Das Lastendreirad erfreut sich wachsender Beliebtheit als praktische und vielseitige Transportlösung, insbesondere in städtischen Gebieten. Ob für Gewerbetreibende, Lieferdienste oder Privatpersonen - die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.
Piaggio Ape: Der Kult-Lastenroller aus Italien
Der Lastenroller Piaggio Ape ist seit 1947 ein italienisches Kultfahrzeug. Das auf der Vespa basierende Rollermobil wurde 2024 in Europa eingestellt, lebt aber in Indien und Afrika weiter. Das Exterieur der Ape ist rein auf Zweckmäßigkeit ausgelegt und orientiert sich am Design der ersten Ape Modelle aus den 40er Jahren.
Motorisierung und Abmessungen
Das Modell Ape 50 wird durch einen Einzylinder-Zweitakt-Benzinmotor angetrieben. Bei der Ape 50 entfällt das für Zweitakt-Motoren typische manuelle Mischen des Kraftstoffs aus Benzin und Öl. Dafür besitzt der Motor einen separaten Öltank und eine Ölpumpe. Mittels der Pumpe wird die notwendige Menge Öl in den Benzintank gepumpt. Der Rückwärtsgang wird über einen Hebel im Boden eingelegt.
Die Abmessungen des Piaggio Ape unterscheiden sich in Hinblick auf Modell und Aufbau sehr deutlich. Der Ape 50 Kasten ist mit einer Länge von 2,50 Metern das kleinste Modell. Bei der Höhe liegt er mit 1,37 Metern im Mittelfeld. Die maximale Zuladung beträgt beim Ape 50 bis zu 170 Kilogramm. Das Modell Ape Classic 400 ist mit bis zu 750 Kilogramm Nutzlast hingegen ein echter Leistungsträger.
Die Größe der Ladefläche der Ape 50 Pritsche beträgt 1,35 Meter in der Länge und 1,26 Meter in der Breite. Bei der Ape 50 Kasten ist die Ladefläche mit 1,19 Metern etwas kürzer. Die Breite beträgt auch hier 1,26 Meter und die Höhe 0,97 Meter. Damit beträgt das Kofferraumvolumen der Ape 50 Pritsche rund 1.450 Liter.
Alle Modelle sind ideal für die Stadt und ihre engen Gassen und Straßen und die perfekte Alternative für Motorräder und Vespas.
Varianten und Preise
Seit Ende 2024 werden keine neuen Piaggio Ape mehr in Europa verkauft. Die letzten verfügbaren Modelle waren die Piaggio Ape 50 sowie die Piaggio Ape Classic 400. Beide Modelle sind mit Pritschen- und Kastenaufbau erhältlich. Daneben gab es nur auf Bestellung eine Variante ohne Aufbau. Diese konnte vom Käufer mit eigenen Aufbauten zu Werbezwecken versehen werden.
Die Piaggio Ape 50 war auch als Offroadvariante mit dem Namenszusatz Cross lieferbar. Das Ape Modell besitzt einen Überrollbügel sowie eine größere Bodenfreiheit für Fahrten ins Gelände. 2007 gab es das Sondermodell Calessino, das als Lifestyle-Fahrzeug konzipiert war.
Da die Produktion in Europa eingestellt wurde, sind nur noch Gebrauchtwagen verfügbar. Gebrauchte Piaggio Ape kosten 2025 zwischen 7.790 und 8.380 Euro je nach Zustand und Ausstattung. Gebrauchtwagenpreise der Ape Classic 400 und der Ape 50 besitzen eine große Preisspanne. Preise können sich von 2.500 bis 12.000 Euro für Modelle mit dem gleichen Baujahr bewegen.
Bei den laufenden Kosten ist die Ape 50 sehr günstig, da für das Fahrzeug keine Steuern anfallen. Es benötigt jedoch ein Versicherungskennzeichen für Mofas, die im Schnitt 50 Euro pro Jahr kosten. Die Ape Classic wird in der Regel mit einer Trikeversicherung zugelassen. Hierfür muss mit Kosten von 250 bis 300 Euro im Jahr gerechnet werden.
Interieur und Sicherheit
Das Interieur des Piaggio Ape 50 und der Ape Classic ist sehr spartanisch gehalten. Die letzten Modelle der Euro 4 Serie erhielten ein verbessertes Armaturenbrett mit schönerer und besser lesbarer Grafik sowie eine neue Bremsanlage für besseren Komfort.
Die Fahrzeuge sind in erster Linie Nutzfahrzeuge für kurze Strecken. Sonderausstattungen werden von Piaggio nicht angeboten. Aufgrund der Beliebtheit des Ape 50 bei der italienischen Jugend, hat sich für dieses Modell allerdings ein Drittanbietermarkt entwickelt.
