Kaum ein altes Motorrad ist noch mit seiner originalen Auspuffanlage unterwegs. Das kann bei einer Polizeikontrolle mit Lautstärkemessung zu Problemen führen. Viele Motorradbesitzer greifen auf Nachrüstanlagen zurück, teils ohne Gutachten, oder arbeiten originale Auspuffe auf oder fertigen diese nach. Hinzu kommt, dass auch Original-Auspuffe mit den Jahren an Dämpfung verlieren können. Und Vorkriegsmaschinen besitzen oftmals überhaupt keinen Schalldämpfer.
Sie sind sich unsicher, ob Ihr Motorrad den Vorschriften entspricht und wollen nicht bis zur ersten Polizeikontrolle warten? Mit dem Rechenexempel am Beispiel der Honda und einem Lautstärkemessgerät haben Sie das nötige Rüstzeug zur Eigenkontrolle. Entsprechende Messgeräte bieten Elektronik-Discounter zu Preisen ab 30 Euro an.
Gesetzliche Grundlagen der Geräuschmessung
Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass nur für das Fahrgeräusch gesetzliche Grenzwerte festgelegt sind. Dass auch Standgeräuschwerte ermittelt werden, ist ein Tribut an die Verkehrsüberwachung: Das Standgeräusch lässt sich mit relativ einfachen Mitteln messen.
Kaum Probleme bekommen dürften alle, die ein Fahrzeug besitzen, das vor dem 1. Dezember 1951 erstmals zum Verkehr zugelassen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt galten nämlich jene laxen Geräuschgrenzwerte, die in der Urschrift der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) vom 1. Januar 1938 festgelegt worden waren: pauschal 85 Phon Stand- und Fahrgeräusch für alle motorisierten Fahrzeuge.
Am 1. Dezember 1951 traten dann nach Fahrzeuggattungen (Pkw, Lkw etc.) aufgesplittete Grenzwerte in Kraft, die Messdistanz wurde auf sieben Meter reduziert. Eine weitere Verschärfung erfolgte am 14. September 1953, allerdings wurde das Standgeräusch jetzt bei 75 Prozent der Nennleistungsdrehzahl ermittelt und das Fahrgeräusch bei 50 km/h Konstantfahrt.
Die Umstellung von Phon auf Dezibel
Bis zum 12. September 1966 pflegte der TÜV die Geräusche von Fahrzeugen in DIN-Phon zu messen. Ab dem 13. September 1966 stellte der Gesetzgeber die Messeinheit von DIN-Phon auf international gebräuchliche Dezibel mit dem Kürzel dB(A) um. Fahrzeuge, die vor diesem Zeitpunkt erstmalig zugelassen, aber zwischenzeitlich abgemeldet worden waren, erhielten bei der Wiederzulassung das Kürzel „D" hinter den Geräuschwerten eingetragen. Dadurch ist für TÜV-Prüfer und Polizisten heute ersichtlich, dass es sich um DIN-Phon-Werte handelt, mit denen sie mit ziemlicher Sicherheit nichts anfangen können: Kaum ein modernes Messgerät von Polizei oder TÜV ist in der Lage, DIN-Phon zu messen. Die Chancen, mit einem vor dem 13. September 1966 erstmals zugelassenen Fahrzeug unbehelligt zu bleiben, stehen also gut.
Zusammen mit der Umstellung von Phon auf Dezibel legte der Gesetzgeber außerdem - wen wunderts - neue, strengere Grenzwerte fest, die in den Fahrzeugpapieren oftmals mit einem „N" - wie national - gekennzeichnet sind. Diese nationale Richtlinie mussten alle Fahrzeuge erfüllen, die zwischen besagtem 13. September 1966 und dem 7. November 1980 erstmals zugelassen wurden.
