Dreirad mit Sonnendach: Test und Vergleich

Dreiradfahren fördert die Koordination und die Körperbeherrschung. Es ist gleichzeitig die Vorstufe zum Fahrradfahren. Besonders hervorzuheben ist, dass ein Dreirad zwei Funktionen in sich vereint: Es dient sowohl als Spielzeug als auch als Sportgerät. In diesem Text erfahren Sie, wie Sie ein potentielles Kinderdreirad einem Test unterziehen, um sicherzustellen, dass Ihr Kind nicht nur Spaß mit der neuen Errungenschaft hat, sondern auch sicher unterwegs ist. Lesen Sie, worauf Sie beim Kauf eines Dreirads für Kinder achten sollten.

Für welches Alter eignen sich Dreiräder?

Ein Dreirad eignet sich für Kinder etwa vom Alter von zehn Monaten bis zu vier Jahren. Wenn Sie potenzielle Dreiräder einem Test unterziehen, sollte Ihr erstes Augenmerk den vorgesehenen Altersstufen gelten. Zu beachten ist, dass ein Baby bzw. Kleinkind von zehn Monaten noch nicht in der Lage ist, die Pedale zu treten. Es wird also auf die Eltern angewiesen sein, um sich auf dem Dreirad fortbewegen zu können.

Es ist davon auszugehen, dass ein Kind ab ein bzw. zwei Jahren fähig ist, ein Dreirad selbstständig zu benutzen. Meistens sind sie ungefähr im Alter von vier Jahren zu groß für ein Dreirad. Zwar ist der Sitz meist höhenverstellbar, doch setzt das Wachstum des Kindes der Dreiradbenutzung ein natürliches Ende. Allgemein ist zur Altersempfehlung anzumerken, dass bei einem Fahrzeug für Kinder nicht pauschal festgelegt werden kann, ab welchem Alter ein Kind dafür bereit ist. Das hängt immer von seiner individuellen Entwicklung ab.

Kaufberatung: Bei einem Dreirad-Test sind folgende Kriterien genau zu beachten

Es gibt verschiedene Kriterien, welche beim Kauf eines Dreirads Beachtung finden sollten. Altersempfehlung: Ihr Dreirad-Test beginnt mit der Einstufung der Räder je nach Altersstufe - von zehn Monaten bis zu zwei Jahren ist alles vertreten. Bereits anhand der farbenfrohen Aufmachung lässt sich erkennen, dass die Dreiräder für Kinder ab zehn Monaten eher als Spielzeug gedacht sind.

Außerdem verfügen sie über zusätzliche Sicherheitselemente, wie z. B. einen Sicherheitsbügel. Dreiräder, die für Kleinkinder geeignet sind, weisen darüber hinaus einen Sicherheitsgurt auf. Das gilt auch für Modelle, deren Benutzung frühestens ab 18 Monaten empfohlen wird. Nur bei den Dreirädern, welche für Zweijährige konzipiert worden sind, fehlt dieses Sicherheitselement. Sie sind generell schlichter in der Ausführung.

