Dreiradroller mit Ladefläche im Test: Modelle, Eigenschaften und Fahrverhalten

Das Dreirad-Konzept hat sich am Roller-Markt schon etabliert, vor allem in Frankreich geht der Metropolis durch die Decke. Während das Dreirad-Konzept im Motorrad-Bereich, mit der Yamaha Niken GT als einziger Vertreterin der Gattung, kaum angekommen ist, sieht es bei den Rollern ganz anders aus. Mit Piaggio MP3, Yamaha Tricity und Metropolis von Peugeot gibt es bei den Scootern ganze Modellreihen voller Dreiräder, die sich großer Beliebtheit erfreuen. In Frankreich bauen schon fast die Hälfte der zugelassenen Roller jährlich auf drei Räder. Warum ist das so?

Vorteile von Dreiradrollern

Der große Vorteil der dreirädrigen Roller ist, dass sie ab einer Spurbreite von 460 mm und mit einer verbauten Fußbremse auch mit dem Auto-Führerschein bewegt werden dürfen, ganz ohne zusätzliche Ausbildung.

Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit

Aber fährt sich so ein Ungetüm auch gut, egal ob man routinierter Motorradfahrer oder umgestiegener Auto-Pilot ist? Zuerst wenden wir uns aber der Technik zu, damit wir alle am Stand der Dinge sind. Der SW ist das neueste Modell der Metropolis-Reihe und bringt zwei große Neuerungen.

Als typischer Metropolis handelt es sich dabei um einen recht großen Roller für die Stadt und Umgebung. Im Herzen liegt der 400 cm³ PowerMotion Einzylinder-Motor, der 35,6 PS bei 7250 Umdrehungen und 38,1 Nm Drehmoment bei 5750 U/min leistet.

Der Metropolis SW ist wahrlich kein kleiner Roller, vor allem die Länge von 2152 mm und der Radstand von 1500 mm sind beachtlich. Die Breite hält sich aber mit 775 mm (925 mm an den Rückspiegeln) in Grenzen, womit auch das Schlängeln in der Stadt noch einigermaßen möglich ist. Mit großen Dimensionen kommt aber auch oft ein großes Gewicht. Der Peugeot bringt es auf 280 kg fahrfertig.

Neuerungen beim Metropolis SW Modell

Was ist neu beim SW-Modell? Die erste Neuheit springt einem regelrecht entgegen. Beim Metropolis SW wurde der Stauraum durch den riesigen integrierten Kofferraum hinter dem Soziussitz erweitert. Sage und schreibe 54 l Stauraum kommen zu den 17 l unter der Sitzbank und dem 2 l Handschuhfach hinzu. Da der Raum unter der Sitzbank an den Raum des Koffers angeschlossen ist, können auch bis zu 90 cm lange Objekte transportiert werden. Insgesamt passen zwei Vollvisierhelme hinten in den Metropolis. Netter Nebeneffekt des üppigen Aufbaus ist auch, dass die Sozia nun eine angenehme und sehr breite Rückenlehne hat.

Die zweite große Neuheit des SW betrifft das Fahrwerk. Vorne federt weiterhin ein Federbein mit 120 mm Federweg, hinten wurde aber auf zwei voll einstellbare Gasdruckstoßdämpfer upgegradet. Per Handrad lassen sich so die Zug- und Druckstufe verändern, was das Handling bei schwerer Beladung deutlich verbessern kann.

Fahrverhalten im Detail

Apropos Fahrverhalten: Wie fährt sich so ein mächtiger Dreirad-Roller überhaupt? Die 13-Zoll Felgen an der Front sind zwar schön klein und würden ein agiles Handling ermöglichen, trotzdem ist der Metropolis SW kein spritziger Kurvenjäger. Das hohe Gewicht und die besondere Konstruktion an der Front brauchen etwas Kraft um in Schräglage zu kippen. Dort gibt sich der Metropolis aber äußerst stabil, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und zieht gediegen durch den Radius. Die zwei Räder vorne sorgen für bombigen Grip, über ehemals furchteinflößende Straßenbahnschienen fährt man mit unbeeindrucktem Grinsen einfach drüber. Es ist ein sehr befreites, zugängliches Fahren.