Dann nämlich erfolgte die nächste einschneidende Änderung, mit der der Gesetzgeber die „Nahfeldmessung" zur Ermittlung des Standgeräuschs einführte. Ab sofort wurde nicht mehr in sieben, sondern nur noch in einem halben Meter Entfernung von der Auspuffmündung gemessen, wobei das Messgerät auf Höhe des Auspuffs, aber rund 45 Grad seitlich der Ausströmrichtung aufgestellt wurde. Damit schuf der Gesetzgeber die Voraussetzungen für die eingangs erwähnten Geräuschmessungen „am Straßenrand". Zeit ein „P" (wie Polizei) hinter dem Standgeräuschwert auf die neue Messmethode hin.
Berechnung des Standgeräuschs
Um auch jene Fahrzeuge überprüfen zu können, deren Standgeräusch noch nicht per Nahfeldverfahren, aber bereits in dB(A) ermittelt worden war, wurden Vergleichsmessungen durchgeführt. Sie ergaben, dass zum Standgeräusch von Motorrädern und Kleinkrafträdern, die vor dem 7. November 1980 erstmals zugelassen wurden, 21 dB(A) hinzuaddiert werden müssen. Ein Rechenexempel: Gesetzt den Fall, der Fahrer einer Honda CB 750 von 1979 wird angehalten und sein Motorrad einer Geräuschmessung unterzogen.
Eintragung von Auspuffanlagen
Stellt sich der Eigen- oder Nachbauauspuff oder die Zubehöranlage bei der Eigenmessung als vorschriftsmäßig heraus, spricht nichts gegen eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere. Wurde das Fahrzeug vor dem 1. April 1994 erstmals zugelassen, benötigt dessen Auspuffanlage nämlich keinerlei Gutachten oder Prüfzeichen. Allerdings wird der zuständige Überwachungsverein eine Geräuschmessung durchführen. Grenzwerte nicht überschreiten, die bei seiner Erstzulassung laut StVZO gesetzlich vorgeschrieben waren. Bis vor kurzem galt noch, dass die fahrzeugspezifischen Werte nicht überschritten werden durften.
So beträgt das Fahrgeräusch der zuvor erwähnten Honda 82 dB(A), der gesetzliche Grenzwert jedoch 84 dB(A). Zwei Dezibel Unterschied wirken marginal. Tatsächlich wird jedoch eine Verringerung um sechs dB(A) subjektiv als Halbierung der Lautstärke empfunden.
Zu guter Letzt sehen die Vorschriften eine Leistungsmessung vor, die ab etwa 50 Euro aufwärts zu Buche schlägt. Eine Leistungsminderung oder -Steigerung von fünf Prozent liegt innerhalb des Toleranzbereichs und ist nicht eintragungspflichtig.
Wo finde ich die Angaben zur Lautstärke meines Motorrads?
Der Standgeräuschwert ist in den Zulassungsbescheinigungen unter U.1 eingetragen, das Fahrgeräusch findet ihr unter U.3. Ihr nehmt also eure Zulassungsbescheinigung Teil 1 zur Hand (früher Fahrzeugschein, das grünliche, gefaltete kleine Papier) und schlagt unter dem jeweiligen Buchstaben nach (siehe auch Video und Bildergalerie oben). Dort könnt ihr ablesen, ob ihr die Werte 90 dB oder 95 dB überschreitet.
Bei einer Standgeräuschmessung im Straßenverkehr nach § 29 StVZO darf der gemessene Wert um 5 dB abweichen.
Für das Standgeräusch von Motorrädern sind vom Gesetzgeber keine Grenzwerte vorgeschrieben. Es wird jedoch stets ermittelt und in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Damit erhält die Polizei die Möglichkeit, bei Verkehrskontrollen mit einfachen Mitteln den Originalzustand eines Fahrzeugs zu überprüfen. Denn Ersatzschalldämpfer dürfen die Originalanlage im Schalldruckpegel nicht übertreffen.
Beim Fahrgeräusch liegt der Grenzwert, je nach Klasse, bei 73, 74 oder 77 dB (A), abhängig vom Leistungs-Masse-Verhältnis (PMR). 80 Prozent aller aktuellen Motorräder gehören zur Klasse III, hier darf das Fahrgeräusch maximal 77 dB laut sein.
