Der Meniskus spielt eine wesentliche Rolle im Kniegelenk. Er besteht aus Faserknorpel und übernimmt sowohl eine Stoßdämpfer- als auch eine stabilisierende Funktion. Dabei handelt es sich um halbmond- oder sichelförmige Strukturen, die zwischen Ober- und Unterschenkel gelegen sind.
Der Meniskus besteht (ähnlich wie die Bandscheiben der Wirbelsäule) aus Faserknorpel, einer gummiähnlichen Substanz. Neben seiner Stossdämpferfunktion hat er die Aufgabe, die Bewegungen des Kniegelenkes zu führen und das Gelenk additiv zu den Bandstrukturen zu stabilisieren.
Arten von Meniskusrissen
Auch bei den Menisken kann man akute Verletzungen (meist handelt es sich um Sportverletzungen wie Schifahren, Fußball etc., doch kann eine Meniskusverletzung auch durch das massive Drehen beim Aufstehen aus der Hocke entstehen), von degenerativen, also „verschleißbedingten“ Schäden unterscheiden.
Behandlung von Meniskusrissen
Bei festgestelltem Meniskusschaden spricht man sich sehr früh für die Operation (Kniegelenksarthroskopie) aus - auch dann, wenn keine oder nur geringe Schmerzen bestehen, da durch den kaputten Meniskus ein ständiges Reiben am Knorpel besteht.
Eine gute Heilungstendenz besteht nur in der roten Zone. Gelegentlich bilden sich Zysten an der Meniskusbasis aus, es entsteht ein sogenanntes Ganglion (oder Meniskusganglion). Ein Ganglion ist mit einer meist geleeartigen Flüssigkeit gefüllt. Im Großteil der Fälle besteht gleichzeitig ein Meniskusriss, der unbedingt behandelt werden muss.
Die Erhaltung des Meniskus kann versucht werden, um das Arthroserisiko, das nach der Meniskusteilentfernung besteht, zu minimieren. Der Vorteil der Meniskusrefixation besteht darin, dass die erhöhte Arthrosegefahr, die nach der Teilentfernung eines Meniskus besteht, minimiert werden kann.
Der Nachteil der Meniskusrefixation besteht darin, dass die Patienten das operierte Bein bis zu sechs Wochen lang nicht belasten dürfen - und dann immer noch eine relativ hohe Gefahr für einen neuerlichen Riss besteht. Ideale Heilungsbedingungen liegen nur dann vor wenn die Meniskusrefixation in der Zone I erfolgen konnte.
Radfahren nach einer Meniskusoperation
Nach einer Meniskusoperation (Teilentfernung des kaputten Meniskus) ist die Belastung des Beines sofort möglich, soweit es die Schmerzen des Patienten erlauben. Stützkrücken werden meist nur für wenige Tage benötigt. Nach zwei Wochen ist Rad fahren bzw. Ergometer-Training erlaubt, nach vier Wochen Laufsport, nach sechs Wochen auch Ball- und Schisport.
Nach einer Meniskusnaht bzw. Menikusrefixation ist die entlastende Mobilisierung mit Stützkrücken für vier Wochen erforderlich, gefolgt von zwei Wochen in denen mit halbem Körpergewicht belastet werden darf. Eine Ruhigstellung mit einer Schiene ist meistens nicht indiziert, außer es bestehen Begleitverletzungen, z.B. des Seitenbandes. Nach sechs Wochen ist Rad fahren bzw.
Sportlich sind nach einer Meniskusoperation keine Einschränkungen zu erwarten. Die Rückkehr zu den verschiednen Sportarten richtet sich nach der Operationsmethode und dem Ausmaß des geschädigten Meniskusgewebes.
Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass eine direkte Korrelation besteht zwischen dem Ausmaß des resezierten Meniskusgewebes - und der statistischen Wahrscheinlichkeit zur frühzeitigen Arthrose.
Sportarten und Meniskusschäden
Bei Fehlen des Innenmeniskus, welcher als Puffer im Kniegelenk dient, sowie bei bekannten Knorpelschäden sollte Belastungen für das Kniegelenk (z.B. Joggen, Bergabgehen ……) vermieden werden. Die Bewegung für das Kniegelenk (z.B.
