Die Geschichte des Radrennsports in Dormagen

Dormagen und Nievenheim haben eine lange Tradition im Radrennsport. Der Radsportclub Nievenheim (rsc) lädt unter dem Motto "Nievenheimer Verein für Nievenheim" zum ersten "Nievenheimer Ortsschildsprint" ein. Nach vier erfolgreichen Jahren des "Dormagener Radrennens" schlägt der umtriebige Verein damit ein neues Kapitel auf und bringt hochkarätigen Radsport nach Nievenheim.

Frühe Anfänge in Nievenheim

Bereits vor über 40 Jahren rollten die Rennräder durch den Ort, damals mit Start und Ziel an der Grundschule. "Auf diese Weise schließt sich ein historischer Kreis, denn bereits vor mehr als 40 Jahren rollten die Rennräder durch den Ort, damals mit Start und Ziel an der Grundschule", erinnert sich der im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Reinhold Peters.

Der Nievenheimer Ortsschildsprint

Der Renntag beginnt um 9.30 Uhr mit dem „Nievenheimer Ortsschildlauf“. Ambitionierte Läuferinnen und Läufer ab dem Jahrgang 2008 können auf der 8,8 Kilometer langen Strecke (vier Runden à 2,2 km) ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Ab 10.35 Uhr übernehmen die Radsportler: Für den sehenswerten Auftakt sorgen die jüngsten Talente mit den Rennen der Schülerklassen U11 (13,2 km), U13 (17,6 km) und U15/U17 weiblich (19,8 km).

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Hobbyradrennen ab 12.30 Uhr (19,8 km), das allen radsportbegeisterten Nicht-Lizenzfahrern die Möglichkeit bietet, Rennatmosphäre zu schnuppern. Direkt im Anschluss, ab 13 Uhr, legen die Amateure (61,6 km) und die Junioren U19 (46,2 km) los. Als „ein absolutes Highlight für die jüngsten Besucher“ betrachtet Peters das Fette-Reifen-Rennen ab 14.30 Uhr (2,2 km).

Hier können Kinder ohne Lizenz auf ihren Alltagsrädern erste Radrennluft schnuppern „und vielleicht den Grundstein für eine zukünftige Radsportkarriere legen“, hofft Peters. Spannung pur verspricht das Rennen der Elite Frauen und Elite FT sowie der weiblichen Jugend U19 ab 14.50 Uhr (41,8 km bzw. 35,2 km). „Der Verein hat für diesen besonderen Tag einen exklusiven Termin beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) erhalten“, fügt RSC-Vorsitzender Martin Ritterbach nicht ohne Stolz hinzu.

Das Dormagener Radrennen

Es war richtig heiß am gestrigen Samstag, so dass das Dormagener Radrennen zu einer echten Herausforderung für die Teilnehmenden wurde. Aber die ließen sich nicht abschrecken und starteten um 13 Uhr zu den verschiedenen Rennen auf der 1,2 Kilometer langen Wettkampfstrecke, die rund um Marktplatz und Kulle führte. 30 Fahrer erreichten am Abend beim Abschlussrennen um den Fredy Schmidtke Gedächtnispokal das Ziel, das kurz nach 19 Uhr begonnen hatte.

In 55 Runden legten die „Elite-Amateure“ 66 Kilometer zurück. Nach einer Zeit von 1:25:27 Stunden und mit 30 Punkten stand am Ende Justin Wolf vom Team Leopard Pro Cycling ganz oben auf dem Treppchen. Platz zwei ging an Thomas Koep (RC Staubwolke Quadrath 74), auf Rang drei landete Wolfs Teamkamerad Tim Torn Teutenberg. Christian Piel vom ausrichtenden rsc Nievenheim erreichte Platz 20.

Bestes Ergebnis für den rsc fuhr Timo Antweiler im Rennen der Amateure ein. In 1:05:04 Stunden erreichte er nach 39 Runden und 46,8 km das Ziel und belegte damit Platz drei unter den 26 Teilnehmenden, die den Zieleinlauf schafften. Im Rennen der Masters über 40,8 Kilometer erreichten seine Vereinskameraden Martin Ritterbach den 13. Platz, Niels Nagel den 18. und der Holger Schill den 21.

Engagierter Verein

Der rsc Nievenheim ist ein engagierter Radsportverein in Dormagen-Nievenheim mit einer wachsenden Zahl an aktiven Mitgliedern. Der Verein fördert den Radsport in verschiedenen Altersklassen und Leistungsstufen und engagiert sich für die Ausrichtung von Radsportveranstaltungen in der Region.

NRW-Radtour macht Station in Zons

Im Sommer laden WestLotto und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung zur beliebten NRW-Radtour für Freizeitradler ein. Die viertägige Tour startet am 17. Juli in Leverkusen. Die NRW-Radtour rückt auch Kultur- und Naturschutzprojekte entlang der Strecke in den Fokus - Projekte, die von der NRW-Stiftung unterstützt werden.

Im Rahmen der dritten Etappe der NRW-Radtour haben rund 1.500 Radler eine zweistündige Mittagspause in der Zollteste eingelegt. Die Tour, organisiert von WestLotto und der Nordrhein-Westfalen-Stif-tung, führte die Freizeitradler auf rund 220 Kilometern durch das Rheinland. Bürgermeister Erik Lierenfeld begrüßte die Gäste auf dem Rheintor-Park-platz.

Erneut lag Dormagen an der Spitze des Kreis-wettbewerbs, der nach „Kilometer pro Einwohner” bemessen wird. Mit durchschnittlich 5,66 Kilometern pro Kopf lag Dormagen weit vor Korschenbroich (3,20 km pro Kopf) und Neuss (2,80 km). In diesem Jahr sind 83 Teams und 1.979 Radler für Dormagen an den Start ge-gangen.

Ergebnisse des Stadtradelns

Die Ergebnisse des Dormagener Stadtradelns zeigen die Begeisterung der Bürger für den Radsport:

Kategorie Platz Name/Team Kilometer
Einzelradlerin 1 Bianca Hoffmann 2.766 km
Einzelradlerin 2 Caroline Posselt 2.445 km
Einzelradlerin 3 Claudia Meyser 1.626 km
Einzelradler 1 Marcel Prömpler 3.000 km
Einzelradler 2 Wolfgang Kempf 2.260 km
Einzelradler 3 Christoph Thiel 1.815 km
Team 1 rsc Nievenheim 33.495 km
Team 2 Bayer Dormagen 32.523 km
Team 3 Walddorf Straberg 22.236 km
Schule 1 Norbert-Gymnasium Knechtsteden 30.213 km
Schule 2 Bertha-von-Suttner-Gesamtschule 22.346 km
Schule 3 Leibniz-Gymnasium 12.771 km
Grundschule - Theodor-Angerhausen-Grundschule 8.236 km

Die Stadt Dormagen und heimische Unternehmen sorgten zudem als Sponsoren für das Gelingen des Sportevents. Lediglich, dass sich aufgrund der Hitze nicht so viele Zuschauende wie erwartet einfanden, bedauerte Ritterbach.

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