Die Geschichte der Piaggio Ape: Ein italienischer Mythos auf drei Rädern

Die Ape, benannt nach dem italienischen Wort für „Biene“, wurde am 23. April der Öffentlichkeit vorgestellt. Es steht also der 70. Geburtstag für dieses besonders sympathische Fahrzeug bevor, das auf der ganzen Welt bekannt und vielseitig wie kein anderes ist. Aber Ape ist ein unvermutet zeitgenössisches Produkt, das die Neugier und die Zuneigung zahlreicher Personen auf sich zieht, die dies in Veranstaltungen, Projekten, Blogs, auf Internet-Seiten und vielem mehr kundtun.

Kein Nutzfahrzeug auf der ganzen Welt hat eine mit Ape vergleichbare Geschichte: Deshalb haben wird beschlossen, Ihnen diese ganz genau zu erzählen! Die Ape, auch bekannt als “Ape Piaggio”, ist ein dreirädriges Fahrzeug, das in Italien hergestellt wird.

Die Geschichte des Ape reicht bis in die späten 1940er Jahre zurück, als die Nachfrage nach einem erschwinglichen und praktischen Transportmittel in Italien stieg. Der Ape wurde schnell zu einem beliebten Fahrzeug in vielen Ländern. Seine kompakte Größe und Wendigkeit machen ihn ideal für den Einsatz in engen Gassen und überfüllten Straßen. Außerdem bietet der Ape eine kostengünstige Transportmöglichkeit für kleine Unternehmen und Privatpersonen.

Die Anfänge: Von der Vespa zur Ape

Was der Vespa fehlte, war allerdings Platz für Gepäck und Fracht. Nach Vorbild der biblischen Schöpfungsgeschichte entnahmen Piaggio und d'Ascanio deshalb „der Vespa eine Rippe“, wie es die Firmenchronik formuliert. Fertig war das dreirädrige Gegenstück zum flinken Roller und mit 125-Kubikzentimeter-Zweitakt-Benziner stemmte die Ape offiziell bis zu 200 Kilogramm, wahlweise als Kastenwagen oder Pick-up.

Die „Ape“ wurde 1948 als Weiterentwicklung des „Vespa“ geboren. Der legendäre Roller hat zwei Jahre zuvor den Neustart von Piaggio nach dem Zweiten Weltkrieg begründet und ganz Italien individuelle Mobilität beschert. Das 1884 gegründete Unternehmen war eigentlich auf die Konstruktion von kleineren Booten und Flugzeigen spezialisiert. Daneben wurden Lastwagen, Busse, Seilbahnen und Beschläge gefertigt.

Während der italienischen Besatzung in Äthiopien betrieb Piaggio dort sogar eine eigene Fertigung. Die Wurzeln im Flugzeugbau erkennt man bei den ersten „Bienen“ an der windschnitten Fahrerkabine. Wie die Schwester „Vespa“ hatten die ersten Modelle einen einzigen Frontscheinwerfer auf dem Vorderrad.

Für Piaggio ging es in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit schlicht ums Überleben. Das schon 1884 gegründete Unternehmen aus Pontedera in der Provinz Pisa hatte sich vom kleinen Handwerksbetrieb zum bedeutenden Flugzeugbauer und Rüstungsproduzenten entwickelt. Damit war es nach dem Zweiten Weltkrieg vorbei, denn das Werk lag in Trümmern und die Alliierten untersagten Piaggio einen Neustart im Waffengeschäft.

Enrico Piaggio, Sohn des Firmengründers Rinaldo, konzentrierte sich gemeinsam mit seinem bisherigen Flugzeugkonstrukteur d'Ascanio auf das Kleinstfahrzeuggeschäft. Genau diese Modelle fehlten der Ökonomie des Landes um den innerstädtischen Transport, aber auch den Warenumschlag von Kleinunternehmen, Handwerkern und Bauern zu bewerkstelligen.

Den Anfang machte 1946 die Vespa (italienisch „Wespe“), das bis heute berühmteste Vehikel aus dem Haus Piaggio. Nur ein Jahr später präsentierte Piaggio einen serienreifen Prototypen der Ape, der sich als Vespa mit Ladefläche und entsprechendem Zweitakttriebwerk unter dem Fahrersitz vorstellte. Die Republik Italien hatte sich gerade eine Verfassung gegeben als die knatternde Arbeitsbiene 1948 in den Handel kam.