  • Bereifung: Auch die Reifen sollte bei Ihrem Dreirad-Praxis-Test nicht zu kurz kommen. Sie bestehen entweder aus Gummi oder aus Kunststoff. Beide Varianten bieten denselben Komfort und unterscheiden sich auch nicht hinsichtlich der Sicherheit. Modelle mit Gummireifen sind tendenziell etwas teurer als solche mit Kunststoffreifen. Erstere bieten nämlich den Vorteil, dass sie beim Fahren leiser sind. Gerade auf Asphalt machen Reifen aus Kunststoff recht laute Geräusche.
  • Sitz: Möchten Dreiräder in einem Test gut abschneiden, sollte der Sitz unbedingt höhenverstellbar sein. Das ist wichtig, da der Lenker beim Dreirad meistens nicht verstellt werden kann. Die Anpassung an die Größe des Kindes kann deshalb nur über den Sitz erfolgen. Auch für den Komfort spielt er eine bedeutende Rolle. Entscheidend für die Sicherheit hingegen ist, dass der Mechanismus, mit dem der Sitz verstellt wird, nicht wackelt oder sonstige Fehler aufweist.
  • Lenkerhöhe: Der Lenker sollte eine Höhe haben, die dem Kind eine sichere und angenehme Nutzung erlaubt. Da er meist nicht verstellbar ist, muss die Anpassung an die Größe des Kindes durch das Verstellen des Sitzes bewerkstelligt werden. Je höher der Lenker angebracht ist, desto mehr Spielraum ist für eine individuelle Einstellung vorhanden.
  • Pedale: Die Pedale eines Dreirads sollten rutschfest sein, damit das Kind während des Fahrens nicht den Halt verliert. Für die Sicherheit ist dieser Aspekt von entscheidender Bedeutung.
  • Griffe: Angenehm für das Kind ist es, wenn die Griffe gepolstert sind. Durch eine Polsterung erhöht sich der Fahrkomfort.
  • Schiebestange: Die Schiebe- oder Schubstange zählt zu den Sicherheitselementen. Solange das Kind noch nicht gelernt hat, zu lenken, können die Eltern dies mittels der Schubstange übernehmen. Auch später, wenn das Kind das Fahren vollständig beherrscht, ist eine Schubstange äußerst nützlich. Sollte der kleine Fahrer einmal zu müde sein, um zu treten, sind Erwachsene in der Lage, ihn mithilfe der Schubstange zu entlasten, indem sie das Gefährt anschieben. Auch trägt eine Schubstange dazu bei, das Fahren sicherer zu machen. Entscheiden Sie sich für ein Dreirad mit einer Schubstange, sollte diese sich im Praxis-Test als abnehmbar herausstellen. Dadurch kann das Fahrzeug besser transportiert werden, z. B. im Auto.
  • Sicherheitsgurt: Besonders bei kleineren Kindern ist der Gurt ein unverzichtbares Mittel, um die Folgen eines Unfalls so gering wie möglich zu halten. Das Kind kann dadurch nicht aus dem Sitz herausfallen und sich bei einem solchen Sturz verletzen. Oftmals haben erst Modelle, die ab zwei Jahren empfohlen werden, haben keinen Sicherheitsgurt.
  • Ladefläche: Diese besteht meist aus einer Schale und ist hinter dem Sitz angebracht. Darin kann das Kind z. B. Spielzeug verstauen. Für das Fahren an sich oder die Sicherheit ist sie nicht notwendig und gehört daher eher zu den Spielelementen.
  • Zubehör: Einige Dreiräder verfügen über Zubehör wie Fußstützen, Sicherheitsbügel und Sonnendach. Erstere sind wichtig, wenn das Dreirad von einem Erwachsenen mit der Schiebestange angeschoben wird. Das Kind kann in einem solchen Fall die Füße aufstützen und läuft nicht Gefahr, sich diese zu verletzen. Ein Sicherheitsbügel verstärkt den Schutz eines Sicherheitsgurtes, indem es das Kind davor bewahrt, vom Sitz zu fallen. Das Sonnendach wiederum ist bei starker Sonneneinstrahlung sinnvoll. Für die Lenkung durch einen Erwachsenen gibt es bei einigen Modellen extra eine spezielle Vorrichtung, eine sogenannte Lenkarretierung.

Bekannte Hersteller von Kinderdreirädern

Der Markt im Segment Dreiräder für Kinder wird aktuell von nur wenigen Marken beherrscht. Wir stellen in diesem Kapitel einige davon kurz vor. Zu den bekannten Herstellern gehören unter anderem Puky, Smoby und Kettler.

  • Die deutsche Firma Puky stellt hauptsächlich Fahrzeuge für Kinder her - neben dem Dreirad z. B.
  • Bei Smoby handelt es sich um ein französisches Unternehmen, das vor allem Spielwaren herstellt. Neben verschiedenen Dreiradmodellen bietet auch Smoby z. B. Tretroller an.
  • Der Name Kettler steht für die Produktion von Fahrrädern und Kinderartikeln, aber unter anderem auch von Fitnessgeräten. Auch dieses deutsche Unternehmen vertreibt neben Dreirädern unter anderem Roller.

Worauf sollten Eltern bei einem dreiradfahrenden Kind achten?

Es ist immer sicherer, Kinder, besonders während der Phase, in der sie das Dreiradfahren erst erlernen, unter der Aufsicht einer Begleitperson fahren zu lassen.

