DT Swiss Carbon Laufräder im Test: Der ultimative Performance-Vergleich

Carbon- und Aerolaufräder sind der Upgrade-Traum vieler Rennradfahrer. Doch was bleibt nach Abzug der Marketingversprechen übrig? Tiefe Carbonlaufräder am neuen Rennrad sorgen dank perfekter Felgen- und Reifenkombination für mehr Geschwindigkeit. Kaum ein anderes Update verspricht so viel wie ein Satz begehrter Laufräder, doch auch keine anderen Komponenten kosten so viel. Welcher Laufradsatz ist also der richtige und wie groß sind die Unterschiede? Ist teuer auch immer besser?

Im Laufrad-Test sind alle großen und wichtigen Hersteller vertreten, von Carbon-Pionieren wie Lightweight über absolute Klassiker wie Mavic und DT Swiss bis hin zu etablierten Hausmarken der großen Bike-Hersteller und den neuesten Playern in der Laufradwelt. Treu dem GRAN FONDO Motto haben wir die begehrtesten und vielversprechendsten sowie Mythen-umrankte Laufräder am Start. Das heißt, wir vereinen die begehrtesten und bekanntesten Laufräder mit Performance-Anspruch.

Testkriterien und -bedingungen

Wir testen Laufräder im „Allround”-Segment, heißt: Räder mit Aero-Anspruch, aber ohne das Gewicht zu vernachlässigen. In diesen Bereich fallen Laufräder, die sowohl auf schnellen, flachen Strecken als auch in den Bergen die richtige Wahl sind. Also keine 80-mm-Carbon-Bomber oder extreme Kletter-Spezialisten. Weil alle getesteten Wheels für moderne Reifen, ob tubeless oder nicht, geeignet sein sollen, achten wir auf modern gewählte Felgenbreiten und Maulweiten.

Ebenfalls zur Felge gesellt sich das aktuell heiß diskutierte Hookless-Thema. In unserem Testfeld sind hakenlose sowie klassisch behakte Modelle vertreten. Um die Unterschiede im Handling und Fahrgefühl bestimmen zu können, haben wir unter einer Vielzahl an Bedingungen getestet, waren in Südschweden auf der Suche nach den windigsten Crosswind-Passagen, haben in der Provence den Mont Ventoux erklommen und um unser Office herum den heimischen Schwarzwald unsicher gemacht.

Im Back-to-back-Testing haben wir innerhalb kurzer Zeit alle Laufräder mit gleicher Bereifung, auf gleicher Strecke und mit vergleichbaren Wetterbedingungen getestet. Dabei waren alle Laufräder mit Contis GP5000 S TR in 28C und tubeless ausgestattet. Der Reifendruck im Test lag bei 5 bar.

Compliance und Steifigkeit

Die Compliance der Räder entscheidet viel über den tatsächlichen Einsatzbereich. Ja, Steifigkeit ist nicht gleich Compliance. Ein steifes Laufrad bedeutet vor allem ein reaktives und agiles Rad, das auf Lenkimpulse und Antritte flink reagiert und den Input direkt umsetzt. Eine Kombination aus Compliance und Steifigkeit, die aber auch stark von individuellen Präferenzen abhängt. Denn je steifer ein Rad, desto präziser, aber eben auch unverzeihender fährt sich das Bike.

Aerodynamik und Windkanaltests

Allround soll auch klettern können, daher wurde jedes Laufrad ausgiebig am Berg getestet. Wir waren mit den Laufrädern in Deutschlands neuestem radsport-spezifischen Windkanal, THE AEROW aus Bad Wörishofen, und die Spezialisten von HYCYS standen uns für den Test zur Seite. Getestet wurden dabei alle Laufräder im Bike bei 45 km/h Windgeschwindigkeit und mit angetriebenen Rädern. Ein aktuelles Canyon Ultimate CFR dient uns als Benchmark für moderne Racebikes.

Alle Laufräder wurden mit Continental GP 5000 S TR Reifen in 28 mm Breite und Schläuchen für einen schnelleren Umbau getestet. Doch wie steht es um die Daten aus dem Windkanal? Hier zeigt sich, wie schnell die Räder wirklich sind und ob die hochlobenden Marketing-Versprechen der Realität entsprechen.