Euro 5/Euro 5+-Norm zur Lautstärke
Die Euro-Normen sind vor allem Abgasnormen, weshalb das Thema Lautstärke dort nicht wirklich behandelt wird. Die Regelungen zur Geräuschentwicklung von Krafträdern sind in der UNECE-R 41 definiert (seit 2021 gilt die UNECE-R 41.05). Sie gibt die oben genannten 73, 74 oder 77 dB (A) vor. Die rund 80 Prozent Motorräder, die wegen ihres Leistungs-Masse-Verhältnis (PMR) zur Klasse III zählen, müssen zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen (Additional Sound Emission Provisions, Abkürzung: ASEP) einhalten.
ASEP steht für Additional Sound Emission Provisions, also für zusätzliche Geräuschmessungen. Die Motorräder, die in die Klasse III fallen - circa 80 Prozent aller aktueller Motorräder - müssen also weitere Laustärke-Bestimmungen einhalten. Laut dem Bundesverband gegen Motorradlärm sollen diese zusätzlichen Geräuschmessungen aufdecken, "wenn überwiegend hohe Geräuschemissionen mittels besonderer technischer Maßnahmen, z.B. gesteuerte Klappensysteme in den für die Standardmessung relevanten Betriebspunkten‚ künstlich reduziert werden." Der modellspezifische ASEP-Grenzwert muss aktuell über alle Betriebszustände zwischen 10 und 100 km/h eingehalten werden.
Das Motormanagement kann eine Klappe im Auspuff so steuern, dass im Testzyklus die Grenzwerte für die Lautstärke eingehalten werden. Beispiel: Wird das Fahrgeräusch im 4. Gang bei einer bestimmten Geschwindigkeit oder Drehzahl gemessen, macht die Klappe in genau diesem Bereich zu, und das Motorrad ist dann leiser. Außerhalb dieser relevanten Fahrzustände kann die Klappe den Sound dann wieder von leise auf laut drehen.
Wie laut sind eigentlich 90 oder 95 dB?
Grundsätzlich sind Motorräder im Straßenverkehr gar nicht lauter als Autos, sondern eher leiser. Das ergab eine Studie, die wir euch im Artikel "Alles zum Thema Motorradlärm" erläutern. Doch warum werden Motorräder als lauter wahrgenommen? Das hat vor allem etwas mit der Frequenz und der Klangfarbe des Motorradsounds zu tun. Musikwissenschaftler der Uni Wien stellten fest: Motorradgeräusche werden als besonders lästig wahrgenommen, weil sie "eine hohe Lautheit mit starkem Energiegehalt bei 2 - 4 Kilohertz sowie eine klangfarbliche Schärfe und ausgeprägte Rauigkeit" aufweisen.
7 Fakten über Schall
- In der Luft ist Schall 343 m/s oder 1243,8 km/h schnell.
- Der Schalldruck verhält sich zur Entfernung von der Schallquelle umgekehrt proportional - bei doppelter Entfernung wird er viermal schwächer.
- Schalldruck ist eine physikalische Größe, gemessen in Dezibel (dB). Anders als konstante Maßeinheiten wie Meter oder Kilogramm verweist dB auf ein Größenverhältnis, verändert sich also mit dem Ausgangswert und den Bewertungskurven, auf die es sich bezieht.
- Die Bewertungskurve A bei dB(A) bezieht sich auf die Empfindlichkeit des menschlichen Ohrs.
- Eine Erhöhung des Schalldruckpegels um 10 dB(A) wird als Verdoppelung der vorhergehenden Lautstärke empfunden. Eine leise Unterhaltung mit 40 dB(A) ist folglich nicht 4-mal, sondern 8-mal lauter als normales Atmen mit 10 dB(A).
- 10 dB(A) beträgt auch der Störpegel. Das heißt: Man hört nur das um 10 dB(A) lautere Geräusch. Alle anderen werden von diesem gleichsam verschluckt, überdeckt.
