von höherwertigen Gruppen nur wenig nach.

Im direkten Vergleich - Brennabor hat sein Testrad mit der Deore als 1×10 bestückt - hat eine teiloffene Zugverlegung wie beim Diamant mit Rahmenanschlägen einen deutlicheren positiven Effekt auf die Gangwechseldynamik.

Modelle im Vergleich

Die Räder insgesamt bilden vielleicht zwei Gruppen. So sind das Cube Kathmandu und das Diamant Elan die beiden sportlicheren, dynamischeren Modelle. Die Räder von Brennabor, Compel, Falter und Stevens sind dagegen etwas zurückhaltender, entspannter. Das drückt sich in der Sitzhaltung aus, aber auch im Gewicht. Gewichte und einige etwas hakelige Momente an allen Testrädern zeigen, wo diese Preisklasse ihre Grenzen hat, mit welcher Qualität man hier rechnen darf. Insgesamt ist das immer noch gut und vor allem solide.

Cube Kathmandu: Ein detaillierter Blick

Es ist vor allem das stabile, souveräne Fahrverhalten, das die Tester sofort für das Cube einnimmt. Man sitzt leicht aufrecht, dabei stets entspannt und bequem, der breite Lenker steht leicht über Sattelniveau und liegt gut in der Hand. Ein massiver Verstellvorbau ermöglicht eine bis zu 90 Millimeter höhere Lenkerposition, falls erwünscht. Durch die solide Auslegung aller Komponenten bleiben der stark belastete Lenkkopf und das Cockpit des Cube Touring One ruhig und verwindungsfrei. Großvolumige, profilierte Rahmenrohre mit sauber gelegten Schweißnähten machen den Rahmen verwindungssteif und fahraktiv. Es ist, in anderer Farbstellung, derselbe Rahmen, der in der gesamten Touring-Serie, also auch in den teureren Modellen, verwendet wird.

Das Cube Touring One in der Praxis

Die farblich passend lackierte, einfache Federgabel mit Stahlfedern, -stand- und -schaftrohren bringt mit ihrem relativ hohen Gewicht eine gewisse Lenkträgheit ins Spiel. Doch sie arbeitet, zumindest im Neuzustand, so unauffällig und effizient wie die solide konstruierte Teleskop-Sattelstütze mit Stahlfederdämpfung unterm Tester-Hinterteil. Ruppige Schotterstrecken oder Kopfsteinpflaster bewältigt das Cube Touring One, ohne seinen Fahrer oder die Fahrerin allzu sehr durchzurütteln. Dazu tragen auch die großzügig breiten 47-Millimeter-Reifen von Schwalbe bei. Ihr Blockprofil läuft ruhig auf geteerten Fahrbahnen, liefert aber auch auf Schotterstrecken zuverlässigen Seitenhalt und Vortrieb.

Mit einer Dreifach-Kurbel und einem Achter-Ritzelpaket bietet die Kettenschaltung eine Übersetzungsbandbreite von 492 Prozent - genug, um auch in hügeligem, sogar bergigem Terrain immer einen passenden Gang zu finden.

Einschränkungen und Besonderheiten

Einschränkungen gegenüber höherwertigen Schaltungen findet man an der Kurbel: Die drei Kettenblätter sind miteinander vernietet statt verschraubt und fest mit der Kurbel verpresst. Zwar nutzen sich die Stahl-Zahnräder nicht so schnell ab wie die teureren Alu-Blätter. Im Verschleißfall muss man jedoch den kompletten Kurbelsatz anstelle einzelner Kettenblätter tauschen. Die Kassette bietet drei Gänge weniger als aktuelle Top-Trekking-Gruppen. Der Übersetzungsumfang reicht aus, doch die einzelnen Gangsprünge sind größer als bei höherwertigen Schaltgruppen.

Quer über alle Modellvarianten hinweg verwendet Cube am Touring One dieselben schwingungsarmen Hausmarken-Schutzbleche, standfeste Hinterbau-Ständer und einen voll reisegepäcktauglichen Gepäckträger. Hier ist man also auf Augenhöhe mit deutlich teureren Modell-Versionen. Einzig Nabendynamo und Frontleuchte stammen aus billigerer Quelle. Letztere bietet ein zwar schmales, aber auch auf unbeleuchteten Straßen brauchbares Leuchtfeld.

