Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Kaum eine andere Klasse entwickelt sich derzeit so schnell weiter. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert.
Gerade die Kategorien 'Kosten' und 'Alltag' sammeln bei den Einsteigern viele Punkte. Überraschung: Selbst in der Fahrwerkswertung sind die besten Einsteiger besser als die schwächsten Supersportler. Spannend!
Top 5 A2-Motorräder laut MOTORRAD
MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder. Hier sind die Top-Platzierten:
- Honda CB 500 X: Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes. Als einziger Crossover der Klasse wirkt sie wie eine Reiseenduro und fährt wie ein Naked Bikes. Zu Recht versammelt sie 623 Punkte auf ihrem Testkonto und liegt damit weit vor dem 2. Platz. Und nicht nur bietet Honda mit der 500 X das derzeit beste Einsteiger-Bike in MOTORRAD, die 500 X darf sich auch noch mit der Preis-Leistungs-Note 1,0 schmücken.
- Kawasaki Ninja 400: Bereits mit deutlichem Abstand in Form von 8 Punkten steht die Kawasaki Ninja 400 mit 615 Punkten auf Platz 2. Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten. Dafür verliert die Kawasaki ihren deutlichen Vorsprung dann wieder in der Alltagswertung.
- Kawasaki Ninja 500 SE: Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Mit 132 Punkten steht er unerreicht auf Platz 1 der Antriebe, während die Ninja mit 613 auf Platz 3 steht. Im Grunde ist der 500er-Motor der von 399 auf 451 aufgebohrte Motor der Ninja 400, bietet allerdings einiges mehr an Kraft und Kraftentfaltung.
- Honda CB 500 Hornet: Mit 611 Punkten steht die Honda Hornet 500 auf Platz 4 der Bestenliste der Einsteiger-Bikes von MOTORRAD. Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X. Den Grund zeigt die Punktewertung im Detail.
- Honda CBR 500 R: Ebenfalls 611 Punkte erhält die Honda CBR 500 R. Im Grunde die Supersport-Version der Hornet und der CB 500 X. Ebenfalls interessant: Auch in der CBR fährt der Motor mit 122 Punkten mehr Punkte ein als in der CB 500 X. Die Unterschiede der Punkte zur CB 500 Hornet sind minimal.
- KTM 390 Adventure: Tatsächlich steht erst auf Platz 5 die erste Enduro in der Bestenlisten der Einsteiger. Und zwar dank der 609 Punkte, die die KTM 390 Adventure einfuhr. Allerdings noch eine Version von 2023, also die 390er-Modelle noch keine schräglagensensiblen System hatten.
Die Honda CBR500R im Detail
Die Honda CBR500R kombiniert sportliche Optik mit vielseitiger Leistung und ist somit ideal für A2-Führerscheininhaber. Für Martin Bauer reiht sich die Honda CBR500R in die obere Kategorie der A2-Klasse ein.
Technische Daten
- Motor: 471 ccm Parallel-Twin
- Leistung: 48 PS bei 8600 U/min
- Drehmoment: 43 Nm bei 6500 U/min
- Gewicht: 192 kg
- Sitzhöhe: 785 mm
- Getriebe: 6-Gang
Fahrverhalten und Ergonomie
Der Motor bietet eine gute Kraftentfaltung über einen großen Drehzahlbereich und zeichnet sich durch einen ruhigen und seidenweichen Lauf aus, typisch für Honda. Die Sitzposition ist komfortabel und leicht sportlich, mit einem entspannten Kniewinkel, der auch längere Fahrten angenehm macht.
Die Gasannahme und Kontrollierbarkeit des Motors sind außergewöhnlich gut, was eine einfache Handhabung in verschiedenen Fahrsituationen ermöglicht.
Horvath beschreibt die Honda CBR500R als ein Brot-und-Butter-Motorrad, das im Test sehr solide abschneidet. Die Maschine zeichnet sich durch eine gute Ansprache und ein unauffälliges Verhalten in Kurven aus.
Das Display wird als schön dargestellt beschrieben und die Ergonomie als sehr tourentauglich.
Fahrwerk und Bremsen
Das Fahrwerk ist stabil und komfortorientiert, obwohl es nicht justierbar ist. Es dämpft Bodenwellen gut und vermittelt dem Fahrer ein hohes Maß an Vertrauen. Besonders die Vorderradbremse mit Doppelscheibe überzeugt durch ihre Wirkung und das Regelverhalten des ABS.
Die Elektronik des Motorrads, einschließlich Traktionskontrolle und ABS, funktioniert auf hohem Niveau.
