Motorrad-Weltreise: Dokumentarfilme, die inspirieren

Die Welt mit dem Motorrad zu erkunden, ist ein Traum vieler Abenteurer. Dokumentarfilme über Motorrad-Weltreisen fangen die Faszination dieser Reisen ein und lassen uns an den Erlebnissen der Protagonisten teilhaben. Sie zeigen nicht nur atemberaubende Landschaften, sondern auch die Herausforderungen, denen sich die Reisenden stellen müssen.

Margot Flügel-Anhalt: Eine außergewöhnliche Reiseheldin

Margot Flügel-Anhalt, Jahrgang 1953, ist eine der bekanntesten deutschen Reiseheldinnen. Nach ihrer Pensionierung als Sozial- und Theaterpädagogin begann sie im Alter von 64 Jahren, die Welt mit dem Motorrad zu erkunden. Ihre Reisen führten sie unter anderem durch Zentralasien, den Himalaya und bis nach Laos.

Filmdokumentationen über Margot Flügel-Anhalt

  • Über Grenzen (2019): Margots erste Motorradreise mit einer 125er Reiseenduro durch Zentralasien.
  • Einfach abgefahren (2020): Mit 65 Jahren reist Margot mit einem alten Benz 18.000 Kilometer durch 15 Länder bis nach Laos.
  • Hoch. Hinaus. (2023): Mit fast 70 Jahren fährt Margot mit einem Lada Niva zum Nanga Parbat im Himalaya.

Die Filmdoku zu ihrem Reiseabenteuer ÜBER GRENZEN erreichte Platz 7 der Kino-Arthouse-Charts und wurde ein Quotenhit im TV und in der ARD-Mediathek. Ihr erstes Buch ÜBER RENZEN (DuMont-Reiseverlag) erreichte die TOP 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

In ihren Filmen und Büchern teilt Margot ihre Erfahrungen und Begegnungen mit Menschen aus aller Welt. Sie zeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen und die Welt zu entdecken.

Mit 65 Jahren, einem 24 Jahre alten Benz und ohne Reisepass macht sie sich auf, um 15 Länder über 18.000 Kilometern bis nach Südostasien zu bereisen. Die rüstige Rentnerin erlebt in EINFACH ABGEFAHREN nicht nur berührende Begegnungen mit Fremden und atemberaubenden Landschaften, sondern auch bedrohliche Momente in Kriegs- und Krisengebieten. Man stürzt sich ohne Zögern mit in dieses einmalige Abenteuer einer beeindruckenden Frau, die die Freiheit in der Welt sucht und findet. - Das Bestseller-Buch EINFACH ABGEFAHREN ist im Ullstein-Verlag erschienen.

Mit fast 70 Jahren bricht Margot in HOCH. HINAUS. zu ihrem Sehnsuchtsziel auf, dem legendären Himalaya-Bergriesen Nanga Parbat. Auf ihrem Weg wird sie Zeugin der verheerenden Flutkatastrophe in Pakistan, erlebt Unterdrückung und Freiheit, Gewalt und Schönheit der Natur. Es sind besonders die Gegensätze, die ihre Reise am Ende so einzigartig machen. - Das Bestseller-Buch HOCH. HINAUS.

Schon als Kind und Jugendliche wollte sie vor allem eines: unterwegs sein. Als Rentnerin nutzte sie die neugewonnene Freiheit, um diesen Traum umzusetzen: Mit 64 setzte sie sich zum ersten Mal in Ihrem Leben aufs Motorrad und fuhr los Richtung Hindukusch - voller Abenteuerlust und Ideen. Und das ohne Motorradführerschein. Damit nicht genug: Ihre nächste Weltreise unternahm sie in ihrem 24 Jahre alten Benz. Mit dem brach sie von ihrem 44-Seelendorf Thurnhosbach in Nordhessen zu ihrem Traumziel gen Laos auf - und kam nach über 18.000 Kilometern und vielen Umwegen tatsächlich am Mekong an.

Herausforderungen und unvergessliche Eindrücke

Margot Flügel-Anhalt spricht offen über die Herausforderungen, denen sie auf ihren Reisen begegnet ist. Dazu gehören schwierige Pistenverhältnisse, politische Unterdrückung und bedrohliche Situationen in Kriegs- und Krisengebieten.

Trotz dieser Schwierigkeiten überwiegen die positiven Erfahrungen und unvergesslichen Eindrücke. Margot betont die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Menschen, denen sie begegnet ist, sowie die Schönheit der Landschaften, die sie durchquert hat.

