Drahtesel Fahrräder im Test: Alles, was Sie über E-Bikes wissen müssen

Ob Trekkingrad, Mountainbike, Lastenesel oder Rennrad: Sie alle fahren vermehrt mit Motorunterstützung. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland erstmals mehr E-Bikes als herkömmliche Drahtesel verkauft. Da kann man schon mal neidisch werden, wenn die motorisierte Konkurrenz links und rechts vorbeizieht, während man sich abstrampelt.

E-Bike Kaufberatung: Was ist wichtig?

Die Läden sind voll mit unterschiedlichsten E-Bike-Modellen - da fällt die Auswahl nicht immer leicht. Frank Aeschbacher, CCO von m-way, gibt praktische Tipps für den Kauf eines E-Bikes.

E-Bikes sind nicht unbedingt ein Schnäppchen - gute Beratung und hervorragender Service sollten daher im Preis inbegriffen sein. Insbesondere an eine umfangreiche Kaufberatung und einen guten Service im Fahrrad-Fachhandel wachsen die Ansprüche. Denn auch das hat der Bikeboom gezeigt: Gut aufgehoben fühlen sich die Kunden nur bei fairen und kompetenten Anbietern.

Laut einer weiteren, bereits seit Jahren regelmäßig durchgeführten FOCUS E-BIKE-Umfrage, ist der „Fachhändler vor Ort“ für 79 Prozent klar die erste Wahl beim Kauf seines neuen E-Bikes. Es folgen die „Webseite des Händlers“ (7 Prozent) und die „Webseite des Herstellers“ (5 Prozent). Discounter spielen dagegen so gut wie keine Rolle.

Pedelec oder E-Bike - Wo liegt der Unterschied?

Was Menschen landläufig E-Bikes nennen, sind fachsprachlich meist Pedelecs - auch die Stiftung Warentest verwendet die Begriffe synonym. Wenn wir von „E-Bikes“ sprechen, sind in der Regel „Pedelecs“ gemeint. Pedelecs (Pedal Electric Cycle) sind Elektrofahrräder, bei denen der Motor den Radelnden unterstützt, während dieser in die Pedale tritt. Der Elektromotor ist auf eine Leistung von 250 Watt begrenzt und schaltet sich automatisch ab, sobald die Radlerin oder der Radler 25 Kilometer pro Stunde erreicht hat.

E-Bikes fahren im Gegensatz dazu auch ohne Muskelkraft. Ähnlich wie ein Mofa hat das E-Bike einen Gashebel am Lenker. Bei ihnen endet die Motorunterstützung bei 20, 25, zum Teil auch erst bei 45 km/h.

Sicherheitsaspekte und Helmpflicht

Für die Standard-Pedelecs, die bis 25 km/h unterstützen, genügt ein guter Fahrradhelm. Für die schnellen S-Pedelecs schreibt die Straßenverkehrsordnung einen „geeigneten Schutzhelm“ vor. Was das konkret heißt, bleibt unklar. Für S-Pedelecs werden mittlerweile spezielle Helme angeboten. Sie ähneln herkömmlichen Fahrradhelmen, sollen dem Kopf aber eine größere Schutzfläche bieten.

E-Bike Nachrüstung: Eine Alternative zum Neukauf?

Doch was tun, wenn ein neues E-Bike keine Option ist? Sei es, weil eine Neuanschaffung zu teuer wäre (ein neues E-Bike hat in Deutschland 2023 im Schnitt 2950 Euro gekostet) oder das eigene Rad einfach optimal passt oder gar eine teure Sonderanfertigung ist? In dem Fall kann ein Nachrüstmotor die Lösung sein. Grundsätzlich lässt sich fast jedes Rad nachträglich mit einem Motor ausstatten. Doch nicht jeder Motor eignet sich für jedes Rad. Im Folgenden erläutern wir, welche Nachrüstmöglichkeiten es gibt und welche zu Ihrem Rad passt.

Rechtliche und technische Aspekte bei der Nachrüstung

Das rechtliche Problem: Pedelecs unterliegen der sogenannten Maschinenrichtlinie. Die Richtlinie soll zur Unfallverhütung beitragen. Dass die Räder den Vorschriften entsprechen, erklärt der Anbieter mit seiner „Konformitätserklärung“, erkennbar an der CE-Kennzeichnung am Fahrrad. Zum Elektrofahrrad aufgerüstete Fahrräder haben diese Kennzeichnung nicht, da sie nicht auf ihre Konformität mit der Maschinenrichtlinie geprüft werden.