Kritikpunkte
Ein Kritikpunkt ist die begrenzte Schräglagenfreiheit, da lange Angstnippel an den Fußrasten früh aufsetzen. Dies beeinträchtigt das sportliche Fahren. Allerdings merkt man, dass der Motor durch das hohe Gewicht des Motorrads etwas beeinträchtigt wird.
Alessio beschreibt die Honda CBR500R als ein Motorrad, das trotz seiner vielen positiven Eigenschaften unter einem großen Manko leidet: seinem Gewicht. Er stellt fest, dass das Motorrad auf dem Papier und in der Realität schwerer ist als die Konkurrenz, was sich besonders in Kurven und auf geraden Strecken bemerkbar macht.
Obwohl der Motor theoretisch die meiste Leistung in seiner Klasse hat, fühlt sich das Motorrad aufgrund des Gewichts weniger leistungsstark an.
Amelie geht mit hohen Erwartungen an das Motorrad heran, da sie von anderen Honda-Modellen, insbesondere Naked Bikes, sehr überzeugt ist. Beim Fahrverhalten zeigt sich Amelie jedoch enttäuscht vom Motor, der weniger Durchzug bietet als erwartet. Es fehlt ihr die erwartete Aggressivität und Sportlichkeit.
Zusammenfassung der Vor- und Nachteile
Die Honda CBR500R überzeugt als vielseitiges und verlässliches Motorrad mit guter Gasannahme, ruhigem Motorlauf und komfortabler Ergonomie, ideal für Tourenfahrer. Ihre effektiven Bremsen und das stabile Fahrwerk sorgen für Vertrauen und Sicherheit. Optisch ansprechend und hochwertig verarbeitet, bietet sie solide Elektronik.
Jedoch beeinträchtigen das hohe Gewicht und die weniger durchzugsstarke Leistung das sportliche Fahren. Die begrenzte Schräglagenfreiheit beschränkt die Sportlichkeit.
Details zum Fahrwerk
- Fahrwerksanpassungen: Das Fahrwerk der CBR500R ist nur im Heck verstellbar und nicht vollständig justierbar.
- Begrenzte Schräglagenfreiheit: Die Fußrasten sind relativ weit vorne und unten positioniert, was zu einer frühen Berührung mit dem Boden in Kurven führt.
Vergleich: Aprilia Tuono 660, Triumph Trident 660 und Honda CB 650 R
Wie verteilt man zwei Liter Hubraum und neun Zylinder möglichst attraktiv auf bewegende Maschinen? Nun, Aprilia Tuono 660, Triumph Trident 660 und Honda CB 650 R werfen mit völlig verschiedenen Reihenmotoren - Twin, Triple und Vierzylinder - grundsätzliche Fragen auf. Nix wie los, alle Schalter an!
Aprilia und Triumph beglücken die "Neue Mitte" mit kompletten Neuentwicklungen, der Tuono 660 und der Trident 660. Im Vergleichstest treffen sie auf die Honda CB 650 R. Willkommen im Club der mittleren Mittelklasse, mit maximal 95 PS komplett A2-tauglich. Dazu preiswert und fahraktiv, bezahlbar und doch begehrenswert.
Italien trifft auf England und Japan - okay, fast: Triumph entwickelt in Hinckley, produziert aber generell in Thailand, wo Honda auch diese CB baut, Motorenfertigung inklusive. Die Motoren-Konzepte Zwei-, Drei- und Vierzylinder stehen stellvertretend für diese drei großen Motorrad-Nationen und ihre typischen Philosophien. Hier geht es um Charakterstudien!
Soundvergleich
- Aprilia Tuono 660: Aus fetten Krümmern und ihrem Unterflur-Auspuff prustet und posaunt die Tuono tieffrequent-bollige, volltönende Lebensfreude in den Äther. Krawallige 99 Dezibel Standgeräusch sind allerdings zu viel des Guten. Rein akustisch ist es das typische Stakkato eines 90-Grad-V2.
- Triumph Trident 660: Und der Reihen-Zweier entspricht bei Aprilia ja einem halben V4. Dem setzt der Triumph-Triple das typische rauchige Knurren entgegen - für Fans dieses Konzepts ist das einer der schönsten Motoren-Sounds überhaupt. Alle 240 Grad feuert hier eine der drei Zündkerzen, wie im Mercedes-Stern stehen die drei Hubzapfen im 120-Grad-Winkel zueinander. Leise 94 Dezibel machen Tirol-tauglich. Löblich.
- Honda CB 650 R: Noch gleichmäßiger, alle 180 Grad, also bei jeder halben Kurbelwellenumdrehung, zündet Hondas Inliner. Ist ja auch ein bestechendes Konzept, vier Takte und vier Zylinder miteinander zu kombinieren. Am Klang kann es nicht liegen, denn der ist sonor, dumpf grollend. Mit 97 dB(A) reißt auch die CB die heiß diskutierte 95er-Messlatte.