- Die Maßeinheit Phon ist eine psychoakustische Größe, die außer dem Schalldruck auch die Frequenz der Töne und deren Eigenschaften berücksichtigt. Phon beinhaltet also auch, wie wir ein Geräusch empfinden.
Wie misst die Polizei das Standgeräusch von Motorrädern?
Die Polizei misst das Standgeräusch von Motorrädern mit einem Präzisions-Schallpegelmessgerät. Als Prüfgelände darf jeder Platz verwendet werden, der keine nennenswerten akustischen Störungen bewirkt.
Das Mikrofon ist in Höhe der Auspuffmündung aufzustellen, in keinem Fall jedoch niedriger als 0,2 Meter über der Fahrbahnoberfläche. Die Mikrofonkapsel muss gegen die Ausströmöffnung der Abgase in einem Winkel von 45 Grad und in einer Entfernung von 0,5 Meter gerichtet sein.
Der Motor wird auf die in der Zulassungsbescheinigung angegebene Drehzahl geregelt. Diese Drehzahl entspricht laut EG-Richtlinien der halben Nenndrehzahl, wenn die Nenndrehzahl über 5.000/min liegt oder dreiviertel der Nenndrehzahl, wenn diese bis zu 5.000/min beträgt.
Lärmbelastung und Gehörschutz
Motorradfahrer sind während der Fahrt erheblichen Geräuschbelastungen ausgesetzt, die bei häufigen längeren Fahrten über Jahre hinweg zu Gehörschäden führen können (siehe Fachinfo „Beurteilung von Gehörschadensfällen“). Auch wenn es inzwischen einzelne akustisch optimierte Helme gibt, empfiehlt sich die gezielte Auswahl eines leisen Helms. Je nach Helm kann die Geräuschbelastung um mehr als 15 dB(A) differieren.
Motorradfahrern bleibt neben der gezielten Helmauswahl nur noch die Möglichkeit, sich auf längeren Fahrten durch Verwendung von Gehörschutzstöpseln zu schützen. In der Praxis haben sich z.B. mehrfach verwendbare Stöpsel aus polymerem Schaumstoff bewährt. Sie lassen sich in der Regel angenehm tragen, ohne ein stärkeres Druck- oder Fremdkörpergefühl hervorzurufen.
Dezibel messen: Geräte und Apps
Ob in der Musikproduktion, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum - das Messen von Dezibel ist unerlässlich. Doch wie funktioniert das eigentlich und warum ist es so wichtig? In diesem Artikel erfährst Du alles, was Du über das Messen von Dezibel, Lautstärke und Lautheit wissen musst.
Dezibel (dB) ist eine logarithmische Einheit, die zur Messung des Schalldruckpegels verwendet wird. Sie gibt das Verhältnis zwischen zwei Schallintensitäten an. Ein Dezibel-Wert drückt aus, wie laut oder leise ein Geräusch im Vergleich zu einem Referenzwert ist. Der Referenzwert, häufig der leiseste hörbare Ton, liegt bei 0 dB.
Dezibel-Messungen sind in vielen Bereichen unerlässlich:
- Musikproduktion: Die Kontrolle der Lautstärke ist entscheidend für die Qualität von Aufnahmen und Live-Auftritten.
- Industrie: Maschinenlärm muss überwacht werden, um Arbeitsschutzstandards zu erfüllen.
- Alltag: Verkehrs- und Umgebungslärm beeinflussen unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.
- Gesundheitsschutz: Übermäßiger Lärm kann zu Hörschäden führen. Dezibel-Messungen helfen, Risiken zu minimieren und präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Der Unterschied zwischen Lautstärke und Lautheit
Der Unterschied zwischen Lautstärke und Lautheit liegt in der objektiven Messung und der subjektiven Wahrnehmung von Schall.
- Lautstärke (Sound Pressure Level, SPL): Eine objektive Messung des Schalldrucks, gemessen in Dezibel (dB).
