Die Mischung aus Abenteuer, Geschick und Unabhängigkeit begeistert Motorrad-Fans weltweit und führt sie jedes Jahr voller Elan auf die Piste. Ausrüstung und Sicherheit spielen bei dem risikoreichen Freizeitspaß jedoch eine große Rolle. Klapphelme schützen den Kopf vorbildlich, bieten dabei allerdings eine einfache Handhabung - besonders für Personen mit Brille.
Was ist ein Klapphelm und welche Vorteile bietet er?
Bei geschlossenen Motorradhelmen unterscheidet man zwischen dem klassischen Integralhelm und der Unterart des Klapphelms. Integralhelme verfügen über ein festes Kinnteil. Das bedeutet Abstriche in der Flexibilität. Klapphelme haben eine bewegliche Kinnpartie, die sich nach oben öffnen lässt. Das ermöglicht einfaches Luftschnappen in den Fahrpausen und erleichtert es, den Kinnriemen zu öffnen sowie eine Brille an- und auszuziehen.
Letztlich ist bei der Entscheidung für eine Bauform also wichtig, wie viel Wert man auf Komfort legt. Deshalb sind Klapphelme auch besonders für lange Touren empfehlenswert. Zu beachten ist allerdings, dass in Deutschland nicht mit hochgeklapptem Kinnteil gefahren werden darf - außer es lässt sich komplett nach hinten klappen oder abnehmen und der Helm ist zusätzlich als Jethelm eingetragen.
Welche Nachteile hat ein Klapphelm?
Die Nachteile des Klapphelms im Vergleich zum Integralhelm sind vor allem die schlechtere Geräuschdämmung, das höhere Gewicht und die tendenziell geringere Sicherheit. Zwar schützen auch moderne Klapphelme den Kopf einwandfrei - deutlich mehr zum Beispiel als Jethelme - allerdings ist das bewegliche Kinnteil bei einem Unfall eine strukturelle Schwachstelle.
Wie findet man die richtige Motorradhelm-Größe?
Besonders, wenn man sich online nach einem neuen Motorradhelm erkundigt, ist es wichtig, vorher die richtige Größe zu ermitteln. So wird sichergestellt, dass das gewählte Produkt gut sitzt und ausreichend Schutz bietet.
Folgende Schritte werden bei der Online-Suche hilfreich sein:
- Vermessen des Kopfumfangs: Das Maßband etwa 2,5 cm oberhalb der Augenbrauen und Ohren einmal um den Kopf legen und Wert notieren.
- Vergleich mit der Herstellertabelle: Den gemessenen Wert mit der herstellerspezifischen Größentabelle zum passenden Helmmodell abgleichen.
- Kundenbewertungen lesen: Hier erfährt man, ob das gewählte Produkt größer oder kleiner ausfällt.
- Passform prüfen: Den gelieferten Helm aufsetzen und sanft nach vorne und hinten bewegen. Er sollte sich nicht bewegen lassen oder rutschen. Auch der Kinngurt sollte so einstellbar sein, dass er gut sitzt, aber nicht unangenehm ist.
Motorradhelme im Test
Im MOTORRAD-Klapphelm-Test 2024 gibt es nur Gewinner, denn für jeden Testteilnehmer gibt es gute Kaufgründe. Wie testet MOTORRAD Klapphelme? 5 Exemplare eines jeden Helmmodells traten zum Test an: zwei in Größe M, je eines in Größe S, L und XL. Die M-Exemplare wurden unter verschärften Bedingungen auf dem Schlagdämpfungs- und Rotations-Prüfstand des TÜV Rheinland in Köln geopfert. Die XL-Testmuster verschlug es für Fahrversuche gen Norden.
Konkret: forciertes Landstraßen- und Autobahntempo auf der geschwindigkeitsmäßig weitgehend unlimitierten A 23 zwischen Itzehoe (Steinburg) und Heide (Dithmarschen) und parallel verlaufenden Landstraßen. Als Untersatz diente dabei eine Kawasaki Versys 1000 SE (Windschild in unterster Position, Helm direkt angeströmt), die auf der Autobahn in der Spitze bis 200 km/h, meist aber mit 160 bis 180 km/h bewegt wurde.
Gemächlicher ging es bei den "Jethelm-Tests", also mit geöffneten Klapphelmen zu, und zwar auf einer unverschalten BMW R nineT Scrambler, die mit maximal 80 km/h auf kleinen Landstraßen und noch langsamer bei Ortsdurchfahrten erfolgten.