"Das hohe Gewicht und die massive Front des Metropolis spürt man als passionierter Zweiradfahrer schon, aber dennoch darf man dem Dreirad von Peugeot ein gutes, fehlerverzeihendes und einfaches Handling bescheinigen. Die Leistung des Motors ist natürlich nichts, das für Angst und Entsetzen sorgt, aber letztendlich reicht sie aus, um an der Ampel als Erster wegzukommen und auch der Weg ans Meer ist locker möglich. Für Menschen, die vom Auto umsteigen sicher eine Offenbarung.

Alltagstauglichkeit und Ausstattung

Extrem wichtig, vielleicht noch wichtiger als das perfekte Handling, ist bei solchen Rollern die Alltagstauglichkeit. In puncto Stauraum dürfte der Metropolis SW allen Bedürfnissen gerecht werden, aber auch sonst hat Peugeot nicht bei der Ausstattung gespart. Mit dem Keyless-System reicht es den Schlüssel eingesteckt zu haben, um loszufahren. Per I-Connect und Peugeot-App lässt sich das Smartphone mit dem Roller koppeln, wodurch Benachrichtigungen oder Navigations-Anweisungen im 5-Zoll-TFT-Dashboard des Metropolis angezeigt werden können. Im Display werden nicht nur die typischen Daten wie Geschwindigkeit, Drehzahl, Reichweite, Tageskilometerzähler und mehr angezeigt, auch ein Reifendruckkontrollsystem ist an Bord und gibt bei zu wenig Luftdruck Bescheid. Zum Laden etwaiger elektronischer Geräte gibt es auch einen 12V- und einen USB-Anschluss.

Nimmt man am Metropolis SW Platz fällt aber nicht der technische Schnick-Schnack als erstes auf, sondern die gemütliche Sitzposition. Die sehr breite und weiche Bank schmeichelt dem Popo, bei einer Sitzhöhe von 780 mm findet man auch guten Stand um das doch recht hohe Gewicht ausbalancieren zu können. Dabei ist das eigentlich gar nicht notwendig.

Ein zentrales Feature des Metropolis ist die Arretierung der Kippmechanik der Vorderräder. Per Schalter am Lenker wird das Anti-Tilting-System aktiviert und der Metropolis steht stocksteif wie ein Soldat in Habtacht-Stellung da. So muss man bei der Ampel nicht einmal mehr die Füße in Richtung Boden bewegen. Einfach beim Hinrollen den Schalter aktivieren und wie ein echter Monsieur lässig oben sitzen bleiben.

Dritter wichtiger Punkt der Alltagstauglichkeit ist die Reichweite. Mit dem Topspeed von 135 km/h sind auch weitere Reisen und Autobahnetappen eine Option, da möchte man nicht alle 150 km tanken müssen. Der Metropolis SW verbraucht 3,9 l/100km, was ihm mit seinem 13 Liter Tank ein ungefähre Reichweite von guten 300 Kilometern beschert.

Der Peugeot Metropolis SW ist ein äußerst edler Roller. Die Verarbeitung fühlt sich gut und hochwertig an, mehr Ausstattung kann man sich fast nicht wünschen und auch in Fahrt macht er eine gute Figur. "Sehr gut gefallen haben mir persönlich die edle Anmutung, die großartige Verarbeitung, die erfreuliche Frontstabilität auf schlechten Straßenbelägen und die Tatsache, dass sie diesen Luxusroller nicht irgendwo in Asien produzieren, sondern in Frankreich.

Falls ihr euch nun in den Metropolis verliebt habt, dann ist jetzt auch eine gute Zeit zuzuschlagen. Peugeot bietet mit der 50% Formel eine zinslose Finanzierungsmöglichkeit an, bei der die Kaufsumme auf zwei Raten aufgeteilt werden kann.

