Wird das Thema Rocker und Nazis bzw. »Nazirocker« angeschnitten, landet man in der Regel innerhalb kürzester Zeit bei den Berliner »Vandalen«.
Die Vandalen: Eine Neonazi-Combo im Rocker-Habitus
Die »Vandalen - ariogermanische Kampfgemeinschaft« wurden 1982 im Ostberliner Bezirk Weißensee von Michael Regener und Jens K. gegründet.
Michael Regener gilt seit dem als Chef der Gruppierung. Die Mitglieder verorten sich selbst eindeutig innerhalb der Neonaziszene. Es handelt sich vielmehr um eine Neonazi-Combo mit Rocker-Habitus.
Wo sich in Berlin jedoch Mischszenen zwischen Nazis und Rockern herausbilden, sind die Vandalen nicht weit. Grund genug, diese Vereinigung näher zu beleuchten.
Struktur und Aktivitäten
Die Vandalen orientieren sich unübersehbar am Habitus und an der Organisierungsweise von Motorcyle Clubs. Sie verfügen über Club-Räumlichkeiten, sie kassieren einen monatlichen Mitgliedsbeitrag (75 Euro) und lassen Anwärter eine einjährige Probezeit (Prospect-Status) durchlaufen.
Die Vandalen orientieren sich unübersehbar am Habitus und an der Organisierungsweise von Motorcyle Clubs. Sie verfügen über Club-Räumlichkeiten, sie kassieren einen monatlichen Mitgliedsbeitrag (75 Euro) und lassen Anwärter eine einjährige Probezeit (Prospect-Status) durchlaufen.
Die Vandalen orientieren sich unübersehbar am Habitus und an der Organisierungsweise von Motorcyle Clubs. Sie verfügen über Club-Räumlichkeiten, sie kassieren einen monatlichen Mitgliedsbeitrag (75 Euro) und lassen Anwärter eine einjährige Probezeit (Prospect-Status) durchlaufen.
Die etwa zehn Personen starke Gruppe verfügt seit der Wiedervereinigung über weitreichende Kontakte zu Neonazigruppen in Berlin, Deutschland und der Welt.
Nach dem Mauerfall entwickelte sich der Berliner Judith-Auer-Club zum Treffpunkt der Vandalen. Hier entstand auch die Berliner Neonazi-Band »Landser«, in welcher die (damaligen) Vandalen-Mitglieder Michael Regener (»Lunikoff«), Andre Möhricke (»Möhre«) und Horst Schott mitspielten.
1996 kam es zu Differenzen und Horst Schott verließ die Band »Landser« und zusammen mit Anderen auch die »Vandalen«.
Nach der Verurteilung der Band Landser als kriminelle Vereinigung ist in den letzten Monaten ein deutliches Zusammenrücken mit der Neonazi-Band »Spreegeschwader« in Form gemeinsamer Auftritte und Infrastruktur zu beobachten.
Bei einer »Spreegeschwader«-CD trat Regener mittlerweile sogar als Mit-Sänger auf.
Ein weiterer Schwerpunkt der »Vandalen«-Aktivitäten liegt in der Organisation ihrer alljährlichen Gründungs-Jahresfeiern. Diese elitär ausgerichtete Veranstaltung findet regelmäßig an einem der letzten Septemberwochenende in Berlin statt.
Gewalt und Kriminalität
In der Nacht zum 10. Dezember 2000 rief Jean-Rene B. die Vandalen-Kneipen-Runde um Michael Regener, Jens K. und Andreas C. (»Doktor«) an und erkundigte sich, ob er das ehemalige »Landser«-Mitglied Sören Brauner »umboxen« solle, das in der Berliner Heavy-Metal-Disko »Halford« ausfindig gemacht worden war.
Da dieser wegen seines Ausstieges in Ungnade gefallen war, bekam Jean-Rene B. für die Abstrafaktion grünes Licht.
Am 9. Juni 2001 wurde er von Jean-Rene B. in seinem Hausflur angegriffen und dazu gedrängt, Aussagen, die er gegen die Band »Landser« bei der Polizei gemacht hatte, zurückzunehmen.
