Donauradweg: Etappen von Passau nach Budapest

Der Donauradweg, einer der beliebtesten Radwege Europas, erstreckt sich von der Quelle in Donaueschingen bis nach Budapest. Besonders der Abschnitt zwischen Passau und Wien gilt als Klassiker. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die einzelnen Etappen dieser Radtour vor.

Anreise und Vorbereitung

1. Tag: Anreise nach Passau

Individuelle Anreise nach Passau im Laufe des Tages. Bezug der Zimmer & Ausgabe der Reiseunterlagen & Leihräder (sofern gebucht). Ein Parkplatz (unbewacht auf umzäuntem Grundstück) steht Ihnen nahe Radausgabe zur Verfügung.

Am Anreisetag sollten sich alle Radreisenden genügend Zeit nehmen, um sich mit dem Ursprung der Donau auseinanderzusetzen und die historische Donauquelle im Schlosspark zu besichtigen. Nicht zu verfehlen, zwischen Schloss und Stadtkirche, entspringen hier symbolisch die Wogen der jungen Donau aus einem in Stein gefassten Brunnen. Zwei Marmorfiguren, die Mutter „Baar“ und die „Tochter Donau“, zeugen an dieser Stelle von der Entstehung des Flusses. Bei der Quelle im Schlosspark von Donaueschingen handelt es sich um eine sogenannte Karstaufstoßquelle, die (vereinfacht dargestellt) größtenteils das Regenwasser aus dem Schwarzwald mit sich führt.

Etappen des Donauradwegs

Deutschland

Etappe 1: Donaueschingen nach Donauwörth

Start der Donau Radtour ist die erste Etappe von Donaueschingen nach Donauwörth, das inmitten einer reizvollen Naturlandschaft liegt.

Etappe 2: Donauwörth nach Ingolstadt

Gleich vier Schlösser liegen heute auf dem Weg nach Ingolstadt - Schloss Leipheim bei Günzburg, Schloss Bertholdheim und Schloss Stepperg. Highlight ist jedoch das Schloss Neuburg. Die Wände des traumhaften Innenhofs sind mit Sgraffitotechnik dekoriert und sorgen zusammen mit den vielen Arkadengängen für ein einzigartiges Ambiente.

Etappe 3: Ingolstadt nach Regensburg

Frisch gestärkt geht es an diesem Tag entlang der Donau in Richtung Kelheim. Kurz hinter Bad Gögging ereichen Sie das 617 n.Chr. gegründete Kloster Weltenburg. Inmitten der tollen Kulisse im Innenhof des Kloster können Sie im Biergarten einkehren und sich das Bier aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt mit einem bayerischen Schmankerl schmecken lassen. Das Kloster liegt in der wunderschönen Donauschlinge direkt am Donaudurchbruch, den Sie an diesem Tag noch mit dem Schiff erkunden.

Etappe 4: Regensburg nach Straubing

Die zehnte Tagesetappe der Donau Radtour umfasst die etwa 50 km lange Strecke von Regensburg nach Straubing. Eine erste Rast können Sie kurz hinter Donaustauf einlegen. Die große Gedenkhalle Walhalla wurde nach dem Vorbild des römischen Pantheon gebaut und 1842 eingeweiht. Der bayerische König Ludwig I. initiierte die Erbauung der Gedenkstätte, in der bekannte deutsche Persönlichkeiten verewigt wurden. In der mit Marmor verkleideten Halle befinden sich zur Zeit 130 Büsten und 65 Gedenktafeln. Von der Aussichtsplattform vor dem Ehrentempel genießen Sie nach dem Rundgang einen wunderbaren Blick in das Donautal.

