Ducati 750SS Umbau: Eine detaillierte Anleitung und wichtige Informationen

Die Ducati 750SS ist ein Motorrad, das vielen am Herzen liegt. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung für den Umbau und die Wartung dieses Modells. Dabei werden sowohl technische Aspekte als auch Modellbau-Details berücksichtigt.

Technische Daten und Drosselsatz

Für die Ducati 750SS ist ein Drosselsatz verfügbar, um die Leistung auf 35 kW zu reduzieren. Hier sind die technischen Daten:

  • Modell: Typ ZDM750SC
  • E-/EG-BE-Nr.: EBE (Einzelbetriebserlaubnis)
  • Beginn der Fahrgestell-Nr. (FIN/VIN): ZDM750SC…
  • Ausgangsleistung: 48 kW / 8000 Umin
  • Leistung nach Umbau: 35 kW

Hinweise zum Drosselsatz:

Drosselsätze sind Sonderbestellungen, da sie fahrzeugspezifisch auf Basis der Fahrgestellnummer/Fahrzeugidentnummer (FIN) ausgestellt werden und nur für dieses eine Fahrzeug gültig sind. Ein Umtausch oder eine Stornierung dieser Bestellung ist daher ausgeschlossen. Das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht findet keine Anwendung.

Ablauf:

  1. Drossel bestellen.
  2. Den Drosselsatz einbauen.
  3. Beim TÜV vorführen.
  4. Die Fahrzeugpapiere in der Zulassungsstelle berichtigen lassen.

Stimmen alle angegebenen Daten mit deinen Fahrzeugpapieren überein? Falls du dir unsicher bist, welchen Satz du auswählen musst, schreibe uns einfach kurz unter Kontakt an!

Umbau des Getriebes

Der Umbau des Getriebes kann aufwendiger sein als erwartet. Das Getriebe mit seinen anderen Lagern und Getrieberadgrößen passt nicht ohne weiteres und einige Verstärkungen müssen leicht abgefräst werden. Das schwierigste Bauteil ist wohl der Passring, bedingt durch die verschiedenen Lagergrößen an der linken Seite der Kupplungsgetriebewelle. Die Größe des Ringes ergibt sich aus der Differenz der beiden unterschiedlichen Lager (neues Lager aus SS Motor SKF 2NUC3EC).

Alle Fräsarbeiten wurden mit einem Dremel mit biegsamer Welle und Metall Fräskopf erledigt und danach mit einem Lamellenfächer geglättet. Danach muss das Getriebe eingebaut und ausdistanziert werden (bei meinem Motor hatte ich Glück und es hat sofort gepasst), wobei die Schaltklauen und Schaltwalze des SS Motors mit übernommen werden müssen. Der alte Schaltautomat muss bleiben, da die Aufnahmen für diesen an den beiden Gehäusen unterschiedlich sind.

Allerdings muss die neue Ölpumpe oder zumindest ein neues Pumpenrad verwendet werden, da die Verzahnung nicht mehr passt. Als Ritzel verwende ich das der SS 600 mit 15 Zähnen und baute es mit der Erhöhung nach außen ein (eigentlich falsch herum aber wegen der Kettenflucht nicht anders möglich). Als Kettenblatt verwende ich das Originale der Pantah mit 36 bis 38 Zähnen und lasse es auf der Innenseite (zur Felge hin 3cm wegen Kettenflucht) auf das Maß des Ritzels abdrehen.

Seit dem Umbau bin ich mit meiner Pantah ca.: 8000 Km gefahren ohne dass irgendwelche nennenswerte Probleme aufgetreten sind.

Modellbau der Ducati 750SS

Die Ducati 750SS eignet sich hervorragend für den Modellbau. Prinzipiell hätte man auch die 900SS zur 750SS umbauen können. Gestartet wird der Bau des Modells mit dem Motor. Am Motor habe ich bereits alle Bohrlöcher gesetzt, die später benötigt werden und dann ggfs. sind.

Der Aufbau des stehenden Zylinders und die Befestigung am Motorgehäuse erfordern Präzision. Die korrekte Ausrichtung der Zylinder ist eine Herausforderung. Die Zylinderköpfe sind ein weiterer wichtiger Schritt.

Die Flammsiebe, Schutzgitter gegen Vogelschlag, sind ein Detail, das oft diskutiert wird. Obwohl die Siebe im Modellbau manchmal zu grobmaschig sind, können sie aus Messing gefertigt und entsprechend gefärbt werden.

Der Vergaser des liegenden Zylinders wird erst nach dem Einpflanzen des Motors montiert. Das Flammensieb noch feiner...kann man sich kaum vorstellen das es geht, aber man sieht bei dir geht das.

Materialkunde und Oberflächenbehandlung

Es ist nicht so einfach, glänzende Teile wieder matt zu bekommen. Daher müssen Angussreste vorsichtig weggeschliffen werden. Mit dem Messingpinsel lassen sich die dann glänzenden Schleifstellen nur bedingt wieder anrauhen.

Wenn man die Oberfläche von den Gussteilen entfernen möchte, arbeite ich mit einem Glasfaserradierer. Zudem arbeite ich bei Bedarf mit Schwarzfärbebeize für Edelstahl ("Nigrit VA"). Hiermit behandle ich auch Fotoätzteile, z.B. Glieder der beweglichen Kette, die ansonsten chromglänzen und somit unrealisitisch erscheinen würden.

Die Kettenglieder habe ich zuvor - wie weiter oben beschrieben - chemisch brüniert.

Räderbau

Nabe und Felge werden in die Montagelehre eingespannt. Jede Speiche hat zwei Klebestellen (flüssiger Sekundenkleber):

  1. Nippel und Felge
  2. Zum sauberen Abtrennen der überstehenden Speichenenden ist ein Qualitätseitenschneider mit kleinen Schneiden unverzichtbar.

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