Custom Teile Ratgeber für dein Motorrad

Auf über 115 Jahre Geschichte kann Harley-Davidson mittlerweile zurückblicken. So wird auch eine wahrhaft gigantische Auswahl an Zubehörteilen für Harley-Davidson Modelle möglich. Wie ein Telefonbuch dicke Zubehörkataloge sind keine Seltenheit. Harley-Davidson bietet Dir eine ganze Fülle an Zubehörteilen und sinnvollen Erweiterungen für Dein Custombike. Das fängt bei verschiedenen neuen Handgriffen an und hört bei der neuen Fußraste noch lange nicht auf.

Harley-Davidson Custom Parts

Ebenfalls im Programm gibt es die bekannten Motorverzierungen wie Derby Deckel und Timer Deckel für Deinen V-Twin Motorblock. Oft ergänzen sich die Bedienelemente und Motorverzierungen in ihrem Design. Ganze Kollektionen mit identischem oder ähnlichem Logo sorgen für den perfekten Look Deines Bikes. Besonders beliebt ist hier die Kollektion aus der Feder von Willie G. Davidson, einem der letzten direkten Nachfahren der Gründungsväter von H-D. Die ikonische Willie G. Skull Kollektion verkörpert viel von dem Stil der Marke aus Milwaukee und zeigt sich auch bei vielen weiteren Gelegenheiten wie zum Beispiel Bekleidung oder Accessoires.

Neben dem Original Zubehör von Harley-Davidson haben auch viele andere Hersteller Custom Parts wie zum Beispiel Griffe, Kennzeichenhalter und vieles mehr für Deine Harley hergestellt und glänzen hier mit teilweise exotischen Designs. So bleiben beim Customizing Deiner Harley-Davidson keine Wünsche offen.

Sitzbänke

Nicht zwingend ein Stylezubehör stellen neue Sitze für Dein Bike dar. Klar gibt es hier die oldschooligen Federsättel, die neben guten Sitzkomfort auch noch geil aussehen. Oft wird aber zu einem Sitz gegriffen um die Position oder den Komfort des Fahrer oder Sozius zu verbessern. Für Personen mit langen Beinen bietet sich z.B. der Tallboy Sitz an, bei Menschen mit kürzeren Beinen die Sitze der Reach Reihe. So wird der Fahrer etwas mehr nach hinten bzw. vorne gerückt um eine angenehmere Sitzposition zu erreichen. Oft bietet sich dem Fahrer ein völlig neues Fahrgefühl und er erlebt sein Bike nochmal ganz neu. Gerade auf langen Touren kann eine angenehmere Sitzposition die Fahrt erheblich angenehmer gestalten. Sowohl für den Fahrer als auch für den Sozius.

Beleuchtung

Immer häufiger spielt bei unseren Kunden nicht nur die Optik die erste Geige bei der Fahrzeugwahl. Sicher soll es sein. Dazu tragen z.B. neue LED Scheinwerfer aus dem Beleuchtungsprogramm von Harley-Davidson bei. Und das hilft gleich zweimal- Du wirst besser gesehen und siehst selbst auch besser. Bei den Harley-Davidson Daylight-Scheinwerfern wird die Straße deutlich besser ausgeleuchtet. Mittlerweile sind sogar Adaptive Kurvenlichter für viele Harley-Davidson Modelle verfügbar und unterstützen die Sicht beim Abbiegen und natürlich in Kurven. Auch Zusatzscheinwerfer sind eine beliebte Erweiterung, sorgen sie doch für zusätzliche Sichtbarkeit. Wenn es bei der Beleuchtung primär um den Styling Faktor geht sind die Jungs von Kellermann oft die erste Anlaufstelle. Kleine Blinker mit integriertem Rücklicht, Zulassung und trotzdem am Bike fast nicht zu sehen.

Ersatzteile

Mal schnell etwas Öl nachkippen oder eine neue Zündkerze eindrehen? Bei uns findest du auch eine breite Auswahl an gängigen Harley-Davidson Ersatzteilen zum selber Hand anlegen. Wir bieten Dir Zündkerzen, Ölfilter, Luftfilter, Bremsbeläge und die dazugehörigen Dichtungen und Öl für Deine Harley-Davidson.