Dieses tat er auch kurze Zeit später, so dass er bei einem zweiten Besuch von Jean-Rene B. glimpflich davon kam. Doch auch politische und unpolitische Revierkämpfe spielen sich im Umfeld der Vandalen ab.
Im August 2002 lieferte sich der Vandale Clemens N. zusammen mit Helmar Braun (ehemals Cafe Germania Dresden) bei einem antirassistischen Festival in Berlin eine körperliche Auseinandersetzung mit dessen Besuchern.
Im März 2004 hielt sich der Vandale Andreas C. zusammen mit Alexander Bahls von der Neonaziband »Spreegeschwader« und Christopher W. (»Puffa«) aus der Berliner Kameradschaftsszene in der Berliner Diskothek »Music Hall« auf. Nach einer Rempelei auf der Tanzfläche kam es zu einer Schlägerei, bei der eine Person schwer verletzt wurde.
Internationale Kontakte und Waffenaffinität
Bereits Anfang der 90er Jahre wurden im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einer Serie von Bombenanschlägen in Österreich von den dortigen Ermittlungsbehörden intensive Kontakte zwischen österreichischen Neonazis und Berliner »Vandalen« bzw. deren engstem Umfeld festgestellt.
Der Österreicher Peter Binder besuchte demnach die »Vandalen« Bendix Wendt und Andreas C. in Berlin und der »Vandale« Bendix Wendt soll zusammen mit Alexander Ti. die Kameraden in Österreich besucht haben.
Bendix Wendt wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er in den 1990er Jahren mit den österreichischen Neonazis Gottfried Küssel und Peter Binder auf alten Brandenburger Kriegsschauplätzen erfolgreich nach Kriegswaffen mit Sprengstoff gesucht hatte.
Österreichische Sicherheitsbehörden rechneten neben Wendt und Andreas C. auch Manuela S. und Berndt K. zu den Mitgliedern bzw. Symphatisanten der Berliner »Vandalen«.
In diesem Zusammenhang tauchten auch jene Informationen auf, nach denen Arnulf Priem ein »führender Exponent« der »Vandalen« gewesen sein soll und die Vandalen sich als Motorrad-Club konstituiert hätten, um konspirativer Wirken zu können.
Antifaschistische JournalistInnen fanden für diese oft wiederholten Behauptungen jedoch bis heute keine weiteren Belege. Doch intensive internationale Kontakte der Vandalen sind unbestritten.
Der Ruf der Waffenfixiertheit der Berliner Vandalen scheint nicht ganz unberechtigt. So wurde Bendix Wendt von österreichischen Ermittlungsbehörden die Teilnahme an Sprengkursen und ein massives Interesse an Kriegswaffen und Sprengstoff nachgesagt.
Bedeutung innerhalb der Neonazi-Szene
Auch wenn es sich bei den »Vandalen« um eine relativ kleine Gruppe ohne gesellschaftliche Relevanz handelt, so verfügt sie doch innerhalb der Berliner Neonazi-Szene über erheblichen Einfluss und Autorität.
Ihr Clubhaus ist einer der wichtigsten Treffpunkte und im bundesweiten und internationalen Neonazi-Musiknetzwerk nehmen sie, v.a. durch ihre Mitarbeit bei Landser, eine wichtige Stellung ein.
Der Begriff "Rocker" und seine Verwendung
Der Begriff »Rocker« kommt aus dem England der 60er Jahre und wurde von bürgerlichen Medien in den frühen 70ern als abwertender Begriff für die Mitglieder einer Motorrad fahrenden Jugendsubkultur und ihre Musik geprägt.
In Deutschland haben die meisten Mitglieder entsprechender Motorradgruppen den Begriff mit der Zeit in positiver Bedeutung übernommen und bezeichnen sich heute auch selbst so.
Klassische Rocker fahren Motorräder, doch der Begriff wurde z.T. auf nicht motorradfahrende Mitglieder des Rocker-Milieus ausgeweitet.
Im englischsprachigen Ausland gilt der Begriff »Rocker« bis heute als abwertend, dort zieht man die neutrale Bezeichnung Biker vor. Auch in Deutschland nennen sich viele MC-Member aus diesem Grund noch immer lieber »Biker«.