Abschluss des Praxis-Testprogramms war der Test in der Stuttgarter MOTORRAD-Redaktion, bei dem Handhabung, Passform und Verarbeitungsqualität bewertet wurden. Dabei entstanden auch die total subjektiven, natürlich nicht in die Testergebnisse eingehenden Hitlisten der Redakteure (siehe Bildergalerie oben), die beweisen, dass der Helm am besten ist, der einem am besten passt und gefällt.
Klapphelm-Test im Windkanal
Nächste Station der Test-Tour: Magdeburg und die Firma Schuberth. Dort ging es mit den L-Testhelmen ins hauseigene "Air & Acoustic Lab", einen (Akustik-)Windkanal, und anschließend in den Klima-Prüfstand, in dem unter anderem heftigste Regengüsse simuliert werden können. Schuberth ist als Helmhersteller zwar Markt- und Testteilnehmer, doch spätestens seit dem letzten MOTORRAD-Klapphelmtest (Ausgabe 9/2022) über jeden Manipulations-Zweifel erhaben.
Denn seinerzeit schwächelte ausgerechnet das eigene Produkt ein wenig beim Nässetest auf dem hauseigenen Prüfstand. Abgesehen davon ist das Schuberth-Test-Know-how und -Equipment markenübergreifend anerkannt und wurde auch schon bei anderen Helmtests (u.a. vom ADAC) beanstandungsfrei genutzt.
Sind die Klapphelme wasserdicht?
Soundfiles und Fotografien dokumentieren neben der Computer-Auswertung die Arbeit im Windkanal, bei der in 4 verschiedenen Sitzpositionen (Touring, Sport, Supersport, Cruising) für je 10 Sekunden bei 100 km/h Windgeschwindigkeit, die am Fahrerohr ankommende Lautstärke gemessen wurde. Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit den Eindrücken aus den MOTORRAD-Fahrtests.
Bei der Dichtigkeitsprüfung im Klima-Prüfstand ging es darum, 3 Minuten bei einer Windgeschwindigkeit von 80 km/h und sehr viel Wasser (etwas über zwei Liter pro Minute) ohne Wassereinbruch zu überstehen. Chefingenieur Sven Bartels und Akustik- und Aerodynamik-Entwicklungsingenieur Sebastian Reitebuch (beide Schuberth-Urgesteine und beide Jahrgang 1971) vermeldeten danach 11 Mal Trockenheit und nur eine Undichtigkeit.
Klapphelme härter getestet als ECE 22.06
14 Jahre lang testeten MOTORRAD und der TÜV Rheinland härter als es die ECE-R 22.05 vorsah. Nun gilt die verschärfte Helmnorm ECE-R 22.06. Was machen MOTORRAD und der TÜV? Verschärfen natürlich auch.
Die Schlagdämpfungsprüfung auf dem Prüfstand des TÜV Rheinland in Köln war immer zentraler Bestandteil der MOTORRAD-Helmtest-Laborversuche. Und im Unterschied zur ECE-Prüfung fielen die Helme seit 14 Jahren immer auf einen echten Leitplankenträger ("Sigmapfosten") und nicht auf einen Kantenamboss. Daran hat sich nichts geändert. Der Aufprall auf die linke und rechte Seite erfolgt auch weiterhin sowohl bei Low- als auch bei Highspeed, nun aber mit niedrigeren bzw. höheren Werten: 5,0 bzw. 8,2 m/s (zuvor 5,5 bzw. 7,5 m/s).
Nach alter und auch neuer ECE-Norm war und ist beim Aufprall ein maximaler Beschleunigungswert von 275 g zulässig. Der mit Sensoren bestückte Prüfkopf leitet den g-Wert an einen Computer, der daraus unter Zuhilfenahme anderer Parameter (Dauer der Krafteinwirkung) den HIC-Wert berechnet. Das "Head Injury Criterion" erlaubt Aussagen über mögliche Hirn-/Schädel-Verletzungen. Die alte Norm erlaubte einen maximalen HIC-Wert von 2400, die neue einen HIC-Wert von 2880 (bei 8,2 statt 7,5 m/s) - abstrakte Zahlen jenseits von Gut und Böse. Die MOTORRAD-Expertencrew bleibt dabei: HIC 1000 sollte machbar sein.