Nach Meniskusentfernung sollten Sportarten, die das Kniegelenk stark belasten (z.B: Joggen, Ballsportarten …) vermieden werden. Brustschwimmen ist angesichts des bestehenden Kniegelenkschadens sicherlich nicht günstig durch die Ausschlagbewegung.
Für Personen mit bestehendem Meniskusschaden empfehlen sich gelenkschonende Sportarten. Neben Nordic Walking und Radfahren zählt hierzu auch Schwimmen. Generell bietet Schwimmen Personen mit Kniebeschwerden ein hervorragendes Work-out. Grund dafür: Der Auftrieb im Wasser reduziert beim Schwimmen die Gelenkbelastung um ein Vielfaches.
Aber auch das Trainieren auf dem Trampolin eignet sich nach einem Meniskusschaden. Empfehlenswert ist dabei ein Trampolin mit Griff. Dieses ermöglicht z. B. das leichte Schwingen oder Joggen auf dem Trampolin.
Konservative Behandlungsmethoden
Nicht selten erfordern Meniskusrisse einen chirurgischen Eingriff. Aber auch konservative Behandlungsmethoden können erfolgreich eingesetzt werden, um langfristige Schmerzfreiheit herbeizuführen. Von einem Meniskusschaden ist dann die Rede, wenn der Meniskus seine Funktion als Stoßdämpfer und Stabilisator in den Kniegelenken verloren hat.
Dies kann mithilfe einer Ultraschalluntersuchung und einer anschließenden Kernspintomografie nachgewiesen werden. Abhängig von der vorhandenen Meniskusverletzung können die Beschwerden variieren. Grundsätzlich empfiehlt sich immer gut gepolstertes, stabiles Schuhwerk, das den Meniskus entlastet.
Von Bedeutung kann es auch sein, die Kniebewegungen anhand von orthopädischen Einlagen zu korrigieren. Ist der Innenmeniskus von einem Schaden betroffen, lässt sich die Belastung durch eine Erhöhung des Schuhaußenrands mindern. Das entsprechende Schuhwerk ist auch zum Trainieren essenziell.
Ausfallzeiten und Heilung
Wie lange die Ausfallzeit bei einem Meniskusschaden beträgt, hängt von dem Ausmaß des Schadens sowie dem ausgeübten Beruf des Patienten ab. So kann die Heilung bei einer konservativen Therapie ohne Operation einige Wochen bis Monate dauern. Nach einer Meniskusnaht hingegen beträgt die Ausfallzeit zwischen vier bis acht Wochen, bevor das betroffene Kniegelenk wieder voll belastet werden kann.
Um das Knie zu entlasten, geht der Patient in den meisten Fällen während dieser Zeit an zwei Unterarmgehstützen. Handelt es sich um einen verschleißbedingten Meniskusschaden, wird dieser heute in der Regel nur noch symptomatisch mit Ruhigstellung, Physiotherapie oder Eigenbluttherapie behandelt.
Blockiert ein Teil des Meniskusgewebes das Gelenk und führt womöglich zu Einschränkungen beim Strecken des Knies, wird eine Operation unumgänglich.
Operative Behandlungsmethoden
Klares Ziel einer Operation ist es, den Meniskus zu erhalten und so wenig Gewebe wie nur möglich zu entfernen. Üblich erfolgt der Eingriff im Rahmen einer Arthroskopie (Spiegelungen des Gelenks mit der Kamera), bei der das Knie nicht chirurgisch geöffnet werden muss. Abhängig von der Art des Meniskusschadens wird der Riss im Idealfall mit einer Naht versorgt.
Welche Behandlung sich bei einem akuten Meniskusriss eignet, hängt von seiner Form, Größe, Stelle und den Beschwerden ab. Manche Risse lassen sich operativ reparieren, bei anderen müssen die beschädigten Teile entfernt werden. Manchmal reicht auch eine konservative Behandlung aus. Bei den meisten verschleißbedingten Meniskusrissen hilft eine Operation nicht.
Ursachen und Symptome
Meniskusrisse gehören zu den häufigsten Knieverletzungen. Sie treten oft bei Sportarten wie Fußball, Tennis oder Handball auf, bei denen das Knie zum Beispiel beim schnellen Stoppen verdreht wird. Solche akuten, verletzungsbedingten Meniskusrisse werden auch „traumatische Meniskusrisse“ genannt. Meist treten sie bei jüngeren Menschen unter 40 Jahren auf.