Die Erfolgsgeschichte der Ape

Zu Preisen ab 170.000 Lire war die Piaggio Ape preiswerter als alle anderen vergleichbaren Nutzfahrzeuge, aber erst die Ratenfinanzierung machte sie wirklich erschwinglich für Gemüsehändler, Kleinbauern und alle, die von einem motorisierten Untersatz träumten. Schließlich betrug das durchschnittliche Jahreseinkommen der Italiener damals nur 139.000 Lire.

Wem der winzige Fiat Cinquecento unerreichbar kostspielig, zu klein für Heuballen oder zu groß für engste Gassen schien, kaufte fortan Ape, zumal Piaggio das Programm permanent erweiterte. Es war der Beginn einer unvergleichlichen Erfolgsstory, die bis heute andauert. Diese Biene hat es bisher allein in Europa auf über zwei Millionen Einheiten gebracht, was ihr den Titel „Meistverkauftes Dreiradfahrzeug aller Zeiten“ sichert.

Darüber hinaus brachte die Ape aber auch Indien auf belastbaren Mini-Rädern ins 21. Jahrhundert. Denn im dortigen Werk Baramati ersetzte der Piaggio 1999 alte deutsche Lizenz-Konstruktionen und avancierte zum erfolgreichsten Dreirad in ganz Asien. Mehr als 150.000 Kleinst-Transporter liefert Baramati jährlich aus, von denen besonders originelle Konstruktionen sogar nach Europa kommen.

Die einzigartigen Merkmale eines Ape machen es zu einer beliebten Wahl für verschiedene Branchen und Anwendungsbereiche. Das Design des Ape ist sowohl auffällig als auch funktional. Mit seinem einzigartigen Erscheinungsbild zieht das Ape definitiv die Blicke auf sich. Es verfügt über eine kompakte Größe und eine dreirädrige Konstruktion, die es ideal für den Stadtverkehr macht.

Neben seinem äußeren Erscheinungsbild ist das Design des Ape auch auf seine Funktionalität ausgerichtet. Es verfügt über eine offene Ladefläche, die es ermöglicht, verschiedene Arten von Fracht zu transportieren. Dies macht das Ape zu einer beliebten Wahl für Lieferungen und Transportaufgaben.

Die Vielseitigkeit der Ape

Das Ape ist ein vielseitiges Fahrzeug, das in verschiedenen Bereichen eingesetzt wird. Einer der Hauptverwendungszwecke des Ape ist der Transport. Aufgrund seiner kompakten Größe und Wendigkeit eignet es sich perfekt für den innerstädtischen Verkehr. Darüber hinaus wird das Ape auch häufig für Lieferungen verwendet. Unternehmen nutzen es, um Produkte an Kunden auszuliefern, insbesondere in Gebieten mit begrenztem Zugang für größere Fahrzeuge.

Neben dem Transport und Lieferungen findet das Ape auch im Tourismussektor Verwendung. In einigen touristischen Gebieten wird das Ape als Transportmittel für Sightseeing-Touren eingesetzt. Es bietet den Passagieren eine einzigartige und unterhaltsame Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden.

Insgesamt ist das Ape ein äußerst vielseitiges Fahrzeug, das in verschiedenen Bereichen wie Transport, Lieferungen und Tourismus eingesetzt wird. Das Ape ist ein Fahrzeug, das in vielen Ländern aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften und Vorteile beliebt ist.

Das Ape hat nicht nur kulturelle Bedeutung und eine einzigartige Ästhetik, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Ein wichtiger wirtschaftlicher Vorteil des Ape ist seine vielseitige Verwendungsmöglichkeit. Es kann für den Transport von Waren und Gütern genutzt werden, was insbesondere für kleine Unternehmen von Vorteil ist. Darüber hinaus schafft das Ape Arbeitsmöglichkeiten für Menschen, die in der Transport- und Logistikbranche tätig sind.

Das Ape trägt auch zur wirtschaftlichen Entwicklung von ländlichen Gebieten bei. In einigen Gegenden wird das Ape für den Tourismus eingesetzt, um Besucher zu transportieren oder als mobile Verkaufsstände für lokale Produkte zu dienen.