Die schwierigen sozialen Verhältnisse z.B. in Tadschikistan und insbesondere in der autonomen Region Gorno-Badachschan sind deutlich erkennbar: kein fließendes Wasser, nur stundenweise Strom über Generatoren, keine ärztliche Infrastruktur für Notfälle. Und Arbeitsplätze, Schulen, Krankenhäuser gibt es nur in den größeren Orten. Die Aga-Khan-Stiftung versucht zu helfen. Die politische Unterdrückung im Iran ist überall fühlbar und ständiger Begleiter. Wer sich nicht den schiitischen Regierungsparteien zuordnet, oder beispielsweise vom Islam zum Christentum konvertiert, ist so gut wie tot. Dieser Druck ist im Alltag nicht zu übersehen.

Der polnische Polizist - ein vorbeikommender Biker, der mir im Wakhan-Korridor nahe der afghanischen Grenze nach einem Sturz Erste Hilfe geleistet hat - wird mir mit seiner ruhigen Kompetenz wohl für immer im Gedächtnis bleiben. Und auch die vielen anderen Menschen, die mir Wasser, Unterkunft, Essen, technische Hilfe und Einblick in ihre besonderen Leben geschenkt haben. Ich bin ihnen für immer dankbar.

Jeden Augenblick prägen die unfassbaren Wunder der zentralasiatischen Bergwelt mein Bewusstsein: Imposante, erhabene Gebirgszüge auf der einen und auf der anderen Seite Wüsten, die ich durchquert habe: ein wildes, unwegsames, undurchdringliches Nichts. Das alles zu erleben - dafür bin ich aufgebrochen.

Weitere inspirierende Motorrad-Reisedokumentationen

Neben den Filmen über Margot Flügel-Anhalt gibt es eine Vielzahl weiterer sehenswerter Motorrad-Reisedokumentationen.

  • Long Way Round (2004) und Long Way Down: Die Reisen von Ewan McGregor und Charley Boorman um die Welt und nach Südafrika.
  • Somewhere Else Tomorrow und Somewhere Else Together: Die Weltreise von Daniel Rintz und Josephine.
  • Auf dem Landweg zu den höchsten Pässen der Welt: Eine Reise von Erik und Alain nach Indien.
  • 2-wheels, 1-world, o-money: die Reise von Daniel Rintz

Die "Long Way"-Serie mit Ewan McGregor und Charley Boorman

Mit ihren »Long Way«-Serien haben Charley Boorman und Ewan McGregor eine ganze Generation Motorradreisender geprägt. Es ist sicher nicht übertrieben zu sagen, dass die beiden Schauspieler Charley Boorman und Ewan McGregor mit der 2004 erstmals ausgestrahlten Dokumentation ihrer Motorradweltreise ein eigenes Genre geschaffen haben.

Bekannt ist bislang, dass die Reise von Ewan McGregors Heimat in Schottland bis zu Charley Boormans Zuhause in England führen soll - mit einem kleinen Umweg durch zehn europäische Länder von rund 10.000 Meilen Länge. Unterwegs sein werden die beiden auf gebrauchten Motorrädern älteren Baujahrs.

Christian Vogel: Einmal um die Welt

Christian Vogel ist 34 Jahre alt, als er sich seinen Herzenswunsch erfüllt: Einmal die Erde auf dem Motorrad umrunden. Er kündigt die Wohnung und hängt seinen Job an den Nagel. Gerade erst frisch verliebt, fällt der Abschied dann besonders schwer.

Am 19. Mai 2015 beginnt der Aufbruch ins Unbekannte. Vor ihm liegt eine Route, die unter anderem durch die USA, Kanada und Russland führt. Auch China, die Mongolei, Pakistan, Indien und der Iran werden von ihm durchquert.

Die Reise birgt nicht nur spektakuläre Momente und unvergessliche Erlebnisse, sondern auch immense Gefahren. Der Film einer langen Reise.

Weitere erwähnenswerte Filme

Weitere interessante Filme sind:

  • Isle of Man TT - Hart am Limit: Ein Rennsportfilm über das gefährlichste Straßenrennen der Welt.
  • Why We Ride?: Ein Dokumentarfilm über die US-amerikanische Biker-Szene.

Tabelle: Übersicht einiger Motorrad-Reisedokumentationen

Titel Reiseziel Hauptdarsteller
Über Grenzen Zentralasien Margot Flügel-Anhalt
Einfach abgefahren Laos Margot Flügel-Anhalt
Hoch. Hinaus. Himalaya Margot Flügel-Anhalt
Long Way Round Weltreise Ewan McGregor, Charley Boorman
Long Way Down Kapstadt Ewan McGregor, Charley Boorman
Somewhere Else Tomorrow Weltreise Daniel Rintz
Somewhere Else Together Alaska - Feuerland, Afrika Daniel Rintz, Josephine

Diese Filme sind nicht nur ein visuelles Vergnügen, sondern auch eine Quelle der Inspiration für alle, die von einer eigenen Motorrad-Weltreise träumen.

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