Dorothea Wierer und ihre Leidenschaft für das Rennrad

Die Zeit des Urlaubs und der Erholung ist für Dorothea Wierer längst vorbei. Auf ihrem Instagram-Account zeigt sich der Biathlon-Superstar beim Konditionstraining in den Bergen.

Sie ist mit dem Rennrad in den Dolomiten unterwegs und genießt die Aussicht. „This view“, schrieb sie unter mehrere Bilder und ein kurzes Video, das sie auf ihrem Kanal veröffentlichte.

Ihre Follower zeigten sich begeistert von den Impressionen des Rennrad-Trainings in den Bergen. „Wow - was für eine schöne Fahrt“ und „eine traumhaft schöne Gegend, du Glückspilz“, lauten nur zwei von ganz vielen Kommentaren ihrer Fans.

Zahlreiche Anhänger hoffen, dass sie auch in der kommenden Saison an den Start gehen wird, aber dabei brauchen sie sich nicht viele Sorgen zu machen.

Und wenn der Biathlon-Superstar in der nächsten Saison nicht an den Start gehen würde, dann würde Wierer nicht solch ein straffes Trainingsprogramm durchziehen - auf dem Fahrrad, am Schießstand und im Kraftraum. Dorothea Wierer benötigt dringend die erforderliche Ausdauer und Stärke, da die letzte Saison für sie nicht optimal verlief.

Obwohl sie im vergangenen Winter mehrfach unter die besten Zehn kam, blieb ein Podestplatz aus. Ihre besten Resultate waren zwei vierte Plätze im Massenstart in Ruhpolding und im Sprint in Antholz. Im Gesamtweltcup erreichte sie schließlich den 13. Rang.

Die nächste Saison könnte für die vierfache Weltmeisterin und zweifache Gesamtweltcup-Siegerin die letzte sein. In den vergangenen Jahren kursierten immer wieder Spekulationen über ein mögliches Karriereende.

Wierer plant jedoch, bis zu den Olympischen Spielen 2026 weiterzumachen, da diese in ihrem Heimatland Italien stattfinden werden.

Sollte die 35-Jährige nach den Olympischen Spielen 2026 tatsächlich ihre Karriere beenden, wird sie ab diesem Zeitpunkt viel Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens haben.

Dorothea Wierer, am 3. April 1990 in Bruneck geboren, nahm bis heute dreimal an den Olympischen Spielen teil und brachte insgesamt drei Bronzemedaillen nach Hause. Bei den Weltmeisterschaften gewann sie insgesamt 12 Medaillen und stand 63-mal auf dem Weltcup-Podium.

Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Antholz 2020 gewann Dorothea gleich mehrere Medaillen: Silber in der Mixed-Staffel, Gold in der Verfolgung, Gold im Einzelrennen und Silber im Massenstart. Am Ende der Saison 2020/21 führte sie erneut die Gesamtwertung an und gewann auch den Weltcup in der Massenstart. Bei den Weltmeisterschaften in Oberhof 2023 gewann sie die Goldmedaille in der Staffel, ein historischer Moment für den italienischen Biathlonsport, und die Silbermedaille in der gemischten Staffel.

Dorothea Wierer: Eine Karriere im Biathlon

Dorothea Wierer galt schon zu Beginn ihrer Biathlon-Laufbahn als großes Talent. Vieles fiel ihr leichter als den meisten anderen Gleichaltrigen. 2011 räumte sie bei der JWM in Nove Mesto mit drei Gold- und einer Silbermedaille richtig ab. Ihren ersten Weltcupsieg feierte sie 2015 in Östersund. In der Weltcup-Gesamtwertung holte sie sich zuletzt den dritten Platz.