Doch die Vandalen besitzen nur selten Motorräder und damit auch nicht den Status eines Motorcyle Clubs. der Vandalen auf ihren Leder-Westen oder Kutten tragen. T-Shirts und Schlüsselbänder runden das Bedürfnis nach Selbstdarstellung ab. Nach außen spielen die Vandalen echte Motorrad-Rocker.
Vermischung von Rocker-Szene und Rechtsextremismus
Ein Beispiel für die Vermischung von Rocker-Szene und Rechtsextremismus ist der Fall eines Biker-Clubs, in dessen Clubhaus ein Rechtsrock-Konzert stattfinden sollte.
Am Samstag (20.07.) hat die Polizei in Bopfingen im Ostalbkreis ein Rechtsrock-Konzert verhindert und fünf Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie unsere Redaktion berichtet hatte, sollten laut Polizei auf einem Industriegelände die bekannte Szene-Band „Kategorie C“ und die Rechtsrock-Gruppe „Heureka“ auftreten.
Wie wir nun erfuhren, sollte das Konzert im Clubhaus eines Biker-Clubs stattfinden. Dessen Präsident sagt, er sei "getäuscht" worden.
Am Mittwoch (24.07.) erreichten unsere Redaktion Hinweise, dass auf dem Industriegelände in Bopfingen auch der Treffpunkt der lokalen Rockergruppe „MC Underground Chapter Nomad“ liegt.
Dort sollten offenbar die beiden Bands, die vom Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) als rechtsextrem eingestuft wurden, am Samstag auftreten. „Ich habe gedacht, ich bin bei der versteckten Kamera“, sagt der Präsident des Clubs gegenüber unserer Redaktion.
Am Samstagabend hätten Beamte das Clubhaus in Bopfingen gestürmt, in voller Montur - und er habe sich überhaupt nicht erklären können, warum. Mittlerweile wird deutschlandweit über die Vorfälle berichtet.
Was dem Präsidenten zufolge vorgefallen ist: Ein Bekannter habe ihm erzählt, dass ein anderer Bekannter eine Location für eine Geburtstagsparty suche. Beide seien keine Mitglieder im Biker-Club. Der Präsident habe eingewilligt.
60, 70 Leute waren angekündigt. Laut Polizei waren am Ende 50 Personen aus mehreren Bundesländern vor Ort. Der eine, der singt, so stellte sich später heraus, war Hannes Ostendorf, Frontmann der bekannten rechtsextremen Band „Kategorie C“.
Der eine, der Gitarre spielen sollte, war sein Band-Kollege Nico Roth, der laut Polizei selbst mit seinem eigenen Rechtsrock-Projekt „Heureka“ habe auftreten wollen. Beide Personen und Bands, so versichert es der Biker-Präsident, hätten ihm vor dem Polizei-Einsatz überhaupt nichts gesagt.
Die Leute, die am Samstagabend gekommen waren, hätten „ganz normal ausgesehen“, sagt er. „Die hatten teilweise Tätowierungen, aber die habe ich auch. Da war keiner mit Bomberjacke und Glatze.“
Erst als Sänger Ostendorf auf einem Tisch etwas Merchandise auslegte, sei ihm das inhaltlich „etwas zu rechts“ gewesen. „Aber etwas Verbotenes war nicht dabei, der durfte das alles wieder mitnehmen.“ Bevor Ostendorf überhaupt loslegen konnte, sei das Clubhaus gestürmt worden.
Der „MC Underground“ ist eine ursprünglich österreichische Rockergruppe, die in der Vergangenheit in einem Fall mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht wurde.
2014 fand in deren Clubhaus in Kematen (Tirol) eine Razzia statt, weil das Totenkopf-Logo des Clubs nach Ansicht der zuständigen Behörden „bis zum charakteristischen Riss in der Schädeldecke“ dem Logo der Totenkopf-Division der Nazi-Organisation SS glich.
Auch wenn dieser Vorwurf letztlich vor Gericht fallen gelassen wurde, fanden sich bei der Durchsuchung Gegenstände mit Bezug zum Nationalsozialismus: Eine Hitler-Büste, Schnapsflaschen mit Hitler-Emblem, Hitlers Buch „Mein Kampf“ und weiteres.