Preis und Gewicht

Das Cube Touring One ist durch günstigere Komponenten spürbar schwerer als seine höherwertig ausgestatteten, teureren Geschwister. Mit gut 17 Kilo liegt es aber noch in einem Bereich, mit dem gut umzugehen ist. Die günstige Schaltung bringt neben Mehrgewicht gröbere Gangsprünge, weniger feine Bedienbarkeit und leicht erhöhten Wartungsaufwand mit sich. Doch insgesamt überwiegen positive Faktoren, die hohen Nutzwert in Alltag, auf Touren und Reise bieten.

Vor- und Nachteile des Cube Touring One

  • Plus: Ausgereifter Rahmen; hohe Stabilität und Fahrsicherheit; sehr hohe Vielseitigkeit
  • Minus: Kettenschaltung mit großen Gangsprüngen; Kettenblätter nicht einzeln austauschbar; relativ schwer

Details des Cube Touring One

Das Cube Touring One

Preis: 749 Euro

Rahmengrößen: Herren: 46, 50, 54, 58, 62 cm; Damen: 45, 46, 49, 50, 53, 54 cm

Gewicht Testrad: 17,1 kg

Zulässiges Gesamtgewicht: 140 kg

Rahmen: Alu, geschweißt

Gabel: Suntour NEX 28, Stahlfeder, -standrohr, -schaft; 63 mm

Schaltung: Shimano Acera, Tourney

Übersetzung: 48, 36, 26/12-32 Z., 3 x 8 Gänge, 492%

Bremsen/ø: Shimano BR-M200 Disc/160 mm

Reifen: Schwalbe Range Cruiser 47-622

Lichtanlage: Cube Shiny 50 LED, Acid Rücklicht, Shimano DH-3D37 Nabendynamo

MYBIKE-Note: 2,3

Cube Kathmandu Hybrid Pro 750

Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 aus dem Jahr 2023 hat sich in der Welt der E-Bikes als zuverlässiger Begleiter erwiesen. Mit einer Kombination aus sportlicher Leistung und hohem Fahrkomfort, ist dieses Trekkingrad ideal für alle, die sowohl auf der Straße als auch auf unbefestigten Wegen unterwegs sind. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf einem ansprechenden Design, sondern auch auf praktischen Funktionen, die jede Fahrt angenehmer gestalten. Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 besticht durch seine ansprechende Ästhetik und robuste Verarbeitung. Das designorientierte Trekkingrad vereint Funktionalität mit einem modernen Look, der sowohl für den Stadtverkehr als auch für entspannte Touren geeignet ist. Die Verwendung von hochwertigen Materialien sorgt dafür, dass das Rad auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig bleibt. Der Rahmen ist stabil und gleichzeitig leicht, was die Handhabung deutlich erleichtert. Die Details wie griffige Handgriffe und ergonomische Oberflächen der Brems- und Schalthebel erhöhen den Komfort während der Fahrt erheblich.

Der Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 ist mit einem leistungsstarken Motor ausgestattet, der für beeindruckende Fahrleistungen sorgt. Der Bosch Drive Unit Performance CX Generation 4 Motor bringt ein Drehmoment von 85 Nm und eine Leistung von 250 Watt mit sich. Diese Eigenschaften ermöglichen es dir, mühelos höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, selbst bei steilen Anstiegen. Ein weiteres Highlight ist der in das System integrierte Bosch Kiox 300 Bordcomputer, der dir alle wichtigen Informationen auf einen Blick liefert. So kannst du Geschwindigkeit, Unterstützungsmodus sowie Schaltempfehlungen direkt am Lenker einstellen. Dank des robusten und benutzerfreundlichen Antriebs wird jede Tour zum Vergnügen. Du kannst dich also voll und ganz auf deine Fahrt konzentrieren, ohne dir Gedanken über technische Probleme machen zu müssen.

Die Akkukapazität des Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 spielt eine entscheidende Rolle für die Benutzerfreundlichkeit. Mit einem leistungsstarken Bosch PowerTube 750 Akku wird sichergestellt, dass dir während längerer Fahrten nicht der Strom ausgeht. Was die Reichweite angeht, so hängt sie von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich Fahrstil und Terrain. Unter optimalen Bedingungen ist es möglich, Distanzen von bis zu 120 km oder mehr zurückzulegen. Dies macht das Rad besonders attraktiv für Tagesausflüge, bei denen du viele verschiedene Wege erkunden möchtest. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Handhabung des Akkus. Er kann unkompliziert entnommen und an einer geeigneten Steckdose aufgeladen werden. Somit bist du bestens gerüstet, um deine nächsten Adventures zu starten, ganz gleich, ob du durch die Stadt oder über schmale Waldwege fährst.