Erstens: Der Wert der aerodynamischen Belastung, hier angegeben mit Cx*A (aus dem Englischen als CdA-Wert bekannt), gibt an, wie viel Luftwiderstand ein Objekt hat. In unserem Fall bezieht sich dieser Wert auf das Gesamtsystem Fahrrad. Da das Canyon Ultimate CFR, in dem die Laufräder verbaut werden, jedes Mal dasselbe ist, vergleichen wir lediglich die Unterschiede zwischen den Laufrädern.

Zweitens: Die im Radsport beliebte Kennzahl Watt. Beide Werte stellen über die gemessenen Gierwinkel gemittelt eine Vergleichbarkeit zwischen den Laufrädern dar. Außerdem ist der Gierwinkel, aus dem Englischen als Yaw Angle bekannter Anströmwinkel, relevant. Dieser bezeichnet den Winkel, aus dem der Luftstrom auf das zu messende Objekt trifft, in unserem Fall das Bike mit den Testlaufrädern.

Für unseren Test messen wir zwischen +/- 20°, mit Messpunkten alle 2,5°. Dadurch ergibt sich ein Verlauf der Aero-Leistung über die gemessenen Winkel hinweg.

Ergebnisse und Erkenntnisse

Zugegeben, vor dem Test hätten wir nicht gedacht, so große Unterschiede zwischen den Laufrädern zu finden. Doch schon während der ersten Meter stellte sich heraus, es gibt zwar Ähnlichkeiten, doch kein Laufrad gleicht dem anderen. Und so zeigen sich auch im Fahrtest unterschiedlichste Charaktere. So kristallisieren sich beispielsweise die sehr leichten Lightweight Obermayer EVO als absolute Kletter-Freunde heraus. Dank der extrem steifen und leichten Bauweise machen die Räder besonders am Berg absolut Spaß. Oder das DT Swiss ERC 1100, ein unglaublich ausgeglichenes Laufrad ohne Zicken oder unerwartetem Verhalten. In jeder Situation machen die Räder exakt was man will und braucht.

Schon mal vorweg: Alle Laufräder im Test funktionieren hinsichtlich der Aerodynamik. Zum Vergleich hatten wir ein Einsteiger-Alu-Laufrad im Windkanal, und im Schnitt lagen die Performance-Laufräder über 12 Watt weiter vorn. Doch auch unter den Laufrädern gibt es klare Unterschiede. Räder mit geringer Felgentiefe wie Mavic und Lightweight schneiden tendenziell am schlechtesten ab. Laufräder mit gemischten Tiefen liegen knapp darüber. Eine weitere Überraschung ist die sehr gute Performance der Bontrager Aeolus RSL 51 TLR. Der Laufrad-Testsieger Syncros Capital SL Aero kann auf ganzer Linie überzeugen.

Nach all dem Sichten von Daten und dem Besprechen von Testeindrücken haben sich einige Erkenntnisse besonders herauskristallisiert. Carbonspeichen machen ein steifes Laufrad, was wiederum ein reaktives und agiles Rad bedeutet, meist geht das aber auf Kosten der Compliance. Für Racing und das letzte bisschen Performance zwar die richtige Wahl, doch für die entspannte Wochenendtour etwas zu hart.

Ja, den Segeleffekt, den gibt’s auch im Radsport, und dieser macht richtig was aus. Kurz gesagt gilt: je tiefer die Felge und je mehr Fläche durch breite Speichen, desto mehr Angriffsfläche für den Wind. Breitere Reifen bieten dank geringerem Druck mehr Grip und Compliance, das schont auf der großen Fahrt und macht einfach mehr Spaß.

Gravel Laufradtest: DT Swiss und andere im Vergleich

Neben den Rennrad-Laufrädern haben wir auch Gravel-Laufräder getestet, um den Trend zu schnellen, aerodynamischen Hochprofil-Laufrädern abzubilden. Wir haben zehn verschiedene Laufradsätze im Labor und in der Praxis untersucht. Im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee prüften wir den Luftwiderstand der zehn Gravel-Laufräder, genauer: die benötigte Leistung bei 35 km/h.

