E-Lastenräder liegen im Trend, und der ADAC hat fünf gängige Modelle überprüft, um ihre Vor- und Nachteile zu beleuchten. Ob die Lastenvehikel nun wirklich das städtische Transportsystem der Zukunft werden, sei dahingestellt, aber sie sind eine interessante Alternative.
Wenn die Lastenfunktion täglich benutzt wird - etwa für den Kindertransport - überlegen sich Familien so eine Anschaffung. Für einen gelegentlichen Einkauf würde es auch ein weit billigerer Lastenanhänger tun. Mit etwa 80.000 verkauften E-Lastenfahrrädern liegen sie jedenfalls im Trend.
Der ADAC hat sich fünf dreirädrige E-Lastenbikes genauer angesehen. Das Urteil ist angesichts der hohen Preise nicht besonders schmeichelhaft: Nur zwei Modelle schnitten mit gut ab, ein Bike fiel sogar durch.
Fahrverhalten und Gewöhnungsbedürftigkeit
Schon zu Beginn des Testes gab es eine Überraschung. Die ersten Rückmeldungen waren durchweg negativ, da sich das Fahr- und Lenkverhalten der Dreiräder massiv von dem eines Fahrrades unterscheidet. Umlernen ist also unabdingbar.
Das Fahren der Dreiräder ist grundsätzliche gewöhnungsbedürftig. Der vergleichsweise große Wendekreis passt schlecht zu den Maßen von Rad und Fußwegen. Werden Zweiräder rangiert, hebt man schnell mal ein Rad an, um das Rad auf kleinem Raum zu bewegen.
Dreiräder haben ohne eingebaute Neigetechnik ein großes Problem, wenn schiefe Flächen quer durchfahren werden, dann kippt das ganze Rad in Richtung der Neigung. Noch übler reagieren Dreiräder auf Fahrfehler.
Einem Fahrrad ähnlicher und weit dynamischer lassen sich zweirädrige E-Lastenräder bewegen. Die Reichweiten liegen zwischen 40 und 65 Kilometern und dürften damit praxisgerecht sein.
Testergebnisse des ADAC
Durchgefallen ist das Vogue Carry 3 und das ausgerechnet bei den Bremsen. Dabei hat der ADAC nicht mal einen harten Belastungstest durchgeführt. Das Bike schafft nicht die Mindestverzögerung nach DIN-Norm. Also Finger weg.
Das Carry 3 kostet etwa 3000 Euro. Das ist für ein E-Lastenrad eher am unteren Rand des Spektrums, dafür gibt es aber auch nur die unzureichenden Bremsen und einen China-Antrieb von Bafang.
Testsieger wurde das Chike e-Kids. Es kostet allerdings auch fast 6000 Euro. Der ADAC schreibt: "Das wertig verarbeitete e-Lastenfahrrad mit Neigungstechnik ist am ehesten wie ein 'normales' Fahrrad zu fahren."
Den zweiten Platz belegt das Butchers & Bicycles MK1-E Automatik für stolze 7600 Euro. Hier heißt es: "Am teuersten im Testfeld, aber auch sehr wertig und mit Neigungstechnik ausgestattet ist das MK1-E von Butchers & Bicycles.
Weitere wichtige Aspekte
Die sparsamen ADAC-Tester geben zu bedenken, dass für bestimmte Aufgaben wie den Kindertransport weiteres, ebenfalls hochpreisiges Zubehör gekauft werden muss. Interessenten sollten zudem die Größe und das teils stattliche Gewicht der Bikes beachten.
Ohne Motorkraft sind die Brummer kaum zu bewegen. Über eine Treppe kann man sie nur mit mehreren Personen bewegen. In den Urlaub lassen sie sich meist nicht mitnehmen.
Die Tester weisen auf Unstimmigkeiten mit dem angebenden Gewicht der Lasten hin. Wie zu erwarten, schluckt das Gewicht der Dreiräder mehr Strom als ein Trekkingrad.
Beim Laden kommt es auf das mitgelieferte Ladegerät an. Schnellladegeräte füllen den Akku in der Hälfte der Zeit - sie sind unter vier Stunden fertig.
Dreirad für Erwachsene Vergleich 2025
Hier ist eine Übersicht einiger Dreiräder für Erwachsene im Vergleich:
| Modell | Bewertung | Vorteile | Nachteile | Preis (ungefähre Angabe) |
|---|---|---|---|---|
| Tfcfl Dreirad | Sehr gut | Leichter Einstieg, 8 Gänge, praktischer Korb | Traglast bis 110 kg | ab 249,00 € |
| Lightakai Dreirad | Sehr gut | Hohe Tragfähigkeit, Rückenlehne, Körbe vorne und hinten | Niedrige Sattelfederung, ohne Rücktrittbremse | ab 249,00 € |
| Cherikiu Dreirad für Erwachsene | Sehr gut | Robuster Stahlrahmen, hohe Tragfähigkeit, Rücktrittbremse | Sitz ohne Rückenlehne | ab 259,00 € |
| RibasuBB HW-WMTZXL-729 | Sehr gut | Großer Korb, hohe Belastung, für Personen von 1,65 bis 2,25 m geeignet | Ohne Beleuchtung, ohne Rücktrittbremse | ab 248,00 € |
| Difu 20 Zoll Dreirad | Sehr gut | Einfache Geschwindigkeitseinstellung, Seidenkorb, Leder-Fahrradsattelkissen | Ohne Rücktrittbremse, Sitz ohne Rückenlehne | ab 195,00 € |
| Fetcoi Dreirad Für Erwachsene Gold/Silver | Sehr gut | Tiefer Einstieg, auch für kleinere Personen geeignet, großer Korb hinten | Niedrige Sattelfederung, ohne Rücktrittbremse | ab 242,00 € |
| Kolhgnse Dreirad | Gut | Sattel mit Lehne, hohe Tragfähigkeit, leicht einstellbare Gänge | Ohne Rücktrittbremse, ohne Korb vorne | ab 194,00 € |
| Fetcoi HW-WMTZXL-729-LRC | Gut | Einfache... | [Details fehlen] | ab 278,00 € |
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Wenn Sie sich ein Dreirad für Erwachsene zulegen möchten, sollten Sie vor dem Kauf auf einige Punkte achten. Zunächst einmal sollten Sie sich überlegen, welche Art von Dreirad für Sie am besten geeignet ist. Es gibt verschiedene Arten von Dreirädern, darunter Mountain- und Cross-Dreiräder, aber auch Lifestyle-Dreiräder.
Auch die Größe ist entscheidend, da Dreiräder in unterschiedlichen Größen erhältlich sind. Des Weiteren sollten Sie sich Gedanken über die Ausstattung machen, damit Sie das Dreirad optimal nutzen können.
Seniorenfahrrad Vergleich
Wir haben deshalb einen Seniorenfahrrad Vergleich verschiedener geeigneter Modelle, welche selbstverständlich StVO-konform sind, für Sie zusammengestellt. Es finden sich Pedelecs, Dreirad für Erwachsene, Elektro Dreirad und normale Seniorenräder mit einem tiefen Einstieg.
Verschiedene Seniorenfahrrad-Typen
- Tiefeinsteiger Fahrrad: Für kürzere Strecken, leichter Auf- und Abstieg.
- Tiefeinsteiger E-Bike: Mit Elektroantrieb für anstrengendere Strecken.
- Dreirad für Erwachsene: Besonders stabil, ideal bei Gleichgewichtsproblemen.
- Elektro Dreirad: Für längere Strecken mit Gleichgewichtsproblemen und zusätzlicher Unterstützung.
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