Der Metropolis SW ist ein großer, gediegener Roller für die Stadt und Umgebung. Aufgrund seiner Ausmaße ist er nicht optimal für das enge Getümmel der städtischen Rush Hour, dafür hat er genug Power und Ausstattung, um auch längere Touren und sogar Urlaubsreisen souverän zu bewältigen. Mit dem riesigen Stauraum ist der SW echt ein praktisches Alltagsgerät. Mit dem schier unendlichen Grip der zwei Vorderräder muss man sich auch bei rutschigen Untergründen keine Sorgen machen.

Piaggio MP3 530 Exclusive: Fahrbericht

Piaggio schickt die nächste Generation des Dreiradrollers MP3 auf die Straße. Das Topmodell kommt mit Rückfahrkamera, Spurwechselassistent und Totwinkelwarner!

Drei Räder statt nur zwei - das vermittelt viel Sicherheit, wenn man auf einen Motorroller steigt. Die Fahrstabilität ist deutlich höher, das Umfallrisiko damit geringer. Und bei Regen packt einen fast der Übermut, so unbekümmert pflügt die Doppelachse vorn durch Pfützen und nass glänzende Kurven.

Das schafft Vertrauen. Und Begehrlichkeit: In Deutschland flitzten im ersten Halbjahr 2022 fünf Dreiradroller in die Top 23 der meistverkauften Motorroller. Marktführer Piaggio ist mit allen drei MP3-Modellen im Ranking vertreten und bringt es zusammen auf 785 Exemplare.

Yamaha mit dem Tricity 300 (430 Stück) und Peugeot mit dem Metropolis 400 (347) folgen mit deutlichem Abstand. In Paris, Schauplatz der Fahrpremiere des neuen MP3, ist der drollige Italiener allgegenwärtig. Gefühlt pest hier jeder zweite Großroller auf drei Rädern durch den Verkehr. Hinterm Lenker hocken Anzugträger und Hipster.

Dreirad fahren? Hier ganz normal, bei uns in Deutschland immer noch ein Makel in der Bikerwelt - aber nicht bei Autofahrern. Die gehören zum bevorzugten Klientel von Piaggio. Der simple Grund: Sie können einfach umsteigen. Einen Motorradführerschein brauchen sie nicht für die Dreiradroller.

Topmodell mit Assistenzsystemen

Und ab sofort müssen Autofahrer nicht mal mehr groß umdenken, wenn sie aufs Dreirad wechseln. Das neue Piaggio-Topmodell MP3 530 Exclusive kommt mit Komfort- und Sicherheitssystemen, die aus der Automobilwelt bekannt sind: Rückfahrkamera, Totwinkelwarner, Spurwechselassistent.

Rauscht von hinten einer mit hohem Tempo heran oder cruisen andere Verkehrsteilnehmer im toten Winkel der Rückspiegel, schlägt das "Advanced Rider Assistance System" - kurz ARAS - Alarm.

Im Zentraldisplay leuchtet dann plakativ ein orangefarbenes Dreieck am rechten oder linken Monitorrand auf, je nachdem, wo die Gefahr lauert. Das klappt erstaunlich gut. Und nervt kein bisschen, anders als das irre Blinken oder Piepen vieler Autos.

Hinzu kommen wie bei den neu aufgelegten kleinen Brüdern MP3 400 und 400 Sport (jeweils 35 PS) eine abschaltbare Traktionskontrolle (ASR) und ein 3-Kanal-ABS, das über die beiden Handbremshebel sowie übers Fußbremspedal wirkt. Rechnet man den Vorteil durch die beiden Vorderräder mit ein, gilt: Mehr Sicherheit bietet derzeit kein anderer Roller - und auch kein Motorrad!

145 km/h bzw. 135 km/h Spitze stehen im Datenblatt der neuen MP3-Flitzer. Verbrauch: 4,0 bzw. 3,8 l/100 km. Auf der Testfahrt durchs Pariser Umland kam das ziemlich gut hin. Wirklich überrascht hat die angenehme Laufruhe. Nervige Vibrationen und Nebengeräusche hat Piaggio seinem Dreiradroller nahezu ausgetrieben - eine Seltenheit in diesem Segment.