Das Fahrverhalten des Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 auf unterschiedlichen Strecken ist beeindruckend. Dank der breiten Schwalbe Big Ben-Bereifung und der ausgeklügelten Federung meistert dieses Rad sowohl Asphalt- als auch Schotterwege mit Leichtigkeit. Ob du durch den Stadtverkehr navigierst oder dich für einen Ausflug in die Natur entscheidest, die Kombination aus leistungsstarkem Motor und 11-Gang-Schaltwerk ermöglicht es dir, jederzeit schnell zu reagieren. Steigungen stellen dank des hohen Drehmoments von 85 Nm kein Problem dar. Insgesamt überzeugt das Rad mit seiner stabilen Handhabung auch auf anspruchsvollen Trails. Die kraftvollen 180 mm Scheibenbremsen garantieren Sicherheit, wenn du bei wechselnden Wetterbedingungen unterwegs bist.

Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 bietet eine durchweg hochwertige Ausstattung, die zu einem komfortablen Fahrerlebnis beiträgt. Besonders hervorzuheben ist die gefederte Sattelstütze, die es dir ermöglicht, auch auf unwegsamem Terrain entspannt zu sitzen. Der verstellbare Lenker erlaubt es dir, die Sitzposition individuell anzupassen, was zusätzlich zur angenehmen Diskrepanz zwischen Komfort und sportlichem Fahren beiträgt. Ein weiterer positiver Aspekt ist die integrierte Beleuchtung. Angebrachte LED-Lichter am Gepäckträger und im hinteren Schutzblech sorgen dafür, dass du auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar bist. Die technischen Komponenten sind benutzerfreundlich gestaltet. Das Display am Lenker zeigt relevante Informationen wie Geschwindigkeit und Unterstützungsmodus klar an, sodass du dich voll und ganz auf deine Fahrt konzentrieren kannst.

Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, das es von anderen Modellen auf dem Markt abhebt. Mit einem Preis von 3.699,00 € erhältst du nicht nur ein Trekkingrad, sondern ein ganzheitliches Paket aus Qualität und Performance. Im Vergleich zu ähnlichen Modellen, die oft weniger Leistung oder eine schwächere Ausstattung bieten, steht das Kathmandu Hybrid Pro 750 an oberster Stelle. Zusätzlich erhöhen die positiven Bewertungen in verschiedenen Kategorien wie Verarbeitung und Fahrverhalten den Wert des Fahrrads. Auch wenn andere E-Bikes scheinbar günstiger angeboten werden, zeigen sich oft Abstriche bei der Qualität oder den technischen Features.

Die Benutzerfreundlichkeit des Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 ist ein herausragendes Merkmal, das den Fahrspaß erheblich steigert. Die intuitive Anordnung der Bedienelemente ermöglicht es dir, während der Fahrt schnell auf alle wichtigen Funktionen zuzugreifen. Bei der Montage zeigen sich die hochwertigen Komponenten von ihrer besten Seite. Die Anleitung ist klar strukturiert und erleichtert die Zusammenstellung des Fahrrads. Die Teile sind so gestaltet, dass sie mit minimalem Aufwand montiert werden können. Darüber hinaus bieten die ergonomisch gestalteten Griffe und die verstellbare Sattelstütze zusätzlichen Komfort. Du kannst die Sitzposition individuell anpassen, was das Fahren nicht nur komfortabel, sondern auch gesund macht.

Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 überzeugt durch sein gelungenes Zusammenspiel von Leistung, Komfort und Design. Die hohe Verarbeitungsqualität sorgt dafür, dass du auch unter anspruchsvollen Bedingungen sicher fahren kannst. Die Auswahl verschiedener Rahmenvarianten ermöglicht es dir, das Rad optimal auf deine persönlichen Vorlieben anzupassen. Der integrierte Gepäckträger bietet Stabilität und Funktionalität zugleich, was besonders bei täglichen Fahrten oder Ausflügen von Vorteil ist. Mit einem Preis von 3.699,00 € positioniert sich das Fahrrad im oberen Segment, bietet jedoch ein exzellentes Verhältnis zwischen Preis und gebotener Leistung. Für alle, die auf der Suche nach einem zuverlässigen Trekkingrad sind, welches sowohl im Alltag als auch in der Freizeit glänzt, ist das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 eine klare Empfehlung.