Dagegen werden verschleißbedingte (degenerative) Meniskusschäden zum Beispiel durch Berufe begünstigt, in denen man sich häufig bücken oder hinknien muss. Auch starkes Übergewicht ist ein Risikofaktor. Degenerative Meniskusrisse sind vor allem bei Menschen über 40 Jahre verbreitet.
Akute Meniskusrisse können zu Schmerzen, Schwellungen und einem „unrunden“, nicht mehr flüssigen Bewegungsgefühl im Knie führen. Bei größeren Rissen können sich Teile des Meniskus ablösen und das Knie blockieren.
Erste Hilfe und Behandlung
Nach einer akuten Meniskusverletzung kann das Kniegelenk schmerzen und anschwellen. das Knie ruhigzustellen, das Bein im Liegen hochzulegen, undes zu kühlen, indem man alle 2 bis 4 Stunden für etwa 15 Minuten einen Kühlbeutel auf das Knie legt. Kühlung wird vor allem am Tag der Verletzung empfohlen, um Schwellungen zu verringern.
Das Knie wird am besten geschont, bis die Schmerzen und Schwellungen zurückgegangen sind. Vermeiden sollte man vor allem Bewegungen, bei denen die Menisken stark belastet werden, wie hinknien oder in die Hocke gehen. Wenn sich das Knie einige Tage nach der Verletzung beruhigt hat und die Diagnose Meniskusriss feststeht, kann die Behandlung beginnen.
Konservative vs. Operative Behandlung
Manche akuten Meniskusrisse lassen sich konservativ - also ohne Operation - behandeln, andere müssen operiert werden. Dies hängt unter anderem davon ab, wie groß der Riss ist, wo er entstanden ist, welche Form er hat und welche Beschwerden er auslöst.
In Deutschland ist es üblich, verletzungsbedingte Meniskusrisse zu operieren. In anderen Ländern werden kleinere Risse, die das Knie nicht blockieren, oft auch konservativ behandelt.
Wie beide Behandlungen im Vergleich abschneiden, ist noch unklar. Es gibt bislang keine Studien, in denen konservative und operative Behandlungen miteinander verglichen wurden. Die erste Studie dieser Art wird derzeit in Dänemark durchgeführt.
Muskulatur und Training
Generell gilt, dass eine gut trainierte Muskulatur das Knie schützt. Ein strukturiertes Training ist daher auch nach einer Operation sinnvoll.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten
- Bewegungstherapie
- Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Diclofenac oder Ibuprofen
- Kniebandagen oder -orthesen
- Gewichtsabnahme (bei starkem Übergewicht)
Die Wirksamkeit dieser Behandlungen bei verletzungsbedingten Meniskusrissen ist nicht gut untersucht. Bei verschleißbedingten Meniskusrissen, Kniearthrose und anderen Knieerkrankungen gibt es jedoch viele Studien, die zeigen, dass vor allem Bewegungstherapien wirksam sind.
Eine sinnvolle Bewegungstherapie beinhaltet Übungen zur Kräftigung der Muskeln und zur Verbesserung der Stabilität, Beweglichkeit und Koordination. Wichtig ist, die Übungen richtig auszuführen. Das heißt zum Beispiel, ruckartige Bewegungen zu vermeiden und sich bei bestimmten Übungen im Stehen auf einem Stuhl oder Tisch abzustützen. Stabile, gut gepolsterte Sportschuhe mit griffiger Sohle sind ebenfalls hilfreich.
Physiotherapeutische und ärztliche Fachkräfte, die sich mit Knieerkrankungen auskennen, können geeignete Übungen zeigen und bei ihrer Ausführung anleiten. Für eine langfristig erfolgreiche Behandlung ist es aber wichtig, die Übungen regelmäßig und selbstständig zu machen.
Operative Verfahren
Operiert wird fast immer im Rahmen einer Kniespiegelung (Arthroskopie). Dazu sind 2 oder 3 kleine Schnitte nötig. Durch einen der Schnitte wird ein spezielles Endoskop (Arthroskop) eingeführt. Es enthält eine kleine Kamera, eine Lichtquelle und eine Kanüle, mit der das Knie gespült wird, um die Sicht zu verbessern. Mit dem Arthroskop kann die Ärztin oder der Arzt das Innere des Gelenks einschließlich des Meniskus betrachten. Durch die anderen Schnitte können kleine Operationsinstrumente zum Greifen, Schneiden und Nähen eingeführt werden.
