DDR Museum Motorrad: Eine Reise in die Zweiradgeschichte der DDR

Das DDR Museum ist ein außergewöhnliches Museum und eines der meistbesuchten Museen Berlins, das den Alltag eines vergangenen Staates zum Anfassen zeigt. Hier kann man die Geschichte der DDR hautnah erleben und zahlreiche interaktive Installationen laden zum Mitmachen ein. Seit dem 26. August 2021 betreibt das DDR Museum die thematische Ausstellung »DDR Museum: Motorrad« in der Berliner Rochstraße.

Das DDR Museum freut sich, die Integration der Motorräder, Roller, Gespanne, Mokicks und Mopeds bekannt zu geben, wodurch die Sammlung im Bereich der DDR-Zweiräder erheblich erweitert wird. Das Museum besitzt mit über 300.000 Objekten die weltweit größte museale DDR-Sammlung, in der bereits Fahrzeuge wie der »Trabant«, die »Schwalbe« oder ein Volkspolizeimotorrad des Herstellers MZ zu finden sind.

Das 1. Berliner DDR-Motorradmuseum

Das private Haus eröffnete 2008 als 1. Berliner DDR-Motorradmuseum zwischen den Bahnhöfen Hackescher Markt und Alexanderplatz in den historischen Viaduktbögen. Besucher erwartet eine Ausstellung mit über 130 Zweirädern aus 40 Jahren DDR-Produktion, ihre Vorgänger und Nachfolger sowie viele weitere thematische Exponate aus dem Bereich Mobilität auf mehr als 800 m², verteilt auf zwei Etagen.

Ausgestellte Modelle und Raritäten

Ausgestellt waren mehr als 140 Motorräder, Motorroller und Mopeds der Hersteller DKW/ IFA/ MZ, Simson-Suhl, IWL und EMW auf ca. 1000qm Ausstellungsfläche über 2 Etagen verteilt. Nun sind auch Raritäten vertreten, z. B. ein MZ-Motorrad aus der Eskorte des Ministeriums des Inneren der DDR, von denen nur 30 Stück produziert wurden, oder ein EMW R 35/3 von 1953, dessen Vorgänger schon vor dem Zweiten Weltkrieg von BMW gebaut wurde.

Weitere Museen mit Zweirad-Fokus in Berlin

Neben dem DDR-Museum gibt es in Berlin weitere interessante Anlaufstellen für Zweirad-Enthusiasten:

  • Zweiradmuseum Klinkenberg: Alles, was zwei Räder hat, ist die Leidenschaft von Stefan Klinkenberg. Der studierte Architekt häuft in einem sonst unscheinbaren Hinterhof an der Oberbaumbrücke Motorräder und Fahrräder an. Die Modelle sind historisch und stammen aus der Zeit zwischen 1920 und 1960 - der ideale Ausgangspunkt für ein Zweiradmuseum.

Zweiradmuseum Klinkenberg: Sammlung und Werkstatt

Das Museum ist gleichzeitig eine Werkstatt, denn Stefan Klinkenberg ist Sammler und Bastler aus Leidenschaft. Früher besorgte er sich alte Mopeds vom Schrott und baute sie wieder auf. Daraus wird ein Geschäft: In Kreuzberg eröffnet er einen Motorradshop und ergattert nach und nach mehrere historische Modelle. 1987 machte Klinkenberg seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich.

Das Museum finden Sie in einem alten Pferdestall. Aufgebaut ist es passenderweise wie eine Werkstatt. Hier stehen etwa 30 Motorräder, Fahrräder, Mopeds und Beiwagen zur Schau - allesamt mit historischem Wert. Die Oldtimer tragen deutsche Markennamen wie NSU, BMW oder HOREX. Auch internationale Raritäten aus England oder Russland sind dabei.

Ein Highlight der Ausstellung ist die NSU mit Tankschaltung aus den 1920er Jahren. Klinkenberg hat sie sorgfältig restauriert und auf Hochglanz poliert. Neben den Fahrzeugen versprühen die alten Kataloge, Betriebsanleitungen und Motorradmagazine Nostalgie pur. Auf den Regalen tümmeln sich historische Ersatzteile. Das Team um Klinkenberg fertigt auch selbst Teile für Vor- und Nachkriegsmotorräder an. Andere kaufen sie von Herstellern. So werden etwa regelmäßig die Steib-Seitenwagen aus den 50er Jahren nachgebaut.

Anfahrt und Öffnungszeiten des Zweiradmuseums Klinkenberg

Mit der U-Bahn U1 erreichen Sie das Zweiradmuseum über den Bahnhof Schlesisches Tor. Von dort aus trennen Sie nur 200 Meter von der Ausstellung. Alternativ nutzen Sie die Busse 165 oder 265. Geöffnet haben Werkstatt, Laden und Museum das ganze Jahr über. Statt wie üblich montags, hat das Museum sonntags geschlossen. Die beste Chance auf einen Plausch mit Klinkenberg selbst haben Sie am Samstag.

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