Die vollständige Aufladung des Bosch PowerTube 750 Akkus dauert in der Regel etwa 4 bis 6 Stunden, abhängig von der verbleibenden Kapazität des Akkus. Standardmäßig wird das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 mit einem Werkzeugset, einer Bedienungsanleitung, einem Reflektor-Set und einem Schutzblechazubehör für die vordere und hintere Radaufhängung geliefert. Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 wird mit einer Garantie von zwei Jahren auf das gesamte Fahrrad und einer fünfjährigen Garantie auf den Rahmen geliefert.

Für eine optimale Leistung und Langlebigkeit sollten regelmäßige Wartungen durchgeführt werden. Dazu gehören Kontrollen der Bremsen, der Reifen, der Ketten- und Schaltungseinstellungen sowie das Reinigen und Ölen der Kette. Ja, das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 kann auch im Winter verwendet werden. Es wird jedoch empfohlen, spezielle Winterreifen und gegebenenfalls eine zusätzliche Schutzschicht für die Elektronik zu verwenden. Ja, das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 ist in mehreren Farbvarianten erhältlich.

Weitere getestete Modelle

Neben Cube wurden auch andere Trekkingräder getestet:

  • Ghost Urban Asket: Agil und robust für die Stadt, aber mit Verbesserungspotenzial bei der Ausstattung.
  • Giant AllTour SLR 1: Ein zuverlässiger Allrounder mit hoher Zuladungskapazität.
  • Liv Thrive Advanced GX: Speziell für Frauen entwickelt, mit Fokus auf Komfort und Kraftübertragung.
  • Koga Colmaro Sports: Ein Speedcruiser für sportliche Performance und Komfort.
  • Giant Fastroad AR Advanced 1: Ein vielseitiges Allround-Bike mit Mountainbike-Robustheit und Rennrad-Agilität.
  • Koga F3 5.0: Holländische Eleganz trifft auf sportliche Agilität.
  • Diamant Rubin Legere: Kombiniert Sportlichkeit mit Tourenkomfort und Vielseitigkeit.
  • KTM Life Style: Ein Trekkingrad mit stilvollem Design und Komfort für lange Touren.
  • KTM Life Tour: Ein Damen-Trekkingbike, das Stil mit Leistung kombiniert.
  • Diamant Ubari Super Deluxe: Ein attraktives Trekkingrad mit modernem Design und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Komfort-Trekkingräder im Fokus

Trekkingräder werden auf täglichen Wegen benutzt, für kurze Ausflüge und längere Radurlaube. Dabei kommen oft viele Tausend Kilometer zusammen. Da sollten die Räder nicht nur zuverlässig funktionieren und sicher sein. Sie sollten auch zum Körper passen, sprich: ergonomisch stimmen, und sie sollten selbst auf längeren Strecken bequem sein und so die Freude am Radfahren erhalten. Wir haben uns daher für diesen Test Räder vorgenommen, die dem Komfort besonderes Augenmerk widmen.

Die Ansätze sind im Prinzip bekannt, reichen von Federgabeln über Federsattelstützen bis hin zu breiten Reifen. Dennoch gibt es verschiedene Gewichtungen und Interpretationen. Auch im Umfang der eingesetzten Maßnahmen gibt es Unterschiede. Teils spiegelt sich das im Preis wider, teils nicht. Die Testräder wurden uns von Contoura, Cube, Diamant, Gazelle, Mitech, Pegasus und Stevens geliefert.

Test der Komfort-Trekkingräder

Viele sogenannte Komforträder sind dann eben doch mehr City- als Trekkingrad und fielen daher aus der Auswahl. Die Grenzen bleiben zwar fließend. Aber auch ein Rad, um das man sich wenig oder weniger kümmern muss, ist durchaus komfortabel. Der Test teilt sich ein bisschen in drei Preiszonen ein. Für jeweils 899 Euro gibt es die Räder von Cube (Nature Pro Allroad) und Diamant (018). In der Test-Oberklasse rangieren Contoura AL-11 (3599 Euro) und MiTech Tyke T1 (4998 Euro).

