1991 brachte Deuter mit dem BIKE 1 den ersten speziellen Fahrradrucksack auf den Markt - damals ein Meilenstein.
Mit heutigen Bike-Rucksäcken hat das Urgestein nur noch wenig zu tun. Wir haben den ersten Deuter-Rucksack von 1991 mit dem neusten Modell verglichen, dem aktuellen Deuter Trans Alpine.
Der Deuter BIKE 1 (1991)
Wie so oft entstehen Dinge aus der Not heraus.
Andi Heckmair, Transalp-Pionier und Sohn einer Bergsteigerlegende, überquerte 1990 als erster Mountainbiker die Alpen.
Als Transportmittel für sein Abenteuer musste sich Heckmair damals mit einem gewöhnlichen Wandermodell begnügen.
Nach der Transalp war er um eine Erkenntnis reicher: Es braucht einen speziellen Rucksack für Biker.
Die Idee dazu entstand kurz darauf im Wirtshaus bei einem Weißbier. Gemeinsam mit Bernd Kullmann, damals Produktentwickler bei Deuter, skizzierte Heckmair den “Bike 1”.
Wichtig waren ihm: eine schnell erreichbare Tasche für die Trinkflasche, eine Helmhalterung, eine Werkzeugtasche und ein bequemes, gut belüftetes Tragesystem.
In der Augsburger Firmenzentrale wurden die Nähmaschinen angeworfen.
Ein Jahr später kam der Rucksack in den Handel und war im Nu ausverkauft.
Aus heutiger Sicht sieht der BIKE 1 so oldschool aus wie ein Dolomiti-Eis von Langnese - für damalige Verhältnisse war das Design mutig futuristisch.
Details des Deuter BIKE 1:
- Design-Neuheit: Runde Schnittführungen waren zu der Zeit eine Ausnahme.
- Gepolsterte Schultergurte für viel Tragekomfort, auch bei hoher Traglast.
- An diesem Riemen konnte der Helm befestigt werden.
- Seitliche Taschen für Trinkflasche oder Ersatzschlauch. Neu: Das elastische Gummi sorgte dafür, dass der Inhalt nicht verloren ging.
- Herzstück: Das spezielle Tragesystem sollte für genug Luftzirkulation am Rücken sorgen
- Die Werkzeugtasche wurde bewusst recht groß konzipiert - Mini-Tools waren Zukunftsmusik
Daten zum Deuter BIKE 1 (1991):
- Erscheinungsjahr: 1991
- Entwicklungszeit: 1 Jahr
- Gewicht: 600 Gramm
- Material: Polyester
- Preis: 109 DM
- Volumen: 25 Liter
Der Deuter Trans Alpine (2024)
Zugegeben: Allzu viele Gemeinsamkeiten haben das Urmodell und die neueste Generation nicht.
Im Jahr 2000 wurde der Trans Alpine geboren.
Der Bike 1 wurde im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. Auch hier hatte Erfinder Andi Heckmair seine Finger im Spiel.
Der Name ist nach wie vor Programm: Der Trans Alpine 2024 soll den Ansprüchen von Bikern auf Mehrtages-Touren gerecht werden.
Dafür haben die Deuter-Ingenieure viel Hirnschmalz in das Projekt gesteckt: ergonomisch gepolsterte Schulterträger, belüftete Hüftflossen, zahlreiche Verstellmöglichkeiten, ein Trinkblasenfach, ein Innenfach für Nasswäsche, biegsame Aluminiumschienen, eine Signalpfeife, eine herausnehmbare Sitzmatte, das optimierte Werkzeugfach, Regenhülle oder das Bodenfach für einen Schlafsack.
Aufgrund seiner umweltfreundlichen Herstellung wurde der Rucksack als Bluedesign-Produkt zertifiziert und mit dem Grünen Punkt ausgezeichnet.
Details des Deuter Trans Alpine (2024):
- Das bewährte Airstripes-Rückensystem ist die Weiterentwicklung des damaligen Systems.
- Im oberen Fach ist jede Menge Platz für Pumpe, Schlauch, Riegel oder Stirnlampe
- Brillenhalterung
- Während beim Bike 1 der Helm lose herumbaumelte, steckt er jetzt wackelfrei in einer Netztasche
- In einer clever platzierten Seitentasche hat das Smartphone Platz
- In den Hüftflossen stecken Reißverschluss-Netztaschen für Schlüssel oder Mini-Tool.
- Wie beim Urmodell kann seitlich eine Trinkflasche verstaut werden. Ein zusätzlicher Riemen sorgt für einen extrafesten Sitz
- Im Boden ist ein Regencape deponiert
Daten zum Deuter Trans Alpine (2024):
- Erscheinungsjahr: 2024
- Entwicklungszeit: 3 Jahre
- Gewicht: 1080 Gramm
- Material: recyceltes Polyester
- Preis: ab 140 Euro
- Volumen: 22, 24, 28, 30, 32 l
Deuter Bike I 14: Eine moderne Interpretation des Klassikers
Seine Geschichte verpflichtet: 1990 war der Bike 1 weltweit der erste Bike-Rucksack.
