Donau Radweg: Von Deggendorf nach Passau

Der Donauradweg gilt als eine der schönsten Radtouren Europas und ist auch gastronomisch bestens erschlossen. Direkt entlang der blauen Donau verläuft der beliebteste deutsche Radweg.

Etappe 11: Straubing - Deggendorf (38 km)

Von Straubing aus durchfließt die Donau in großen Mäandern weite Ebenen, bis der Donauradweg nach Deggendorf führt. Deggendorf, auch bekannt als das Tor zum Bayerischen Wald, bietet einen besonderen Stadtgrundriss in Form einer Birne. Das Al­te Rat­haus mit dem go­ti­schen Turm wur­de 1535 er­baut und ist ei­nes der Wahr­zei­chen Deg­gen­dorfs. Be­ach­tens­wert sind die am Trep­pen­gie­bel an­ge­brach­ten Stein­plat­ten mit baye­ri­schen Wap­pen und dem Stadt­wap­pen aus der Er­bau­ungs­zeit, so­wie die Sohl­bän­ke der Fens­ter mit verzierten Fa­beltieren ­und Frat­zen­köp­fen. Ge­schichts­träch­tig sind auch die bei­den, durch Ket­ten ver­bun­de­nen Stein­ku­geln, die an der Süd­fas­sa­de hän­gen und ent­we­der ein spät­mit­tel­al­ter­li­ches Stra­finstru­ment - die sog. Schand­ku­geln - oder als ver­bun­de­ne Ka­no­nen­ku­geln ein Kriegs­ge­rät dar­stel­len.

Trotz al­ler städ­te­bau­li­chen Maß­nah­men und ständiger Sa­nie­run­gen ist der his­to­ri­sche „bir­nen­för­mi­ge“ Stadt­grund­riss auch heute noch gut nach­voll­zieh­bar. Die go­ti­sche Grab­kir­che „St. Peter und Paul“ stammt aus der Zeit zwi­schen 1338 und 1360.

Etappe 12: Deggendorf - Passau (60 km)

Der Donauradweg verläuft auf dieser Etappe sehr eben und führt zunächst nach Bogen mit dessen Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg und einer großen Auswahl an Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen. Die Donau fließt anschließend über Vilshofen weiter nach Passau, dem Ende des Donauradweges.

6 km nach Deggendorf radelt man in einer idyllischen Landschaft, linksseitig befindet sich ein etwa 600 m langer Badesee, rechtsseitig die Donau. In Niederalteich (Benediktinerabtei) kann man mit der Radlerfähre übersetzen und alternativ am gegenüberliegenden Donauufer Richtung Vilshofen (auch über Straßenbrücke vor der Ortschaft Winzer möglich) bzw. bis Sandbach radeln, oder auf den Isar - Radweg Richtung München wechseln. In Sandbach gibt es wiederum eine Fährverbindung auf die andere Flussseite, von wo der Donauradweg seine Fortsetzung findet. 6.2 km hinter Niederalteich - kurz vor der Gemeinde Winzer - zweigt der Deutsche Limes Radweg vom Donau-Radweg rechts ab.

Nach Überquerung der Donau verläuft die Strecke via Künzing (rechtes Donauufer) nach Vilshofen. Von Winzer aus kommend (LK DEG) wird bei Hofkirchen die Landkreisgrenze ins Passauer Land überquert. Hofkirchen liegt in der Region Donau-Wald direkt an der Donau und am südöstlichen Rand des fruchbaren Gäubodens. Der Markt liegt rund 30 km nordwestlich von Passau, 25 km südöstlich von Deggendorf bzw.

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Pfelling und Mariaposching bleibt der internationale Donauradweg wegen des Donauausbaus voraussichtlich noch bis 31.05.2024 gesperrt. Der Donaulimes ist seit 30.07.2021 UNESCO-Weltkulturerbe. Wer sich für die Geschichte der Römer interessiert oder den Schlussabschnitt der »Radrundtour von der Donau zur Donau« zwischen Vilshofen und Niederalteich bereits kennt, dem bietet sich eine interessante Alternative an. Einfach in Vilshofen über die Marienbrücke auf's gegenüberliegende Ufer wechseln und dann dem Deutschen Limes-Radweg folgen.

Die Route verläuft flussaufwärts auf der linken Donauuferseite nach Künzing, wo sich das Römermuseum Quintana befindet (absolut sehenswert!). Weiter über Osterhofen wird nach 18 km abermals die Donau überquert, wo nahe der Ortschaft Winzer die Spangenverbindung wieder auf den Donau-Radweg trifft. Von dort aus sind es bis ins Ziel der »Radrundtour von der Donau zur Donau« nach Niederalteich 6 Kilometer. Die Schleife (ab Pleinting abseits der Donau) ist im Vgl.

