Wer gerne Geländetouren unternimmt und Gipfel per Rad erklimmt, benötigt ein Mountainbike (MTB). Auch für lange Wochenendausflüge eignet es sich. Sie können hohe Geschwindigkeiten erreichen und gleichzeitig garantiert ein gutes MTB Komfort und Sicherheit. Mountainbikes liegen aktuell bei sportlichen Bikern voll im Trend.
Bei der großen Vielfalt an Modellen fällt es schwer, das passende Bike für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Stellen Sie sich vor dem Kauf folgende Fragen:
- Wollen Sie mit dem Bike im Wettbewerb fahren oder es lediglich zu entspannten Touren in der Freizeit nutzen?
- Möchten Sie lieber ein Hardtail oder ein Full Suspension-Bike fahren?
Noch vor 20 Jahren hatten Interessenten nicht die Qual der Wahl. Damals gab es MTBs aus Stahl, mit 26-Zoll-Rädern und auch in weiteren Aspekten ähnelten sie sich sehr. Heute gibt es die verschiedenstes Arten und Designs auf dem Markt, die es dem Käufer erschweren, eine Entscheidung zu treffen.
Allgemein gilt, dass ein gutes Mountainbike über einen stabilen Rahmen, grobstollige Reifen, hochwertige Bremsen und eine mehrgängige Kettenschaltung verfügen sollte. Das Vorderrad wird von einer Feder geführt. Der Rahmen besteht meist aus Aluminium. Ein Mountainbike Vergleichssieger ist sehr leicht.
Mountainbike-Typen - Welches ist das beste Mountainbike?
Die Wahl des richtigen MTB-Modells ist abhängig vom jeweiligen Verwendungszweck. Die verschiedenen MTB-Arten gibt es entweder als Hardtail oder Fully-Bike. Sind die Mountainbikes voll gefedert, handelt es sich um ein „Fully“ (Full Suspension). Bei diesem Bike ist nur das Vorderrad gefedert. Folglich ist es leichter und weist niedrige Instandhaltungskosten auf. Hardtails sind außerdem vortriebsorientiert gebaut und tempostabil.
Sie geben die Energie des Fahrers effizient weiter. Es empfehlen sich felgenschonende Scheibenbremsen. Ein Full-Suspension-Bike (kurz „Fully“) ist vorne und hinten gefedert. Diese Bikes sind meist teurer als Hardtails. Fullys punkten durch eine optimale Haftung des Hinterrads am Boden, die eine höhere Traktion generiert. Vorteile sind außerdem die Möglichkeit, höhere Geschwindigkeiten zu fahren sowie eine größere Bewegungsfreiheit.
Möchten Sie eher in leichtem Gelände fahren, eignet sich ein Hardtail. Im Folgenden stellt der Ratgeber Merkmale zu den verschiedenen Mountainbike-Arten vor, die Sie für einen Mountainbike-Test kennen sollten. Es handelt sich jedoch nur um eine Auswahl, die Ihnen einen schnellen Überblick geben soll.
Verschiedene Mountainbike-Arten im Überblick
- All Mountain: Ein All Mountain eignet sich, wie der Name sagt, für viele Einsatzmöglichkeiten. Es findet auf einfachen Touren auf ebenem Untergrund aber auch bei einem Alpen-Cross Anwendung. Meist ist es voll gefedert. Das Fahrrad ist je nach Einsatz variierbar. So lässt sich z. B. die Federung reduzieren oder komplett blockieren. Federwege liegen bei einem All Mountain zwischen 120 und 160 mm. Die Reifen sind meist etwas breiter und stark profiliert, um den verschiedenen Einsätzen gerecht werden zu können.
- Cross-Country-MTB: Das Cross-Country-MTB sollte in einem Mountainbike-Test zeigen, dass es sich für den Einsatz auf unbefestigten Wegen eignet. Hauptsächlich gibt es die Cross-Country-Bikes als Hardtails, eher weniger als Fullys. Der Federweg ist mit 80 bis 100 mm relativ gering.
- Downhill Bikes (DH-Bikes): Downhill Bikes sind - der Name sagt es - vor allem für schnelle Abfahrten auf schwierigem Gelände konzipiert. Sie werden fast ausschließlich bergab genutzt, sodass das Gewicht keine so große Rolle spielt. Daher bringen sie bis zu 18 kg auf die Waage. Die Rahmen sind bei DH-Bikes voll gefedert und weisen Federwege von 180 bis 250 mm vor. Ein tiefer Schwerpunkt und eine laufruhige Geometrie sind weitere Merkmale. DH-Bikes verfügen auch über hydraulische Scheibenbremsen.