Weil der Routinier immer weiterentwickelt wurde, ist er heute ein hochfunktioneller und moderner Fahrradrucksack für die Tagestour.
Mit dem auf sportliche Nutzung abgestimmten Gurtsystem trägt sich der Deuter Bike I 14 auf einfachen sowie strapaziösen Radabenteuern angenehm.
Wer gewöhnlich mit dem Fahrrad unterwegs ist und dabei nicht auf die notwendige Agilität verzichten möchte, ist mit dem Bike I 14 von Deuter auf der richtigen Spur.
Alle Fächer eingerechnet, stehen dir 14 l Rauminhalt zur Verfügung.
Demzufolge ist dieser funktionale Fahrradrucksack für eine moderate Belastung und eher für Halbtages- bis Tagestouren gemacht.
Ferner gestattet das knappe Format, dass du flexibel und bei Bedarf flotter unterwegs sein kannst.
Das Leergewicht beträgt 0,69 kg, was in dieser Größenklasse als ultraleicht befunden wird.
Um dir vernünftigen Komfort beim Tragen zu ermöglichen, ist die Rückenpartie mit einer Wattierung versehen.
Bei Modellen wie diesem mit einem Kontaktrücken liegt der Schwerpunkt eng an deinem Oberkörper.
Das ermöglicht vor allem bei mehr Gepäck oder kletterintensiven Bergrouten eine idealere Handhabung als mit einem Netzrückensystem.
Das Außenmaterial des Deuter Bike I 14 ist aus 210D PA fabriziert.
Eine Regenhülle ist für die Verwendung bei sehr viel Regen beigefügt.
Der Fahrradrucksack besticht mit seiner Membran, die PFC-frei gefertigt wurde.
Zertifiziert ist das Modell mit den bluesign, EOCA und Fair Wear Foundation-Siegeln.
Da Deuter bluesign-Systempartner ist, wird garantiert, dass ohne stark umweltschädigende Substanzen gefertigt wird.
Das bluesign-Siegel wird nur vergeben, wenn wenigstens 90 % der verwendeten Stoffe des Produktes dem strengen bluesign-Standard entsprechen.
Im Inneren gibt es ein Hauptfach sowie ein Wertsachenfach, ein Nasswäschefach und ein Handyfach.
Ergänzende Komponenten sind eine Trinksystemvorbereitung, ein Organizer sowie eine Sitzmatte.
Ausgesprochen sinnvoll am Bike I 14 von Deuter ist die integrierte Vorbereitung für eine Trinkblase. So klappt das Trinken unterwegs zügig.
Neben den erwähnten Elementen eröffnen noch eine Fronttasche und seitliche Netztaschen Raum für Sachen.
Sportliche Ausrüstung kann sperrig sein und lässt sich oft schwer im Rucksackinneren aufbewahren.
Oder du möchtest Kleinigkeiten nicht weit wegpacken. Dafür ist die an der Außenseite platzierte Halterung für einen Helm sinnvoll.
Verwendete Materialien:
- Das robuste Polyamidtextil verwenden wir in 420 den und 210 den Stärken. Dieses Gewebe wird durch seine außerordentlich hohe Webdichte sehr abriebfest.
- Das hochwertige Material wird bei Guide-Rucksäcken, der Futura Serie und bei Modellen der Travel-Serien eingesetzt.
- Es hat eine feine Textur und ein technisches Aussehen.
- > D steht für Denier - eine Maßeinheit für das Garngewicht. 600D bedeutet, dass 9.000 Meter des Garns 600 Gramm wiegen.
- > PES steht für Polyester.
- > PA steht für Polyamid (auch bekannt als Nylon).
- 3D AirMesh gefütterte Schultergurte. Anatomisch geformt, garantieren sie komfortablen Bewegungsspielraum.
- Flexible Aluminiumstege innerhalb des Schaumprofils können zur exakten Anpassung an den Rücken gebogen werden.
- Dieses deuter Produkt wurde von uns ohne den Einsatz von per- & polyfluorierten Chemikalien hergestellt.
Ein persönliches Fazit
Wow, was ein großartiger Tagesrucksack. Werkzeug, Punpen, Schlauch, Handy, Geldbörse, Wechsel-Shirts, Buff, Teekanne 0,5 L., Verpflegung, etc. etc. - was in diesenm kleinen Rucksack alles verschwindet - verrückt - und alles, aber tatsächlich alles findet einen ordentlichen Platz. Wirklich tolle Platzorga. Und dann noch dieses Helmnetz - endlich mal eine schlichte und kluge Lösung.
Tragekomfort und Passform (ich bin 193 cm hoch) ist 1A und der Rucksack läßt sich stundenlang beschwerdefrei tragen, so wie ich das schon von meinem 30 Liter Trans Alpine kannte.
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