Der Donau-Radweg: Eine Reise durch Deutschland

Der Donau-Radweg, einer der beliebtesten Radwege Europas, verläuft entlang der Donau durch mehrere Länder, darunter auch Deutschland. Hier erwartet den Radfahrer zahlreiche Naturphänomene und kulturelle Glanzlichter.

Der Donau-Radweg im Landkreis Deggendorf

Der Donau-Radweg, Europas großer Fernradweg, verläuft mitten durch den Landkreis Deggendorf. Er führt auf der linken Uferseite von Bogen über Mariaposching durch fruchtbare Ackerlandschaften, links erheben sich die ersten Bayerwaldberge. In Mariaposching bietet sich auch die Möglichkeit, per Fähre die Uferseite zu wechseln. Der Radweg führt vorbei an der Info-Plattform bei Kleinschwarzach.

Ein Muss ist der Klosterort Metten mit Klosterkirche, Prälatengarten und Gastronomie am schönen Marktplatz. Der Donau-Radweg führt von Metten entlang des Donau-Dammes nach Deggendorf. Hier kreuzen sich Donau-Radweg und Isar-Radweg sowie der Waldbahn-Radweg. Auf Höhe Seebach überquert der Donau-Radweg die Autobahn A 3 und bietet einen schönen Blick auf die Isarauen gegenüber, das Mündungsgebiet der Isar.

Niederalteich grüßt von weitem mit den Türmen der Basilika. Der Ort ist geprägt durch das Kloster der Benediktiner und ist Bildungsstandort mit der Landvolkshochschule und dem Gymnasium. Neben ehrwürdigen Klostermauern überrascht der Glasbau des Gerhard Neumann Museums. Niederalteich ist ein Drehkreuz für Radler - die Fuß- und Radfähre Altaha bringt während der Sommermonate die Gäste von Ufer zu Ufer und verbindet Donau-Radweg, Isar-Radweg, Via Danubia und Donau-Ilz-Radweg.

Am linken Ufer führt der Donauradweg von Niederalteich nach Winzer. Hier stehen Ausblicke auf dem Programm: Von der Burgruine hinaus ins Donautal und in den Gäuboden, von der Sternwarte Winzer ins Weltall. Unterhalb Winzer wartet mit dem Ziegel- und Kalkmuseum ein Ausflug in die Geschichte der Region.

Die Donau ist spannend, abwechslungsreich, verträumt und erholsam zugleich. Der Donauradweg in Deutschland hat etwas über 600 Kilometer, die ganz bequem in einzelnen Tagesetappen befahren werden können. Ob sportlich oder gemütlich mit der ganzen Familie - die Donau ist das ideale Fahrradrevier für jedermann.

Etappen des Donau-Radwegs in Deutschland

Im Schwarzwald entspringt der längste Quellfluss der Donau: Die Breg. Aus Norden schlängelt sich ein weiteres Flüsschen namens Brigach heran. In Donaueschingen an der Quelle, so paradox dies klingen mag, endet eigentlich die Donau. Denn die Donau ist der einzige europäische Fluss neben der Mosel, deren Kilometrierung stromaufwärts gemessen wird.

Wussten Sie, dass die Donau mit 2.845 Kilometer ab der Donauquelle in Donaueschingen, neben der Wolga der längste Fluss Europas ist und zehn Staaten berührt?

Hier sind einige der Etappen des Donau-Radwegs in Deutschland:

Etappe Start - Ziel Länge Beschreibung
E1 Donaueschingen - Fridingen 52 km Aus der Breg und der Brigach fließt die Donau zusammen und bildet in Donaueschingen die Donauquelle. Von dort aus verläuft sie in sanften Schleifen bis das Tal, gesäumt von hohen Kalkfelsen mit wildromantischen Zinnen, enger wird.
E2 Fridingen - Sigmaringen 38 km Der Donaudurchbruch hinter Fridingen ist mit vielen Felsen und ganzen Felsmassiven geschmückt. In diesem Abschnitt des Donauradwegs sind außerdem viele Burgen und Schlösser zu finden.
E3 Sigmaringen - Munderkingen 59 km Nach Sigmaringen wird die Donau breiter, während sie durch ein weites Becken fließt. Auf diesem Abschnitt finden sich viele barocke Klöster, Schlösser und Städte. In der am östlichen Ende des oberen Donautales liegende Stadt Scheer verlässt die Donau schließlich die Schwäbische Alb.
E4 Munderkingen - Ulm 45 km In Munderkingen eröffnet sich der nächste Abschnitt des Donauradwegs. Von dort aus vergrößert die Donau durch mehrere Zuflüsse ihr Volumen. Sie können bis Ulm meist direkt am Fluss selbst radeln.
E5 Ulm - Dillingen 54 km In Ulm wechselt der Donauradweg von Baden-Württemberg nach Bayern. In dem folgenden Abschnitt fließt die Donau sanft durch das breite Donautal und der Radweg verläuft direkt am Fluss. Auf dieser Etappe kreuzt der Weg die Stadt Leipheim, in der eine 600 Jahre alte Linde steht.
E6 Dillingen - Donauwörth 38 km Auf dem Abschnitt des Donauradwegs zwischen Dillingen und Donauwörth finden sich viele interessante Sehenswürdigkeiten und Städte. Eines davon ist das Schloss Höchstädt.
E7 Donauwörth - Ingolstadt 63 km Von Donauwörth nach Neuburg ist die Landschaft von Ausläufern der Fränkischen Alb geprägt, die sich bis an die Ufer der Donau vorantasten. Auf diesem Abschnitt des Donauradwegs finden sich viele kleine Schlösser, zumeist im Barock und Rokoko, am Wegesrand wieder.
E8 Ingolstadt - Kelheim 54 km Von Ingolstadt aus fließt die Donau sanft nach Vohburg, welches vor allem für seine historischen Befestigungsmauern und Stadttore bekannt ist. Anschließend passiert der Donauradweg das Kloster Weltenburg, das älteste Kloster in ganz Bayern.
E9 Kelheim - Regensburg 40 km Ab Kelheim führt der Donauradweg durch ein breites Tal und sanftes Hügelland. Die Donau zieht große Schleifen und läuft anschließend auf ihren nördlichsten Punkt zu: Regensburg.
E10 Regensburg - Straubing 48 km Durch das harte Gestein der Böhmischen Masse nimmt die Donau in Regensburg einen anderen Verlauf an. Auf der folgenden Strecke des Donauradwegs verläuft im Süden der Gäuboden, eine fruchtbare und breite Ebene. Auf der anderen Seite befinden sich die Vorberge des Bayerischen Waldes.
E11 Straubing - Deggendorf 38 km Von Straubing aus durchfließt die Donau in großen Mäandern weite Ebenen bis der Donauradweg nach Deggendorf führt. Deggendorf, auch bekannt als das Tor zum Bayerischen Wald, bietet einen besonderen Stadtgrundriss in Form einer Birne.
E12 Deggendorf - Passau 60 km Der Donauradweg verläuft auf dieser Etappe sehr eben und führt zunächst nach Bogen mit dessen Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg und einer großen Auswahl an Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen. Die Donau fließt anschließend über Vilshofen weiter nach Passau, dem Ende des Donauradweges.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Auf den 600 Kilometern, die sie von der Donauquelle in Donaueschingen bis zum Dreiflüsseeck in Passau durch Deutschland fließt, erwarten den Radfahrer zahlreiche Naturphänomene. Wer die Nebenroute durch das Urdonautal wählt, kommt an zahlreichen, von der Unesco als Weltkulturerbe ausgezeichneten Höhlen vorbei.

Nicht minder beachtlich sind die kulturellen Glanzlichter: Ulm wartet mit dem höchsten Kirchturm der Welt auf, bei Kelheim liegt das Kloster Weltenburg eindrucksvoll eingerahmt von Donauschlinge und Donaudurchbruch. Und Regensburg punktet mit seinem Ensemble aus Altstadt und Baudenkmälern, das von der Unesco als Weltkulturerbe ernannt wurde, sowie der ältesten Brücke der Bundesrepublik.

  • Furtwangen: Breg-/Donauquelle
  • Donaueschingen: Donauquelle, Donauzusammenfluss
  • Donaubergland: Donauversickerung
  • Beuron: Erzabtei
  • Meßkirch: Campus Galli
  • Herbertingen: Keltenurg Heuneburg
  • Ehingen: Bierkulturstadt
  • Blaustein: Blautopf
  • Ulm: Fischer-/ Gerberviertel, Münster
  • Roggenburg: Klosterkirche Roggenburg
  • Günzburg: Legoland
  • Neuburg: Schloss
  • Ingolstadt: Audi Forum
  • Kelheim: Kloster Weltenburg, Donaudurchbrauch, Befreiungshalle
  • Regensburg (Unesco-Weltkulturerbe): Dom St. Peter, Schloss Thurn und Taxis, Steinerne Brücke
  • Straubing: Gäubodenmuseum mit römischem Schatzfund
  • Passau: Dom St.

Bei so vielen Superlativen hält es den Radler meist nicht lang im Sattel - immer wieder locken auch kulinarische Genüsse zur Pause.

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