Meniskusglättung oder Teilresektion
Bei der Entfernung werden die durch den Riss ausgefransten Meniskusanteile weggeschnitten. Dadurch wird die raue Oberfläche des gerissenen Meniskus geglättet. Dieses Verfahren wird auch Meniskusglättung oder Teilresektion genannt.
Meniskusnaht
Bei einer Meniskusreparatur wird der Riss mithilfe kleiner Instrumente wieder zusammengenäht. Dieses Verfahren wird auch Meniskusnaht genannt.
Welches Verfahren gewählt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In den äußeren Bereichen („rote Zonen“) sind die Menisken gut durchblutet und heilen besser. Deshalb können sie hier manchmal genäht werden, vor allem bei jüngeren Menschen.
Die mittleren, nur teilweise durchbluteten Bereiche werden als weiß-rote Zonen bezeichnet. Es ist umstritten, ob eine Meniskusnaht in diesem Bereich sinnvoll ist.
Der innere Bereich der Menisken - die weiße Zone - ist nicht durchblutet. Die Chancen, dass ein Riss hier wieder zusammenwächst, sind sehr gering. Bei Meniskusrissen in der weißen Zone ist eine Naht daher nicht sinnvoll.
Ob der Meniskus genäht oder zum Teil entfernt wird, hängt außerdem von der Stabilität des Kniegelenks und der Größe des Risses ab. Bislang gibt es nur wenige Studien, die die Vor- und Nachteile einer Meniskusnaht im Vergleich zur Teilentfernung geprüft haben. Das gilt auch für die Vor- und Nachteile verschiedener Operationstechniken und -materialien.
Nachteile der Meniskusnaht
...dass man länger braucht, um sich von dem Eingriff zu erholen, unddass das Risiko für eine Nachoperation in den Folgejahren höher ist als bei einer Teilentfernung.
In Studien wurden etwa 20 % der Menschen, deren Meniskus genäht wurde, innerhalb von fünf Jahren noch einmal operiert, meist weil die Naht nicht gehalten hat.
Komplikationen
Komplikationen sind bei Kniearthroskopien sehr selten. In einer großen Studie wurden die Ergebnisse von 700.000 Kniearthroskopien zur Teilentfernung von Menisken ausgewertet.
- bei etwa 1 von 1000 Eingriffen zu einer Infektion kam, und
- bei weniger als 1 von 1000 Eingriffen zu einer Lungenembolie.
Diese Zahlen sind Durchschnittswerte über alle Altersgruppen. Bei Menschen unter 40 Jahren sind die Risiken etwas geringer, bei Menschen über 40 etwas größer.
Um Blutgerinnseln und damit Venenthrombosen und Lungenembolien vorzubeugen, werden oft Anti-Thrombose-Spritzen und Thrombosestrümpfe verschrieben. Studien zeigen jedoch, dass man nach einer Teilentfernung des Meniskus darauf verzichten kann: Das Risiko für eine Thrombose oder Lungenembolie ist danach ohnehin sehr gering - auch weil man schnell wieder auf den Beinen ist.
Rehabilitation nach der Operation
Wie lange es dauert, bis man sich von einem Eingriff erholt hat, hängt vor allem davon ab, ob der Meniskus teilentfernt oder genäht wurde. Ein genähter Meniskus kann einreißen, wenn er zu früh belastet wird.
Rehabilitation nach Teilentfernung
- bis Woche 3: Theoretisch kann das operierte Bein nach einer Meniskus-Teilentfernung direkt mit dem vollen Körpergewicht belastet werden. Dies kann aber schmerzhaft sein, weshalb in den ersten Tagen oft eine Gehhilfe empfohlen wird. Nach etwa einer Woche ist es möglich, auf ebenem Boden normal zu gehen. Beim Treppensteigen sollte man das operierte Bein aber noch nicht voll belasten. Verschiedene physiotherapeutische Übungen helfen in den ersten Wochen, die Beweglichkeit wiederherzustellen, die Muskulatur zu stärken und die Stabilität zu verbessern.