Etappe 5: Straubing nach Passau

Von Deggendorf sind es nur noch etwa 60 km bis in die Dreiflüssestadt Passau. Einen lohnenswerten Zwischenstopp können Sie am Kloster Niederaltaich einlegen. Im lauschigen Innenhof oder in den kühleren Gewölben des Klosters schmeckt die bayerische Brotzeit besonders gut. Schon bei der Ankunft in Passau erblickt man einen der drei Ströme, die das malerische Stadtbild beherrschen. Hier fließen die Flüsse Inn, Ilz und Donau zusammen. Barocke Architektur, enge Gassen und Straßenmusiker sorgen in Passau für ein italienisch anmutendes Flair. Charmanterweise wird Passau auch das bayerische Venedig genannt. Die Altstadt auf der Landzunge zwischen Donau und Inn bietet nicht nur neben dem Wittelsbacher Brunnen und dem Dom St. Stephan viele weitere Kulturdenkmäler. Ein herrliches Panorama auf das Drei-Flüsse-Eck genießen Sie auch vom Vester Oberhaus. Die 1219 gegründete Burg liegt der Altstadt gegenüber und war einst die Residenz des Bischhofs.

Österreich

2. Tag: Passau - Schlögen/Haibach/Wesenufer (ca. 43 km)

Radtour durch Obernzell zum Kloster Engelhartszell. Weiter zur bekannten Schlögener Schlinge an Ihr Tagesziel. Übernachtung.

Nach Passau verlässt man Niederbayern und passiert die Grenze zu Österreich. Hier befindet sich das einzige Trappisten-Kloster Österreichs und gleichzeitig eine wunderschöne Stiftskirche im Rokoko-Stil. Auf ihrem Weg durch das Naturschutzgebiet Donauleiten kommen Sie auch an der berühmten Schlögener Schlinge vorbei. Ein Naturschauspiel, auf das die Oberösterreicher besonders stolz sind.

3. Tag: Schlögen/Haibach/Wesenufer - Linz (ca. 54 km)

Radtour am Donauradweg in das Nibelungenstädtchen Eferding. Weiter über Wilhering nach Linz. Empfehlenswert ist die Fahrt mit der steilsten Schienenbahn Europas auf den Pöstlingberg.

Heute verlassen Sie das Obere Donautal und radeln etwa 50 km bis nach Linz. Auf dem Weg nach Linz empfehlen sich heute Zwischenhalte: Aschach oder Ottensheim. Letzteres bietet mit Schloss am Donauufer und traditionellem Marktplatz eine herrliche Kulisse für eine Verschnaufpause. Weiter geht es nach Linz - Oberösterreichische Landeshauptstadt und gleichzeitig drittgrößte Stadt Österreichs.

4. Tag: Linz - Ybbs/Persenbeug (ca. 71 km)

Vorbei an den Schlössern Pragstein. Wallsee, Dornach und Greinburg nach Persenbeug bzw. Ybbs. Übernachtung.

Die erste Zwischenstation am heutigen Tag ist das Kloster St. Florian im Südosten von Linz. Das bekannte Barockkloster mit Stiftsbasilika wurde 1750 fertiggestellt, anhand gefundener Mauerreste kann man die Geschichte der Wallfahrtsstätte bis ins das 4. Jahrhundert zurückverfolgen. Sehenswert sind neben dem prachtvollen Bauwerk auch die Gärten und Parkanlagen rund um das Kloster. Weiter führt der Donauradweg vorbei an Wiesen und durch kühle Wälder bis man mit dem Rad Enns erreicht, die vermeintlich älteste Stadt Österreichs.

5. Tag: Ybbs/Persenbeug - Krems (ca. 59 km)

Durch die Weinbauregion Wachau an Ihr Tagesziel. Übernachtung.

Heute erwartet Sie eine der landschaftlich reizvollsten Abschnitte an der Donau. Die Donau mäandert durch die leuchtenden Täler des Strudengaus, um das sich viele Legenden spannen.

6. Tag: Krems - Wien (ca. 71 km)

Radtour vorbei an Greifenstein, dem 1. Vorort von Wien & per Rad direkt ins Zentrum der Walzerstadt.

Von der 1000-jährigen Stadt Krems radeln Sie über Traismauer und besuchen am Weg die Römerstadt Tulln. Hier können Sie noch einmal Ruhe und Kultur (z.B. mit einem Besuch des Egon-Schiele-Museums) der ländlichen Region genießen bevor es in die Donaumetropole geht.

Slowakei und Ungarn

7. Tag: Wien - Bratislava (ca. 68 km)

Durch den Nationalpark Donauauen nach Hainburg und an Ihr Tagesziel nach Bratislava.