Neu im Helmtest: die Rotationsprüfung
Neu im Testprogramm: Die Rotationsprüfung mit 8,0 m/s. Auch hier weicht der MOTORRAD-Helmtest vom ECE-Prozedere ab, da nach einschlägigen Studien 30 Grad Aufschlagwinkel in der Praxis realistischer sind als die 45 Grad der ECE-Prüfung. Der ECE-Grenzwert für die Winkelbeschleunigung beträgt 10.400 rad/s², für das analog zum HIC-Wert ermittelte "Brain Injury Criterion" (BrIC) sind es 0,78.
Ersthelfer-Tauglichkeit
Klare Ansage: Der Helm muss nach einem Unfall runter. Immer! Allein schon deshalb, um zu verhindern, dass der womöglich Bewusstlose an Erbrochenem erstickt. Doch schon vor der möglichst zu zweit durchzuführenden Helmabnahme stehen 3 Handgriffe an, um es dem Verunglückten etwas leichter zu machen: Visier öffnen, Kinnteil öffnen (vorausgesetzt, der Helm wird als Klapphelm erkannt oder der Verunglückte macht darauf aufmerksam), Kinnriemen öffnen.
Drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eddelak in Dithmarschen/Schleswig-Holstein probierten, wie leicht das bei den Testkandidaten fällt. Das Öffnen der Visiere bereitete keinem der Gasttester Schwierigkeiten. Bei den beiden anderen Handgriffen gab es aber durchaus Kritik.
Die Anmerkungen der Feuerwehrmänner:
- AGV: Kinnteilhebel (KTH) gut zu erkennen, Bewegungsrichtung (Ziehen) aber nicht selbsterklärend; Kinnriemen (KR) sehr einfach zu öffnen.
- Airoh: KTH für Laien nicht und auch für Profis nur schwer zu finden, hinter schwarzem Windabweiser versteckt; KR einfach zu öffnen.
- BMW: Alles klar zu erkennen und gut zu bedienen, KTH dürfte aber noch etwas größer sein.
- Germot: KTH hinter Windabweiser etwas versteckt, aber auch mit dem (roten!) Stoff davor relativ gut zu bedienen; KR sehr einfach zu öffnen.
- Harley-Davidson: Alles gut zu erkennen, KTH sehr leichtgängig; Doppel-D-KR für Laien ggf. etwas komplizierter zu öffnen als Ratsche.
- HJC: Einseitige Visier-Öffnungslasche ggf. versteckt, wenn Unfallopfer auf der "falschen" Seite liegt; KTH gut zu erkennen, Griffmulde aber etwas klein.
- LS2: KTH nicht zu erkennen, da nicht rot markiert und sehr klein - kann leicht mit dem deutlich größeren Belüftungsschieber verwechselt werden; KR-Öffnen einfach.
- MTR: Alles klar erkennbar und selbsterklärend, Öffnung des KTH aber etwas klein; KR sehr einfach zu öffnen.
- Nolan: KTH (Doppelhebel) nicht selbsterklärend und auch für Profis nicht auf Anhieb zu bedienen; KR-Hebel nur fummelig zu bedienen.
- Rocc: KTH erfordert viel Kraft; KR einfach zu öffnen.
- Schuberth: KTH auch von vorn gut zu erkennen, alles perfekt.
- Shoei: KTH auch von vorn zu erkennen, alles perfekt.
Die Favoriten der Retter: Schuberth und Shoei. Auch bei den Verlierern sind sich alle einig: Nolan und Airoh. Zusatz-Test: Helmabnahme im geschlossenen Zustand: Bei Airoh, Germot, Harley-D., HJC, LS2, MTR, Nolan, Rocc und Shoei möglich; bei AGV, BMW und Schuberth eher nicht.
Klapphelm-Modelle in der Übersicht
Im Folgenden ist eine Übersicht von Klapphelm-Modellen aus verschiedenen Preissegmenten zu finden, die allesamt auch über ein integriertes Sonnenvisier verfügen:
Shoei Neotec Klapphelm
Hightech im schlichten schwarzen Design bietet der Neotec 2. Der Polycarbonat-Helm ist zwar preislich im oberen Segment angesiedelt, kommt aber dafür auch vom anerkannten Premium-Hersteller Shoei aus Japan.
HJC i91
Der HJC i91 repräsentiert in diesem Vergleich die Mittelklasse.