Das Hilfstruppenkastell von Quintanis wurde um 90 n. Chr. errichtet und bot auf ca. 2 ha Grundfläche einer berittenen Kohorte mit etwa 500 Soldaten Platz. Zerstört wurde das Kastell um die Mitte des 3. Jahrhunderts durch über die Grenze einfallende Germanen. Hiervon zeugt eine Anzahl von Hortfunden, darunter ein mehr als 80 kg Waffenmaterial enthaltender Eisenhort, der im Museum Quintana ausgestellt ist. Ein spätantikes Kastell ist schriftlich überliefert und durch Funde belegt, aber seine baulichen Überreste bis heute nicht sicher lokalisiert. 1998 gelang in Künzing eine in Raetien bisher seltene Entdeckung. Wenngleich Limes-Rekonstruktionen aufgrund vager Forschungskenntnisse nicht zwangsläufig realitätsgetreu sein müssen, und mehr idealtypischen Vorstellungen denn hundertprozentiger Originalität entsprechen, so regen „künstlich“ geschaffene Nachbauten (z.B. Palisaden, Kastelltore, Limes-Wachtürme) dennoch ganz erheblich die Phantasie und das Vorstellungsvermögen über das 2.000 Jahre zurückliegende Vermächtnis des Römischen Reiches an. 2003 konnte die Kreisarchäologie in der östlichen Zivilsiedlung ein ehemals in Holz errichtetes Amphitheater für etwa 600 Personen aufdecken.

Der Bau wurde vielleicht im Zuge des Besuchs eines hohen Würdenträgers errichtet. Da es sich bei dem Amphitheater um eine reine Holzkonstruktion handelte, haben sich keinerlei oberirdisch sichtbaren Reste erhalten. Eine vereinfachte Holzkonstruktion zeigt dem Besucher die Dimensionen des einstigen Bauwerkes an. Mehr über das römische Künzing ist auf dem ausgeschilderten, ca. (Einwohnerzahl - Stand Sep.2022 / nur Hauptwohnsitze: 18.222). Wer nach der Straßenquerung rechts auf die Marienbrücke abzweigt gelangt schnurstraks ins Stadtzentrum Vilshofen.

Wer sich für die geschichtsträchtigen Stätten rund ums Bierbrauen im Passauer Land interessiert, radelt 13 km zur Klosterbrauerei Aldersbach mit Schaubrauerei und legendärem Bräustüberl. In Aldersbach wird man nach der Durchfahrt eines weiteren Biertores (Bild) am Aretinplatz mit dem eindrucksvollen Ambiente des ehemaligen Zisterzienserklosters mit Brauerei und Marienkirche begrüßt. Die Einkehr im Bräustüberl mit Radlermaß und Brotzeit gehört zum standesgemäßen "Pflichtprogramm". Frisch gestärkt steht der Rückfahrt nach Vilshofen oder Weiterfahrt am Vilstalradweg bzw. Apfel-Radweg nichts im Wege. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten der schönen Donaustadt (links über die Marienbrücke) mit ihrer 1200-jährigen Geschichte lohnen allemal eine Stippvisite. Dazu laden Cafes, Restaurants und Eisdielen zur Einkehr ein.

Die Dreiflüssestadt Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt und liegt am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz. Mit 53.093 Einwohnern (Stand Dez. Die Dreiflüssestadt Passau wartet mit einer Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, Museen und kulturhistorischen Bauten wie z.B. Dom St. In der barocken Altstadt, welche von italienischen Meistern im 17. Jahrhundert geschaffen wurde und in deren Zentrum sich majestätisch der Dom St. Stephan erhebt, paaren sich Charme, Schönheit, Geschichte und Kultur, Kunst und Erlebnis auf engstem Raum.

Der Prachtbau mit seinen weiß getünchten Türmen und blaugrünen Kuppeln gilt als maßgebende Barockkirche nördlich der Alpen, dessen italienische Prägung nach dem Stadtbrand 1662 den Architekten Carlo Lurago und Giovanni Battista Carlone zu verdanken ist. Im prunkvollen Innenraum im Passauer Dom steht mit ihren 17.974 Pfeifen und 233 Registern die größte katholische Kirchenorgel der Welt. Sie gilt als die größte Orgel Europas bzw. Entlang der dicht gedrängten bunten Häuser sticht am Innufer der markante Schaiblingsturm hervor. Der Innkai verbindet das Dreiflüsseeck mit der Innpromenade und zählt zur Passaus beliebtesten Flaniermeile. Der auffällige Rundturm mit Spitzdach dominiert das Bild am Innkai, weswegen der Schaiblingsturm ein beliebtes Fotomotiv an Passaus Südseite ist.

Das Bauwerk hatte über mehrere Jahrhunderte zahlreiche Funktionen. Der Turm wurde 1250 auf einem Felsen am Innufer errichtet und fungierte als ein Bollwerk gegen feindliche Angriffe ursprünglich als Wehrturm. Der Schaiblingsturm ist Teil von Passaus mittelalterlicher Stadtbefestigung. Später diente er als Speicherturm, in dem nach seiner Renovierung im 15. Jahrhundert unter anderem Pulver gelagert wurde. Zu Zeiten des Salzhandels war der Schaiblingsturm zudem Anlegestelle für die Inn-Schiffe. Bis 1957 gab es am Turm eine Seilfähre über den Inn. Das Römermuseum Kastell Boiotro befindet sich in einem spätmittelalterlichen Handwerkerhaus im Passauer Stadtteil Innstadt. Es ruht auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro, das die Römer um 280 n. Chr. erbauten.