Das technische Problem: Letztlich lassen die Anbieter nicht nur den Antrieb selbst prüfen, sondern auch das Fahrrad, in das der Antrieb eingebaut wird. Ob irgendein Fahrrad stabil genug ist, mit einem Elektromotor betrieben zu werden, ist unklar. Wenn aus dem Drahtesel ein Pedelec wird, treten Lasten auf, die das Fahrrad vorher nicht unbedingt aushalten musste.

Wo dürfen E-Bikes fahren?

Fahrradfahrer gehören grundsätzlich auf die Straße. Wo vorhanden, dürfen sie Radwege benutzen. Pflicht ist die Benutzung von Radwegen aber nur dann, wenn sie durch ein Schild mit weißem Radler auf blauem Grund gekennzeichnet sind. Pedelecs, bei denen der Motor nur bis Tempo 25 unterstützt, gelten rechtlich als Fahrräder und dürfen auf allen Radwegen benutzt werden. E-Bikes, die ohne Muskelkraft fahren, und die schnellen S-Pedelecs müssen innerorts auf der Straße fahren.

Alkohol am Steuer: Was gilt für E-Biker?

Wer E-Bike oder S-Pedelec fährt, wird allerdings von vornherein wie ein Autofahrer behandelt und schon ab 0,5 Promille Alkohol aus dem Verkehr gezogen. Er oder sie begeht eine Ordnungswidrigkeit. Jemand, der sich dagegen beschwipst auf sein Pedelec schwingt, kann ungestraft davonkommen. Denn ein Fahrrad, dessen Motor Fahrerin oder Fahrer nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h beim Strampeln unterstützt, ist kein Kraftfahrzeug (Kfz). So entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az. 4 RBs 47/13). Damit gilt für Elektroräder mit Motorunterstützung bis 25 km/h das, was auch für „normale“ Fahrräder gilt. Als „absolut fahruntüchtig“ gilt, wer 1,6 Promille im Blut hat. Wer als Fahrradfahrer trotz 1,6 Promille am Verkehr teilnimmt, begeht eine Straftat. Wird er dabei erwischt, drohen Fahrverbot und Führerschein-Entzug. Aber auch schon ab 0,3 Promille kann die Fahrt als Ordnungswidrigkeit gelten, nämlich dann, wenn ein Unfall passiert. In einem solchen Fall muss auch der leicht alkoholisierte Radler mit einem Bußgeld und einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) rechnen.

Versicherungsschutz für E-Bikes

Pedelecs bis Tempo 25 gelten für Versicherer als Fahrräder. Schäden, die ich als Radler anderen zufüge, sind im Rahmen einer privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Alle E-Bikes, die auch ohne Muskelkraft fahren, sowie S-Pedelecs sind dagegen rechtlich und versicherungstechnisch Mofas und benötigen ein Versicherungskennzeichen. Das Kennzeichen bekommen Sie direkt bei der Versicherung.

Ein Pedelec ist über die Hausratversicherung gegen Diebstahl oder Beschädigung versichert. Voraussetzung ist allerdings, dass es zu Hause aus Ihrer Wohnung oder dem abgeschlossenen Fahrradkeller gestohlen oder bei einem Einbruch oder durch Feuer beschädigt wird. Damit das E-Bike auch außer Haus geschützt ist, brauchen Sie einen Fahrradzusatz in Ihrer Hausratversicherung. Dieser Fahrradschutz versichert Ihr Rad dann auch auf der Straße. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass es auch in der Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr versichert ist. Wichtig ist eine ausreichend hohe Entschädigungssumme. Meist wird sie in Prozent der Versicherungssumme angegeben.

Sinnvoll für E-Bikes und S-Pedelecs kann eine Teilkaskoversicherung sein, die zusätzlich zur (Pflicht-)Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden kann. Damit ist der Diebstahl Ihres E-Bikes oder von Teilen versichert. In der Hausratversicherung sind die schnelleren E-Bikes und S-Pedelecs nicht mit abgedeckt.

Ein Kaskoschutz für Fahrräder und Pedelecs ist nur über eine Fahrradversicherung eines Spezialversicherers erhältlich. Die Teilkaskoversicherung und die Fahrradversicherung werden pro Fahrrad abgeschlossen.