Insgesamt bietet das Ape wirtschaftliche Vorteile durch seine vielseitige Verwendungsmöglichkeit, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung der lokalen Wirtschaft.

Die Ape im Wandel der Zeit

Tatsächlich gibt es ja auch genug Geschichten zu erzählen aus dem Leben dieses Motorrads mit Ladefläche, dessen ölige Duftwolken allmorgendliches Markenzeichen italienischer Marktplätze und Gewerbegebiete wurden und dessen lautstarker Sound sogar die italienische Jugend infizierte.

Mit der Ape vor die Dorf-Disko oder das schicke Eiscafé fahren, die Gesetzgebung und trendige Designerklamotten für die Blechkiste machten es möglich. So gab es das Dreirad ab 1969 als Einsitzer mit minimalistischem 49-Kubikzentimeter-Motor, womit dieser Piaggio als erstes Automobil Moped-Regularien genügte und zum Favoriten italienischer Jugendlicher aufstieg.

Schneller, lauter und krawalliger: die kleine Zweitakt-Ape bot das selbe Tuning-Potential wie die Vespa-Roller und kleine Cross-Maschinen. Ein Hype, den Piaggio sorgsam pflegte und befeuerte. Etwa durch die 1994 lancierte Ape Cross in schrillen Signallackierungen und Offroad-Optik, aber auch mit bis dahin ungewöhnlichen Komfortfeatures wie einem Stereo-Radio.

Genügte den Ape-Fahrern doch über Jahrzehnte der alles übertönende Sound der Zweitakter, die direkt unter dem Fahrersattel montiert waren und Motorrad-Feeling vermittelten. Dazu passte die Kraftübertragung via Ketten und die charakteristische Lenkstange. Erst 1968 spendierte Piaggio der Ape MPV ein richtiges Lenkrad und 1983 gab es dann Rechts- und Linkslenker-Versionen in einer von Stardesigner Giorgetto Giugiaro designten Fahrgastzelle.

Hinzu kamen damals 12-Zoll-Räder (der Anfang gelang mit zwergenhaften 8-Zoll-Rädern) und 1984 gewährte ein Selbstzünder ordentliches Drehmoment. Dieser mit 0,4 Litern Hubraum weltweit kleinste Viertakt-Diesel-Direkteinspritzer war der Auftakt zu einer ganzen Serie erfolgreicher Bienen, die sich an neuer Klangfarbe und Duftnote zu erkennen gaben.

Darunter 1990 die Ape Poker als erstes vierrädrige Version des Transporters und die Ape Car Max mit herkulischer Tragfähigkeit von 900 Kilogramm. In Indien wuchsen die Diesel auf 0,6 Liter Hubraum, um dann im Retrodesign nach Europa exportiert zu werden.

Eine seltene Spezies geblieben sind nur die alternativ beflügelten Arbeits-Bienen, also die Apelino mit Batterie-, Hybrid- oder sogar Druckluftantrieb. Den meisten Käufern genügt offenbar das sympathische Design, das dieses Nutzfahrzeug zum Kultmobil stilisiert.

Pefekt für Promotionzwecke - sogar eine deutsche Polizeibehörde vertraute auf die Faszination der agilen, gerade einmal 2,5 Meter messenden Italienerin - und gut für Urlaubsgefühle, wie die vielen Piaggio mit Eiscafé- oder Espressobar-Möblierung demonstrieren. Die Ape passt als indischer Transporter ebenso wie als Familientaxi in den engen Stradina von Palermo, diese Bandbreite bietet kein anderes Motorfahrzeug.

Das Ende der Ape in Europa?

Nach 76 Jahren Produktion sagt Hersteller Piaggio: „Basta“. Schuld seien die neuen EU-Normen, heißt es im toskanischen Pontedera bei Pisa. Zum Jahreswechsel werden die Bänder endgültig angehalten. Eine offizielle Verlautbarung gibt es von Piaggio dazu nicht. Das Ende haben die Gewerkschaften publik gemacht.

Der Zweitakter der „Ape“ erfüllt geradeso die Norm Euro 4. Den Antrieb abgastechnisch zu optimieren wäre sehr aufwändig. „Und es wäre keine Ape mehr“, räumt selbst Angelo Capone, Sekretär der FIOM in Pisa ein. Das ist die Schwestergewerkschaft der IG Metall.