375 n. Chr. wurde das Kastell vom Militär geräumt und verfiel. Der Missionar und spätere Heilige Severin ließ in der Kastellruine im ausgehenden 5. Jahrhundert ein klei- nes Kloster errichten. Reste des Klosters, der Kastellmauer und der Wachttürme sind im Freigelände und im Museum sichtbar konserviert. In der 2014 durchgeführten Neukonzeption steht das Kastell Boiotro als wichtigstes Exponat im Mittelpunkt. 600 weitere Objekte mit antiken Quellen, erläuternden Texten, Figurinen mit Hörstationen und zahl- reichen Modellen vermitteln außerdem ein anschauliches Bild der 400 Jahre währenden Römerherrschaft im heutigen Passau. Die Donau trennte als Nordgrenze das Römische Reich vom Barbaricum, während der Inn eine Provinz- und Zollgrenze zwischen Raetien und Noricum bildete.

Die steilen Talhänge entlang der Donau bezeichnet man als "Leiten", daher der Begriff für die Naturschutzregion nach Passau "Donauleiten". Nachdem die Fritz-Schäffer-Promenade am Schiffskai passiert ist, wird die Prinzregent-Luitpoldbrücke überquert (Sicht auf das Veste Oberhaus). Danach verläuft der Radweg neben der Donaustraße (B 388) durch das Naturschutzgebiet „Donauleiten“. Die steil aufragenden Hänge des südlichen des Bayerischen Waldes reichen fast bis zum Donauradweg heran. Mit 65.000 Quadratmeter umbauter Fläche gehört die Veste Oberhaus zu den mächtigsten erhaltenen Burganlagen Europas.

Die Dreiflüssestadt Passau liegt am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz und ist das Verwaltungs-, Wirtschafts-, und Kulturzentrum im östlichen Niederbayern. Mit rund 53.093 Einwohnern (Stand Dez. Die Dreiflüssestadt Passau liegt am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz nah an der Grenze zu Österreich. Über der 52 400 Einwohner zählenden Stadt thront die imposante Veste Oberhaus, eine Festung aus dem 13. Jahrhundert. Die Stadt ist durch historische Bauten im Stil der Inn- und Salzachbauweise geprägt, weshalb sie häufig auch als das „Venedig Bayerns“ bezeichnet wird.

Beiderseits der Flussufer erhebt sich eine bewaldete Naturlandschaft. Trohnend überragt wird die Stadt durch die Veste Oberhaus, deren erste nachweisbare Funde sich auf die Römerzeit um 80 n. Chr. zurück datieren lassen, als die Römer damals die Kelten ablösten. Bedeutend für Passau war das Jahr 739, als Bonifatius die Stadt zum ständigen Bischofssitz erklärte und die Bischöfe später die Regierungsgewalt übernahmen. Im Jahre 1217 wurde Passau Fürstbistum. Handel und Gewerbe blühten auf, und Dank der Schifffahrt erlangte die Stadt großen Reichtum. Kunst und Literatur waren in der Stadt immer zugegen.

Drei Flüsse - Donau, Inn und Ilz - treffen aus drei Himmelsrichtungen am Dreiflüsseeck aufeinander und bieten ein faszinierendes Naturschauspiel. Am Fuß der Burganlage Niederhaus fließt zunächst, flussabwärts betrachtet, die Ilz von links in die Donau und kurz danach von rechts der Inn der Donau zu. Das Wasser des Inns, der in den Schweizer Alpen entspringt, ist grün, die Donau hat eine blau-braune Farbe hat und das Wasser der aus einem Moorgebiet kommenden Ilz ist schwarz. Dementsprechend weist ein längeres Fließstück nach dem Zusammenfluss der Fluss, der ab hier weiterhin Donau heißt, sämtliche drei Wasserfarben auf.

Dies hängt neben der zeitweisen großen Wassermenge des Inns hauptsächlich mit der unterschiedlichen Gewässertiefe (Inn 1,90 Meter / Donau 6,80 Meter) zusammen: Der Inn überströmt quasi die Donau. Die Donau führt die meiste Zeit des Jahres (von Oktober bis April) mehr Wasser mit sich als der Inn − ein Grund, weshalb der Fluss in seinem weiteren Verlauf den Namen Donau trägt.

Die steilen Talhänge entlang der Donau bezeichnet man als "Leiten", daher der Begriff für die Naturschutzregion nach Passau "Donauleiten". Wer sich für die Donau selbst und das Leben darin und darum interessiert sollte unbedingt dem Naturerlebniszentrum "Haus am Strom" in Jochenstein einen Besuch abstatten. Mehrere malerische Biergärten laden zum Rasten ein.

Zusammenfassung der Etappen

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Etappen des Donauradwegs:

Etappe Start Ziel Länge Besonderheiten
11 Straubing Deggendorf 38 km Tor zum Bayerischen Wald
12 Deggendorf Passau 60 km Dreiflüssestadt, Sehenswürdigkeiten

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