"Sport", "Comfort", "Eco": So heißen die drei Fahrmodi des MP3. Der Sound ist sonor: 90 dB(A).

Technische Daten und Preis: Piaggio MP3 530 Exclusive

  • Motor: Einzylinder, 4 Ventile
  • Hubraum: 530 cm3
  • Leistung: 32 kW (44 PS) bei 7250/min
  • Max. Drehmoment: 50 Nm bei 5250/min
  • Spitze: 145 km/h
  • Reifen v./h.: 110/70-13 / 140/70-14
  • Sitzhöhe: 790 mm
  • Gewicht: 280 kg
  • Tankinhalt: 13,7 l
  • Preis: ab 13.299 Euro

Avvenire Tectus Mobility Scooter AWD

Aus Kanada kommt dieses unkonventionelle, innovative Fahrzeug-Konzept: der Avvenire Tectus, ein Kabinen-Roller mit variablem Kofferraum - und 3 elektrisch angetriebenen Rädern.

Als Neuheit für 2024 stellte das nordamerikanische Unternehmen im Februar den Tectus Mobility Scooter AWD vor. Dabei handelt es sich um einen Elektroroller mit 3 Rädern und geschlossener Kabine. Zum ganzjährig, bei nahezu jedem Wetter nutzbaren Transportmittel wird der Avvenire Tectus nicht nur durch den zwar schmalen, aber prinzipiell Pkw-ähnlichen Karosserie-Aufbau mitsamt Windschutzscheibe und Scheibenwischer. Zudem machen 3 statt 2 Räder das Fahrverhalten einfacher zu beherrschen und somit sicherer. Jedenfalls gilt das für Personen ohne Zweirad-Erfahrung. Sogar für Offroad-Einsatz, zumindest für leichtes Gelände, soll der Tectus geeignet sein. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Praxis-Vorteil und zugleich starkes Verkaufsargument: keine Helmpflicht.

Antrieb und Reichweite

Als Antrieb für den Avvenire Tectus kommen offenbar 2 Elektro-Motoren zum Einsatz: einer als Heckantrieb für die beiden Hinterräder und einer als Frontantrieb, als Radnabenmotor im Vorderrad. Als Gesamtleistung für die erste Version des Tectus nennt Avvenire bescheidene 2 kW, entsprechend 2,7 PS. Damit beschleunigt der Tectus auf höchstens 20 mph, entsprechend 32 km/h. In Kanada und in einigen anderen Ländern darf er somit ohne Führerschein, ohne Kennzeichen und ohne Versicherung genutzt werden. Wachsende Zielgruppe, und darauf verweist Avvenire explizit: Senioren.

Die bis zu 6 kWh Akku-Kapazität an Bord des Avvenire Tectus sollen - bei bescheidener Dynamik - immerhin für bis zu rund 100 Meilen oder 160 Kilometer reichen. Wobei es bei diesem Konzept nicht um lange Etappen, sondern eher um seltenes Laden geht - obwohl das Aufladen der Lithium-Akku-Zellen angeblich nur circa 2 Stunden dauert und optional sogar induktiv, also kabellos erfolgen könne. Kaum überraschend: Einen Rückwärtsgang hat der Tectus ebenfalls.

Ausstattung und Funktionen

Als wäre das alles nicht schon komfortabel, nutzerfreundlich und innovativ genug, soll der Avvenire Tectus mit einigen weiteren Ausstattungen und "Features" beeindrucken: Heizung und Klimaanlage inklusive Luftfilter, Becherhalter für heiße und kalte Getränke, Audio-System, Heck-Sensoren mit Kamera, GPS-Tracking, Reifenluftdruck-Anzeigen, Schließsystem mit Fingerabdruck-Scan, kabellose Smartphone-Connectivity und sogar Solarzellen fürs Dach zur eigenen Stromerzeugung.