Akkus und ihre Lebensdauer

Viele Pedelec-Anbieter geben die Lebensdauer der Akkus mit 500 bis 1 000 Volladezyklen an. Die Lebensdauer des Akkus hängt stark von der Nutzung ab. Selbst wenn man pessimistisch mit 50 Kilometern pro Zyklus und 500 Zyklen rechnet, können 25 000 Kilometer und mehr zusammenkommen. Das heißt: Auch unabhängig von der Nutzung verlieren die Zellen mit der Zeit an Kapazität, einige Prozent Verlust pro Jahr sind möglich. Direkt einen zweiten Akku anzuschaffen, sollte wohlüberlegt sein. Zum einen kosten Ersatzakkus oft mehrere Hundert Euro. Zum anderen verliert der Zweitakku durch die kalendarische Alterung an Kapazität, obwohl er nicht genutzt wird.

Lithium-Ionen-Akkus mögen keine extremen Temperaturen. Sie gehen bei Frost zwar nicht gleich kaputt, besser ist es dennoch, sie bei Raumtemperatur zu lagern. Schädlich für die Zellen ist vor allem das Laden und Entladen bei Temperaturen unter Null. Gefrorene Akkus müssen vor Gebrauch auf Temperaturen über Null gebracht werden. Mit einem zimmerwarmen Akku können Sie auch bei Frost fahren. Die Wärmeentwicklung während der Fahrt genügt, um die Lithium-Zellen auf Betriebstemperatur zu halten. Wer mit dem E-Bike regelmäßig im Winter unterwegs ist, kann sich eine isolierende Hülle für den Akku zulegen.

E-Bike Testberichte und Erfahrungen

Gazelle Arroyo C5 HMB Elite im Test

Auf den ersten Blick macht das Arroyo C5 mit der anthrazitfarbenen Lackierung und den lederbezogenen Lenkergriffe einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch der leicht verstellbare Lenker, ein klassisches Gazelle-Merkmal, sowie der gefederte Gel-Sattel halten das Versprechen vom Komfort. So kann man das e-Bike nach Belieben einstellen und hat eine angenehme Sitzposition. Gerade das sportliche Design macht das Gazelle Arroyo zu einem Hingucker. Neben ledernen Griffen, gefedertem Gel-Sattel und einstellbarem Lenken bietet das Gazelle Arroyo weitere vielversprechende Details. Angetrieben wird das e-Bike durch einen Bosch Performance Line Smart System Motor mit 75 Nm, der mich selbst am Berg nie im Stich gelassen hat. Es gibt vier Unterstützungsstufen. Hinzu kommt ein 500 Wh Akku, mit dem lange Fahrten locker möglich sind. Der Hersteller gibt eine maximale Reichweite von 130 Kilometern an. Der Akku lässt sich ganz einfach per Schlüssel entnehmen und an einer herkömmlichen Steckdose laden. Außerdem ist das Gazelle e-Bike mit einem Riemenantrieb und hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet.

Auf der Straße fährt das Arroyo C5 äußerst stabil und zuverlässig. Die breiten Reifen und das Leder an den Griffen bieten Grip auf dem Asphalt und an den Händen. Die Rücktrittbremse in Kombination mit zwei hydraulischen Scheibenbremsen, die per Hand aktiviert werden können, machten das Bremsen äußerst komfortabel. Es war dadurch vor allem auf Asphalt möglich, kontrolliert und mit kurzem Bremsweg zum Stehen zu kommen. Eine Situation, in der eine Gefahrenbremsung notwendig wurde, gab es nicht. Der weiche, gefederte Sattel bietet in Kombination mit dem einstellbaren Lenker eine aufrechte Sitzposition bei gleichbleibend angenehmem Fahrgefühl, auch auf der 25 Kilometer Strecke.

Das Gazelle Arroyo C5 ist ein Allzweck City e-Bike. Es überzeugt mit einem stabilen Fahrgefühl sowohl auf Asphalt als auch auf Waldwegen. Breite Reifen, ein massiver Rahmen und exzellente Bremsen geben einem auf jedem Untergrund und vor allem im Stadtverkehr das nötige Sicherheitsgefühl. Durch den einstellbaren Lenker konnte ich das Bike super auf meine Körpergröße und Armlänge anpassen. Zusammen mit dem weichen, gefederten Gelsattel steht damit auch einer längeren Tour nichts im Weg. Auch optisch macht das Gazelle Arroyo einiges her.