Windschutzscheiben

Spüre den Fahrtwind - oder nicht? Gerade auf langen Touren auf der Autobahn kann die Aufrechte Sitzposition Deiner Harley recht anstrengend werden. Hier bringen die Windschutzscheiben von H-D Abhilfe. Schnell montiert nehmen sie eine ganze Menge Druck von Dir als Fahrer und schützen Dich darüber hinaus auch noch vor Witterungsbedingungen. Wir bieten dir bei Börjes American Bikes eine breite Auswahl an Windschutzscheiben.

Reinigung

In der Sonne glänzender Chrom, hochglanzpoliertes schwarz und eine Insektenfreie Windschutzscheibe? Wer wünscht sich das nicht dauerhaft an seiner Harley. Doch hierzu ist mitunter einiges an Arbeit notwendig. Da kann schon mal ein sonniger Sonntagabend in Putzekstase drauf gehen. Damit Du schneller und effizienter zum Ziel kommst, bietet Dir Harley-Davidson speziell für die Bikes aus Milwaukee abgestimmte Reiniger an. Reiniger für matten Lack, Stiefelspurenentferner oder Insektenentferner findest Du hier genauso wie den „einfachen“ Quick and Dirty Reiniger. Natürlich bieten wir Dir auch bei Börjes American Bikes in Stuhr und Augustfehn einen Aufbereitunsgservice für Dein Bike.

Sicherheit und Lagerung

Die wenigsten von uns fahren das ganze Jahr durch und lagern ihr Motorrad über den Winter ein. Dazu gibt es einiges zu beachten: Einen Ausführlichen Bericht findest Du hier. Passende Abdeckplanen und Batterie Erhaltungs- und Ladegeräte findest Du bei uns unter der Kategorie Sicherheit und Lagerung. Um deine Harley auch unterwegs in Sicherheit zu wissen bieten wir Dir zusätzliche Schlösser zum Sichern Deines Bikes. Vom einfachen Bügelschloss bis zum Bremsscheibenschloss haben wir für jede Tour das Richtige auf Lager. Um Deine Harley auch auf unwegsameren Gelände sicher abstellen zu können empfiehlt sich die Nutzung einer Seitenständerunterlage.

Gepäck

Harley-Davidson bietet Dir eine Vielzahl von verschiedenen Gepäcktaschen und Innentaschen für Deine nächste Motorradtour. Besonders beliebt sind zum Beispiel die Innentaschen für die Gepäcktaschen der Touring Modelle. Diese lassen sich bequem in der Wohnung packen und dann einfach in die Satteltaschen legen und entnehmen. Für die kleine Wochenendtour sind auch die Solo Satteltaschen sehr beliebt bei Modellen die standardmäßig ohne Seitentaschen geliefert werden wie z.B. die meisten Softail und Sportster Modelle. Auch für die Adventure Freunde der Pan America bieten wir Dir verschiedene Koffersysteme für ausgedehnte Motorradreisen. Neben den Taschen von Harley-Davidson bieten wir Dir auch Gepäcksysteme und Taschen von AGM, Deemeed oder Artonvel. Deemeed und AGM haben sich auf die Herstellung von besonders großen und funktionalen Motorradreisetaschen spezialisiert.

Natürlich kannst Du das Original Zubehör von Harley-Davidson sowohl bei uns im Onlineshop unter 1903shop.de/shop/wg/h-d-parts-zubehoer/ kaufen. Hier bekommst Du Deine Wunschparts direkt und bequem nach Hause geliefert und das bereits ab 50,00€ versandkostenfrei. Du möchtest einen leidenschaftlichen Biker oder eine passionierte Bikerin überraschen?! Statt ein x-tes T-Shirt, Hoodies oder andere Accessoires auf gut Glück zu kaufen, kannst Du die beschenkte Person frei entscheiden lassen, was Sie noch braucht, um das Bike oder den eigenen Style zu individualisieren. Du fährst eine Fatbob und hast Lust nach original Harley-Davidson Parts zu suchen, die es für Dein Bike gibt? Dann scroll durch den Katalog “Dyna”. Oder Du suchst nach Zubehör, um Deinem Bike eine neue Handlebar zu holen? Im Katalog “Bedienelemente” wirst Du fündig. Hier kannst Du diverse Kataloge anschauen um Dein Bike neu zu stylen!