Origine Motorradhelm Klapphelm Integralhelm
Etwas günstiger ist der Origine-Klapphelm. Sein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu vielen anderen Konkurrenten ist das integrierte Bluetooth-System, mit dem sich während der Fahrt kommunizieren lässt.
Klapphelmtest 2022
Testsieger: Schuberth C5
- Preis: 629,00 Euro (Dekor 729,00 Euro)
- Größen: XS (53) bis XXXL (65), zwei Schalengrößen
- Gewicht: 1.640 +/- 50 g/1.710 g (Herstellerangabe/L gewogen)
- Farben: Weiß, Schwarz, Mattschwarz, Silber, Grau, Neongelb, acht Dekore
- Helmschale: Fiberglas/Karbon
- Verschluss: Ratsche (Kunststoff)
- Herstellungsland: Deutschland, ECE-Prüfzeichen E13 (Luxemburg)
- Ersatzvisiere: 66/80/80 Euro (klar/getönt/verspiegelt)
- Ausstattung: Windabweiser am Kinn, Sonnenblende, Pinlock-Visier (120, montiert), Kommunikationssystem-Vorbereitung
- Geräuschmessung: 87,9 dB(A) (Summenschalldruckpegel)
Sehr gute Brillentauglichkeit; großes Sichtfeld; knackige, klar definierte Passform; sehr wirksame, sehr einfach zu bedienende Belüftung; sehr gute Sonnenblenden-Bedienung; gute Schlagdämpfungswerte; hervorragende Aerodynamik; sehr niedriges Geräuschniveau; gute Verarbeitungsqualität (Ausnahme: minimaler Wassereinbruch); sehr einfacher Visierwechsel Kurze Bedienungsanleitung. (Rest online); Preis
Fazit: Ein klarer Fortschritt im Vergleich zum C4 - noch leiser und mit deutlich verbesserten Schlagdämpfungswerten. Die Größen-Range entspricht wieder gewohntem Schuberth-Niveau. Und wer seinen alten C3 (Pro) mochte, wird den C5 lieben.
MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Kauftipp: HJC i90
- Preis: 229,90 Euro (Steingrau 249,90 Euro, Dekor 259,90 Euro)
- Größen: XS bis XXXL, drei Schalengrößen
- Gewicht: 1.700 g/1.716 g (Herstellerangabe/L gewogen)
- Farben: Weiß, Schwarzmetallic, Mattschwarz, Mattblau, Grau, Fluorgelb, Steingrau, 16 Dekore
- Helmschale: Polycarbonat; Verschluss: Ratsche (Kunststoff)
- Herstellungsland: Vietnam, ECE-Prüfzeichen E6 (Belgien)
- Ersatzvisiere: 49,90/49,90/55,90 Euro (klar/getönt/verspiegelt)
- Ausstattung: Atemluftabweiser, Windabweiser am Kinn, Sonnenblende, Pinlock-Visier (70, beigelegt), Kommunikationssystem-Vorbereitung;
- Geräuschmessung: 95,9 dB(A) (Summenschalldruckpegel
Gute Brillentauglichkeit; wirksame, einfach zu bedienende Belüftung; gute Sonnenblenden-Bedienung; gute Schlagdämpfungswerte, gute Verarbeitungsqualität; sehr einfacher Visierwechsel; noch relativ niedriges Gewicht; Preis Hohes Geräuschniveau; Visier-Entriegelung etwas hakig; aerodynamisch leichte, aber unkritische Unruhe über 150 km/h; ggf. leichte Passformschwächen, zu enger Sitz an den Wangen
Fazit: Im i90 geht es eher laut zu, aber dagegen lässt sich ja durchaus etwas machen. Wenn er passt, ist der HJC ein rundherum "ehrlicher" Helm, bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis absolut stimmt und der sich den "Kauftipp" redlich verdient.