Windkanalmessungen und Ergebnisse

Bei einer alleinigen Betrachtung der beiden Laufräder macht das Vorderrad rund 80 Prozent des gesamten Luftwiderstands aus, das Hinterrad dagegen nur 20 Prozent, da es sich im Windschatten des Sitzrohres dreht. So ist es für aussagekräftige Ergebnisse ausreichend, nur die Vorderräder im Windkanal zu messen - dies entspricht auch den üblichen Testverfahren. Alle Messungen wurden mit einer Windgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde durchgeführt.

Während der Messungen dreht sich der Prüfstand von plus nach minus 20 Grad - damit fließen auch Seitenwindverhältnisse, wie sie in der Realität vorkommen, in das Gesamtergebnis ein. Für unsere zehn Testlaufräder ergaben sich bei 35 km/h gewichtete Leistungen von 15,6 bis 19,4 Watt. Niedrige Werte sind besser, da weniger Leistung benötigt wird, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielten die 40 Millimeter hohen Leeze CC40 Allroad Evo Waso mit 15,6 Watt. Es folgen, knapp dahinter, mit jeweils 16,3 Watt gewichteter Leistung, die Laufradsätze von DT Swiss und Swiss Side - beide sind 42 Millimeter hoch.

Seitenwindempfindlichkeit

Je höher die Felgen sind, desto „empfindlicher“ sind sie auch für Seitenwind. Dieser Effekt ist messbar. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielten die Modelle von DT Swiss und SwissSide - mit je 42 Millimetern Felgenhöhe sind sie die höchsten Modelle im Test. Sie stehen damit stellvertretend für einen Trend im Gravel-Race-Sektor zu höheren und damit aerodynamisch günstigeren Laufrädern.

Weitere wichtige Parameter

Auch für Gravel-Bikes gilt: Ab einer Geschwindigkeit von rund 15 Kilometern pro Stunde ist der Luftwiderstand der größte Fahrwiderstand, gefolgt vom Rollwiderstand der Reifen. Beinhaltet eine Tour viele Höhenmeter, so gewinnt auch das Gewicht an Bedeutung. Weiter nehmen die Laufräder beim Beschleunigen eine Sonderstellung ein, da sie zwei Mal beschleunigt werden müssen: Erstens in die Vorwärtsbewegung des Systems aus Rennrad und Fahrer. Zweitens als Beschleunigung bei der Drehbewegung des Laufrades selbst. Auch gerade deshalb sind Laufräder besonders effektive „Tuningobjekte“.

Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Seitensteifigkeit der Laufräder. Gute Werte liegen zwischen 30 und 35 Newton pro Millimeter, sehr gute darüber. Insbesondere für schwere Fahrer und Bikepacker ist sie von größter Wichtigkeit.

Auch das maximal zugelassene Gewicht ist für schwere Fahrer und Bikepacker ein zentraler Punkt. Die Mavic-Allroad-SL-Laufräder liefern mit einem maximal zulässigen Systemgewicht von 135 Kilogramm den höchsten Wert im Test.

Fazit des Gravel Laufradtests

Wer anspruchsvolle und schnelle Gravel-Rennen fährt, für den sind sicher die Ergebnisse aus dem Windkanal entscheidend. Die anderen Testkandidaten mit ihren flachen beziehungsweise mittelhohen Felgen sehen wir aber keinesfalls als Verlierer an. Sie punkten dafür bei anderen wichtigen Parametern, wie etwa beim Gewicht, bei der Robustheit oder dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Dauertest: Carbon-Laufräder im Praxiseinsatz

Leichte Carbon-Laufräder machen schnelle Rennräder noch schneller, kosten aber auch eine Menge Geld. Lohnt sich die Investition? Wir haben sechs Modelle mit teils deutlich unter 1500 Gramm Set-Gewicht getestet - im Labor und auf der Straße.

Hunt Sub 50 Limitless UD Carbon Spoke

Die Beschleunigung ist mega, die Räder rollen leicht, halten spielerisch hohes Tempo, und auch bei High Speed bergab fühle ich mich jederzeit sicher. Das Gewicht von nur 1356 Gramm ist mit Blick auf die Felgendimensionen umso bemerkenswerter: satte 34,5 Millimeter Außenweite am Vorderrad, 30 Millimeter hinten und 23 Millimeter Maulweite an beiden. Dass die Laufräder dennoch so leicht sind, ist auf die Carbon-Speichen zurückzuführen.