Gazelle HeavyDutyNL C5 HMB im Test

Insgesamt fährt sich das Gazelle-Bike richtig komfortabel und ich hatte immer das Gefühl, volle Kontrolle über das Bike zu haben. Alles völlig unbegründet: Das Gewicht macht sich beim Lenken überhaupt nicht bemerkbar. Die Geschwindigkeit lässt sich sehr leicht einstellen. Die Gangschaltung ist völlig ausreichend für die Art von Bike, die Bremsen reagieren gut und vor allem schnell. Manchmal sogar etwas zu griffig, wenn man noch nicht daran gewöhnt ist. Gerade bei nassen Straßen haben sie mir dadurch aber besonders Sicherheit vermittelt. Die Reifen haben guten Grip auf der Straße, auf Feldwegen und Pflastersteinen.

Der Akku lässt sich am hinteren Gepäckträger entnehmen, was für mich sehr komfortabel und leicht von der Hand ging. Mit einer Reichweite von bis zu 60 Kilometern komme ich super klar. Wenn ich doch Sorge hatte, über den Tag nicht genügend Kapazität zu haben, war der Akku super schnell aufgeladen - das Netzteil ist leicht im Rucksack verstaut.

Dieses Bike ist bestens geeignet für Menschen wie mich, die mit e-Bikes erste Erfahrungen sammeln und eher in städtischen Gebieten unterwegs sind. Alles ist selbsterklärend, man hat jederzeit volle Kontrolle über das Bike und sieht dabei noch richtig cool aus.

My Esel - Das Holz E-Bike im Test

Aus dem Drahtesel wird so ein Holzesel. Und ein E-Bike haben die Österreicher auch im Angebot, den E-Esel. Sogar in sechs verschiedenen Ausführungen. Doch kann das Holz-E-Bike auch in der Praxis überzeugen? Warum ist Holz besser für ein Fahrrad oder E-Bike geeignet als etwa Aluminium oder Carbon? Denn bei hochwertigen Skiern garantiert ein Holzkern Fahrkomfort und Steifigkeit.

„Dank einer eigens entwickelten 4-Fachversieglung sind unsere My Esel Rahmen zu 100 % wetterfest und verlieren nicht an Steifigkeit.“ Im ersten Schritt wird der Holzrahmen auf Wasserbasis imprägniert. Der dazu verwendete Wirkstoff bietet Schutz vor Bläue und holzzerstörenden Pilzen. Im zweiten Schritt erfolgt eine Hirnholzversiegelung. Die anschließende Grundierungsbeschichtung sorgt für eine UV-Beständigkeit und sehr gute Nasshaftung. Im letzten Arbeitsschritt wird der Holzesel mit einer Schicht vergilbungsfreiem Lack besprüht. Das Holz-E-Bike ist also nicht nur nachhaltig und gut vor Borkenkäfer und Holzwurm geschützt. Durch den Holzrahmen ist es auch ein Hingucker. Im Straßenverkehr fällt man damit auf, das ist gewiss.

Im Grunde wie jedes andere E-Bike auch. Auf den ersten Metern merkt man kaum Unterschiede. Doch nach kurzer Zeit stellt man fest, dass es kaum spürbare Vibrationen gibt. Die Laufruhe ist beeindruckend. Überfährt man einen Gullydeckel oder kleinere Schlaglöcher, spürt man das kaum. Der Holzrahmen schluckt die Erschütterungen und dämpft Vibrationen. Hinzu kommt: Das E-Bike liegt stabil in der Kurve.

Einen Holzesel mit 250 Watt Hinterradnabenmotor gibt es bereits für rund 3.500 Euro. Gegen Aufpreis gibt es den E-Esel auf Wunsch auch maßgefertigt. Die Reichweite beträgt bis zu 110 Kilometer. Das E-Bike gibt es in sechs Ausführungen: als City-Rad mit niedrigem Einstieg, als E-Tour, E-Tour Komfort, E-Cross und E-Cross Comfort fürs unwegsame Gelände sowie als Mountain-Bike.

Ampler Axel im Test

Das Unternehmen wurde 2016 gegründet und bietet seit 2018 E-Bikes an. Das Startup hat nach eigenen Aussagen den Anspruch, E-Bikes zu bauen, die einfach zu benutzen und zu reparieren sind. Während Vanmoof und Cowboy in gewisser Weise auf markante Designs bei ihren E-Bikes setzten, verfolgt Ampler einen eher minimalistischen Ansatz: Die Räder sollen nicht so aussehen, als hätten sie Motor und Akku integriert. Beim von uns getesteten Axel ist das ziemlich gut gelungen. Nur wenige Details des Pedelecs weisen darauf hin, dass es kein herkömmlicher Drahtesel ist.