  • Einstellung des Sitzes: Der Sitz eines Dreirads sollte so eingestellt sein, dass die Füße des Kindes den Boden berühren. Es muss sich mit den Füßen auf dem Boden abstützen können. Auf diese Weise ist es dem Kind möglich, das Dreirad in der Balance zu halten, solange es nicht in die Pedale tritt.
  • Helm: Es ist empfehlenswert, das Kind einen Fahrradhelm tragen zu lassen. Wenn das Kind erst noch lernt, Dreirad zu fahren, aber auch später ist es durch mögliche Stürze gefährdet.
  • Aufmerksamkeit bei Gefahrenstellen: Da die Koordination bei Kindern in dem Alter noch nicht voll entwickelt ist und es ihnen schwer fällt, Entfernungen richtig abzuschätzen, sollten Eltern z. B. bei Bordsteinkanten erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen. Es ist selbstverständlich, dass Eltern außerdem im Straßenverkehr besonders gut auf das dreiradfahrende Kind achten sollten. Die Einschätzung von Geschwindigkeit, das richtige Lenken und Bremsen fallen Kindern am Anfang oft schwer.

Hinweise zu Reinigung und Pflege von Dreirädern

Wenn Kinder Dreirad fahren, werden sie vermutlich nicht immer auf den Wegen bleiben. Es ist zu erwarten, dass das Fahrzeug unter diesen Umständen öfter mal schmutzig wird. Deshalb stellt sich die Frage, wie diese Geräte am besten gereinigt werden. Dreiräder sind im Allgemeinen genauso wie Fahrräder zu reinigen.

  • Schlaffe Gummireifen am Dreirad können Sie normalerweise wie Fahrradreifen mittels einer Luftpumpe wieder fahrtauglich machen.
  • Kunststoffreifen erfordern eine regelmäßige Untersuchung auf Schäden wie z. B. Einrisse.
  • Die Bestandteile des Dreirads sollten immer fest sein und nicht wackeln.

Dreiräder mit Liegefunktion

Wer regelmäßig mit dem Rad unterwegs ist, kennt die Situation: An einer steilen oder unebenen Strecke muss man sich abmühen, um voranzukommen. Oder man ist so erschöpft, dass es kaum noch möglich ist, das Rad weiterzutreten. In beiden Fällen kann ein Dreirad mit Liegefunktion die ideale Lösung sein. Denn auf einem Dreirad kann man entspannt liegen und die Beine hochlegen. Gemeint ist damit ein Dreirad, auf dem man bequem liegen kann, ohne dass die Beine angestrengt werden müssen. Damit ist es ideal für längere Fahrten in der Natur, bei denen man sich entspannen und die Aussicht genießen möchte.

Gemeinsamkeiten der verschiedenen Modelle sind beispielsweise eine breite Sitzfläche, eine hohe Rückenlehne und eine gute Federung. So können Sie auf den Dreirädern entspannt liegen und müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie einseitig belastet werden. Wenn Sie ein Dreirad kaufen möchten, sollten Sie zunächst überlegen, für welche Zwecke Sie das Rad nutzen möchten. Wenn Sie häufig lange Fahrten in der Natur planen, ist ein Dreirad mit einer guten Federung und großen Rädern empfehlenswert. Wenn Sie das Dreirad jedoch hauptsächlich für kurze Ausfahrten in der Stadt nutzen möchten, reicht ein einfaches Modell mit kleineren Rädern vollkommen aus.

Dreirad-Test: 6 beliebte Kinderdreiräder im direkten Vergleich

Im Folgenden werden einige beliebte Kinderdreiräder im direkten Vergleich vorgestellt:

Produkt Alter Material Gewicht Schiebestange Sitz verstellbar Besonderheiten Preis
Kinderkraft Aveo Dreirad 9 Monate bis 5 Jahre Stahl, Polyester, Gummi 10,8 kg Ja Nein 2 Körbe, 5-Punkt-Sicherheitsgurt, Drehsitz, zusammenklappbar € 109,97
Smoby Be Move Kinderdreirad 15 Monate bis 4 Jahre Metall, Kunststoff, EVA 3 kg Ja Ja Korb, 3-Punkt-Sicherheitsgurt, Pedalfreilauf, Laufradfunktion € 79,99
Lionelo Haari 2-in-1 Dreirad 18 Monate bis 5 Jahre Stahl, Polyester 7,8 kg Ja Nein mit Verdeck, 5-Punkt-Sicherheitsgurt, Laufradfunktion, drehbarer Sitz € 73,41

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