Eine Umrüstung lohnt wohl auch nicht, weil das historische Gefährt in Europa nur noch wenige Abnehmer findet. Abgelöst hat die Ape längst der vierrädrige Transporter „Porter“, den ein Viertaktmotor antreibt. Der besteht die strengen EU-Normen.

Allerdings erfüllt das knatternde Dreirad auch längst keine Sicherheitsvorgaben wie Airbag, ABS oder ESP. Umgekippte Apes gehören seit Jahrzehnten zu den dramatischen Straßenszenen Italiens.

Die Entscheidung für den Produktionsstopp habe sich somit schon länger abgezeichnet, gestehen die Gewerkschaften. „Mit der Ape geht ein Stück Geschichte von Pontedera und Italien“, trauert dennoch Capone. Vom Aus für die dreirädrige Ikone sind 1.100 Mitarbeiter betroffen. Die befinden sich seit Anfang Dezember in Kurzarbeit.

Piaggio stellt die Produktion eine Elektro-Modells in Aussicht. Viel das Unternehmen dafür investieren will und wann diese Fertigung beginnen soll, wisse man allerdings noch nicht. Das E-Modell soll den „Porter“ mit Verbrenner ergänzen, der einen Benzin oder Erdgasantrieb hat.

Zwar wird die Ape aus Italien verbannt - doch sie lebt weiter. Das Modell ist in vielen Entwicklungsländern als „Tuktuk“ beliebt. In Indien prägen die oft - bienengerecht - schwarzgelb angestrichenen Dreiräd-Taxis das Straßenbild vieler Städte. Auf dem Subkontinent soll die Produktion im seit 1963 bestehenden Piaggio-Werk fortgesetzt werden.

In Indien fürchtet Piaggio auch nicht, dass strengere Abgasnormen der Biene dann doch den Garaus machen könnten. Denn hier trieben Elektromotoren bereits viele Tuktuks an. Die Mobilität garantiert der schnelle Tausch der Batterien, wofür ein ganzes Netz von „Tauschstellen“ entstanden ist.

Technische Daten und Modelle im Überblick

Die klassische Ape hat einen Motor mit 150 Kubikcentimeter Hubraum. Es kamen aber auch Versionen mit 50er-Rollerantrieb auf den Markt. Die Nutzlast dieser Modelle beträgt immerhin 200 Kilogramm. Später wurde die Motorisierung erweitert. Ein Modell mit Dieselantrieb und 700 Kilogramm Nutzlast ist bis jetzt im Programm gewesen.

Hier ist eine Chronik der wichtigsten Modelle:

  • Piaggio Ape 125 (ab 1947/48) mit 0,125-Liter-Zweitakt-Benziner als Pick-up und Kastenwagen
  • Piaggio Ape 150 (ab 1952) mit 0,15-Liter-Zweitakt-Benziner als Pick-up, Kastenwagen und Personenwagen
  • Piaggio Ape 150 C (ab 1954) mit 0,15-Liter-Zweitakt-Benziner...

Chronik Piaggio Ape:

  • 1884: Gründung der Firma Piaggio durch Rinaldo Piaggio in Sestri Ponente bei Genua. Zunächst ist Schiffbau das Geschäftsfeld von Piaggio, später spezialisiert sich das Unternehmen auf den Bau von Eisenbahnwaggons.
  • 1916: Rinaldo Piaggio baut während des Ersten Weltkriegs ein neues Werk in Pontedera, um als Flugzeughersteller zu starten. Auch in den 1920er und 1930er Jahren bleiben Flugzeuge und vor allem Rüstungsgüter Kerngeschäft von Piaggio. Während des Zweiten Weltkriegs wird das Werk in Pontedera fast vollkommen zerstört.
  • 1945: Die allierten Siegermächte entscheiden, dass Piaggio weder Waffen noch sonstige Rüstungsgüter produzieren darf. Rinaldos Sohn, Enrico Piaggio, übernimmt die Unternehmensführung und entscheidet sich für den Einstieg ins Fahrzeuggeschäft. Auch Flugzeuge werden ab 1948 wieder gebaut.
  • 1946: Der Motorroller Vespa (italienisch „Wespe“) wird eingeführt.
  • 1947: Erste Prototypen einer Nutzfahrzeugvariante der Vespa führen zur Piaggio Ape (italienisch „Biene“). Vorgestellt wird die Ape 125 mit Kabine, aber Vespa-Frontdesign auf Messen.
  • 1948: Vertriebsstart für die Ape 125 als Pick-up und Kastenwagen mit 200 Kilogramm Nutzlast und 125-Kubikzentimeter-Zweitakt-Motor.
  • 1954: Ein großer Entwicklungsschritt ist die Ape C mit 150 Kubikzentimetern Hubraum und 350 Kilogramm Nutzlast und geschlossener Kabine mit Türen. Neu ist das Angebot einer Variante für den Personentransport.
  • 1958: Einführung der Ape D mit um acht Zentimeter größerem Radstand und 170 Kubikzentimetern Hubraum.
  • 1960: Die Ape Pentaro debütiert als fünfrädrige Version der Ape C in Form eines Sattelschleppers mit einer höheren Tragfähigkeit von 700 Kilogramm. Der Anhänger misst 2,60 Meter in der Länge.
  • 1966: Neu ist die Ape MP mit modifizierter Kabine der Ape D für ein Komforterlebnis ähnlich wie in größeren, konventionellen Kastenwagen. Außerdem neu entwickeltes Chassis. Der jetzt auf 190 Kubikzentimeter vergrößerte Zweitakter befindet sich nicht mehr unter dem Fahrersitz, sondern im Heck. Die Kraftübertragung erfolgt direkt auf die Hinterräder statt wie bisher über Ketten. Gummifedern, hydraulische Stoßdämpfer und jetzt zehn Zoll große Räder (anfangs waren es acht Zoll) ermöglichen mehr Fahrkomfort. Karosserieversionen sind Pick-up, Kastenwagen, Kipper und Pkw. Die Nutzlast beträgt 500 Kilogramm, der Anhänger ist mit Ladelängen in zwei Versionen bestellbar, entweder 1,50 x 1,75 Meter oder 1,5 x 2,0 Meter).
  • 1968: Piaggio Ape MPV wird lanciert mit 0,19-Liter-Zweitakt-Benziner als Pick-up, Kastenwagen, Kipper und Personenwagen. Der Anhänger ist wieder in zwei Längen verfügbar, die Nutzlast steigt auf 600 Kilogramm. Vor allem aber verfügt die MPV über ein richtiges Lenkrad statt der bisherigen Lenkstange sowie über zwei Scheinwerfer an der Frontverkleidung.
  • 1969: Mit der Ape 50 bietet Piaggio das erste Auto an, das dem Moped-Reglement entspricht. Ähnlich wie die Vespa 50 darf die Ape 50 steuerfrei mit Versicherungskennzeichen bewegt werden und das in manchen südeuropäischen Ländern schon durch 14-jährige Jugendliche. Türen hat die einsitzige Ape 50 nicht und die Nutzlast beträgt 200 Kilogramm. Das Chassis misst minimalistische 1,20 x 1,25 Meter.
  • 1970: Die Ape 125 basiert auf der Ape 50, verfügt aber über Türen und einen 125-Kubikzentimeter-Motor.
  • 1971: Mit deutlich größerer Kabine fährt die Ape Car - auch Vespa Car genannt - vor. Die Ladefläche misst 1,50 x 2,0 Meter und die Nutzlast 600 Kilogramm. Als Motor fungiert ein 220-Kubikzentimeter-Zweitakter.
  • 1983: Mit neuer Kabine aus dem Designstudio von Giorgetto Giugiaro und erstmals mit Lenkrad für Links- und Rechtsverkehr geht die Ape TM an den Start. Hinzu kommen große 12-Zoll-Räder und zwei Ladepritschenlängen (1,5 x 1,8 Meter oder 1,5 x 2,0 Meter) für das 220-Kubikzentimeter-Fahrzeug.