Rechtliche Grundlagen für Motorrad-Umbauten

Der Traum vom selbst kreierten Custombike ist schon an mancher TÜV-Hürde gnadenlos gescheitert. Doch es gibt auf der anderen Seite auch viele Prüfer, die Umbauprojekte tatsächlich mit Herz und Verstand begleiten können. Ein Basis-Leitfaden für Selber- und Bessermacher.

Die aktuelle Retro-Welle bringt nicht nur wunderschöne Motorräder im klassischen Look zurück, sondern wird auch von einer wahren Flut von neuen Trends begleitet. Bobber, Café Racer, Scrambler … Vor allem individuell gestylte Maschinen sind schwer in Mode, doch professionelle Umbauten sind oft nicht nur richtig gut, sondern häufig auch richtig teuer. Da der Zubehörmarkt und besonders der Internethandel viele Bauteile liefern kann, wächst bei manchen Bikern der verständ­liche Wunsch, selbst Hand anzulegen, um dem Bike eine ganz persönliche Note zu verleihen.

Auch wer sich für einen der vielen Youngtimer erwärmen kann, die sich oft zu günstigen Preisen erwerben lassen, kommt aus technischen Gründen nicht an den Vorgaben des TÜV vorbei, falls relevante Baugruppen aufgrund von Verschleiß (z. B. Bremsen, Federbeine, Auspuffanlagen etc.) gewechselt werden müssen. Und selbst bei leichten Modifikationen wie schicken Blinkern oder Spiegeln sowie beim Tausch von Lenkern gilt es einiges zu beachten, damit es keine bösen Überraschungen bei der nächsten Hauptuntersuchung gibt.

Was ist überhaupt erlaubt?

Nun die Frage: Was ist denn überhaupt erlaubt? Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) verbietet den Betrieb eines Motorrads, wenn wesentliche Veränderungen bezüglich der Motorabstimmung (Leistungssteigerung/Abgas- bzw. Geräuschverhalten) oder sicherheitsrelevanter Baugruppen (Bremsanlage, Fahrwerk, Rahmen, Lenkung, Bereifung etc.) vorgenommen werden. Genehmigt werden solche Umbaumaßnahmen nur bei Vorlage entsprechender Prüfzeugnisse bzw. Bescheinigungen und bei sachgerechter Montage.

Am einfachsten ist es, wenn die Komponente über eine Allgemeine Betriebs­erlaubnis (ABE) oder eine KBA-Nummer (für Kraftfahrt-Bundesamt) verfügt, denn dann wurde sie schon geprüft. Vergleichbar ist ein E-Prüfzeichen, das eine entsprechende Prüfung auf europäischer Ebene bescheinigt. Ein TÜV-Besuch ist dann nicht erforderlich. Aber Vorsicht, nur wenn alle Teile entsprechend der zugehörigen Dokumentation auch korrekt montiert sind, bleibt die Betriebserlaubnis des Motorrads erhalten, und das Prüfzeugnis gilt im Prinzip auch nur für den Anbau an ein Motorrad im Serienzustand. Wildes Kombinieren ist also nicht erlaubt.

Komplizierter wird es bei sogenannten Teilegutachten. In diesem Falle muss ein Prüfingenieur den korrekten Anbau und die einwandfreie Funktion im Rahmen ­einer Änderungsabnahme prüfen und per Anbaubescheinigung bestätigen. Am problematischsten ist die Montage von Zubehörteilen mit sogenannten Material-Gutachten, die naturgemäß keine Freigabe für spezielle Modelle haben. Hier besteht das höchste Risiko für eine Ablehnung seitens der Prüfstelle.

Vorbesprechung vor Einzelabnahme

Bei größeren Umbauten kommt man an einer Einzelabnahme nicht vorbei: Um unnötigen Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich, Kontakt zu einem kompetenten, auf die Abnahme von Motorrädern spezialisierten Mitarbeiter bei den Prüfstellen (in Westdeutschland der TÜV, in Ostdeutschland die DEKRA) aufzunehmen und im Vorfeld bereits abzuklären, was möglich ist und was man besser unterlassen sollte. Wichtig ist nicht zuletzt auch der Kostenfaktor, denn Fahrprobe oder Geräuschmessungen erfolgen natürlich ohne Erfolgsgarantie und können richtig ins Geld gehen (Abnahme mit Fahrprobe ca. 350 Euro, Fahr-/Standgeräuschmessung ca. 230 Euro). Wer für seinen Umbau Teile ohne Gutachten z. B. von anderen Motorrädern verwenden möchte, sollte zu der Vorbesprechung alle Teile, alle verfügbaren Papiere und gegebenenfalls auch Gutachten anderer Motorräder mitbringen. Nur so lässt sich klären, ob das geplante Projekt überhaupt realisierbar ist. Je älter ein Motorrad ist, umso geringer sind die Vorgaben.