- Enduro-Mountainbikes: Enduro-Mountainbikes sind ebenfalls meist voll gefedert und verfügen über einen Federweg von 150 bis 180 mm. Sie haben breite und stark profilierte Reifen. Auf einem Enduro sitzen Fahrer durch den gekröpften Reifen relativ aufrecht. Diese Bikes wiegen zwischen 12 und 16 kg. Vor allem in bergigen Regionen können Sie mit diesem Bike fahren.
- Fatbikes: Fatbikes sind Mountainbikes, die mit sehr dicken Reifen versehen sind. Durch die dicken Reifen sind Rahmen und Naben etwas abgeändert. Der Rahmen besteht meist aus Alu. Sie eignen sich vor allem für weiche Böden.
- Dirtbikes: Dirtbikes sind stabile Mountainbikes mit kleinem Rahmen. Sie werden vor allem für Sprünge genutzt. Die Laufradgrößen dieser Räder betragen meist 26 und 24 Zoll. Die Federgabel ist hier vor allem zum Abdämpfen bei einer Landung gedacht.
Weitere MTB-Arten
- Racebikes weisen ein sehr geringes Gewicht auf.
- Das Damen-Mountainbike und das Herren-Mountainbike sind sich sehr ähnlich, weisen jedoch ein paar Unterschiede vor. Einige Hersteller gehen davon aus, dass Frauen im Gegensatz zu Männern oft einen kürzeren Oberkörper und längere Beine haben, sodass der Weg zum Lenker kürzer und der Weg zu den Pedalen etwas länger ausfällt. Zudem sitzt das Mittelrohr tiefer und besitzt einen angepassten Winkel. Die Rohre haben meist einen kleineren Durchmesser.
- Das Radfahren mit einem Mountainbike bereitet Ihrem Kind garantiert viel Freude. Kinder-Mountainbikes sind kleiner und dementsprechend leichter. Wichtig ist, dass die Größe des Rads von Anfang an passt. Achten Sie weiterhin darauf, dass die Bremsen leicht handhabbar und gut erreichbar für die Kinderhände sind. Ein buntes Design kann einen extra Anreiz schaffen.
Die richtige Größe und Einstellung des Mountainbikes
Die Größe des Mountainbikes spielt eine große Rolle. Stimmen die Rahmenhöhe und die Laufradgröße mit Ihren körperlichen Bedingungen überein, werden Sie Spaß am Fahren haben. Sind Sattel und Lenker auch noch richtig eingestellt, können Sie bequem sitzen und müssen auch bei langen Strecken keine Schmerzen befürchten. Die passende Rahmenhöhe ist besonders wichtig, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten.
Fullys gibt es in vier verschiedenen Rahmengrößen, Hardtails sogar in mindestens sechs Größen. Um die passende Größe für sich zu finden, ermitteln Sie Ihre Schrittlänge. Messen Sie dafür an der Innenseite des Beins den Abstand zwischen Boden und Schritt.
Genauso wichtig wie die Rahmenhöhe sind ebenso die Oberrohrlänge und die Überstandshöhe. Bei der Reifengröße können Sie zwischen 26, 27,5 und 29 Zoll wählen. Es gilt dabei: Je größer die Reifen sind, desto größer ist die Laufruhe. Die Wendigkeit nimmt, je größer die Reifen sind, hingegen ab.
Fast jeder Hersteller bietet Räder in den verschiedenen Größen an. Für kleine Mountainbiker eignet es sich nicht. Das große Rad braucht länger, um in Schwung zu kommen, dafür rollt es leichter über Steine und Wurzeln. Durch die guten Rolleigenschaften der Reifen ist Bodenhaftung garantiert. 26 Zoll Räder pendeln vor dem Stillstand nach rechts und links. Bei der gleichen Rahmengröße ist ein MTB mit 29 Zoll Rädern etwa ein Kilo schwerer.
Um Schmerzen auf dem Rad zu vermeiden, sollten Sie das Mountainbike richtig einstellen. Wichtig an einem MTB ist es, schnell auf unebenem Untergrund fahren zu können und trotzdem sicher unterwegs zu sein. Weitere Bedingungen sind ein ansprechendes Aussehen, eine umfassende Ausstattung und ein guter Komfort. An vorderster Stelle steht die Sicherheit.