Während der Vereinspräsident vor Gericht beteuerte, mit „Nazi-Kram“ nichts am Hut zu haben, und der Verteidiger von humoristischen Verunglimpfungen des NS-Regimes im Clubhaus berichtete, widersprach der ehemalige Präsident: Rechtsextremisten seien in „den Verein eingesickert“.
Dass in seinem Clubhaus jemand Geburtstag feiern wollte, daran hat er mittlerweile erhebliche Zweifel.
Der Präsident der Bopfinger Biker bemüht sich seit Samstag offenbar um Schadensbegrenzung. Der Motorradclub sei in der Nachbarschaft sehr beliebt, so der Präsident.
„Wir haben uns noch nie was zuschulden kommen lassen. Wir unterstützen die Feuerwehr, und die kommen manchmal auch vorbei, um zu helfen.“
Trotzdem habe er aus der angeblichen Geburtstagsfeier und ihren Folgen seine Lehren gezogen.
Bekannte Rechtsrock-Bands in Deutschland
Die Lunikoff Verschwörung ist das Nachfolgeprojekt der bekannten Rechtsrock-Gruppe Landser - die beiden Bands sind daher nicht losgelöst voneinander zu betrachten. Landser war zu diesem Zeitpunkt die bekannteste deutsche Band der extremen Rechten, bereits 1992 hatte die Band ihre erste Demo-Musikkassette veröffentlicht.
Im Strafverfahren wurde Regener, der als einziger der Beklagten nicht aussagte, wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung im Sinne des § 129 Abs. Zwischen dem Ende seiner Untersuchungshaft und dem Antritt seiner eigentlichen Haftstrafe veröffentlichte Regener 2002 zunächst unter dem Namen Tanzorchester Immervoll die CDs "Rock gegen ZOG" [Zionist Occupied Government] und "...jetzt erst recht".
Absurd ist die bekannteste neonazistische Black-Metal-Band (National Socialist Black Metal, NSBM) Deutschlands. Bereits 1992 als Schülerband gegründet, erlangte sie traurige Berühmtheit, als die Mitglieder im Sommer 1993 einen Mitschüler umbrachten und dafür zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.
Die Band Faustrecht wurde 1994 im bayrischen Mindelheim gegründet. Sie bekennt sich bis heute zum so genannten "Skinhead Way of Life".
Die im Oktober 1992 in Spremberg gegründete und heute in Cottbus ansässige Band Frontalkraft ist die älteste noch aktive Rechtsrockband auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.
Seit mehr als 25 Jahren ist Daniel "Gigi" Giese aus Meppen im Rechtsrock aktiv, zunächst seit Mitte der 1980er Jahre bei der Metal-Band Saccara, dann bei der 1995 von ihm mitgegründeten Band Stahlgewitter.
Der Band Kategorie C kommt als Brücke zwischen der extremen Rechten und dem Fußball-Fan- bzw. Hooligan-Spektrum eine besondere Bedeutung ein.
Das 2010 gegründete neonazistische Hip-Hop-Projekt n'Socialist Soundsystem, auch kurz Enessess genannt, besteht - für Hip-Hop geradezu klassisch - aus einem DJ und einem Rapper, die sich "Blastbeatkönig von Thule" und "Henry8" nennen.
Noie Werte war eine Rechtsrock-Band aus Stuttgart, die von 1987 bis 2010 bestand. Sie nimmt auch nach der Auflösung noch eine exponierte Position in der bundesdeutschen Rechtsrock-Szene ein.
Die aus Rostock stammende Band gehört zu den wichtigsten Wegbereitern des National Socialist Hardcore (NSHC) in Deutschland und hat maßgeblich zur Modernisierung der extrem rechten Musikszene in Deutschland beigetragen. Path of Resistance wurde 2002 nach eigenem Bekunden "aus der Idee heraus, musikalisch etwas anders zu machen", von ehemaligen Mitgliedern der Skinhead-Band Nordmacht gegründet.
Die besondere Bedeutung der Rechtsrock-Band Sleipnir liegt in ihren eingängigen, größtenteils rockigen, teils balladenhaften Liedern, die extrem rechte Inhalte nicht als martialische Hassgesänge vermitteln, sondern einen Musikstil repräsentieren, mit der die Band um Marco Bartsch auch junge Menschen jenseits der extrem rechten Musikszene erreichen kann.