Avvenire Tectus - Preise 2024

Noch im Laufe des Jahres 2024 sollen Serienfertigung und Auslieferung des Avvenire Tectus beginnen. Vorbestellungen mit 100 US-Dollar Anzahlung nimmt Avvenire bereits an. 6.995 US-Dollar (umgerechnet circa 6.500 Euro) soll die Ausführung Tectus Deluxe kosten, 8.999 US-Dollar (umgerechnet circa 8.300 Euro) die voll ausgestattete Top-Variante Tectus Ultimate. In Anbetracht der geringen Leistung und Höchstgeschwindigkeit des Tectus, zumindest der ersten Version, sind mittelfristig stärkere Ableger dieses Konzepts zu erwarten.

Vergleich: Piaggio MP3 530 hpe Exclusive vs. Kymco CV3

Noch bevor man sich die technischen Daten von Piaggio MP3 und Kymco CV3 studiert, stechen die stark unterschiedlichen Designs ins Auge. Der Piaggio MP3 ist das Original, der Urvater der Dreiradroller und hat sich über die vielen Jahre tendenziell nur leicht optisch verändert. Sein Auftritt ist runder, weicher, gediegener. Aber er wirkt im direkten Vergleich auch etwas pummeliger, ausladender. Der Kymco hingegen markiert den Sportler unter den Dreiradrollern: kantig, maskulin, breitschultrig. In ihrem Look sind beide überhaupt nicht vergleichbar. Daher denken wir, dass die meisten Käufer vermutlich vorab eine klare optische Tendenz zum einen oder anderen haben. Denn viel Unterschiedlicher könnten beide nicht auftreten.

Motor und Fahrwerk

Neben der diametralen Optik setzen beide Dreiradroller auch auf gänzlich unterschiedliche Motorenkonzepte. Im Piaggio MP3 kommt ein klassischer Einzylinder mit 530 Kubik Hubraum zum Einsatz mit 44 PS und 50 Nm Drehmoment. Der Kymco CV3 setzt hier auf einen Reihenzweizylinder mit 550 Kubik Hubraum und drückt 51 PS und 50 Nm auf das Hinterrad.

Der drehfreudige Reihenzweizylinder mit Hubzapfenversatz im Kymco schiebt kräftiger an und läuft dabei ruhiger. Der große Einzylinder im Piaggio ist vor allem im Stand deutlich vibrationsstärker und läuft auch im Betrieb spürbar rauer als der samtige Zweizylinder im CV3. Der Leistungsunterschied ist spürbar, muss aber für den Großteil der Käufer nicht entscheidend sein, da beide einen guten Antritt haben und ausreichend Power, um in jeder Dreirad-Lebenslage stramm nach vorne zu pressen.

Praktikabilität und Ausstattung

In Sachen Praktikabilität, sprich Stauraum um Alltagsnutzen, ist der Piaggio MP3 aber klar voran. Zum einen hat er unter der Sitzbank ein wirklich großes, durchgängiges Fach, wo man zwei Helme oder einen richtig großen Einkauf unterbringen kann. Dann ist der Durchstieg beim Piaggio deutlich niedriger und somit für kleingewachsene Personen viel leichter zum Auf- und Absitzen. Zusätzlich bietet der Piaggio MP3 noch ein praktisches Handschuhfach, welches man beim Kymco CV3 vermisst.

In Sachen Ausstattung nehmen sie sich ebenfalls nicht viel, doch der Piaggio MP3 kann sich knapp durchsetzen. Warum: Nun, er bietet das größere und noch bessere Display, besitzt einen Rückwärtsgang und sogar eine Rückfahrkamera. Natürlich könnte man auch einfach nur den Kopfdrehen, wie auf jedem anderen Zweirad auch, aber hier haben wir eben Dreiräder, die vor allem Autofahrer ansprechen sollen, da beide Modelle mit einem Pkw-Führerschein gefahren werden dürfen und somit kein Motorradführerschein zwingend notwendig ist. Griffheizung und Reifendruckkontrollsystem sind beim Kymco serienmäßig dabei, ebenso der Tempomat. Dafür gibt es beim Piaggio MP3 optional (gegen Aufpreis) sogar eine Sitzheizung.