MOTORRAD-Urteil: gut
BMW System 7 Evo Carbon
- Preis: 690,00 Euro (Dekor 750,00 Euro, Fluor 790,00 Euro)
- Größen: 52/53 (XS) bis 64/65 (3XL), zwei Schalengrößen
- Gewicht: 1.610 +/- 50 g/.1614 g (Herstellerangabe/L gewogen)
- Farben: Weiß, Schwarz, Mattschwarz, Silber, zwei Dekore, Fluorgelb/Dekor
- Helmschale: Karbon
- Verschluss: Ratsche (Kunststoff)
- Herstellungsland: Italien, ECE-Prüfzeichen E3 (Italien)
- Ersatzvisiere: 85/89/125 Euro (klar/getönt/verspiegelt)
- Ausstattung: Windabweiser am Kinn, Sonnenblende, Pinlock-Visier (120, montiert), MIPS (Multidirectional Impact Protection System); zusätzlicher (Winter-)Windabweiser (beigelegt)
- Geräuschmessung: 91,0 dB(A) (Summenschalldruckpegel)
Gute Brillentauglichkeit; sehr großes Sichtfeld; wirksame, einfach zu bedienende Belüftung; sehr gute Sonnenblenden-Bedienung; aerodynamisch völlig unauffällig; sehr gute Schlagdämpfungswerte, gute bis sehr gute Verarbeitungsqualität; einfacher Visierwechsel; Gewicht Laute Visiermechanik; fummelige Kinnteil-Demontage; Bedienungsanleitung. nur online, Preis
Fazit: Ein vergleichsweise leichter, sehr gut ausgestatteter Helm mit hervorragenden Schlagdämpfungswerten. Aber ggf. auch gewöhnungsbedürftig (Passform, Kinnteil) und teuer. Der Fortschritt im Vergleich zum Vorgängermodell? Ausprobieren!
MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Shoei Neotec 2
- Preis: 619,00 Euro (metallic/matt 649,00 Euro, Dekor 729,00 Euro)
- Größen: XXS bis XXL, drei Schalengrößen
- Gewicht: 1.715 g/1.724 g (Herstellerangabe/L gewogen)
- Farben: Weiß, Schwarz, Mattschwarz, Silber, Weinrot, Mattgrau, Mattblau, Anthrazit-Metallic, fünf Dekore
- Helmschale: Fiberglas
- Verschluss: Ratsche (Metall)
- Herstellungsland: Japan, ECE-Prüfzeichen E6 (Belgien)
- Ersatzvisiere: 74,95/74,95/144,95 Euro (klar/getönt/verspiegelt)
- Ausstattung: Windabweiser am Kinn, Sonnenblende, Pinlock-Visier (Evo, beigelegt), Kommunikationssystem-Vorbereitung, Atemluftabweiser (beigelegt), Service-Tool/Silikonöl
- Geräuschmessung: 89,3 dB(A) (Summenschalldruckpegel)
Gute Brillentauglichkeit; knackige, klar definierte Passform, sehr komfortabel; wirksame, einfach zu bedienende Belüftung; gute Sonnenblenden-Bedienung; hervorragende Aerodynamik; relativ niedriges Geräuschniveau; sehr gute Verarbeitungsqualität; einfacher Visierwechsel Schlagdämpfungswerte unterdurchschnittlich; zu große Visier-Belüftungsstellung; Preis
Fazit: Bessere Schlagdämpfungswerte und etwas weniger Masse - der Neotec 2 hätte dem Schuberth C5 in Sachen Testsieg echt gefährlich werden können. Aber auch so ist der top verarbeitete Japaner ein super Helm mit herausragender Passform
MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Nolan N100-5 Plus
- Preis: 459,99 Euro (Dekor 479,99 Euro)
- Größen: XXS (54) bis XXXL (65), zwei Schalengrößen
- Gewicht: 1.810 g/1.830 g (Herstellerangabe/L gewogen)
- Farben: Schwarz, Weiß/Schwarz, Rot/Schwarz, Gelb/Schwarz, Grau/Schwarz, 14 Dekore
- Helmschale: Polycarbonat
- Verschluss: Ratsche (Kunststoff)
- Herstellungsland: Italien, ECE-Prüfzeichen E3 (Italien)
- Ersatzvisiere: 45/45/67,50 Euro (klar/getönt/verspiegelt)
- Ausstattung: Windabweiser am Kinn, Sonnenblende, Antibeschlag-Visier (montiert), Kommunikationssystem-Vorbereitung
- Geräuschmessung: 89,1 dB(A) (Summenschalldruckpegel)
Gute Brillentauglichkeit; großes Sichtfeld; knackige, klar definierte Passform; wirksame, einfach zu bedienende Belüftung; gute Sonnenblenden-Bedienung mit Rastung; aerodynamisch unauffällig; relativ niedriges Geräuschniveau; gute Verarbeitungsqualität (Ausnahme: leichter Wassereinbruch); sehr einfacher Visierwechsel; sehr gute Bedienungsanleitung; Preis Gewicht; Kinnteil-Entriegelung; Schlagdämpfungswerte etwas unterdurchschnittlich
Fazit: Der im preislichen Mittelfeld angesiedelte Nolan erlaubt sich keine echten Schwächen, Passform und Komfort fallen unter "Turnschuh-Wohlfühl-Atmosphäre". Der leichte Wassereinbruch fällt sehr wahrscheinlich unter "bedauerlicher Einzelfall".