- Lautheit (Loudness): Eine subjektive Wahrnehmung, wie laut ein Ton für uns klingt.
Die Fletcher-Munson-Kurven zeigen, wie Lautheit bei unterschiedlichen Frequenzen und Lautstärken wahrgenommen wird. Ein tiefer Ton und ein hoher Ton können die gleiche Lautstärke (in dB) haben, aber der tiefe Ton muss lauter sein, um für unser Ohr gleich laut zu klingen wie der hohe Ton.
Grundlagen des Dezibel-Messens
Ein Dezibel ist eine logarithmische Einheit, die das Verhältnis zwischen zwei Größen ausdrückt. In der Akustik wird der Schalldruckpegel in Dezibel gemessen. Ein Beispiel: Wenn die Intensität eines Geräusches verdoppelt wird, steigt der Dezibel-Wert um etwa 3 dB.
Die logarithmische Skala macht es möglich, sehr große oder sehr kleine Werte darzustellen. Sie ist besonders nützlich, weil unser Gehör ebenfalls logarithmisch funktioniert. Ein Anstieg um 10 dB wird als Verdopplung der Lautstärke wahrgenommen.
Unterschied zwischen Schalldruckpegel, Lautstärkepegel und Leistungspegel:
- Schalldruckpegel (SPL): Misst den Druck der Schallwellen. Typische Einheit: dB SPL.
- Lautstärkepegel: Subjektives Empfinden der Lautstärke, abhängig von Frequenzen und Intensität.
- Leistungspegel: Misst die Schallenergie pro Zeiteinheit. Typische Einheit: dB Watt.
Messgeräte & Technik
Es gibt analoge und digitale Schallpegelmesser. Analoge Geräte sind robust und einfach, digitale bieten mehr Präzision und Funktionen.
- Analoge Schallpegelmesser: Einfach zu bedienen, aber weniger genau.
- Digitale Schallpegelmesser: Höhere Genauigkeit, oft mit zusätzlichen Features wie Datenlogging, Frequenzanalyse und verschiedenen Bewertungsfiltern (dB(A), dB(C)).
Ein typischer Schallpegelmesser besteht aus einem Mikrofon, einem Verstärker, einem Filter und einem Anzeigegerät. Das Mikrofon nimmt den Schall auf, der Verstärker verstärkt das Signal, Filter trennen unerwünschte Frequenzen aus, und das Anzeigegerät zeigt den Dezibel-Wert an.
Kalibrierung ist essenziell, um genaue Messungen zu gewährleisten. Viele Geräte haben eingebaute Kalibrierungsfunktionen oder erfordern externe Kalibrierungsgeräte. Regelmäßige Kalibrierung ist notwendig, um die Genauigkeit zu erhalten.
Wie man einen Dezibelmesser richtig einsetzt
Die korrekte Anwendung eines Dezibelmessers ist entscheidend für genaue Ergebnisse:
- Gerät kalibrieren: Vor jeder Messung kalibrieren.
- Messpunkt wählen: Einen geeigneten Punkt in der Nähe der Geräuschquelle wählen.
- Gerät ausrichten: Mikrofon in Richtung der Geräuschquelle halten.
- Messung durchführen: Über einen angemessenen Zeitraum messen.
Schritt-für-Schritt Anleitung zur Messung von Dezibel:
- Gerät einschalten und kalibrieren.
- Geeigneten Messpunkt wählen.
- Mikrofon ausrichten.
- Messung starten und Ergebnisse ablesen.
- Ergebnisse dokumentieren und analysieren.
Beispiele aus der Praxis
- Messung der Lautstärke eines Konzerts: Hohe Dezibel-Werte sind typisch, Schutzmaßnahmen für das Gehör sind wichtig.
- Arbeitsplatzlärm: Regelmäßige Messungen zur Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften.
- Verkehrslärm: Einfluss auf Wohngebiete, regelmäßige Überprüfungen erforderlich.