Ein großes Ziel der Italienerin sind die Olympischen Spiele 2018. Deswegen ist die kommende Saison eher eine Übergangssaison. »Natürlich sind der Gesamtweltcup und die WM in Hochfilzen wichtig. Bei der Weltmeisterschaft soll die Hochform da sein«, wünscht sie sich. Immerhin war sie bei den Titelkämpfen in Oslo zuletzt mit Silber in der Verfolgung zum ersten Mal in den Genuss einer Siegerehrung in einem Einzelrennen gekommen.

»Die Trainer haben deutlich gesagt, dass wir auf Olympia hinarbeiten. Ich vertraue da ganz auf unser Trainerteam.« Seit den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi ist der Stellenwert des Biathlons in Italien enorm gestiegen.

»Viele Fans sind dazugekommen. Sonst hat sich bei uns immer alles um Fußball gedreht. Jetzt bekommen wir auch mehr Beachtung«, freut sich Dorothea Wierer. Knapp 116 000 »Gefällt mir« hat ihre Sportlerseite. »Das ist vor allem auch wichtig für meine Sponsoren. Ansonsten bin ich da nur wenig unterwegs«, gibt sie zu.

Doch Dorothea Wierer hat nicht nur ein Faible für schöne Fotos. Zum Beispiel haben ihre Ohrstecker grundsätzlich dieselbe Farbe wie ihre Hose, die sie gerade anhat. Eine Karriere als Fotomodell nach dem Sport kann sie sich aber nicht vorstellen: »Da ist es mir eher wichtig, dass ich mich auf die Familie konzentriere«, sagt die 26-Jährige. Sehr konzentriert und intensiv hat sie zuletzt auch das Fußballspiel bei der EM zwischen Deutschland und Italien verfolgt.

Die als Olympisches Trainingszentrum ausgezeichnete Region verfügt aber nicht nur für Profis, sondern auch für Hobbysportler und Sport-Familien über perfekte Infrastruktur. Seit 2022 Olympisches Trainingszentrum: In Livigno freuen sich Profis und Hobbysportler über die perfekte Infrastruktur. Wer perfekten Familien-Aktivurlaub erleben will - und nebenbei seine roten Blutkörperchen in Olympiaform bringen will - muss einfach nach Livigno!

Und nach dem Training auf 1.800 Metern Höhe direkt ins Aquagranda, eines der größten Sport- und Wellnesszentren Europas. Und das höchstgelegene. Biathletin Dorothea Wierer, Radrennfahrer Ivan Basso oder das italienische Schwimmteam bereiten sich hier auf die Saison vor. Was für Top-Athleten gut ist, kann für Hobbysportler und Familien nicht schlecht sein. Auch die Hotels in Livigno haben ein Herz für Athleten und Familien.

Christine Geiger und der Marathona dles Dolomites

Mit neuer persönlicher Bestmarke im Gepäck: Die 29-Jährige aus Kinsau umrundete beim „Marathona dles Dolomites“ den Sella-Stock in weniger als drei Stunden. Es ist die Sprintstrecke des Dolomiten-Marathons mit 55 Kilometern, die es in sich haben, gilt es doch vier Pässe zu meistern: Campolongo, Pordoi, Sella und Gardena mit insgesamt satten 1.780 Höhenmetern.

Vielleicht lag ihre Nervosität auch darin begründet, dass sie beim Start Seite an Seite mit Spitzensportlerinnen wie Biathlon-Weltcupsiegerin Dorothea Wierer oder Skistar Manuela Mölgg stand. Mit 2:59:09 Stunden legte die Kinsauerin praktisch eine Punktlandung hin und konnte es im Ziel kaum fassen: Platz 8 in ihrer Altersklasse und Gesamtrang 14 bei den Damen.

Markéta Davidová inspiriert Dorothea Wierer

Kurz vor der Preisverleihung hatte sie sich erst auf eine Fahrradtour nach Italien begeben - und damit offenbar auch Eindruck auf ihre Konkurrentin Dorothea Wierer gemacht.

Mit drei lächelnden Emojis mit herzförmigen Augen reagierte die vierfache Weltmeisterin auf die Urlaubsbilder ihrer Konkurrentin.

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