Fulcrum Sharq

Mit satten 25 Millimetern Maulweite richten sich die brandneuen Fulcrum Sharq-Laufräder an Fans üppiger Bereifung: Mindestens 30 mm breite Schlappen sollte man hier montieren, was das Jubiläumsmodell (20 Jahre Fulcrum) für Endurance-, Allroad- oder gar Gravel-Einsätze prädestiniert. 1462 Gramm Set-Gewicht sind angesichts der Felgendimensionen leicht, die Seitensteifigkeit ist sehr hoch. Die Sharqs beschleunigen willig, einen Raketenstart sollte man jedoch nicht erwarten. Nervosität bei Seitenwind ist den Laufrädern fremd, der Geradeauslauf ist ausgeprägt, die Lenkung vorhersehbar - das Sicherheitsgefühl entsprechend hoch.

Black Inc 28/33

Die Testfahrten mit dem 28/33 von Factor-Eigenmarke Black Inc waren früh beendet mit dem Bruch einer Carbon-Speiche am Hinterrad nach nur 920 Kilometern. Schade, denn bis dahin konnten die 28/33 durchaus überzeugen: Mit flachen Felgen und Carbon-Speichen ist der Laufradsatz leicht und steif zugleich. Entsprechend spritzig gerät der Antritt, das Handling ist agil, und auch bei hohem Tempo und Seitenwind kommt nie Unruhe auf.

Scope Cycling Artech 4

Scope überzeugte schon in mehreren ROADBIKE-Tests mit technisch gut gemachten, fair kalkulierten Laufrädern. Mit den Artech-Modellen schlägt die innovative Marke nun ein neues Kapitel auf: technisch, aber auch preislich. Erstmals verbauen die Niederländer hier Carbon-Speichen, ein auffälliges Schuppenprofil sowie 3D-gedruckte Naben. Ergebnis: begeisternd leichte Laufräder mit nur 1124 Gramm Set-Gewicht. Und das bei 45 Millimeter hohen, innen 23 und außen 31 Millimeter breiten Felgen!

DT Swiss ARC 1100 Dicut 38

Aero, aber leicht - so kann man die Philosophie der neuen, erneut zusammen mit Swiss Side entwickelten Aero-Laufräder ARC 1100 Dicut 38 von DT Swiss mit 38-Millimeter-Felge beschreiben. Mit 1324 Gramm für den Laufradsatz inklusive Felgenband unterbietet der ARC 38 deutlich die Gewichte der anderen ARC-Modelle. Dass die niedrigste Aero-Felge von DT dennoch "segelt", spürt man deutlich: Fahrt- und Seitenwind heften sich an und tragen zum Vortrieb bei. Aufbau und Steifigkeiten sind wie von DT Swiss gewohnt über jeden Zweifel erhaben.

Newmen Streem Allround Vonoa

Sehr viel Lob von gleich mehreren Testfahrern ernteten die unlängst komplett überarbeiteten Newmen Streem Vonoa-Laufräder. 15 bzw. 18 Carbon-Speichen drücken das Set-Gewicht auf attraktive 1305 Gramm - erfreulicherweise nicht zu Lasten der Steifigkeit. Im Gegenteil. Erfreuliche Folgen: sehr spritziger Antritt, tolle Kraftübertragung, hohe Lenkpräzision - und jede Menge Fahrspaß! Dank 24 Millimetern Maulweite bauen die Reifen breit und dämpfen gut.

DT Swiss ERC 1100 DiCUT Laufradsatz im Test

Der DT Swiss ERC 1100 DICUT® Laufradsatz verspricht eine neue Benchmark für Endurance Laufräder zu setzen. Die zu optimierenden Eckpfeiler dahinter bilden Luftwiderstand, Handling und Effizienz. Um dies zu realisieren, hat man sich durch die Kooperation mit SWISS SIDE die Top-Adresse für Aerodynamik (mit Formel 1-Erfahrung) mit ins Boot geholt.

Die Zutaten zum neuen disc only Topmodell der Endurance Reihe lesen sich wie folgt: 1530 g (*1510 g selbst gemessen), 47 mm Profilhöhe, 27 mm Außenbreite und 19 mm Maulweite. Verfeinert wird das Ganze mit Keramiklagern, dem bewährten Ratchet System aus Zahnscheiben mit 36 Zähnen und dem DT Swiss eigenen RWS Achssystem mit 12 mm Achsen an beiden Enden. Abgerundet wird das Ganze schließlich mit der Möglichkeit, ab Werk tubeless zu fahren.

