Die besten Einzylinder-Motorräder im Test: Eine umfassende Übersicht

Einzylinder-Motorräder erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, und einige Marken wie KTM und Husqvarna halten die Einzylinderfahne hoch. Sie setzen nicht nur bei den Sportenduros und Motocrossern auf einen Zylinder: Die 690 SMC R war über etliche Jahre hinweg die meistverkaufte KTM in Deutschland - und das als radikale Supermoto.

Dieser Artikel beleuchtet die besten Einzylinder-Motorräder auf dem Markt, von Supermotos über Enduros bis hin zu Naked Bikes, und analysiert ihre Stärken und Schwächen.

Supermotos auf dem Vormarsch

Ende der 1980er-Jahre schwappten sie aus dem französischen Raum über den Rest des europäischen Motorradmarktes: Supermotos. Ursprünglich entstanden aus von Privatiers modifizierten Motocross-Bikes, sprangen bald auch die Hersteller auf den Zug auf und so hatten bis Anfang der 2000er bald zahlreiche Hersteller eigene Modelle im Angebot. Inzwischen sind es vorwiegend die Österreicher der Pierer Group, die die Fahne auf dem Supermoto-Markt hochhalten.

So zählen KTM 690 SMC und ihre beiden Schwestermodelle Husqvarna 701 Supermoto und GasGas SM 700 zu den erfolgreichsten Modellen im deutschen Sprachraum. So erfolgreich, dass sogar Ducati ab diesem Jahr mit der Hypermotard 698 und dem für diese entwickelten Einzylindermotor, ein größeres Stück des Marktes erobern wollen, als dies bislang mit der V2-motorisietren, schwereren und auch weitaus teureren Hypermotard 950 möglich war.

Sowohl für KTM als auch für Husqvarna und GasGas stellen die Supermoto-Modelle die beliebtesten Bikes dar. Zusammengefasst läge die Pierer Mobility AG mit diesem Supermoto-Konvolut auf Platz drei in der deutschen Zulassungsstatistik des Jahres 2023.

Top-Platzierungen in der Zulassungsstatistik 2023

Die folgende Tabelle zeigt die Top-Platzierungen in der deutschen Zulassungsstatistik des Jahres 2023, einschließlich der kumulierten Supermoto-Modelle der Pierer Mobility AG:

Hersteller Modell Anzahl
BMW R 1250 GS 7.529
Kawasaki Z900 3.650
PIERER Mobility AG Supermoto-Modelle (kum.) 3.420
Honda CB750 HORNET 3.295
KTM 690 SMC 1.536
Husqvarna 701 SUPERMOTO 1.405
GasGas SM 700 479

Die Zukunft der KTM Supermoto-Modelle

Zur Saison 2026 folgt womöglich die Antwort der Mattighofener. Aller Voraussicht nach werden kurz nacheinander die neue KTM 690 SMC, GasGas SM 700 und die hier gezeigte Husqvarna 701 Supermoto präsentiert. Allen gemein wird ein runderneuerter Motor sein: Das auch künftig als LC4 firmierende Triebwerk wird nicht nur sanft modifiziert, sondern nahezu alles am Motor und in dessen Umfeld scheint von Grund auf neu entwickelt.

So hat schon der Motorblock selbst nur noch wenig mit der aktuell verbauten Ausführung zu tun. Auch lassen sich Neuerungen am Kühlsystem finden. Im Bereich der Lichtmaschine scheint es tiefgreifende Änderungen zu geben. Kupplung und Getriebe scheinen überarbeitet. Kurzum: Es bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Da wirkt die sanft angepasste Krümmerführung weg vom ebenfalls überarbeiteten Zylinder nur noch folgerichtig.

Das Gros an Weiterentwicklungen dürfte primär auf weiter verbesserte Laufruhe (bereits der derzeitige Antrieb wartet mit zwei Ausgleichswellen auf) abzielen. Eine verbesserte Leistungsausbeute und Anpassungen beim Hubraum kann man aber ebenso erwarten.

Das Ziel dürfte sein, die Krone des stärksten Einzylinders auf dem Markt aus Bologna zurück nach Mattighofen zu holen. Knapp unter 80 PS Spitzenleistung dürften es letztlich also werden. Der Antrieb sitzt dafür im bereits bewährten Chrom-Molybdän-Rahmen, der offenbar nur wenig modifiziert wird. Auch beim Fahrwerk greift man auf Bewährtes zurück: Vorderradgabel und Schwinge sind äußerlich nahezu unverändert, ebenso die Brembo-Vierkolben-Radialbremsen.

Design und Ausstattung

Optisch bleibt Haus- und Hofdesigner Kiska dem bewährten Rezept treu. Das Design der drei Schwestermodelle wird sich künftig offenbar deutlicher unterscheiden. So sieht man vorrangig an der hier gezeigten Husqvarna 701 Supermoto ein homogeneres Design als bislang, das sich durch eigenes Verkleidungsdesign, eine eigenständige Lampenmaske (endlich mit Voll-LED-Beleuchtung) und eigenständige Details wie Spiegel, Blinker und Rücklicht von den Schwestern abheben will. Zudem wird zumindest die Husqvarna künftig auch endlich mit TFT-Instrumenten aufwarten können.

Weitere bemerkenswerte Einzylinder-Modelle

Neben den Supermotos gibt es auch andere interessante Einzylinder-Motorräder auf dem Markt:

  • KTM 390 Duke: Ein spritziges Naked Bike mit 43 PS, ideal für kurvige Landstraßen.
  • Honda CRF 250 L: Eine kleine Enduro mit 25 PS, die sich großer Beliebtheit erfreut.
  • BMW G 310 R/GS: Einsteigerfreundliche Modelle mit einem 34 PS starken Einzylinder.
  • Royal Enfield Himalayan: Ein Adventure-Bike mit einem 25 PS starken, luftgekühlten Einzylinder.
  • Yamaha XT660Z Tenere: Mit 48 PS aus 660 Kubik ist die Tenere laut NastyNils keines Falls untermotorisiert, sodass sie gut vorangeht.

Diese Modelle beweisen, dass im Einzylinder-Konzept immer noch viel Potenzial steckt, die Hersteller müssen sich nur trauen, es zu wecken.

Gebrauchte Einzylinder-Motorräder

Auch auf dem Gebrauchtmarkt gibt es interessante Optionen:

  • KTM 690 Supermoto: Ihre Optik lässt sich als eigenständig beschreiben, wird aber nicht jedem gefallen. Besonders die Maske und den hochgezogenen Auspuff muss man mögen. Technisch ist die 690 Supermoto hingegen mörderisch ihre 64 PS sorgen für mächtigen Vortrieb.
  • KTM 640 Duke 2: Ihr LC4 Einzylinder leistet 57 PS und gilt bei richtiger Pflege und Wartung als halbwegs zuverlässig.
  • Husqvarna TR 650 Strada/Terra: Technisch sind Strada und Terra ident, beide werden von einem 650ccm großen BMW-Einzylinder angetrieben.
  • Aprilia Pegaso 650 Strada: Angetrieben von einem in Oberösterreich gebauten Rotax Motor mit 660 Kubik, gilt die Pegaso 650 Strada als sehr zuverlässiger Begleiter.

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