Fahrradfahren ist in Deutschland sehr beliebt. Immer mehr Menschen steigen aufs Rad - mit und ohne Elektroantrieb („Pedelec“). Doch der Straßenverkehr bringt auch Gefahren mit sich.
Dass Radfahrerinnen und Radfahrer im Verkehr einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, ist bekannt, denn sie zählen zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Eine mangelhafte Infrastruktur spielt oft eine Rolle beim Unfallhergang. Die Aufteilung des Straßenraumes entspricht dabei zunehmend weniger den veränderten Mobilitätsbedürfnissen.
Risiken und Gefährdungen im Straßenverkehr
Dooring-Unfälle passieren, wenn Autoinsassen ihre Türen ohne Schulterblick öffnen. Radfahrende können nicht ausweichen und kollidieren mit der (teil-)geöffneten Autotür. Sie erleiden oft schon bei geringen Geschwindigkeiten schwere Verletzungen.
Alkohol und Promillegrenzen
Auf dem Fahrrad gilt eine Promillegrenze von 0,3 Promille. Bei auffälligem Fahrverhalten oder gar Fahrradunfällen kann man sich bereits ab diesem Wert strafbar machen. Die zweite Promillegrenze für Radfahrende steht für eine absolute Fahruntüchtigkeit und liegt bei 1,6 Promille. Wer ab diesem Promillewert mit dem Rad fährt, begeht eine Straftat.
Die Realität der Radwege in Hamburg
Die Radwege in Hamburg sind in der Tat eine völlige Katastrophe. Die meisten Radwege brauchen mal eine Heckenschere und neuen Belag. Abgesehen vom völlig kaputten Big-Picture (zu wenig Platz in der Stadt, etc). Einige ganz wenige Straßen mit guten Radwegen mal ausgenommen.
Es ist so schlimm, dass die Velorouten in Hamburg total am Arsch sind. Das Elend der Velorouten gibt es sehenswert aufbereitet auf veloroute.hamburg und es hat einen Grund, warum da alles in Rot und Orange erscheint.
Bei den Velorouten denkt man ernsthaft mehrfach, dass man nicht lebensmüde ist und z.B. auf’m Friedrich Ebert Damm mit dem Rad fährt. So ein Quatsch.
Erwartungen und Realität
Hamburg will offiziell „25% Anteil Fahrrad im Jahr 2020“ erreichen. Es gibt Geschichten wie diese hier: Hamburg startet Radfahr-Kampagne, aber das ist halt nur ein Song, eine Webseite, fancy Fotos, ein paar Plakate und SocialMedia, mehr aber nicht, wobei das alles hübsch aussieht.
Erfahrungen eines Radfahrers in Hamburg
Bei 18 km Weg durch den Berufsverkehr passierte folgendes:
- Nicht angeleinte Hunde waren, neben Geister-falsche-Seite-Radfahrern die größte Gefahr.
- Das Wandsetal ist sensationell hübsch. So ein Schatz, mitten in Hamburg. Ein Traum in Grün. Völlig unterbewertet, ganz derbe Natur ums Eck.
- Ich wurde mit dem ebike weiterhin von Senioren auf ebikes überholt.
- Es gibt gar keine Beschilderung für Fahrräder.
- Google Maps aufm Rad in Hamburg klappt nur so halb.
- Anderen Typen die so Pendelmässig aussahen hinterher zu fahren klappte erstaunlich gut.
- Je näher an Innenstadt, desto mehr Fahrräder unterwegs.
- Es fahren ERHEBLICH mehr Leute Fahrrad, als ich dachte. Hunderte. Tausende.
- Irgendwo gab es ein kurzes Stück Fahrradstraße und das war super. Das ist die Zukunft.
- Auf der Straße zu fahren ist erstaunlich lebensgefährlich in Hamburg. Gleich dreimal war es knapp zwischen mir und einem PKW.
Sowas passierte nie in zwei Wochen in Holland auf’m Rad.
Innovative Lösungen in Dortmund
Die Stadt Dortmund setzt auf innovative Technologien für mehr Komfort beim Radfahren. Sensoren sorgen dafür, dass Radfahrende seltener an roten Ampeln warten müssen. Dafür kam die Stadt jetzt in die Top 5-Projekte beim Deutschen Fahrradpreis 2025. Statt bei Rot anzuhalten und die Anforderungstaste der Ampel zu drücken, haben es Radfahrer*innen an vielen Stellen in Dortmund schon besser.
Doch nicht nur an der Radverkehrsbeschleunigung hat die Stadt gearbeitet, auch baulich wurde einiges für die Radfahrer*innen in Dortmund getan.
„Jede - auch jede kleine - Verbesserung am Radverkehrsnetz zahlt ein auf unser Ziel und Motto: Radfahren in Dortmund wird attraktiver!
STADTRADELN 2025 in Dortmund
Das offizielle Endergebnis des Wettbewerbs STADTRADELN 2025 steht fest: 7.336 aktive Teilnehmer*innen haben vom 4. bis zum 24. Mai 1.417.364 Kilometer auf den städtischen Tacho gebracht. Damit hat Dortmund seinen Rekord vom Vorjahr gebrochen.
Insgesamt 387 Teams aus Schulen, Vereinen, Firmen, Behörden, Nachbarschaften und Freundeskreisen, haben 232 Tonnen Kohlenstoffdioxid im Vergleich zur Nutzung des Autos eingespart.
Die Gewinner*innen werden am 3. Juni benachrichtigt: Neben den besten Schulen, Teams, der besten Radlerin und dem besten Radler, werden unter allen Teilnehmenden, die 21 Kilometer oder mehr geradelt sind, hochwertige Preise verlost. Alle haben so die Chance auf einen Gewinn.
Weitere Initiativen und Programme
- "sicher mobil" ist ein Programm für ältere Menschen ab 65 Jahren, die aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
- Der DVR bietet ein Radfahrtraining für Ihren Betrieb an.
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