Fallstudien zum Dezibel messen
Messung der Lautstärke bei einem Konzert: Vorgehen und Ergebnisse
Bei Konzerten wird oft eine Lautstärke von über 100 dB erreicht. Durch genaue Messungen kann sichergestellt werden, dass die Lautstärke innerhalb sicherer Grenzen bleibt. Ein Beispiel: Ein Konzert in einer großen Halle, wo regelmäßige Messungen durchgeführt wurden, zeigte Spitzenwerte von 110 dB. Durch Anpassung der Lautsprecherposition und Lautstärke konnte die Belastung für das Publikum reduziert werden.
Lärmbelastung am Arbeitsplatz: Gesetzliche Anforderungen und praktische Umsetzung
Arbeitsschutzgesetze legen fest, dass die Lärmbelastung am Arbeitsplatz bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten darf. In einem Beispielbetrieb wurden Messungen durchgeführt, die zeigten, dass der Lärmpegel in der Fertigungshalle 85 dB überstieg. Maßnahmen wie Schallschutzwände und Gehörschutz wurden eingeführt, um die Belastung zu senken. Zudem wurden regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiter durchgeführt, um das Bewusstsein für Lärmschutz zu erhöhen.
Messung von Umgebungslärm in städtischen Gebieten: Herausforderungen und Lösungen
Städtische Gebiete sind oft von hohem Umgebungslärm betroffen. Eine Fallstudie in einer Großstadt zeigte, dass der Lärmpegel in Wohngebieten nachts häufig über 60 dB lag. Lösungen wie Tempolimits und Lärmschutzfenster wurden umgesetzt, um die Belastung zu reduzieren.
Dezibel Messen App
Es gibt zahlreiche Apps, die Dezibel messen können, sowohl für iOS als auch für Android:
- dB Meter: Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit.
- Sound Meter: Gute Option für grundlegende Messungen.
- Decibel X: Umfassende Funktionen, inklusive Datenlogging.
Apps sind praktisch, aber ihre Genauigkeit variiert. Externe Mikrofone können die Genauigkeit verbessern.
Schallpegelmesser: Geräte zum Dezibel messen
Empfehlung von Geräten für Einsteiger & Fortgeschrittene
- Einsteiger: Günstige, einfach zu bedienende Geräte wie der Benetech GM1356.
- Fortgeschrittene: Hochpräzise Geräte wie der Brüel & Kjær 2250, die umfangreiche Datenanalyse ermöglichen.
Digital Sound 8922
Das Digital Sound 8922 Schallpegel-Messgerät bietet präzise Messungen von 31,5 Hz bis 8 kHz mit einer Genauigkeit von +/- 1,5 dB. Mit sechs wählbaren Messbereichen (30 dB bis 130 dB) und A/C-Bewertung ist es vielseitig einsetzbar. Es verfügt über eine Max-Hold-Funktion und ein beleuchtetes LC-Display.
VOLTCRAFT SL-10
Das VOLTCRAFT SL-10 ist ein digitales Schallpegel-Messgerät, ideal für Schallpegel-Analysen. Mit einem Messbereich von 30 dB bis 130 dB und einer Genauigkeit von ± 1,5 dB liefert es präzise Ergebnisse.
Gängige Fehler und Missverständnisse beim Dezibel Messen
- Falsche Kalibrierung der Geräte: Eine unzureichende Kalibrierung kann zu erheblichen Messfehlern führen.
- Missverständnisse bei der Interpretation von dB(A) und dB(C): dB(A) ist die A-bewertete Skala, die der menschlichen Gehörkurve nachempfunden ist, dB(C) bewertet alle Frequenzen gleich.
- Einfluss der Umgebung auf die Messung: Reflektierende Oberflächen und andere Geräuschquellen können die Messungen verfälschen.
- Verwendung ungeeigneter Geräte für spezifische Anwendungen: Nicht jedes Messgerät ist für jede Anwendung geeignet.
Gesetzliche Vorgaben und Normen
Es gibt verschiedene Normen und Vorschriften, die die Dezibelmessung regeln, wie DIN-Normen und ISO-Normen.
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