Die 2001 gegründete Band aus dem thüringischen Altenburg ist eine der derzeit führenden deutschen Hardcorebands mit extrem rechtem Hintergrund.
Die Bruderschaft "Turonen" / "Garde 20"
Sie verkaufen Crystal Meth, betreiben Bordelle, organisieren Rechtsrock-Konzerte und sind international bestens vernetzt: Am vergangenen Freitag wurden knapp 30 Räume der rechtsextremen Bruderschaft „Turonen“/„Garde 20“ („Bruderschaft Thüringen“) durchsucht, zehn Personen wurden verhaftet.
Die Gruppierungen „Turonen“ und „Garde 20“ gehören beide zur Dachorganisation „Bruderschaft Thüringen“, die sich teilweise auch als „Bruderschaft H8 Thüringen“ bezeichnet hat und seit 2014 in Erscheinung getreten ist. Seit 2015 ist die Bruderschaft vor allem unter den Namen „Turonen“ und „Garde 20“ bekannt, auch wenn „Bruderschaft Thüringen“ weiterhin auf Merchandising des Netzwerkes zu sehen ist.
Die Mitglieder der „Garde 20“ fungieren dabei als Unterstützer der Führungsstruktur „Turonen“, die als Vollmitglieder gelten. Die thüringischen Landesregierung zufolge gehören insgesamt etwa 25 Personen zur Bruderschaft (Stand: Mai 2019).
Die Bruderschaft ist fester Bestandteil der Neonazi-Szene, verwendet aber auch Symbole der Rocker-Szene wie zum Beispiel Lederkutten.
Neben dem Drogengeschäft ist das Netzwerk auch im Rechtsrockmilieu aktiv: Die rechtsextremen Bands „TreueOrden“ und „Natürliche politische Alternative“ (N.A.P.O.L.A.) sind der Gruppe zuzuordnen: Der „TreueOrden“-Frontsänger Thomas Wagner soll der mutmaßlich führende „Turone“ sein.
In der Schweiz haben die „Turonen“ Verbindungen zu den rechtsterroristischen Netzwerken „Blood & Honour“ und „Combat 18“ und organisierten im Oktober 2016 ein Konzert in Unterwasser im Kanton St. Gallen mit 5000 Besucher*innen. Dafür sollen sie bis zu 200.000 Euro eingenommen haben, die wieder in die Neonazi-Szene in Thüringen flossen.
Die „Turonen“ haben auch beim Rechtsrock-Festival „Rock gegen Überfremdung“ in Thüringen mitgewirkt, das von der Szenegröße Tommy Frenck organisiert wurde und zum Höhepunkt 6000 Neonazis mobilisieren konnte.
Mit Repression hat die Bruderschaft bereits Erfahrung: Ende Mai 2017 wurden zehn Mitglieder der Gruppe zu Haftstrafen zwischen 26 Monaten und dreieinhalb Jahren verurteilt, nachdem sie 2014 die Feier einer Kirmesgesellschaft im thüringischen Ballstädt, ein Angelpunkt der Gruppe, überfallen und zehn Menschen zum Teil schwer verletzt haben soll.
| Band/Projekt | Beschreibung |
|---|---|
| Lunikoff Verschwörung | Nachfolgeprojekt der Rechtsrock-Gruppe Landser |
| Absurd | Neonazistische Black-Metal-Band |
| Faustrecht | Skinhead-Band mit völkischer Gesellschaftskritik |
| Frontalkraft | Älteste noch aktive Rechtsrockband in Ostdeutschland |
| Gigi und die braunen Stadtmusikanten | Parodie-Projekt mit rassistischen Texten |
| Kategorie C | Band im Hooligan- und Rechtsrock-Spektrum |
| n'Socialist Soundsystem (Enessess) | Neonazistisches Hip-Hop-Projekt |
| Noie Werte | Einflussreiche Rechtsrock-Band |
| Path of Resistance | National Socialist Hardcore (NSHC) Band |
| Sleipnir | Rechtsrock-Band mit eingängigen Melodien |
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