Die meisten Motorräder ab Baujahr 1994 haben eine EG-Zulassung, ältere Maschinen häufig noch eine nach StVZO. Da nicht alle Vorschriften gleich sind (z. B. Radabdeckung und Beleuchtung), ist es wichtig, den Unterschied zu kennen. Hier nun der Überblick zu den wichtigsten Bestimmungen:

Scheinwerfer, Blinker, Rücklicht, Beleuchtung

Mal eben die altbackenen Standard-Blinker gegen schicke LED-Leuchten zu tauschen, scheint eigentlich ganz einfach zu sein, nur ist es das in der Praxis keineswegs. Dass nur lichttechnische Einrichtungen mit Prüfzeichen montiert werden dürfen und z. B. billige LED-Scheinwerfer aus Asien daher tabu sind, ist nachvollziehbar. Erstaunlich ist aber eine Fülle von Regelungen für die Montage bezüglich Anzahl, Höhe oder Abstand.

Noch kurioser: Je nach Zulassung (EG oder StVZO) gibt es dabei zum Teil Unterschiede, die logisch kaum zu begreifen, aber trotzdem einzuhalten sind. So beträgt beispielsweise der Mindestabstand zwischen den Blinkern nach EG vorn/hinten 240/180 mm, nach StVZO aber 340/240 mm. Achtung: Der Abstand der vorderen Blinker zum Scheinwerfer liegt aber im Normalfall bei 75 mm! An einem Motorrad mit EG-Zulassung kann man zwei Nebelscheinwerfer montieren, nach StVZO nur einen. Gleiches gilt für Bremsleuchten, aber bei Schlussleuchten kann man immer auch zwei montieren. Da sich so etwas niemand merken kann, empfiehlt sich vor der Montage ein Blick auf die Vorschriften. Nicht vergessen, eine Kennzeichenbeleuchtung ist vorgeschrieben, und sie muss das Nummernschild auch ausreichend ausleuchten.

Lenker, Hebel, Griffe, Spiegel

Sie dürfen prinzipiell getauscht werden, müssen aber geprüft sein, d. h. über ABE oder Teilegutachten verfügen. Besonders vorsichtig sollte man bei billigen Hebeln aus dem Internet sein. Sie sehen zwar oft den Produkten namhafter Hersteller sehr ähnlich, haben aber meist keine ABE, und damit ist der Anbau illegal. Wichtig beim Lenkerumbau: Auch mit dem neuen Lenker muss die Lenkung einwandfrei funktionieren, und es darf nichts eingequetscht werden. Gegebenenfalls muss der Lenk­anschlag geändert werden. Dabei darauf achten, dass das Lenkschloss noch funk­tioniert. Vorsicht ist auch beim Anbohren des Lenkers zur Verlegung von Kabeln geboten. Wenn überhaupt, werden Bohrungen allenfalls einseitig und zwischen den Klemmungen akzeptiert. Sicherheitshalber vorher mit dem Prüfer absprechen. Bei Spiegeln aus dem Zubehör achtet man sinnvollerweise auf ein E-Prüfzeichen. Dann haben sie die geforderte Größe von 69 cm². Bei einer Maschine mit StVZO-Zulassung reichen auch 60 cm².

Sitzbank

Ein Umbau erfolgt meistens wegen einer angestrebten Komfortverbesserung, der Änderung der Sitzhöhe oder aus optischen Gründen. Solange sich die Zahl der Sitzplätze nicht verändert, gibt es keine einzuhaltenden Vorgaben. Bekommt der Café Racer nach der Heckkürzung aber eine zum Stil passende Einmann-Sitzbank, dann ist dies ein eintragungspflichtiger Umbau, und die Soziusfußrasten müssen demontiert werden.

Rad, Felgen, Radabdeckung

Eine fette Felge hinten oder ein Supermoto-Umbau? Mit einem entsprechenden Gutachten ist auch das möglich. Benutzt man dagegen Felgen anderer Motorräder (möglichst mit gleicher oder höherer Leistung), wird es problematischer. Eine (teure) Einzelabnahme mit Fahrprobe steht vor der obligatorischen Eintragung.