Verarbeitung und Fazit

Beide Dreiradroller spielen in der Roller-Oberklasse in Sachen Performance, Ausstattung und auch Preis. Daher muss die Verarbeitung sitzen. Und hier waren wir doch etwas überrascht, dass Kymco in Sachen Verarbeitung und Materialanmutung einen Hauch besser abschneidet als der Piaggio MP3.

Im direkten Vergleich ist der Piaggio MP3 530 HPE Exclusive der praktischere Roller, weil er für den Alltag mehr nützliche Features bietet. Der Kymco CV3 ist in Sachen Sportlichkeit dem Piaggio MP3 jedoch überlegen und in der Verarbeitung auch einen Hauch vorne.

E-Kabinenroller und Elektro Kleintransporter

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von E-Kabinenrollern und Elektro Kleintransportern auf dem Markt, die eine umweltfreundliche und praktische Alternative für den Stadtverkehr darstellen.

Beliebte Modelle und Marken

  • Stormborn Y8 / X8: Preis-Leistungssieger mit guter Ausstattung und Kundenservice.
  • Madat MQ4: Teurer, aber bietet eine gute Alternative.
  • Geco Cargo: Testsieger in der Kategorie Elektro Kleintransporter mit hoher Leistung und Reichweite.
  • Madat Volta: Einzelkabine im Retro Design.
  • Geco Cargo XP: Kleiner Transporter mit guter Ausstattung.

Rechtliche Aspekte und Förderung

E Kabinenroller zählen zur Fahrzeugklasse L6e und dürfen mit einem Führerschein der Klasse AM gefahren werden (bis zu 50 ccm und max. 45 km/h Höchstgeschwindigkeit). Für Modelle bis 80 km/h ist ein anderer Führerschein erforderlich. Die Fahrzeuge benötigen eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und eine KFZ Haftpflichtversicherung.

Vorteile von E Kabinenrollern

  • Umweltfreundlich: Reduzierte Emissionen im Vergleich zu Verbrennungsmotoren.
  • Praktisch: Kompakte Bauweise erleichtert die Parkplatzsuche.
  • Komfortabel: Geschlossene Kabine schützt vor Wettereinflüssen.
  • Sicher: Tiefer Schwerpunkt und Scheibenbremsen sorgen für eine gute Straßenlage und kurze Bremswege.

Der E Kabinenroller ist nicht nur eine echte Alternative für gehbehinderte oder ältere Menschen. Auch junge Leute, die mobil sein wollen, können damit durchstarten. Für die Dreiradroller in der 45 Stundenkilometer-Version beträgt das Mindestalter 16 Jahre.

Kinderroller mit 3 Rädern im Test

Kinderroller mit drei Rädern sind eine beliebte Wahl für junge Kinder, da sie mehr Stabilität und Sicherheit bieten als traditionelle zweirädrige Roller.

Beliebte Modelle und Eigenschaften

Hier ist eine Übersicht einiger beliebter Kinderroller mit 3 Rädern und ihrer Eigenschaften:

Modell Altersempfehlung Belastbarkeit Besondere Merkmale
Besrey Kinderroller 2-8 Jahre 50 kg Höhenverstellbar, LED-Räder
Bremtoy Kinderroller Nicht angegeben 50 kg Rutschfeste Trittfläche, zusammenklappbar
XJD Kinderroller Nicht angegeben 50 kg Arretierbarer Lenker, Hinterradbremse
Yoleo Kinderroller 3-12 Jahre Nicht angegeben Höhenverstellbar, LED-Räder, Hinterradbremse
LOL-FUN Kinder Roller Scooter Ab 3 Jahren Nicht angegeben Leuchtende Räder, rutschfestes Board

Die Auswahl des richtigen Kinderrollers hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Kindes ab. Wichtige Faktoren sind das Alter, die Körpergröße, das Gewicht und die gewünschten Funktionen wie LED-Räder oder Höhenverstellbarkeit.

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