Die Schönsten Motorräder der Welt: Eine Übersicht

Krafträder, so die offizielle Bezeichnung für Motorräder, wurden erstmal vor rund 130 Jahren in Serienproduktion hergestellt. Als erstes mit einem Otto-Motor angetriebenes Serien-Motorrad gilt die Hildebrand und Wolfmüller, deren Produktion 1894 startete. Motorräder sind heute aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland sind rund viereinhalb Millionen dauerhaft zugelassen. In vielen Fällen dienen sie nicht nur als Transportmittel, sondern sind Ausdruck eines Lebensgefühls.Dazu kommt eine große Typenvielfalt bei Motorrädern für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten, Fahrstile und Vorlieben. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Café Racer, Naked Bike oder Enduro? Die gängigsten Typen wollen wir Ihnen kurz vorstellen, wobei das in der Praxis bei vielen Maschinen nie ganz eindeutig abgrenzbar ist.

Die Gängigsten Motorradtypen

  • Allrounder: Kombination aus Alltagstauglichkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Fahrspaß.
  • Naked Bikes: Motorrad pur und ohne Schnickschnack.
  • Café Racer: In den Sechzigern aus Serienmaschinen entstanden.
  • Tourer: Wenn's von der Nordsee über die Alpen bis zum Mittelmeer gehen soll.

Die Allrounder: Alltagstauglichkeit und Fahrspaß

Der Name ist Programm: Allrounder sind ideale Motorräder für den Alltag. Fahrspaß wird bei ihnen kombiniert mit Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sie eignen sich für die Stadt ebenso wie für Überland-Fahrten. In Handling, Fahr- und Bremsverhalten sind sie ausgewogen konstruiert und gut beherrschbar.

Die Motoren sind robust, die Fahrwerke nehmen es auch mit kurvigen Landstraßen oder Serpentinen auf. Grundsätzlich sind es Straßenmaschinen, kommen aber auch auf festen Feldwegen noch klar. Richtiges Quer-Feld-Ein-Terrain, schlammiges oder gar bergiges Gelände abseits von Straßen ist indes nicht ihr Ding. Die Sitzposition ist bequem, bietet gute Übersicht und Zugriff. Sie haben häufig einen Sozius-Sitz und manche auch ein Mindestmaß an schützender Verkleidung.

Die Naked Bikes: Motorrad pur

Egal ob im Einzelfall das Design modern oder im beliebten Retro-Look ausfällt: Bei den Naked Bikes gibt es nichts außer dem absolut notwendigen, was ein Motorrad braucht: Zwei Räder, Motor, Fahrgestell, Sitzbank, Lenker und Cockpit. Keine Verkleidung, kein Windschutz, keine Gepäckbefestigung, keine sonstigen Anbauten oder Verschönerungen.

Sie haben trotz modernster Technik das Flair des Ursprünglichen. Und das nicht zu Unrecht: Der Boom verkleideter Motorräder und damit der Grund für den Begriff „Naked Bike“ begann erst in den 1980er Jahren, vorher waren Motorräder grundsätzlich „nackt“. In Sachen Fahrverhalten ähneln sie ansonsten den Allroundern. Sie sind alltagstauglich. Aufgrund ihrer puristischen Ausstattung allerdings eben nicht wirklich für längere Touren geeignet. Für die Spritztour am Wochenende tut’s zur Not aber auch ein Motorradrucksack.

Die Café Racer: Ein Hauch von Nostalgie

Heute würde man sie hip, getunt oder frisiert nennen. Im England der 1960er-Jahre bauten junge Biker ihre Serienmaschinen um: Ein bisschen tiefer gelegt. Ein bisschen am Lenker geschraubt oder zu Stummeln gemacht, um in eine tiefere Rennsitz-Position zu kommen. Und dann „testeten“ sie die Maschinen, was bei der heutigen Verkehrsdichte undenkbar wäre: In Rennen von Café zu Café.

Heutzutage ist der Begriff Café Racer eher zum Marketing-Begriff mutiert. Schließlich bauen Motorradhersteller Modelle und Serien, die sie von vornherein als Café Racer bezeichnen. Technisch unterscheiden sie sich kaum von den Naked Bikes. Für lange Touren sind sie, schon wegen ihrer unkomfortablen Sitzposition, wenig geeignet.

Die Tourer: Komfort auf langen Strecken

Tourer sind die Limousinen unter den Motorrädern und nicht selten kosten sie auch so viel wie manche PKW der Kompakt- oder Mittelklasse. Tourer sind kraftvolle, schwere Maschinen, bei denen nicht die Höchstgeschwindigkeit oder das Fetzen durch Kurvenpassagen im Vordergrund steht. Bei ihnen geht es um das Reisen auf Langstrecken und einen hohen Komfort.

Möglichst mit Entertainment-Systemen an Bord, beheizbaren Sitzen und Griffen, einem bequemen Soziusplatz für das Reisen zu zweit und komplexen Gepäckträgersystemen. Sie sind indes auch sehr schwer und entsprechend träge. Die Höhe und Breite der Sitzpolster kann Menschen mit kürzeren Beinlängen vor Probleme stellen.