  • 1984: Erster Selbstzünder wird vorgestellt. Die Ape Diesel als Evolution der Ape Car wird mit 422-Kubikzentimeter-Viertakt-Diesel, dem weltweit kleinsten Diesel-Direkteinspritzer ausgeliefert. Fünfgang-Getriebe und 700 Kilogramm Nutzlast sind Standard.
  • 1986: Aus der Ape Diesel geht die Ape Car Max hervor mit sensationellen 900 Kilogramm Nutzlast und dem Viertakt-Diesel.
  • 1987: Facelift für die Ape TM Diesel.
  • 1990: Piaggio präsentiert die erste vierrädrige Ape, das Modell Ape Poker. Zuladung 835 Kilogramm (Gesamtgewicht 1.420 Kilogramm) für das Fahren mit Autoführerschein oder reduzierte Zuladung bei 1.300 Kilogramm Gesamtgewicht für das Fahren mit Motorradführerschein (in Italien). Motorisiert ist die Ape Poker mit einem 422 Kubikzentimeter Dieselaggregat.
  • 1991: Facelift für die Ape 50 mit Sicherheitsprallpolstern an den Türen und im unteren Fahrzeugbereich. Das 50-Kubikzentimeter-Aggregat leistet 1,8 kW.
  • 1994: Mit der Ape Cross - abgeleitet von der Ape 50 - zielt Piaggio auf Jugendliche, die ein Dreirad dem klassischen Motorrad vorziehen. Die besonders signalfarbig lackierte Ape Cross verfügt über Offroad-Attribute, einen Überrollbügel und Optionen wie Wegfahrsperre, Stereo-Radio und einen Vorhang für die Heckscheibe.
  • 1996: Ein weiteres Ape-50-Derivat ist die Ape 50 Europa mit neuer Frontgestaltung und zwei integrierten Scheinwerfern.
  • 1998: Die Ape 50 wird aktualisiert durch einen neuen Fahrersitz, Interieurmodifikationen und einen Abgaskatalysator.
  • 1999: In Indien startet im Piaggio-Werk Baramati die Produktion der Ape für den asiatischen Markt mit Dieselmotoren (501 und 601 cm³)
  • 2000: Im März wird ein Piaggio-Museum in einer ehemaligen Werkzeugabteilung auf dem Werksgelände von Pontedera eröffnet.
  • 2006: Piaggio stellt das Sondermodell APE „Classic“ vor. Das Dreirad ist nur in der Farbe celeste (mintgrün) verfügbar und mit einer Lenkstange und Pritsche ausgestattet. Den Antrieb erledigt ein wassergekühlter Lombardini-Dieselmotor mit 422 Kubikzentimetern Hubraum. Produziert wird die Ape Classic in Indien.
  • 2008: Auf Basis der Ape TM präsentiert sich die neue Piaggio Apelino, die mit ihrem Namen daran erinnert, dass die Ape in ihren Ursprungsjahren liebevoll vom Volksmund „Apelino“ genannt wurde. Umweltfreundliche und sparsame Elektro- und Hybridversionen werden entwickelt, darüber hinaus ein reiner Luftdruckantrieb. Oder der luftgekühlte, 218 Kubikzentimeter große, drehschiebergesteuerte Einzylinder-Zweitaktmotor mit 8 kW/11 PS
  • 2009: Ape Calessino Electric Lithium mit Elektromotor und einer Reichweite von 75 km Kilometern bei aufgeladenen Batterien. 800 Ladevorgänge sollen eine Gesamt-Laufleistung von bis zu 60.000 Kilometern ermöglichen. Im Juni hat die Polizei Mettmann eine Ape TM Kastenwagen als Einsatzfahrzeug und PR-Fahrzeug in Dienst gestellt.
  • 2013: Neu ist der Piaggio Casselino mit 0,2-Liter-Zweitakt-Benziner als Pick-up, Caterer, Taxi und Kastenwagen.
  • 2014: APE Classic 400 eingeführt als Nachfolgerin der APE Classic.
  • 2018: Im April wird das Piaggio-Museum nach einer Erweiterung neu eröffnet. Mit einer Fläche von 5000 Quadratmetern und mehr als 250 Ausstellungsstücke gilt die Sammlung als größtes italienisches Museum, das Zweirädern gewidmet ist. Piaggio feiert den 50. Jahrestag des Vertriebsstarts der Ape mit vielen Aktivitäten, darunter Fan-Treffen. Insgesamt wurden bis heute über zwei Millionen Ape allein in Europa ausgeliefert. Die Jahresproduktion allein in Pontedera beträgt über 10.000 Einheiten, hinzu kommen jährlich 150.000 Ape für den asiatischen Markt.

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