Auch wenn es sich hier um ein Serien- und kein Maßmodell handelt, die Möglichkeiten der Preisgestaltung sind in dem Umfeld doch begrenzt. Dafür bekommt man ein individuell bestücktes Fahrrad. Im Test schaltet das Tyke nicht nur mit der halbautomatischen Pinion Smart Shift-Schaltung, es kommt auch mit bald jeder erdenklichen Komfort-Opiton. Von Luftfedergabel über Feder-Sattelstüteze Sattel bis zum Volumen-Reifen ist alles auch noch sehr hochwertig. Es ist also auch kein Wunder, dass das Rad trotz steifen Rahmens den besten Komfort liefert und auch allgemein den besten Eindruck hinterlässt. Auch bei Contoura bekommt man die Premiumschaltung und weitere Topkomponenten sowie einige Wahlmöglichkeiten. Das Rad setzt auf Federgabel und Federstütze, bleibt sonst aber recht straff, auch weil die 40er Reifen nicht das volle Komfortpotenzial entwickeln können.

Mit nicht stimmiger Cockpit-Ergonomie und dadurch eingschränktem Komfort sowie einer spürbaren Längselastizität im Gesamtrad, konnte es uns im Test nicht richtig gewinnen. Auf schlanke Reifen setzt auch Gazelle. Seine durchaus hollandtypische Schaftfederung ist ebenfalls recht straff und reagiert eigentlich nur auf kleine, gerade angefahrene Kanten. Allerdings ist das Steuer und sind die Hände wenig belastet. Dafür der Sattel recht direkt senkrecht. So kann die klassische Federstütze gut arbeiten. In Kombination mit der aufrechten Haltung wirkt das Rad insgesamt doch sehr komfortabel.

Eine Federsattelstütze würde auch dem Pegasus gut tun. Die verbaute ist klar zu starr und verhilft dem straffen Rahmen am Po zur vollen Geltung. Mit einer individuell gut einstellbaren Luft-Federgabel und breiten Reifen trumpft auch Stevens auf. Auf Kettenschaltungen setzen auch Cube und Diamant. Beide interpretieren sie mit zweifach-Kurbel ganz modern. Während Cube die robuste, noch recht junge Shimano Cues mit 10er-Kassette einsetzt, hat sich Diamant für eine altbewährte Shimano Megarange-Kassette mit großen Sprung zum umfangreichsten Ritzel entschieden, die allerdings nur acht Ritzel umfasst, dadurch aber auch wieder langlebiger ausfällt. Die Gangwechsel sind mit ihr etwas gröber, zudem funktioniert die Schaltung nicht ganz so geschmeidig.

Man kann wirklich überrascht und begeistert sein, was die Produktentwickler bei dem eigentlich knappen Budget hinbekommen haben. Beide Rahmen sind sehr gut konstruiert und damit eine sehr gute Basis für viel Fahrfreude. Obendrein sind sie auch fein verarbeitet. Bei Diamant sorgt auch der changierende Glitzerlack für einen tollen optischen Effekt und beweist, dass günstige Räder sehr ansprechend sein können. Mit gelungener Gesamtabstimmung lassen sich beide Räder aktiv sportiv fahren, taugen für Alltag und Tour gleichermaßen.

Mit Stahlfedergabeln sind die Räder beide preisgemäß bestückt. Der größte Unterschied liegt, außer in der Schaltung, darin, dass Diamant das 018 mit 27,5-Zoll-Laufrädern ausstattet, die es ein Stück agiler machen. Zudem ist der Reifen noch breiter und hochwertiger, sodass es angenehm leicht läuft. Beim Wort „Komfort“ fällt einem das vielleicht nicht direkt ein. Aber auch ein Rad, um das man sich wenig oder weniger kümmern muss, ist durchaus komfortabel.

Bei Federgabeln ist das nicht unbedingt der Fall. Sie muss man gelegentlich nachjustieren. Das lässt sich bei Modellen mit Luftkammer nur per geeigneter Pumpe, Dämpferpumpe, erledigen. Stahlfedern lassen sich immerhin einfach per Dreh anpassen. Regelmäßig gewartet werden sollten aber alle Federgabeln, sonst hat man bald nichts mehr davon. Darum begrüßen wir für Alltagsfahrräder den Einsatz von Riemenantrieben.

Ein teures Trekkingrad hat sicher viel mehr Möglichkeiten, perfekten Komfort zu liefern. Das MiTech im Test belegt das gut. Preis ist aber nicht das einzige Kriterium. Einzelne Stellschrauben sollten noch gedreht werden, aber alle 7 Testräder liefern insgesamt guten bis sehr guten Komfort. Mit Ihnen kann man allgemein ganz entspannt viele Kilometer erkurbeln und braucht vor schlechten Wegen nicht zurückzuschrecken.

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