Der erste Abschnitt Ihrer heutigen Radtour führt durch den Nationalpark Donau-Auen. Dabei werden Sie einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt sowie vielfältigen Landschaftsformen begegnen. Vorbei an Schloss Orth und Eckartsau erreichen Sie rasch Bad Deutsch-Altenburg, von wo Sie einen Ausflug auf dem Römerweg nach Carnuntum machen können. Der Archäologische Park gilt als eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Österreichs. Nach Hainburg passieren Sie schon die Grenze zur Slowakei und deren Hauptstadt Bratislava ist zugleich Ihr nächster Nächtigungsort.

8. Tag: Bratislava - Mosonmagyaróvár (ca. 50 km)

Besichtigungsmöglichkeit Bratislava; am Donauufer verlassen Sie auf einem sehr schönen Radweg die slowakische Hauptstadt und radeln verkehrsfrei entlang des Nibelungenstroms zur Grenze Slowakei/Ungarn bei Kunovŏ; vorbei an Dunasziget (der Ort lag früher auf einer Insel inmitten der Donau) erreicht man per Rad die kleine Stadt Mosonmagyaróvár - Ihr heutiges Etappenziel.

Nur ein kurzes Stück führt Sie Ihre Radtour auf Slowakischem Gebiet, bevor Sie bei Rajká die Ungarische Grenze passieren. Auf Ihren ersten Kilometern in Ungarn werden Sie entzückende kleine Dörfer durchradeln. Der komplette Abschnitt ist landwirtschaftlich geprägt. Ihre Fahrradtour führt Sie durch die sogenannte Szigetköz, die kleine Schüttinsel. Kennzeichnend für diesen Abschnitt sind unzählige Seitenarme der Donau sowie ein riesiges Augebiet. Mit dem hübschen Städtchen Mosonmagyaróvár, auch die Stadt der 17 Brücken genannt, endet Ihre Radetappe.

9. Tag: Mosonmagyaróvár - Komárno (ca. 64 km + ca. 30 Bahnminuten)

Per Bahn nach Györ (Achtung: Ticket nicht inklusive - zahlbar vor Ort; ca. 5,- Euro/Pers.). Von dort Radtour nach Komarno (geteilte Stadt).

Nach kurzem Aufenthalt geht es bequem per Bahn nach Györ, wo Sie genügend Zeit für einen Rundgang einplanen sollten. Die Komitatshauptstadt hat sehr viele Sehenswürdigkeiten und eine atemberaubende barocke Altstadt. Auf einem neu angelegten Radweg, stets nahe dem Flusslauf der Donau, führt Sie der erste Abschnitt von Györ in die geteilte Stadt Komárom/Komárno. Dort lohnt die Besichtigung vom Fort Monostor, welches bereits Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und zu den größten Festungen Mitteleuropas zählt. Im Thermalbad lässt es sich zudem gut entspannen.

10. Tag: Komárno - Visegrád (ca. 69 km)

Vorbei am slowakischen Ufer, durch behäbige Bauerndörfer nach Esztergom (Mutter der ungarischen Kirche, drittgrößter Kuppelbau der Welt) und weiter nach Visegrád - malerisch am Donauknie gelegen.

Ihre Strecke führt weiter immer in Flussnähe im flachen Donautal. Dabei passieren Sie verschiedenste Ortschaften und können im Hintergrund die Weinberge im Vorbeiziehen betrachten. Historisch Interessierte sollten Zeit für das Römerkastell Kelemantia einplanen, welches direkt an der Donau liegt. Das absolute Highlight ist jedoch Ihr heutiges Etappenziel Esztergom, auch bekannt als „Ungarisches Rom“. Deren Basilika ist Ungarns größte Kirche.

11. Tag: Visegrád - Budapest (ca. 45 km)

Per Fähre wechselt man ans linke Donauufer nach Szob (nicht inklusive - vor Ort zahlbar) und weiter durch das landschaftlich beeindruckende Donauknie, auch „ungarische Schweiz“ genannt, radelt man auf die Szentendre-Insel & per Rad direkt nach Budapest (+20 km).