Bei der Sicherheit schneiden alle Piaggio Ape Modelle schlecht ab. Da sie im Grunde Motorroller sind, besitzen sie keinerlei Knautschzone bei Unfällen. Die Rundumsicht bei der Ape Pritsche ist gut, bei der Ape Kasten allerdings schlecht. Vor allem bei Rückwärtsfahrten muss vor allem in der Stadt aufgepasst werden, da die Fahrzeuge nicht über Sicherheitssysteme verfügen.
Elektro-Trikes: Die moderne Alternative
Unter den Elektrorollern gibt es ein Modell, welches sich von den 2-Rad Rollern unterscheidet. Das E-Trike! Mit einem Trike, die engliche Bezeichnung für Dreirad, erwirbst Du einen entscheidenen Vorteil gegenüber einem Zweirad. Das Trike bzw. E-Trike hat 3 Räder und steht dadurch von ganz alleine und eine Umkippen ist fast unmöglich. Das Auf- und Absteigen bei einem Trike birgt keine Gefahr des Umfallens und auch beim Fahren ist das "Gleichgewicht halten" einfach - dies gibt Dir ein sicheres Fahrgefühl! Durch die Ausführung mit 3 Rädern ist die Standhaftigkeit bei einem E-Trike gewährleistet. E-Trikes gibt es entweder mit 2 Rädern vorn und einem hinten oder andersherum, mit 2 Rädern hinten und einem Rad vorn.
Elektro-Trikes bieten zahlreiche Vorteile, die sie zu einer attraktiven Wahl für verschiedene Nutzergruppen machen:
- Umweltfreundlichkeit: Elektro-Trikes produzieren keine direkten Emissionen, was sie zu einer umweltfreundlicheren Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen macht.
- Energieeffizienz: Sie sind in der Regel energieeffizienter als Autos und benötigen weniger Energie pro Kilometer.
- Kosteneinsparungen: Die Betriebskosten sind oft niedriger als bei benzinbetriebenen Fahrzeugen, da Strom in der Regel günstiger ist als Benzin oder Diesel und Wartungskosten geringer ausfallen.
- Einfache Handhabung: Elektro-Trikes sind oft einfacher zu fahren als Motorräder oder Autos, insbesondere für Menschen, die möglicherweise Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht haben.
- Platzangebot: Viele Modelle bieten ausreichend Stauraum für Einkäufe oder persönliche Gegenstände, was sie praktisch für den Alltag macht.
- Flexibilität: Sie können in städtischen Gebieten oft einfacher navigieren und parken als größere Fahrzeuge.
- Gesundheitliche Vorteile: Das Fahren eines Trikes kann körperliche Aktivität fördern, insbesondere wenn man die Pedalunterstützung nutzt.
- Sicherheit: Mit drei Rädern bieten Trikes mehr Stabilität als Zweiräder, was das Risiko von Stürzen verringert.
- Geräuscharm: Elektro-Trikes sind leiser als motorisierte Fahrzeuge, was zur Reduzierung von Lärmverschmutzung in städtischen Gebieten beiträgt.
- Zugänglichkeit: Sie können eine gute Option für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität sein, da viele Modelle über bequeme Sitze und einfache Einstiegsmöglichkeiten verfügen.
Insgesamt bieten Elektro-Trikes eine praktische und nachhaltige Mobilitätslösung für viele Menschen, insbesondere in urbanen Umgebungen.
Weitere Modelle und Alternativen
Es gibt verschiedene Modelle von Elektro-Lastendreirädern, die sich in Größe, Leistung und Ausstattung unterscheiden. Einige Beispiele sind:
- CARGO VOLT 3.0kW: Ein hochmodernes E-LASTENDREIRAD, das speziell für die Beförderung von Gütern entwickelt wurde.
- Fiat TRIS: Ein vollelektrisches Dreirad, das als direkter Nachfolger der Ape konzipiert wurde. Der Fiat TRIS besitzt einen 48-Volt-Elektromotor mit 9 kW (12 PS), eine Reichweite von 90 Kilometern und kann 540 Kilogramm Nutzlast transportieren.
- Elektroroller Futura E-Lastendreirad „X1“: In Deutschland benötigen Sie für das Fahren unseres E-Lastendreirads „X1“ eine AM-Fahrerlaubnis, die ab 16 Jahren erworben werden kann und in vielen Führerscheinklassen enthalten ist.
Als Alternativen zu den Kabinenrollern von Piaggio zählen Autorikschas des indischen Herstellers Bajaj und seit 2022 der Microlino der Schweizer Micro Mobility Systems AG. Dieses ebenfalls in Italien gefertigte Elektroauto basiert auf dem Design der BMW Isetta.