Machen Sie sich vor dem Kauf auch darüber Gedanken, wie der Sattel beschaffen sein soll. Bietet er genügend Komfort? Soll er verstellbar sein? Auch der Lenker sollte Sie optisch ansprechen und gleichzeitig rutschfest und stabil sein.
Bike-Rahmen bestehen aus Stahl, Aluminium oder Carbon. Aluminium-Rahmen sind leicht und günstig. Besonders hochwertig sind Carbon-Rahmen. Inzwischen haben sich hydraulische Scheibenbremsen an Mountainbikes etabliert. Sie weisen eine sehr gute Bremsleistung und Zuverlässigkeit vor. Günstiges MTBs verfügen meist über mechanische Scheibenbremsen.
Pflege und Wartung
Fahren Sie oft im Gelände auf unebenem Boden und das vielleicht auch bei Nässe? Dann sollten Sie Ihr Fahrrad im Anschluss gut reinigen, um sich noch lange an ihm zu erfreuen. Reinigen Sie mit dem Fahrradreiniger, Bürste und Lappen auch Kette, Zahnkranz und Schaltrollen. Schmieren Sie ab und zu auch etwas Fett in die Lager und Öl auf die Kette.
Mountainbikes bis 500 Euro
Nach oben gibt es keine Grenzen, Sie bekommen jedoch schon ab 500 Euro MTBs. Einsteiger können ein Mountainbike bis 500 Euro nutzen, hochwertige Materialien und Extras können sie bei dieser Preisgrenze jedoch nicht erwarten. In Mountainbike-Tests finden sich aber auch häufig gute Modelle, für die Sie nicht allzu viel Geld ausgeben müssen. Für ein solides MTB müssen Sie teilweise bis zu 2000 Euro einrechnen. All Mountain-Modelle kosten ungefähr 3000 Euro. Für 4000 Euro bekommen Sie bereits ein Mountainbike mit leichtem Rahmen, Top-Schaltgruppen und weiteren Extras.
Hochpreisige MTBs verfügen meist über einen Carbon-Rahmen. Die kostenintensiven Modelle lohnen sich nur, wenn Sie häufig schwierige Geländetrails fahren oder bei Radrennen mitfahren. Unentschlossene sollten eine Probefahrt machen, um ein Gefühl für das neue Bike zu bekommen. Sitzen Sie angenehm auf dem Sattel?
Sie können Ihr Mountainbike entweder im Fachhandel oder im Internet kaufen. Vorteile des Fachhandels sind eindeutig die direkte Beratung und das Probefahren. Da diese Aspekte online wegfallen, sind Bikes im Internet meist etwas günstiger.
Wichtig für MTB-Touren sind ein Fahrradhelm sowie Fahrradhandschuhe. Um einen Diebstahl zu vermeiden, sollten Sie sich ein hochwertiges Fahrradschloss zulegen, welches ungefähr 5 - 10 Prozent des Fahrradkaufpreises kosten sollte.
Mountainbike bis 500 Euro Vergleich
Hier ist ein Vergleich einiger Mountainbikes bis 500 Euro:
| Modell | Mountainbike-Typ | Rahmenmaterial | Anzahl Gänge | Bremssystem | Preis (ungefähr) |
|---|---|---|---|---|---|
| Adriatica Hardtail-Mountainbike | Hardtail (vorne gefedert) | Aluminium | 21 Gänge | Scheibenbremsen | Ab 400,00 € |
| Licorne Bike Hardtail-Mountainbike | Hardtail (vorne gefedert) | Aluminium | 21 Gänge | Scheibenbremsen | Ab 360,00 € |
| Bergsteiger Kodiak | Fully (vorne und hinten gefedert) | Aluminium | 21 Gänge | Scheibenbremsen | Ab 329,00 € |
| Bikestar BI-29-MH-SM-BEGG | Hardtail (vorne gefedert) | Aluminium | 21 Gänge | Scheibenbremsen | Ab 424,00 € |
| Bikestar BI-26-MB-J1-GYRD | Hardtail (vorne gefedert) | Aluminium | 21 Gänge | Scheibenbremsen | Ab 375,00 € |
| Bikestar Fully | Fully (vorne und hinten gefedert) | Aluminium | 21 Gänge | Scheibenbremsen | Ab 431,00 € |
| Bergsteiger Canberra | Hardtail (vorne gefedert) | Aluminium | 21 Gänge | Scheibenbremsen | Ab 359,00 € |
| Bergsteiger Buffalo | Fully (vorne und hinten gefedert) | Stahl | 18 Gänge | Scheibenbremsen vorne | V-Brake hinten | N/A |
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