Ob auf den holprigen Straßen La Palmas, bei windigen Touren in Holland oder beim Angriff auf hiesige KOMs, der ERC 1100 DICUT® macht bei allem eine gute Figur. Wer also auf der Suche nach einem treuen Begleiter für jede Situation ist, der wird vom ERC 1100 DICUT® nicht enttäuscht sein.

DT Swiss ARC 1100 DICUT DB 55 im Detail

Breiter, tiefer und moderner präsentiert sich die dritte Generation der DT Swiss ARC 1100 DICUT. Mit 22 mm Maulweite bleibt DT Swiss vergleichsweise konservativ. Die neuen ARC-Felgen sind aber nicht nur breiter, sondern auch tiefer geworden: 55 statt 50 mm, 65 statt 62 mm und 85 statt 80 mm.

Ein zentrales Element des neuen Konzepts ist das Wheel Tire System (WTS) - also die Kombination aus Felge und Reifen, die für 100-€-Aufpreis vormontiert kommt. Montiert ist ein Continental AERO 111-Vorderreifen in 29 mm Breite und ein GP5000 S TR in 30 mm Breite am Hinterrad. Ein weiteres Aero-Upgrade versteckt sich in der Speichenzahl: 20 statt 24 der DT Aerolite-Speichen vorne sollen nicht nur Gewicht sparen, sondern laut DT Swiss auch den Luftwiderstand reduzieren.

Im ersten Test zeigt sich: Der Antritt ist spürbar effizient, aber nicht explosiv. Die hohe Steifigkeit sorgt für kräftigen Vortrieb, besonders im Wiegetritt oder bei Zwischensprints und vermitteln nach wie vor das von DT Swiss gewohnte Fahrgefühl. Bei konstantem Seitenwind stellen sich die Laufräder regelrecht in den Wind - der Segeleffekt ist deutlich ausgeprägt. Das Handling ist präzise, fast sportlich direkt - Flex sucht man hier vergeblich.

BIKE Laufradtest: DT Swiss XRC 1200 Spline

Um der Qualität eines Laufrades in unserer Testserie hier auf den Grund zu gehen, setzt BIKE auf umfangreiche Labortests. Ob das Zusammenspiel der gewonnenen Daten passt und damit das Fahrgefühl, zeigt unser Popometer im Praxistest.

DT Swiss XRC 1200 Spline im Test

Das Cross-Country-Aushängeschild von DT Swiss hat erst Mitte dieses Jahres ein umfassendes Update bekommen und zählt mit 2499 Euro zu den teuersten Laufrädern in unserem Laufradtest. Gemessen daran liegen Gewicht und Trägheit relativ hoch, bzw. gibt es mittlerweile noch durchaus leichtere Kandidaten auf dem Markt. Beim zuverlässigen Zahnscheibenfreilauf und der herausragenden Stabilität der asymmetrischen Felge erzielen die XRC 1200 dafür absolute Spitzenwerte.

Die Seitensteifigkeit der Laufräder fällt hoch aus. Lediglich die Roval Control SL und das Referenz-Alu-Laufrad liegen noch darüber. Im Blindtest wurden die Laufräder zwar als sehr direkt und präzise, aber wenig komfortabel empfunden. Erst bei Schlaghöhe 22, was einer Energie von 68 Joule entspricht, geht die DT-Felge kaputt. Ein extrem guter Wert.

Technische Daten DT Swiss XRC 1200 Spline

Hier eine Zusammenfassung der technischen Daten des DT Swiss XRC 1200 Spline:

Merkmal Wert
Preis 2499 Euro pro Satz
Bremsaufnahmen Centerlock
Freilauf Shimano Microspline, Sram XD
Naben DT Swiss 180
Einsatzgebiet ASTM 3
Max. Systemgewicht 120 kg
Felgenweite innen/außen 30,0 / 35,5 mm
Gewicht v./h. 621 / 731 g (1352 g pro Satz)
Trägheit v./h. 421 / 429 kg x cm²
Steifigkeit v./h. Hoch

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