Peugeot Metropolis SW
Mit Piaggio MP3, Yamaha Tricity und Metropolis von Peugeot gibt es bei den Scootern ganze Modellreihen voller Dreiräder, die sich großer Beliebtheit erfreuen. In Frankreich bauen schon fast die Hälfte der zugelassenen Roller jährlich auf drei Räder.
Der große Vorteil der dreirädrigen Roller ist, dass sie ab einer Spurbreite von 460 mm und mit einer verbauten Fußbremse auch mit dem Auto-Führerschein bewegt werden dürfen, ganz ohne zusätzliche Ausbildung.
Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit
Der Metropolis SW ist wahrlich kein kleiner Roller, vor allem die Länge von 2152 mm und der Radstand von 1500 mm sind beachtlich. Die Breite hält sich aber mit 775 mm (925 mm an den Rückspiegeln) in Grenzen, womit auch das Schlängeln in der Stadt noch einigermaßen möglich ist. Mit großen Dimensionen kommt aber auch oft ein großes Gewicht. Der Peugeot bringt es auf 280 kg fahrfertig.
Die erste Neuheit springt einem regelrecht entgegen. Beim Metropolis SW wurde der Stauraum durch den riesigen integrierten Kofferraum hinter dem Soziussitz erweitert. Sage und schreibe 54 l Stauraum kommen zu den 17 l unter der Sitzbank und dem 2 l Handschuhfach hinzu. Da der Raum unter der Sitzbank an den Raum des Koffers angeschlossen ist, können auch bis zu 90 cm lange Objekte transportiert werden. Insgesamt passen zwei Vollvisierhelme hinten in den Metropolis.
Die zweite große Neuheit des SW betrifft das Fahrwerk. Vorne federt weiterhin ein Federbein mit 120 mm Federweg, hinten wurde aber auf zwei voll einstellbare Gasdruckstoßdämpfer upgegradet. Per Handrad lassen sich so die Zug- und Druckstufe verändern, was das Handling bei schwerer Beladung deutlich verbessern kann.
Extrem wichtig, vielleicht noch wichtiger als das perfekte Handling, ist bei solchen Rollern die Alltagstauglichkeit. In puncto Stauraum dürfte der Metropolis SW allen Bedürfnissen gerecht werden, aber auch sonst hat Peugeot nicht bei der Ausstattung gespart. Mit dem Keyless-System reicht es den Schlüssel eingesteckt zu haben, um loszufahren. Per I-Connect und Peugeot-App lässt sich das Smartphone mit dem Roller koppeln, wodurch Benachrichtigungen oder Navigations-Anweisungen im 5-Zoll-TFT-Dashboard des Metropolis angezeigt werden können.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Motor | 400 cm³ PowerMotion Einzylinder |
| Leistung | 35,6 PS bei 7250 U/min |
| Drehmoment | 38,1 Nm bei 5750 U/min |
| Länge | 2152 mm |
| Radstand | 1500 mm |
| Breite | 775 mm (925 mm an den Rückspiegeln) |
| Gewicht | 280 kg fahrfertig |
| Stauraum | 54 l im Kofferraum, 17 l unter der Sitzbank, 2 l Handschuhfach |
| Verbrauch | 3,9 l/100km |
| Tankinhalt | 13 Liter |
| Reichweite | ca. 300 km |
| Höchstgeschwindigkeit | 135 km/h |
Das Flakmoped: Ein schwedischer Klassiker
Da auf den Inseln ohne Autoverkehr von jeher bevorzugtes Transportmittel, war es nicht ungewöhnlich, dass sich auch die Mädchen ganz selbstverständlich auf den meist blau oder grün lackierten Mopeds bei maximal 30 km/h den Fahrtwind um die Nase wehen ließen.
Die Vorteile dieses Transportsmittels liegen auf der Hand, findet Peter Rodin, Pressesprecher des Herstellers Norsjö in Värmland. Schließlich sei das Moped eine konkurrenzfähige Alternative zu Autos und darüberhinaus, wenn man das mit Elektromotor ausgestattete Modell wählt, auch eine umweltfreundliche. Kein Wunder also, dass Norsjö-Chef Holger Eriksson einen potentiellen Markt nicht nur in Norwegen und Dänemark sondern überhaupt auf dem europäischen Kontinent wittert. Er ist absolut zuversichtlich, dass der schwedische Klassiker außerhalb des Königreichs eine Renaissance erlebt und eigentlich macht ihn nur eines ein bisschen unruhig. Unter welchem Namen soll das Flakmoped dort etabliert werden?
Fazit
Lastendreiräder sind eine praktische und vielseitige Lösung für den Transport von Gütern und Personen, insbesondere in städtischen Gebieten. Ob als klassische Piaggio Ape, modernes Elektro-Trike oder schwedisches Flakmoped - die Auswahl ist groß und bietet für jeden Bedarf das passende Fahrzeug.
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