- Wochen 4 bis 6: Man kann mit leichtem Training auf dem Fahrrad oder Ergometer beginnen. Kniebelastende Bewegungen wie normales Treppensteigen kommen infrage, wenn die Muskulatur wieder kräftig und das Knie stabil genug ist.
- nach 6 Wochen: Die meisten Aktivitäten und Sportarten sind wieder möglich - am besten nach Rücksprache mit den ärztlichen und physiotherapeutischen Fachkräften.
Rehabilitation nach Meniskusnaht
Nach einer Meniskusnaht ist eine längere Rehabilitation nötig. Wie schnell man Fortschritte bei der Rehabilitation macht, hängt von den körperlichen Voraussetzungen und der Größe des Meniskusschadens ab. Wie lange die Rehabilitation insgesamt dauert, ist also sehr verschieden.
- bis Woche 6: In den ersten Wochen wird das operierte Bein zunächst mit Gehhilfen entlastet und erst allmählich wieder belastet. Im Rahmen einer Physiotherapie wird das Knie zunächst passiv bewegt mit dem Ziel, das Bein wieder vollständig strecken und im 90-Grad-Winkel beugen zu können. Leichte Kräftigungsübungen können die vordere Oberschenkelmuskulatur stärken, ohne Druck auf den Meniskus auszuüben - zum Beispiel, indem man das vollständig gestreckte Bein im Liegen wiederholt anhebt und senkt. Belastende Bewegungen wie aktives Beugen des Knies werden noch vermieden.
- Wochen 7 bis 14: In der Regel kann das operierte Knie jetzt mit dem ganzen Körpergewicht belastet werden. In dieser Phase geht es darum, dass das Knie nach und nach wieder beweglich und normales Gehen möglich wird. Die Ausdauer im Alltag kehrt allmählich zurück. Belastende Aktivitäten sollten aber erst aufgenommen werden, wenn das Knie stabil genug ist.
- ab Woche 14: Mit gezielten Übungen und leichtem Sport wird weiter daran gearbeitet, dass das operierte Bein wieder so kräftig und beweglich wird wie das gesunde Bein.
Erwartungen und Ergebnisse
Viele Menschen gehen davon aus, dass nach einer Meniskusoperation alle Beschwerden verschwinden. Dies ist jedoch nicht immer so: Untersuchungen zeigen, dass etwa die Hälfte der Menschen ein Jahr nach einer Teilentfernung des Meniskus mit dem Ergebnis zufrieden ist. Etwa 15 % der Operierten betrachteten den Eingriff als erfolglos.
Wie lange die Genesung dauert, ist zudem sehr unterschiedlich. Viele Meniskusveränderungen sind Folge normaler Verschleißerscheinungen. Man spricht dann von „degenerativen“ Meniskusschäden. Meistens bleiben sie unbemerkt.
Degenerative Meniskusschäden
Degenerative Meniskusrisse und -veränderungen sind vor allem bei Menschen über 40 Jahre und mit Kniearthrose weit verbreitet. Kommt es bei ihnen zu Kniebeschwerden, liegt das meist nicht an einem Meniskusschaden.
Studien zeigen, dass eine arthroskopische Operation bei verschleißbedingten Meniskusrissen die Schmerzen nicht lindert und auch die Funktionsfähigkeit des Knies nicht verbessert.
Viele Fachleute raten bei degenerativen Meniskusschäden inzwischen von einer Operation ab - vor allem bei gleichzeitiger Kniearthrose. Die Behandlung von arthrosebedingten Meniskusschäden wird daher auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ausnahme sind Schäden, bei denen ein Teil des Meniskus abgerissen ist und das Knie blockiert, so dass es sich nicht mehr vollständig strecken lässt.
Zusammenfassung der Empfehlungen
Die folgende Tabelle fasst Gründe zusammen, die eher für eine Operation oder eher für eine konservative Behandlung sprechen können. Die Tabelle deckt nicht alle Fragen ab und ist daher nicht als Empfehlung zu verstehen.
| Kriterien | Eher für Operation | Eher für konservative Behandlung |
|---|---|---|
| Art des Risses | Akut, traumatisch | Degenerativ, verschleißbedingt |
| Beschwerden | Starke Schmerzen, Blockaden | Leichte bis moderate Schmerzen, keine Blockaden |
| Alter | Jünger | Älter |
| Begleiterkrankungen | Keine oder geringe Arthrose | Fortgeschrittene Arthrose |
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