Der erste Teil Ihrer Radtour führt wieder durch das landschaftlich beeindruckende Donauknie, vermutlich der attraktivste Abschnitt entlang der Donau überhaupt. Schon bald erreichen Sie die Ungarische Hauptstadt, wo Sie abends bei einem Stadtbummel die zahlreichen Eindrücke dieser herrlichen Radtour Revue passieren lassen.

12. Tag: Abreise aus Budapest

Nach dem Frühstück heißt es leider schon wieder Abschied nehmen.

Zusätzliche Informationen

Leistungen & Extras

  • 9 Übernachtungen in der gewählten Kategorie
  • Frühstück
  • Bei Halbpension: 7x Abendessen inkludiert
  • Sorgfältig ausgearbeiteter Routenverlauf
  • Ausführliche Reiseunterlagen 1x pro Zimmer (DE, EN)
  • Navigations-App und GPS-Daten
  • Gepäcktransport
  • Leihradversicherung
  • Service-Hotline

Nicht inkludierte Leistungen

  • An- und Abreise
  • Parkgebühren
  • Kur- und Ortstaxe
  • Transfers
  • Fakultative Besichtigungen
  • Reiseversicherung
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Parkinformationen

  • Parken in Passau: Öffentliches Parkhaus, ca. 6,- Euro pro Tag

An- und Rückreise

  • Der Anreiseort Passau ist bequem per Bahn zu erreichen
  • Nächste Flughäfen: München, Linz oder Wien
  • Busrücktransfer von Budapest nach Wien: Buchbar jeden Freitag, Samstag und Sonntag in Saison 1 und 2 sowie täglich in Saison 3
  • Täglicher Busrücktransfer ab Wien: Nachmittags Abholung direkt vom Hotel, Fahrtdauer ca. 4 Stunden, Kosten € 85,- pro Person, Mitnahme eigenes Rad zusätzlich € 39,-, Reservierung erforderlich, zahlbar vorab

Hotels

  • Kategorie A: Sorgfältig ausgewählte Hotels und Gasthöfe 4* (teilweise 3*, aber bestes Haus am Platz)
  • Kategorie B: Unterkunft in Hotels, Gasthöfen und Pensionen 3*

Tipps für die Planung

  • Beste Reisezeit: Mai/Juni oder September für angenehme Temperaturen.
  • Kondition: Gute Grundkondition aufgrund längerer Tagesetappen erforderlich.
  • Fahrrad: Eigenes Fahrrad oder Leihfahrrad (Tourenrad oder E-Bike) möglich.
  • Rücktransfer: Rücktransfer von Budapest nach Passau mit Zwischenstopp in Wien verfügbar.

Highlights entlang der Strecke

  • Städte: Passau, Budapest, Bratislava, Wien
  • Landschaften: Wachau, Schlögener Schlinge, Donauknie
  • Sehenswürdigkeiten: Stift Melk, Basilika von Esztergom, Römerkastell Kelemantia
Etappe Strecke ca. Distanz Highlights
1 Passau - Schlögen 40 km Kloster Engelhartszell, Schlögener Schlinge
2 Schlögen - Linz 55 km Eferding, Wilhering, Pöstlingberg in Linz
3 Linz - Grein 65 km St. Florian, Enns, Barockstädtchen Grein
4 Grein - Wachau 65 km Strudengau, Maria Taferl, Stift Melk
5 Wachau - Traismauer/Tulln 40-60 km Weißenkirchen, Dürnstein, Krems
6 Traismauer/Tulln - Wien 60-40 km Wiener Kaffeehäuser, Stephansdom
7 Wien - Bratislava 50 km Nationalpark Donau-Auen, Carnuntum, Bratislava Altstadt
8 Bratislava - Mosonmagyaróvár 50 km Szigetköz, Mosonmagyaróvár
9 Mosonmagyaróvár - Komárno 64 km + Bahn Györ, Fort Monostor, Thermalbad
10 Komárno - Visegrád 69 km Römerkastell Kelemantia, Esztergom
11 Visegrád - Budapest 45 km Donauknie, Szentendre-Insel

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