Verglichen mit einigen anderen Bike-Herstellern wie Vanmoof oder Cowboy, nutzt Ampler zum Großteil Komponenten „von der Stange“. Das bedeutet, dass für etwaige Reparaturen keine spezielle Ampler-Werkstatt besucht werden muss. Zudem erweitert das das Angebot an Ersatzteilen. Zusätzlich zum klassischen, aber schicken Design ist das Axel für ein Pedelec mit 16,3 Kilogramm noch verhältnismäßig leicht. Die Modelle von Cowboy und Vanmoof bringen mehr auf die Waage. Zudem liefert Ampler das Axel, wie auch alle weiteren Modelle, mit Schutzblech, Ständer sowie Beleuchtung nach Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) aus.

Wie etwa das Cowboy 4 und zahlreiche weitere E-Bikes setzt Ampler beim Antrieb auf einen wartungsarmen Gates-CD-Carbonriemen, der weder Schmiermittel noch weitere Aufmerksamkeit benötigt. Auf eine Schaltung hat der Hersteller verzichtet.

Amplers selbst entwickelter Antrieb mit Drehmomentsensor ist ausgesprochen sanft abgestimmt, sodass die elektrische Unterstützung beim Anfahren zwar zu spüren ist. Während der Fahrt ist sie dann aber dank der sauberen Abstimmung nicht mehr wahrnehmbar, was sich ein wenig so anfühlt, als hätte man einen leichten Rückenwind. Die hydraulischen Scheibenbremsen bringen das Axel auch aus höheren Geschwindigkeiten sicher zum Stehen. Es wäre dennoch wünschenswert, wenn sie noch eine Spur aggressiver zupacken könnten.

Die Sitzposition kann dank der Geometrie als eine Mischung aus komfortabel und leicht sportlich beschrieben werden. Damit ist der Fahrer oder die Fahrerin leicht nach vorn geneigt. Erfreulich ist, dass das Bike dank seiner Bauweise überraschend wendig ist. Der breite Lenker und nicht zu weiche Sattel sowie die dicken Reifen liefern eine angenehme Fahrweise vor allem auf Asphalt. Dass das Axel eher für flache Strecken konstruiert ist, spürt man bei Anstiegen deutlich. Der 45 Newtonmeter starke Motor kommt dabei spürbar an seine Grenzen. Das heißt, es ist mehr Strampelarbeit erforderlich.

Mittels Mobilfunk (GSM) und GPS lässt sich der Standort des Pedelecs in der App anzeigen und es lassen sich Bewegungswarnungen aussenden oder Ferndiagnosen durchführen. Auch Over-the-Air-Updates lassen sich so einspielen - sprich: Für Updates ist keine Verbindung zum Smartphone erforderlich.

Zwar ist das Axel (noch) nicht so smart wie ein Vanmoof oder ein Cowboy, womit es aber womöglich eine breitere Kundschaft ansprechen dürfte, die weniger technikversiert ist, aber bei Bedarf dennoch Informationen über Verbrauch und Standort ihres Bikes erhalten wollen. Pluspunkte bekommt es zudem beim Fahrtkomfort und seiner Wendigkeit, mit der ihr euch wieselflink durch den Stadtverkehr bewegen könnt. Für den Pendelverkehr in der Stadt reicht der Akku vollkommen aus.

Weitere E-Bike Modelle im Überblick

Hier eine Übersicht weiterer E-Bike Modelle und ihrer Eigenschaften:

Marke/Modell Gewicht (kg) Besonderheiten
Kettler Berlin Royal N/A Retrolook, Scheibenbremsen, Taschenhalter
Raleigh N/A Heckmotor, sportlich ausgelegt
i:SY N/A Hohe Zuladung, agil, Bosch-CX-Motor
Merida eOne-Sixty 10k N/A Herausragende Abfahrtsstärke, spielerische Fahreigenschaften

E-Bike Fahrsicherheitstraining

Wer Angst vor der Kraft des motorisierten E-Bikes hat, kann in einem Kurs den Umgang damit lernen. Solche Unfälle zu verhindern ist Zweck des Trainings. Für Jan Zander von der Mountainbike-Schule Trailtech macht das vor allem für jene Sinn, die Angst vor dem Fahren eines motorisierten Rads haben.

Letztlich ist das Fahrsicherheitstraining eine sinnvolle Übung für E-Bike-Einsteiger, die sich generell unsicher und wackelig auf dem Zweirad fühlen. Und es kostet nicht die Welt. Je nachdem, ob die Kurse von der Verkehrswacht, dem ADFC oder einer privaten Schule wie der eRiderz in Hamburg oder der Trailtech in München angeboten werden, fällt eine Teilnahmegebühr von 30 bis 90 Euro an.

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