MOTORRAD Leserwahl 2024: Die Favoriten

Rund 50.000 Leser und Leserinnen nahmen teil und stimmten in 12 Kategorien über ihre Favoriten ab. Hier sind die Top 5 jeder Kategorie:
  • Tourer/Sporttourer: BMW R 1250 RS
  • Sportler: BMW M 1000 RR
  • Chopper/Cruiser: Triumph Rocket 3 R/GT
  • Enduros/Supermotos: Ducati DesertX/Rally
  • Adventure Touring: BMW R 1300 GS
  • Crossover: BMW M 1000 XR
  • Naked Bikes: KTM 990 Duke
  • Power Nakeds: BMW M 1000 R
  • Modern Classics: Kawasaki Z 900 RS/SE
  • Einsteiger-Bikes: KTM 390 Duke
  • 125er: KTM 125 Duke
  • Roller: Vespa GTS 125/300

Top 20 Supersportler aus MOTORRAD-Tests

Knapp 50 Modelle aus dem Segment der Supersportler haben sich in den vergangenen elf Jahren unseren Tests, Top-Tests und Vergleichstests stellen müssen. Wir haben die 20 am besten bewerteten Bikes aus der Bestenliste herausgesucht.

Supersportler stehen für großen technischen Fortschritt und werden von den Herstellern mit allerlei feinsten Bauteilen, Assistenzsystemen und leistungsstarken Motoren ausgestattet. Schließlich sind Supersportler mitunter für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen. Zudem orientieren sich die Hersteller bei der Entwicklung der Serienmodelle an den Bikes, die in den großen Motorsport-Rennserien an den Start gehen.

Entsprechend sammeln Supersportler in der 1.000-Punkte-Wertung bei den MOTORRAD-Tests im Vergleich zu Motorrädern aus den anderen Segmenten fleißig Punkte in den Kategorien Motor und Fahrwerk. Weniger gut sieht es dagegen in der Kategorie Alltagstauglichkeit aus.

Bewertungskriterien

In den von MOTORRAD durchgeführten Tests können die Kandidaten insgesamt 1.000 Punkte erreichen. Dabei werden Punkte in den folgenden fünf Kategorien vergeben:

  • Motor (250 Punkte)
  • Fahrwerk (250 Punkte)
  • Alltag (250 Punkte)
  • Sicherheit (150 Punkte)
  • Kosten (100 Punkte)

Zudem wird eine Preis-Leistungs-Note vergeben, um das Testergebnis besser einordnen zu können.

Top 20 Ranking

Das Ranking berücksichtigt nur aktuelle Motorräder. Zu den Produkten in der Liste gibt es Meinungen von Kunden und Kundinnen sowie in der Regel auch Tests von Magazinen. Wir arbeiten unabhängig und neutral.

Platzierung Motorrad Modelljahr
1 BMW S 1000 RR 2017
2 BMW HP4 2012
3 Honda CBR 1000 RR Fireblade 2017
4 Suzuki GSX-R 1000 R 2017
5 Honda CBR 1000 RR Fireblade SP 2017
6 Suzuki GSX-R 1000 2017
7 Ducati Panigale V4 S 2018
8 BMW S 1000 RR 2012
9 Yamaha YZF-R1M 2017
10 Suzuki GSX-R 1000 2015
11 Honda CBR 1000 RR Fireblade 2012
12 Kawasaki Ninja ZX-10 RR 2017
13 Yamaha YZF-R1 2017
14 Aprilia RSV4 RF 2017
15 Ducati 1299 Panigale S 2015
16 Triumph Daytona 675 2013
17 Kawasaki Ninja ZX-10R 2017
18 Kawasaki Ninja ZX-10R 2015
19 Aprilia RSV4 RR 2017
20 Kawasaki ZX-6R 636 2013

Die Stärksten Serienmotorräder

Am Stammtisch geht es aber immer noch meistens um die EINE Frage: Wieviel PS?!?

  1. Kawasaki Ninja H2 R: Mit 310 PS (326 PS mit RamAir) unangefochten an der Spitze.
  2. Ducati V4 Superleggera: 234 PS und ein Trockengewicht von nur 152 kg dank Kohlefaser.
  3. Kawasaki Ninja H2: 231 PS dank Kompressor.
  4. Honda RC213V-S: 230 PS (mit Kit, sonst 159 PS).
  5. Ducati Panigale V4 R: 221 PS bei 15.250 Umdrehungen.
  6. Honda CBR1000RR-R Fireblade: 217 PS bei 14.500 Umdrehungen.
  7. Aprilia RSV4 1100: 217 PS aus 1099 Kubik Hubraum.
  8. Ducati Panigale V4 S: 215,5 PS bei 13.000 Umdrehungen.
  9. Ducati 1299 Superleggera: 215 PS (220 PS mit Race-Kit) und nur 167 Kilo vollgetankt.
  10. BMW HP4 Race: 215 PS und 171 Kilo vollgetankt.

Die Beliebtesten Marken in Deutschland (Januar bis August 2022)

Der Verkaufszeitraum von Jänner bis August 2022 gibt Auskunft über die 5 Topseller der 10 meistverkauften Marken über 125 Kubik in Deutschland!

  • Royal Enfield: Classic 350, Meteor 350, Himalayan
  • Suzuki: SV 650, GSX-S1000, V-Strom 650, V-Strom 1050, GSX-S950
  • Triumph: Trident 660, Tiger 1200, Tiger 900
  • Ducati: Monster 950, Multistrada V4, Scrambler, Hypermotard 950, Streetfighter V4
  • Harley-Davidson: Sportster S, Pan America 1250, Breakout 114
  • KTM: 690 SMC R, 390 Duke, 890 Duke
  • Yamaha: MT-07, Tenere 700, MT-09
  • Honda: CRF1100L Africa Twin, CBR650R, CMX500 Rebel, CBR650R
  • Kawasaki: Z900, Z650, Z900 RS
  • BMW: R 1250 GS

Es war nichts Anderes zu erwarten: Die eierlegende Wollmilchsau R 1250 GS ist mit Abstand der große Star im BMW-Sortiment und auch mit Abstand das meistverkaufte Motorrad von Jänner bis August in Deutschland.

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