Die hausärztliche Versorgung wird sich in Eppertshausen in wenigen Wochen deutlich verbessern: Nachdem Allgemeinmedizinerin Heike Berger vor wenigen Tagen ihren halben kassenärztlichen Versorgungssitz nach Ober-Roden verlegt hatte und in Dr. Volker Kühnscherf nur noch ein Arzt für die 6 400 Einwohner übrig geblieben war, präsentierten Bürgermeister Carsten Helfmann und Erster Beigeordneter Lutz Murmann auf einer Pressekonferenz nun die in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen getroffene personelle Lösung.
Neue Ärzte für Eppertshausen
Mit Dr. Christine Schwinn (34, verheiratet, drei Kinder, wohnt in Hergershausen) und Dr. Matthias Röckel (58, verheiratet, drei Kinder, Langen) unterschrieben im Beisein der Medienvertreter die baldigen neuen Ansprechpartner für kränkelnde Eppertshäuser gemeinsam mit Helfmann und Murmann den Mietvertrag für das Objekt Sandweg 8.
Ab November werden Schwinn und Röckel interimsweise bis in den Februar hinein aber schon im Objekt Nieder-Röder Straße 55 praktizieren. Gemeinsam mit einer schon feststehenden Arzthelferin und womöglich noch einer zweiten und dritten unterstützenden Kraft soll die durch Heike Bergers Weggang vergrößerte Lücke in gut vier Wochen geschlossen sein.
Standorte und Praxiszeiten
Ihre Zulassung von der Kassenärztlichen Vereinigung für Eppertshausen gilt seit dem 1. Oktober; bis Ende dieses Monats richten Schwinn und Röckel eine Interimspraxis im Objekt Nieder-Röder Straße 55 (Eingang um die Ecke an der Mozartstraße) ein.
Mehr noch: In Vollzeit beider Ärzte und bei Öffnungszeiten, die montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie montags, dienstags und donnerstags zusätzlich bei 15 bis 18 Uhr liegen sollen, entspannt sich die Lage in Eppertshausen wesentlich.
Im Sandweg kann voraussichtlich ab März praktiziert werden. Dort verlässt der bisherige Mieter - ein Mediziner, der ausschließlich privatärztliche Abrechnungen vornimmt - Ende Januar 2018 die rund 200 Quadratmeter großen, ebenerdig gelegenen Räumlichkeiten.
Dann endet auch der Mietvertrag und ab Februar steigen Schwinn und Röckel mit einer Gemeinschaftspraxis zu einer reduzierten Miete (wir berichteten) ein. Im Februar dürften allerdings noch kleinere Renovierungsarbeiten und der Einzug dominieren.
Hintergründe der Ansiedlung
Schon in der jüngsten Gemeindevertretersitzung hatten insbesondere CDU-Bürgermeister und -Fraktion zufrieden festgestellt, dass für die Ansiedlung insbesondere die eigene Weitsicht durch den Kauf des Objekts im Sandweg durch die Gemeinde ausschlaggebend gewesen sei. Mehr als 400.000 Euro investierte Eppertshausen dort, für 1500 Euro Nettomiete pro Monat wird das Objekt ab Februar vermietet (bislang für 1800 Euro).
Röckel betonte das Gleiche. Zusammen mit Schwinn habe er sich auch für eine Ansiedlung in Nieder-Roden interessiert, wo er von der Stadt Rodgau indes wesentlich weniger Unterstützung als in Eppertshausen erfahren habe. „Hier war es leicht, die Räumlichkeiten haben es ganz besonders erleichtert.“
Wer sind Dr. Schwinn und Dr. Röckel?
Was man unterdessen schon mal vor dem ersten persönlichen Kennenlernen über die beiden Mediziner wissen könnte? Schwinn arbeitete bereits am Darmstädter Elisabethenstift, im Schaafheimer Fachärztezentrum und zwischenzeitlich zudem ein Jahr in Groß-Zimmern. Auch in jüngster Vergangenheit, da ihre drei Kinder zur Welt kamen, blieb sie über Wochenenddienste in der Kreisklinik in Groß-Umstadt fachlich am Ball.
Röckel nahm einen ungewöhnlichen Weg: Er habe ursprünglich Internist werden wollen, ging dann aber in die Industrie, wo er in der Entwicklung von Arzneimitteln arbeitete. „Es war aber immer mein Wunsch, eines Tages auch Patienten zu versorgen.“ Als bei seinem langjährigen Arbeitgeber Umstrukturierungen anstanden, nahm er dies als finalen Antrieb, in eine dreieinhalbjährige Weiterbildungszeit einzusteigen.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
- Interimspraxis: Nieder-Röder Straße 55 (Eingang Mozartstraße) ab November
- Hauptstandort: Sandweg 8 ab voraussichtlich März
- Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8-12 Uhr, Montag, Dienstag, Donnerstag zusätzlich 15-18 Uhr
Landpartie 1.0 im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Die Landpartie 1.0 im Landkreis Darmstadt-Dieburg bietet Medizinstudenten/innen der Johann Wolfgang Goethe-Universität die Möglichkeit, im Rahmen ihres Blockpraktikums die Arbeit von niedergelassenen Allgemeinmedizinern im Landkreis kennenzulernen.
Die Studierenden können in der Landpartie 1.0 das zweiwöchige Blockpraktikum in einer Praxis für Allgemeinmedizin im Landkreis Darmstadt-Dieburg absolvieren, Einblicke in die Tätigkeit einer ländlichen oder kleinstädtischen Hausarztpraxis gewinnen, Unterstützung durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg erhalten, u. a. Übernahme der Fahrt- und Übernachtungskosten.
Der Landkreis und die beteiligten Lehrpraxen würden sich über eine rege Teilnahme freuen. Teilnehmer an der Landpartie 1.0 lernen nicht nur die spannende Tätigkeit in einer allgemeinmedizinischen Praxis kennen, sondern auch eine Region mit Zukunft.
| Name | Adresse |
|---|---|
| Praxis Dr. med. M. | Taunusstr. |
| Gemeinschaftspraxis Dres. Dr. med. Christian Ott und Dr. med. | Taunusstr. |
Medizinstudierende wenden sich hinsichtlich fachlicher Fragen zur Landpartie 1.0 bitte an Dr. med. Jutta Landenberger, die den Studierenden als ärztliche Mentorin zur Seite steht.
Die Praxis von Dr. med. Jutta Landenberger ist seit vielen Jahren als Lehrpraxis der Johann Wolfgang Goethe-Universität zertifiziert.
Verwandte Beiträge:
- Hans Schwinn Altenglan: Geschichte einer Fahrrad-Legende
- Backerei Schwinn Seeheim: Öffnungszeiten, Adresse & mehr
- Schwinn Elliptical Trainer: Test, Kaufberatung & Modelle
- Shimano MT410 Bremse im Test: Ultimative Leistung & Top-Eigenschaften im Vergleich
- Elektromotorrad für Kinder: Sicher & spaßig fahren
Kommentar schreiben