Fahrverhalten im Vergleich
- Aprilia Tuono 660: Raus aus der Stadt, rauf auf die Landstraße. Egal ob von Tempo 60 auf 100 oder auf der Autobahn auf 140 oder gar bis 180 km/h: Stets zieht die Tuono im Sechsten am schlechtesten durch. Drehen oder nicht ausdrehen, das ist bei der Aprilia die Frage. Flotte Fahrweise nämlich.
- Triumph Trident 660: Wie ein Großer faucht und röhrt der Triumph-Triple. Und zieht auch so durch: 8,8 Sekunden im Sechsten von 60 auf 140 km/h stehen in dieser Klasse für beeindruckende Bulligkeit. Triumph hat nicht alles an Spitzenleistung reingepackt, was möglich gewesen wäre. Echte 84 PS sind nah an einer idealen Motorisierung für Landstraßen.
- Honda CB 650 R: Auf der Honda CB 650 R klickst du dich kinderleicht durchs Getriebe. Der elastische Vierzylinder steigt zwar untenherum kräftiger ein als der Tuono-Twin, aber viel schlapper als der Triumph-Triple. Ja, die Honda braucht und kann Drehzahlen. Völlig unangestrengt stürmt sie bis über 12.000 Touren.
Neutral und gutmütig, doch nicht überhandlich fährt die CB 650 R. Sie wirkt in diesem Top-Trio am behäbigsten. Im Alltag ist das vernachlässigbar, beim engagierten Angasen jedoch ein fettes Pfund. Beim schnellen Hin-und-her-Werfen wirkt die Honda etwas schwerfälliger, träger als die beiden ideellen Euro-Bikes von Aprilia und Triumph.
Herrlich agil huscht die Triumph Trident durchs Kurvendickicht. Wow, wie das kickt. Wer von der Honda kommt, wähnt sich auf einem besseren Fahrrad, so leichtfüßig-handlich fährt das Brit-Bike. Alles so schön easy hier. Die Triumph fährt wie von selbst!
Das Beste kommt zum Schluss, die Aprilia Tuono: Auf ihr geriet schon die Sitzposition ungefiltert fahraktiv: Der breite, flache Rohrlenker bedingt zusammen mit den hoch und weiter hinten montierten Fußrasten eine absolut vorderradorientierte Sitzposition fast überm Vorderrad, sportlich-gefühlsecht.
Zusätzliche Ausrüstung
Unsere Redakteure haben bei diesem Supersport Motorrad Test nicht nur die auffälligen HJC Helme getragen, sondern waren auch in hochwertiger Motorradbekleidung von Segura gekleidet. Die Modelle RPHA 1 und RPHA 12 bieten eine perfekte Kombination aus Sicherheit, Komfort und stilvollem Design.
Segura ist bekannt für ihre Kombination aus klassischem Design und erstklassiger Schutzfunktion. Die getesteten Outfits umfassten robuste Lederjacken, die durch ihre abriebfesten Eigenschaften und integrierte Protektoren an Schultern, Ellbogen und Rücken für höchste Sicherheit sorgen.
Dazu kamen atmungsaktive und wetterfeste Hosen sowie Handschuhe, die optimalen Grip und Schutz bieten.
Empfehlungen für A2-Fahranfänger
Wenn du dieses Jahr erst A2 machst, dann kannst ja auch überlegen, deine Fahrschulmaschine zu nehmen, falls sie dir besonders gut gefällt (oder willst du mit eigenem Motorrad üben?)Wenn du auf eine Drosselung verzichtest, schränkst du die Suche massiv ein. Es gibt sehr schöne Maschinen mit mehr als 48 PS, die du problemlos drosseln könntest und viel Spaß damit hättest.
Ich hatte damals im Jahr 2010 mein Mopedschein gemacht und musste die ersten 2 Jahre gedrosselt auf 34 PS fahren. Dies tat ich mit einer Kawasaki ZR7, welcher eben von 77 PS auf 34 PS gedrosselt wurde. Trotzdem war die Maschine sehr schön zu fahren. Derzeit besitze ich ein Kawasaki ER6n mit 72 PS. Dieser ist sehr handlich, absolut einfach zu fahren und macht viel Spaß. Für Anfänger ist dieser auch sehr gut geeignet und wird auch häufig als Fahrschul Motorrad eingesetzt. Den Honda CB650 würde ich dir auch empfehlen. Eine geniale Maschine.
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