Die Geschichte von Karl Maier Motorrad GmbH und Motorsport Erfolge mit BMW Motorrad

Die Geschichte bedeutender Ingenieure, Rennfahrer und Händler nimmt bei BMW einen besonderen Platz ein. Georg Meier, der am 19. Februar 1999 verstarb, war einer der großen Sportler seiner Zeit. „Schorsch“, wie seine Freunde und Bewunderer ihn nannten, hat in seiner Zeit Motorsportgeschichte geschrieben. Die Sympathien des Publikums verdankte er nicht nur seinen sportlichen Erfolgen, sondern auch seinem vorbildlichen Auftreten abseits der Rennstrecke.

Der gebürtige Mühldorfer begann auf BMW R 4 im Geländesport und wurde hier unter anderem Deutschen Militärmeister. 1937 unterschrieb er bei BMW einen Vertrag als Werksfahrer und bereits seine erste Saison im Straßenrennsport krönte er 1938 mit dem Sieg der Europameisterschaft. Seinen vielleicht wichtigsten Erfolg errang er 1939, als er als erster Nicht-Brite auf einer nicht-englischen Maschine die Senior TT auf der Isle of Man gewann.

Nach dem Krieg errang er auf seiner BMW Vorkriegs-Kompressor noch fünf Deutsche Meisterschaften, stellte Langstrecken-Weltrekorde auf und sammelte im Geländesport Medaillen in Serie. Dabei hielt er der Marke BMW immer die Treue - nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Geschäftsleben. Im Frühjahr 1948 eröffnete Meier ein Motorrad-Geschäft in der Dachauerstraße in München und übernahm ein Jahr danach die Vertretung von BMW Motorrädern, später auch die Vertretung der BMW Automobile. Zu dieser Zeit war er schon einer der erfolgreichsten und größten BMW Vertragshändler in Deutschland.

Speed Drifting mit Karl Maier

MOTORRAD präsentiert weltexplosiv die kommende Trendsportart Nummer eins: Speed Drifting. Und kein Geringerer als der vierfache Langbahn-Weltmeister Karl Maier zeigt, wie’s geht. Die reizvollsten Landstraßen sind in der Saison überfüllt, die Autobahnen meist geschwindigkeitsreglementiert. Wohin also mit dem Superbike? Ganz klar: auf die Sandbahn. Ein Weltmeister zeigt, wie das funktioniert. MOTORRAD stattet Karl Maier und seiner BMW S 1000 RR einen Besuch ab.

Karl Maier ist seit geraumer Zeit der MOTORRAD-Fachmann für alles Verrückte, was mit Querfahren zu tun hat. Der Ur-Bayer ist zwar schon 55 Jahre alt, wird aber garantiert nie erwachsen. Bereits einen Tag nach dem (unverbindlichen!) Telefonat organisiert er eine gut abgehangene und von BMW als Totalschaden abgeschriebene S 1000 RR des Modelljahrs 2012. Er ignoriert weiterhin die seit über drei Jahren von seiner Frau vorgebrachte Bitte, den tropfenden Wasserhahn im Bad zu reparieren. Und er lässt mitten in der Saison seine BMW-Werkstatt einfach Werkstatt sein („Das können meine Jungs auch allein!"), um sich ans Werk zu machen: Verkleidung kürzen, breiten Superbike-Lenker von AC Schnitzer montieren, Conti TKC 80 aufziehen, ABS und Traktionskontrolle stilllegen, Steigbügel (Original-Sandbahn-Fußraste für die rechte Seite) verlängern und montieren. Außerdem baut er das Hinterrad leicht schräg ein („Schiebt sonst zu sehr übers Vorderrad").

Vier Wochen später ist es dann tatsächlich so weit: Im Speedway-Stadion des AC Landshut stehen Fotograf, Kamerafrau und Redakteure bereit, um das Rollout des Speed Drifters zu erleben. Statt mit 70 PS und 90 Kilogramm geht es nun mit 200 PS und 190 Kilogramm um die 400-Meter-Bahn. Und wie es geht: Karl stellt die BMW S 1000 RR mit einer solchen Lässigkeit quer, dass man Tränen der Rührung vergießen möchte. Kurze Irritation beim Warmfahren: Eine nicht ganz abgetrocknete Stelle im Kurvenscheitelpunkt sorgt für das berüchtigte Grip-kein-Grip-Grip, was mit einem saube­ren Highsider endet. Egal, Scheinwerfer und linke Fußraste werden dem Gott der Geschwindigkeit geopfert, und der in seiner aktiven Zeit meist sturzfreie Karl kommentiert das Malheur gewohnt locker: „Links brauche ich eh keine Raste." Die Fahrtechnik unterscheidet sich laut vierfachem Weltmeister nur unwesentlich vom bewährten Bahnsport-Stil: „Immer schön Gas geben, auch und besonders in den Kurven. Und vor allem niemals bremsen."

Am Ende des Tages bekommt die als einmalige Gaudi gedachte Aktion eine gewisse Eigendynamik, denn Karl plant schon weiter: „Mit einem 19-Zöller vorn und ohne Bremse (Gewicht) müsst’s noch besser gehen.“ War das die Geburtsstunde einer neuen Trendsportart?

BMW Motorrad im Motorsport: Eine Zeitleiste

BMW Motorrad blickt auf eine ereignisreiche Motorsportgeschichte zurück. Hier eine Auswahl wichtiger Ereignisse:

  • 1924: Rudolf Schleicher erzielt am 2. Februar beim Bergrennen auf der Mittenwalder Steig die Tagesbestzeit und schreibt sich damit als erster Sieger in die Motorsportgeschichte der Bayerischen Motoren Werke ein.
  • 1924: Mit Schleicher, Franz Bieber und Rudolf Reich gehen bei der Stuttgarter Solitude drei BMW Werksfahrer an den Start und gewinnen jeweils in ihren Klassen. Josef Stelzer wird Deutscher Meister in der Viertelliter-Klasse.
  • 1929: Ernst Jakob Henne siegt bei der Targa Florio auf Sizilien.
  • 1937: Ernst Jakob Henne erzielt am 28. November den absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord. Seine auf einer Autobahn bei Frankfurt erzielte Marke von 279,5 km/h bleibt 14 Jahre lang bestehen.
  • 1938: Georg Meier wird Europameister in der 500-cm3-Klasse und gewinnt 1939 in der gleichen Kategorie als erster Nicht- Brite die Senior TT bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man.
  • 1976: Steve McLaughlin (USA) gewinnt auf einer BMW R 90 S mit den 200-Meilen- Rennen von Daytona den Saisonauftakt, Reg Pridmore (USA) wird auf der gleichen Maschine Saisonsieger und damit erster US-Superbike-Champion.
  • 2012: BMW kehrt nach 30 Jahren Abstinenz in die Seitenwagen- WM zurück. Das deutsch-französische Duo mit Jörg Steinhausen und Grégory Cluze gewinnt auf Anhieb die Vize- Weltmeisterschaft mit einem vom Motor der BMW S 1000 RR angetriebenen Gespann.

BMW Motorrad wird seine Palette an Motorradhelmen zukünftig um einen speziell auf die Belange sehr sportlich ambitionierter Motorradfahrer zugeschnittenen Helm ergänzen. BMW versieht ab der kommenden Saison alle neuen Helmmodelle mit eigenem Key-Visual. Das neue Logo „BMW helmets“ soll für Kompetenz, die eigene Entwicklungsgeschichte und Qualität stehen.

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