Bei der Radabdeckung sind für Maschinen mit EG-Zulassung zwar keine bestimmten Maße mehr explizit vorgeschrieben, eine "ausreichende" Abdeckung, die eine Verkehrsgefährdung ausschließt, ist aber zwingend. Ganz ohne Schutzblech geht es also nicht, und vor dem Ansetzen der Flex sollte man besser Rücksprache mit dem Prüfer halten. Bei Maschinen mit StVZO-Zulassung darf die untere Kante der Radabdeckung höchstens 150 mm über der Mitte der Hinterradachse enden. Das Maß wird aber im unbeladenen, also ausgefederten Zustand ermittelt.

Gerade Enduros mit ihren langen Federwegen haben deshalb oft zusätzliches Plastik im Bereich der Radabdeckung. Hinten muss ein Rückstrahler (mit Prüfzeichen!) generell vorhanden sein, und er darf nicht höher als 900 Millimeter über dem Boden montiert sein.

Auspuff und Ansaugtrakt

Grundsätzlich gilt, dass die Betriebserlaubnis erlischt, wenn sich das Geräuschverhalten verschlechtert. Zubehör-Anlagen für die Straße tragen in der Regel eine KBA-Nummer oder ein E-Zeichen, ein DB-Killer muss im Endtopf verbleiben. Jegliche Veränderungen an der Anlage auch bei der Montage sind unzulässig. Sollte der Auspuff im Laufe der Zeit lauter werden, so ist der Halter in der Pflicht. Bei älteren Fahrzeugen darf auch eine Eigenbau-Anlage montiert werden, die per Einzelabnahme legalisiert werden kann. Ab Baujahr 1989 ist dafür zusätzlich zur Geräuschmessung auch eine Abgasuntersuchung vorgeschrieben. Werden die entsprechenden Werte eingehalten, ist die Eintragung im Prinzip kein Problem.

Fahrwerk

Ein besonderes Kapitel sind Veränderungen am Fahrwerk, vor allem aber alle Arbeiten am Rahmen. Bohren, Schweißen, Verformen sind untersagt, Polieren wird nicht gern gesehen, und es darf dabei keinesfalls Material abgetragen werden. Besonders beliebt sind aktuell Heckumbauten bei ­Café Racern. Kürzungen des Rahmenhecks vor der Federbeinaufnahme sind nach Absprache mit dem Prüfer oft machbar. Die einschlägigen Foren (z. B. Café-Racer-Forum) bieten dazu viele Tipps und Informationen. Aufwendigere Umbauten sollte man aber besser den Profis überlassen.

Wer Federbeine, Gabel oder Schwinge verändern möchte, kann auf ein großes Angebot der Zubehörindustrie zurückgreifen. Dank entsprechender Gutachten ist eine Eintragung bei korrekter Montage unpro­blematisch, bei Federbeinen erst gar nicht erforderlich. Wie bei den Felgen können im Prinzip auch Teile anderer Motorräder (auch hier wieder möglichst von stärkeren Maschinen) in Eigenregie verbaut werden. Vor der obligatorischen Eintragung steht aber eine Einzelabnahme mit Fahrprobe an.

Bremsen

Unabhängig von optischen oder technischen Veränderungen (z. B. Wave-Scheiben) sind bei der Bremsanlage oft Änderungen aufgrund von Verschleiß oder ­Alterung unvermeidbar. Wer keine Originalteile verwenden möchte, achtet beim Tausch von Scheiben und Belägen auf Gutachten und Kennzeichnung. Der empfehlenswerte Ersatz alter Bremsleitungen aus Gummi durch Stahlflexleitungen ist ebenfalls eintragungsfrei, sofern eine ABE vorliegt. Sie müssen aber korrekt, d. h. knick-, scheuer- und verdrehfrei montiert sein.