MOTORRAD-Urteil: gut
Shark Evo-GT
- Preis: 449,99 Euro (Dekor 479,99 Euro)
- Größen: XS bis XL, KS ("King Size"), zwei Schalengrößen;
- Gewicht: 1.750 g/1.816 g (Herstellerangabe/L gewogen)
- Farben: Weiß, Schwarz, Mattschwarz, Graphitgrau, Anthrazit, Mattblau, neun Dekore
- Helmschale: Thermoplast
- Verschluss: Ratsche (Kunststoff)
- Herstellungsland: Portugal, ECE-Prüfzeichen E11 (Großbritannien)
- Ersatzvisiere: 53/74,20/84,80 Euro (klar/getönt/verspiegelt)
- Ausstattung: Sonnenblende, Pinlock-Visier (120, montiert), Reflex-Aufkleber (beigelegt), Austausch-Wangenpolster
- Geräuschmessung: 91,6 dB(A) (Summenschalldruckpegel)
Sehr überzeugendes Jethelm-Konzept mit praxisgerechter Visier-Memoryfunktion; gute ...
Testergebnisse im Überblick
Die Zeitschrift "Motorrad" hat die neueste Generation der klappbaren Integralhelme getestet (Heft 11/2024). Im Labor, auf dem Prüfstand und bei Fahrversuchen wurden zwölf Helme unterschiedlicher Preiskategorien in diesen Testkriterien untersucht:
- Passform und Tragekomfort
- Aerodynamik
- Akustik
- Belüftung
- Handhabung
- Ausstattung und Verarbeitung
- Gewicht
- Schlagdämpfung und Rotation
Test Motorradhelme: Ergebnis im Überblick
| Modell | Preis in Euro | Urteil Motorrad |
|---|---|---|
| Schuberth C5 | ab 699,00 | Sehr gut |
| Shoei Neotec 3 | ab 669,00 | Sehr gut |
| Nolan N100-6 | ab 399,99 | Sehr gut |
| LS2 FF901 Advant X Carbon | ab 469,00 | Sehr gut |
| HJC RPHA 91 Carbon | 699,90 | Sehr gut |
| BMW System 7 Carbon Evo | ab 710,00 | Gut |
| AGV Tourmodular | ab 549,95 | Gut |
| Germot GM 970 | 59,90 | Gut |
| Airoh Specktre | ab 259,99 | Gut |
| MTR K-4 Evo | ab 99,99 | Gut |
| Rocc 810 | ab 189,95 | Befriedigend |
| Harley-D. Evo X17 Sunshield Modular | 383,00 | Befriedigend |
Fünf Klapphelme schneiden im Motorrad-Gesamturteil jeweils mit gut oder sehr gut ab. Zwei Modelle erhalten nur die Note befriedigend. Schlusslicht im Test ist der Harley-Davidson Evo X17 Sunshield Modular, der vor allem beim Gewicht und bei der Akustik Federn - oder besser Punkte - lassen musste. In Sachen Schlagdämpfung bieten jedoch auch die beiden letztplatzierten Helme noch ordentlichen bis sehr guten Schutz.
Zum Sieger kürten die Tester den Klapphelm C5 von Schuberth. Der C5 überzeugte vor allem durch sehr gute Brillentauglichkeit, gute Passform und sehr komfortable und einfache Bedienung.
Den Beweis, dass ausreichender Schutz nicht teuer sein muss, lieferte unter anderem der MTR K-4 Evo.
Verwandte Beiträge:
- Die besten Motorräder aller Zeiten: Ein Rückblick auf die Klassiker
- Die besten Motorräder für A2 Führerschein: Test & Vergleich 2024
- Die besten Elektro Mountainbikes 2024: Test & Vergleich
- Die besten Scrambler Motorräder im Vergleich: Modelle, Preise & Test
- ALDI E-Bike Test: So gut sind die Discounter-Fahrräder wirklich – Lohnt sich der Kauf?
- Fahrradhelm für Erwachsene im Test: Warum der Decathlon Rockrider alle überrascht!
Kommentar schreiben