Auf zum Termin vor Ort

Egal, ob Einzelabnahme oder Vorführung im Rahmen einer Hauptuntersuchung, es ist immer eine spannende Frage, ob Umbauten akzeptiert werden oder nicht. Bei der Vorbereitung des Artikels nahm ich zum Besuch des TÜVs in Herne meine optisch wie technisch modifizierte Honda Sevenfifty mit und bat den Fachmann, einen Blick auf die Maschine zu werfen. Die hatte kurz vorher die Hauptuntersuchung ohne Probleme passiert, allerdings nicht bei ­einem Motorrad-Spezialisten. Etwas skeptisch war ich wegen des kurzen vorderen Schutzblechs und der Stahlflexleitungen, die ich ohne die alten (weil hässlichen) Halter montiert hatte. Zwar gab es in diesen Fällen keine Probleme, der Fachmann fand aber einen anderen in gewisser Weise typischen Fehler. Das serienmäßige Rücklicht der Sevenfifty hatte ich gegen zwei kleine runde Bremsleuchten aus dem Zubehör getauscht. Zwar waren E-Kennzeichnung, Abstände und Funktion in Ordnung, aber die wesentlich kleineren Leuchten waren nun so hoch montiert, dass die in ihnen integrierte Nummernschild-Beleuchtung das Kennzeichen nicht mehr korrekt ausleuchtete. Das Problem ließ sich mit der Montage einer zusätzlichen Kennzeichenbeleuchtung allerdings leicht lösen.

Nichts ist unmöglich

Von all den Vorschriften sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn ein gut geplantes, mit dem Prüfer abgesprochenes Projekt ist auch von Hobbyschraubern zu realisieren.

Custombike Modelle

Custom-Motorräder werden unter Motorradfahrern immer beliebter. Dies liegt daran, dass sie es den Fahrern ermöglichen, sie sowohl an ihre ästhetischen Vorlieben als auch an ihren Fahrstil anzupassen. Die Leute assoziieren diese Modelle oft mit bestimmten Motorradmarken wie Harley Davidson, aber das ist ein Missverständnis, da jedes Motorradmodell angepasst werden kann.

Im Folgenden erzählen wir Ihnen alles, was Sie über Custom-Motorräder wissen müssen: ihr Design, Modelle, Stile, Hauptvorteile und Empfehlungen.

  • Cruiser
  • Bobber
  • Chopper
  • Dresser
  • Rat-Bike

Cruiser

Custom-Cruiser-Motorräder sind für langstreckige Fahrten bei Cruising-Geschwindigkeit konzipiert, daher der Name. Sie zeichnen sich durch ihre lange und niedrige Bauweise mit einem breiten Lenker aus. Der große Vorteil dieses Motorrads ist, dass es dank seines ergonomischen Designs entspannt gefahren werden kann, entweder mit aufrechter Rückenhaltung oder mit einer leichten Neigung nach hinten.

Bobber

Diese waren die ersten Custom-Motorräder, die in den 1940er Jahren auftauchten und von amerikanischen Veteranen modifiziert wurden. Die meisten gehören Marken wie Harley Davidson oder Triumph an. Wie bei den Cruisern zeichnen sie sich durch ihre niedrige und lange Bauweise sowie durch gleichgroße und -dicke Räder aus. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass, um möglichst leicht zu sein, nur ein Sitzplatz bleibt und die Auspuffrohre vereinfacht werden.

Chopper

Dies ist eines der bekanntesten Modelle, wenn es um Custom-Motorräder geht. Sie erschienen Ende der 1960er Jahre. Sie tragen diesen Namen, weil alle überflüssigen Elemente vom Motorrad entfernt werden. Es handelt sich um ein hohes und schmales Motorrad, wobei die Vorderseite höher sitzt als die Rückseite. Darüber hinaus ist die Dicke der Räder unterschiedlich, wobei das Hinterrad viel dicker ist. Ein weiteres erkennbares Merkmal von Custom-Chopper-Motorrädern ist ihr Lenker, der als „Ape Hangers“ bekannt ist, da das Greifen den Eindruck erweckt, der Fahrer hänge.

Dresser

Dieser Typ von Custom-Motorrad entstand gleichzeitig mit den Choppern. Unter den modifizierten Motorrädern respektiert es das ursprüngliche Design am meisten. Es werden normalerweise nur ein paar Teile geändert, um ein ästhetischeres Finish zu erzielen oder um Funktionen wie Satteltaschen hinzuzufügen, um mehr Gepäck zu transportieren.

Rat-Bike

Rat-Bikes stechen über andere Custom-Motorradmodelle hervor, da ihr Hauptziel darin besteht, ein altes und schmutziges Bild zu vermitteln. Daher werden sie aus Teilen von Motorrädern hergestellt, die auf Schrottplätzen gefunden oder stark abgenutzt sind.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0